Mitgliedschaft im Bauernverband - Vor- und Nachteile?

Was halt nirgendwo passt
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MeinNameistHASE
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Re: Mitgliedschaft im Bauernverband - Vor- und Nachteile?

#11

Beitrag von MeinNameistHASE » Mi 12. Feb 2020, 17:26

Ich kann nur für Hessen sprechen:

Ja es gibt (teils abhängig vom Kreisverband und regionalen Energieversorgern) Rahmenvereinbarungen, die günstigere Strom-Tarife ermöglichen. Weitere Vorteile sind Rabatte bei Autokäufen und diversen Agrarfachhändlern.

Einen Rattenschwanz von Anmeldungen zieht das Ganze nicht nach sich. Die meisten Geschäftsstellen sind zudem Außenstellen der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (beitragspflichtig ab 2500qm) und beraten in dieser Hinsicht bzw. vermitteln auch verbandsintern bei Bedarf rechtliche Beratung.

Falls weitere Fragen auftauchen, gerne bei mir melden.
Ich verlasse mich auf meine Sinne: Irrsinn, Wahnsinn und Blödsinn!

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Renysol
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Re: Mitgliedschaft im Bauernverband - Vor- und Nachteile?

#12

Beitrag von Renysol » Mi 12. Feb 2020, 21:13

MeinNameistHASE hat geschrieben:
Mi 12. Feb 2020, 17:26
landwirtschaftlichen Sozialversicherung (beitragspflichtig ab 2500qm)
Danke, das war ein sehr wichtiger Hinweis. Dazu Ausschnitte aus Wikipedia:

Die LBG ist für Unternehmen zuständig, die auf dem Gebiet der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, des Garten- und Weinbaus, der Fischzucht und Teichwirtschaft und der Seen-, Bach-, Flussfischerei tätig sind.
...
Der Unternehmensbegriff ist hier weit zu fassen: Selbst kleinste land- und/oder forstwirtschaftliche Flächen fallen nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts in die Zuständigkeit der LBGen; eine Gewinnerzielungsabsicht ist nicht Voraussetzung, sodass auch z. B. eine als Hobby verstandene kleine Schafzucht oder Pferdehaltung auf einer Wiese zu den kraft Gesetzes versicherungs- und beitragspflichtigen Unternehmen im Sinne des SGB VII zählen.
...
Zur Abgrenzung hat die Rechtsprechung über die Jahre hinweg basierend auf einer Entscheidung des seinerzeitigen Reichsversicherungamtes manifestiert, dass ab einer Größe von 2.500 m² ... generell von Landwirtschaft auszugehen ist.


Ich wollte angeben, dass ich auf 3000 qm verschiedene Sachen anbauen. Das muss ich mir also nochmal gut überlegen.
Einkommen vom eigenen Grund und Boden: http://renysol.com

Benutzer 2354 gelöscht

Re: Mitgliedschaft im Bauernverband - Vor- und Nachteile?

#13

Beitrag von Benutzer 2354 gelöscht » Mi 12. Feb 2020, 21:24

Versicherungspflichtig in der Berufsgenossenschaft bist du ab 2500m² unabhängig ob auf der Fläche Rasen oder Gemüse wächst ( das ist mein Kenntnisstand ).
Ob du auch in die anderen Versicherungen einbezahlen musst oder darfst kann ich dir nicht eindeutig beantworten.

ina maka
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Re: Mitgliedschaft im Bauernverband - Vor- und Nachteile?

#14

Beitrag von ina maka » Mi 12. Feb 2020, 23:56

Das kann doch nicht sein?
Dass du in die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft einzahlen musst, owohl du gar kein Landwirt bist? :hmm:
Die LBG ist für Unternehmen zuständig
wie definiert sich "Unternehmen"?
Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eigenen berichtigen.
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osterheidi
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Re: Mitgliedschaft im Bauernverband - Vor- und Nachteile?

#15

Beitrag von osterheidi » Do 13. Feb 2020, 06:24

ich hab auch keinen hof und zahl die berufsgenossenschaft. Das ergab sich weil wir tiere hatten auf 6000 qm und ständig leute geholfen haben. Es ist billiger als z.b der grundbesitzerverein . Dort bin ich mitglied wegen der immer wieder mal nötigen rechtsberatung.

Benutzer 2354 gelöscht

Re: Mitgliedschaft im Bauernverband - Vor- und Nachteile?

#16

Beitrag von Benutzer 2354 gelöscht » Do 13. Feb 2020, 09:29

ina maka hat geschrieben:
Mi 12. Feb 2020, 23:56
Das kann doch nicht sein.




Ihno
In Deutschland ist alles möglich was Geld in die öffentlichen Kassen spült....

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Re: Mitgliedschaft im Bauernverband - Vor- und Nachteile?

#17

Beitrag von emil17 » Do 13. Feb 2020, 10:37

Ist wie die Beiträge an die BGBau, auch wenn man selber baut.

Muss da jetzt jeder mitmachen, der mehr als 2500 m2 nicht überbautes Land hat und nicht nachweisen kann, dass er es nicht selber nutzt?
[Ironie] Ich schlage eine Abgabe für alle vor, die während einer Ausübung von bezahlter oder unbezahlter Tätigkeit der Schwerkraft unterworfen sind. Da die Schwerkraft zweifellos eine erhebliche Gefährdung für Menschen und Sachen darstellt (Stürze, fallende Gegenstände), müssen auch alle solidarisch dafür in eine Schwerkraftsgenossenschaft einzahlen. [/Ironie]
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Mitgliedschaft im Bauernverband - Vor- und Nachteile?

#18

Beitrag von SunOdyssey » Do 13. Feb 2020, 19:04

Renysol, du kannst mich ja direkt anschreiben, wenn du willst
Ich sage, was ich meine und ich meine, was ich sage

Und ich sage.....blöde Autokorrektur

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Re: Mitgliedschaft im Bauernverband - Vor- und Nachteile?

#19

Beitrag von Zaphira » Fr 14. Feb 2020, 07:00

Ich habe 2 Streuobstwiesen von 2800 qm und 3600 qm und müsste eigentlich auch einzahlen, wenn nicht der Schäfer mit seiner Herde abweiden würde.
Das ist eben landwirtschaftliche Nutzfläche, auch wenn man nicht viel davon hat und da es Landschaftsschutzgebiet ist, nicht viel damit machen kann.
Mein Ziel ist ein Leben von dem ich keinen Urlaub brauche.

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Re: Mitgliedschaft im Bauernverband - Vor- und Nachteile?

#20

Beitrag von Tika » Fr 14. Feb 2020, 10:23

Wir haben hier Grünland am Hof, Streuobst und Weideland für 2 Pferde = keine landwirtschaftliche BG. Für (privte Reit-)Pferde ist die BG für Luftfahrt und Verkehr zuständig :eek: Ok na gut, sind ja 2 PS...
Zahlen muss ich aber für 3500 m² Wäldchen auf einem Steinberg, rund 90,-€/Jahr. Das ist der Mindest-Grundbetrag plus ein paar Cent für die Minifläche.
Dafür bin ich unfallversichert wenn ich durchs Wäldchen spaziere. Bei der im Sommer täglichen Weidepflege aber nicht. Und die ist nötig und schon ziemlich aufwendig wenn man auf Boden und Artenreichtum und solche Sachen achtet, und das außer Freischneider ohne Maschinen macht.
Macht Sinn das Ganze :roll:
Lebe das Leben, das Du liebst und liebe das Leben, das Du lebst.

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