das hätte ich mir nie erlaubt...

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Benutzer 72 gelöscht

Re: das hätte ich mir nie erlaubt...

#21

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » Fr 7. Jun 2013, 19:38

??

Da gibt es so eine Zeichnung, wo ein Mann einen Buben (Jungen) übers Knie legt und dazu sagt "Das wird dich lehren, deine kleine Schwester nicht zu schlagen!" :roll:
Schlagen oder irgendwelche anderen Strafen erziehen nicht - die schüchtern höchstens ein, lehren zu gehorchen, aber nicht selber mitzudenken....

Erziehung ist zu 99 Prozent Vorbild-Sein.
sage ich als Mutter - wo ist der thread, wo steht, dass Katzen die Verhaltensweisen der Besitzer nachahmen? Kinder ahmen ihre Eltern und Lehrer nach!
Also sollte sich jeder, der meint "die Jugend" wäre so schlecht erzogen, selber an den Ohren ziehen und fragen, welchem Vorbild sie nacheifern?

Ja, natürlich - es muss nicht sein, dass Eltern/Lehrer oder wer auch immer Schlechtes vorgelebt hat - jeder Mensch, egal, wie die Erziehung war oder nicht, hat trotzdem noch eine gewisse "freie Wahl"...

Aber deshalb gefiehl mir Heikos posting:

mit welchen Werten wachsen junge Menschen heute auf?

Ich hatte übrigens nie Respekt vor irgendwem ("Respekt", wie es hier gesagt wird, meint eigentlich "Angst").
hatte meinen Ruf weg in der Schule :mrgreen:

hab aber schnell kapiert, dass es in der Schule nur - n u r - drauf ankommt, gute Noten zu schreiben. Und musste deshalb meine gesamte Schulzeit in einer Art Lüge leben - war furchtbar!
Und war nicht Schuld der Lehrer -
Da waren ein paar tolle Persönlichkeiten dabei - aber das System....

durchschwindeln ist zwar verboten, führt aber zum Erfolg, solange es niemand merkt.
anderen helfen ("einsagen bei Prüfung") war aber Grund, bestraft zu werden.

mit welchen Werten müssen junge Menschen aufwachsen???? :mama:

Wer spürt (als ob es am eigenen Leib wäre) fremdes Leid?
ist das nicht normal, dass man das spürt??

Wenn man das spürt, kann man anderen nicht weh tun - na ja, können schon - aber es tut einem selbst weh.... :pfeif:

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Little Joe
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Re: das hätte ich mir nie erlaubt...

#22

Beitrag von Little Joe » Fr 7. Jun 2013, 19:58

ina maka hat geschrieben:Ich hatte übrigens nie Respekt vor irgendwem ("Respekt", wie es hier gesagt wird, meint eigentlich "Angst").
hatte meinen Ruf weg in der Schule :mrgreen:
... das hört sich so an,als ob "Respekt" aus der mode gekommen wäre. Ich finde respekt hat mal überhaupt gar nichts mit Angst zu tun. Wenn Menschen anders denkende und anders lebende ein bischen mehr respektieren würden gings uns allen schon viel besser.
Erstaunlich, dass Menschen, die alles besser wissen, nie etwas besser machen.

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Re: das hätte ich mir nie erlaubt...

#23

Beitrag von citty » Fr 7. Jun 2013, 20:02

Hi,

also ich muss sagen Dein Papa ist wirklich cool, Little Joe, ich haette richtig Angst bekommen, man weiss ja nie bei solchen R.........ln die kein Gewissen und keinen Respekt vor alten Leuten mehr haben. Sag' ihm unbedingt, dass er sich mit solchen Typen nicht anlagen soll, meckern kann er ja aber bloss nichts werfen etc. die koennten sonst richtig handgreiflich werden...

LG Citty
Dr. Roger Liebi fan :)

Benutzer 1612 gelöscht

Re: das hätte ich mir nie erlaubt...

#24

Beitrag von Benutzer 1612 gelöscht » Fr 7. Jun 2013, 20:19

strenger Lehrer, wer sich da nicht benehmen konnte, wurde also durchaus - am Ohr kräftig festgehalten - vom Lehrer aus der Bank hochgezogen.
Sich zuhause zu beschweren hat sich gar keiner gewagt. Der Betreffende hätte nämlich von den Eltern wohl gleich noch eine Ohrfeige dazubekommen, weil eben durch sein Fehlverhalten der Lehrer zu einer Maßregelung greifen mußte!
Also, ich finde, zum Glück hat sich gegenüber früher durchaus was verändert!
Ich gehe mit Ina Makas Post voll mit...

Kennt Ihr den Film "Das weiße Band" von Michael Haneke? Darin wird sehr "schön" - gerade mit Fokus auf die Kinder -
Erziehung in Deutschland (am Vorabend des 1. Weltkriegs) vorgeführt. Na holla, da bin ich froh, DAS nciht erlebt zu haben.

Ich sehe auch nicht ein, dass man vor Älteren automatisch Respekt haben muss. Können doch durchaus Ar...öcher sein, diese Älteren!
Höflichkeit, Kultur ist hier das richtige Stichwort - und das gebührt keiner besonderen Alters- oder sonstigen Gruppe,
sonderm ALLEN.
Und ich gehe auch mit ahora mit, so super schlimm sind die Kids im Unterschied zu früher heute nicht.
Ich arbeite zwei Mal im Jahr je paar Wochen mit Schulklassen (5.-10. Klasse) - und da ist vom Rüpel bis zum Herzblatt
immer alles dabei. Selbst hier in Berlin erlebe ich häufig, dass alten Leuten in der Bahn Platz gemacht wird
(bei den klapprigen Alten ist das ja auch gerechtfertigt).

Die Berliner Mentalität dagegen finde ich zum Weglaufen. Aber das ist nicht Thema...

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Re: das hätte ich mir nie erlaubt...

#25

Beitrag von Lehrling » Fr 7. Jun 2013, 21:17

Ich denke, es kommt darauf an, was man unter >Respekt< versteht: Angst? oder Achtung? Vermutlich hängt das davon ab, als was einem >Respekt< früher >verkauft< wurde.
Ich sehe leider auch oft Erwachsene, die wegwerfen als ihr Recht betrachten ( Ich zahle ja Steuern!) und ich kenne viele Kinder und Jugendliche, die gut erzogen sind und höflich.

Ich kann mich übrigens erinnern, daß wir als Jugendliche in der Gruppe uns manchmal zu Verhalten hinreißen ließen, das wir allein niemals gemacht hätten - aus Imponiergehabe um toll zu sein vor den anderen. Und wenn dann jemand was zu uns sagte in einem Tonfall oder mit Worten, die uns von jemand total mies empfundenen Erwachsenen nur allzu vertraut waren, dann hatten wir diesen Miesling vor Augen und nicht den Menschen der diese Worte ahnungslos gebrauchte.

Können sich einige vielleicht noch erinnern, daß damals die Diskussionen um die >Halbstarken< nicht anders verliefen als hier diese? Und von den alten Griechen hat sich doch auch schon jemand über die verlotterten Jugendlichen beschwert....

liebe Grüße
Lehrling
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Re: das hätte ich mir nie erlaubt...

#26

Beitrag von Räubermutter » Sa 8. Jun 2013, 19:27

Ja, Lehrling, darauf wies Ahora schon hin... ;)

Kann auch mit Ina Maka mitgehen - und muss auch sagen - ich bin froh, dass Joes Vater nichts weiter passiert ist!
Allerdings find ich es auch schade, dass er sich so hat provozieren lassen und ihnen die Becher hinterher geschmissen hat. Wenn er sie denn schon aufgehoben hat, hätte er sie eignetlich auch gleich wegwerfen können, anstatt wieder die Jungs genauso so zu provozieren, wie er sich hat provozieren lassen.
Natürlich hat man diese nüchterne Sicht nicht so auf dem Schirm, wenn man sich gerade aufregt.
Wenn wir aber erwarten, dass sich die Kinder und Jugendlichen gut benehmen und wir wissen, gutes Benehmen lernen sie nur von den Erwachsenen (bzw. in der Kindergruppe wie hier auch beschrieben :daumen: ), dann müssen wir ihnen also ein Vorbild sein. Und ihnen NICHT den Müll hinterher schmeißen, sondern das tun, was man eben vom anderen erwartet hätte: in den richtigen Behälter entsorgen.

Dagegen kann man natürlich wieder sagen - hey, was hab ICH denn mit DEN Jungs zu tun, das sollen die doch von Eltern und Lehrern und Sozialarbeitern lernen - dann halte ich dagegen, dass es eben immer die ganze Gesellschaft fordert, Kinder großzuziehen. Wenn wir uns nicht mehr für andere verantwortlich fühlen und auch nicht wollen, dass WIR die Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche (und auch andere Erwachsene) übernehmen, dann brauchen wir uns nicht wundern, wenn man angepöbelt wird, will ich meinen.

Ich stand z.B. mal in einem Schulbus, als ich auf Reisen war. Die Schüler saßen zumeist natürlich. Dann stieg ein betagter Mann ein und suchte einen Stehplatz, an dem er sich gut festhalten konnte. Ich fand es sehr traurig, dass niemand der Jugendlichen auf die Idee kam, dem Mann einen Sitzplatz anzubieten, aber dann hab ich halt in die Runde gesagt, ob bitte jemand aufstehen würde für den Mann - und sofort erhob sich einer (ich hatte natürlich Glück - es waren einige Mädchen unter den Jugendlichen! ;)) . Ich glaube, dass oft das unsoziale Verhalten von Jugendlichen auch daher rührt, dass es ihnen eben niemand anders vormacht und sie darauf hinweist. Außerdem liegt es auch an der Umgestaltung des Gehirns. Ein bestimmter Bereich, der für soziales Verhalten verantwortlich ist, wird quasi abgestellt und die Jugendlichen fangen an, sich wie ein Rotzlöffel zu verhalten, weil die Pubertät einfach voll zuschlägt.
Meine große Tochter stürzt z.B. zumeist in mein Zimmer - trotz geschlossener Türe - , wie wenn wer weiß passiert sei, dabei ist gar nichts, aber sie vergißt auch einfach regelmäßig, dass ich sehr schreckhaft bin und außerdem will, dass sie anklopft - genauso wie ich das bei ihr IMMER mache. Das nervt mcih zwar oft, aber ich weiß, ich muss es einfach stoisch wiederholen, sie will mich nicht ärgern, sie hat es einfach gerade nicht anders auf dem Schirm, sie kann gerade einfach nicht immer für andere mitdenken und fühlen. Und ich bin froh, dass sich das verwachsen wird!!! :lol:

Und zum Thema Respekt - ich find den Begriff Respekt schon in Ordnung als Tugend, aber bitte Respekt vor jedem, vor anderen Erwachsenen, vor Kindern, vor Jugendlichen, vor dem Besitz anderer bzw. der Öffentlichkeit, auch vor seinem eigenen Besitz - und eben auch Respekt vor sich selbst! Also eine Wertschätzung - keine Angst.
Jeder Mensch verdient das in jedem Alter und in jeder Situation.

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Re: das hätte ich mir nie erlaubt...

#27

Beitrag von Mamida » Sa 8. Jun 2013, 23:25

Erziehung ist nicht so einfach.
Peter Ustinow
hat einmal sinngemäß gesagt: " Kinder kann man nicht erziehen, mann kann Ihnen nur etwas vorleben"
und ich finde, das stimmt.
Respekt ist ein Teil davon. Früher gab es eine große Familie und das Oberhaupt war die älteste Person der Familie.
Diese Person hatte das Sagen, soweit Ihr Geist intakt war. Heute werden diese Menschen aufs Abstellgleis gestellt ( Altenheim)
Das Alter wird nicht mehr geschätzt und wovor sollten die Halbstarken Respekt haben? Eine Familie gibt es nicht mehr, im Fernsehen wird Ihnen gesagt, wie cool man sein kann, es gibt nur Gewalt und andere Sendungen fern der Realität. Es findet alles nur als Spiel statt, ein Spiel um Menschen zu manipulieren und zu töten, Die Drohnen sind ein Beispiel dafür.
Die Kinder werden manipuliert und spielen Werbung und Filme nach, als würden Sie es bei den Erwachsenen abgucken.Nur leider ist die Realität kein Spiel und es gibt Verletzte und Tote. Erst dann werden Sie aufwachen.
Eine Achtzigjährige Frau hat mir erzählt.... ich war 12 und wir waren 2 Gruppen und haben uns in der Mitte getroffen, dann haben wir uns geprügelt, ( nur geprügelt) Mädchen und Jungs gegen Mädchen und Jungs. Es gab ein paar blaue Flecken und Schrammen und zerissene Kleidungsstücke und gut wars..,,,," Unsere Eltern haben geschimpft, aber wir haben uns wohl gefühlt, es war unsere Welt der Halbstarken.
Heute darf man das nicht mehr,es findet alles nur im Kopf statt oder vielleicht noch in einem Verein, aber auch da gibt es keine Freiheit, um sich als Halbstarker stark zu fühlen, das ist schade.

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Re: das hätte ich mir nie erlaubt...

#28

Beitrag von Baumschubser » So 9. Jun 2013, 06:37

Moin
Die Sturm-und Drangzeit der Jugendlichen ,die es zweifellos schon immer gab, hatte aber irgendwann mal ein Ende.
Meist wars der Meister der dem Lehrling die Beine langzog danach kam das Militär,Ersatzdienst, irgendwo mit 22,23,25..waren die Hörner dann abgestossen und die Bengel wurden erwachsen.
Sie wollten geldverdienen, sich was leisten, wer sein.
Das ist heute leider nicht mehr die Regel, teilweise haben wir fast 100% Jugendarbeitslosigkeit, keine sonstigen Dienste/Verpflichtungen und daraus entwickelt sich dann Langeweile und folgend "dumme Ideen" die dann an deren Kinder weitergereicht werden.
Es gab mal eine Reportage einer Abschlussklasse Grundschule(95% ohne Ausbildungsplatz), der Lehrer machte Kurse und Übungen wie man mit 359eur/m auskommen muss. Er sagte das wäre das einzig Sinnvolle was er den Kindern noch mitgeben könne, alles andere wie zb. Bewerbungen schreiben wäre reine Stundenverschwendung und hilft denen nicht.
Einerseits hat er recht, andererseits hat er als Lehrer die Aufgabe seine Schüler auf den Beruf anstatt auf Hilfeempfang vom Staat vorzubereiten.
Ich finde da muss was passieren, es darf niemand der aus der Schule kommt an der Strassenkante landen, sie brauchen eine tagesfüllende Aufgabe.
Gruss Willy

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Re: das hätte ich mir nie erlaubt...

#29

Beitrag von Rallymann » So 9. Jun 2013, 07:30

Wenn die Kötels zu Fuß unterwegs waren, sollten sie aus der näheren Umgebung stammen.
Besteht also die Gefahr, dass sich das wiederholt.
Vieleicht sollte er sich mit den Nachbarn in Verbindung setzten. Gibt eventuell Sicherheit oder der Nachbar kennt einen davon.
So käme man an die Eltern, denn nicht alle Eltern wissen was ihre Kids so treiben und nicht alle Eltern erziehen Antiautoritär.
Anzeige wäre vieleicht auch sinnvol
Rumschupsen ist auch ne tätlichkeit und selbst wenn Strafunmündig, so ist ein Streifenwagen vor der Tür ( was die Nachbarn jetzt denken) oder ein Besuch vom Jugendamt schon unangenehm und bewegt selbst schmerzfreie Eltern zum handeln.

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Re: das hätte ich mir nie erlaubt...

#30

Beitrag von Nightshade » So 9. Jun 2013, 17:58

ina maka hat geschrieben:??
Kinder ahmen ihre Eltern und Lehrer nach!
Also sollte sich jeder, der meint "die Jugend" wäre so schlecht erzogen, selber an den Ohren ziehen und fragen, welchem Vorbild sie nacheifern?
Den Eltern gehört eine Schulung zwangsverordnet, der vielzitierte Elternführerschein. Weil je nach Kulturkreis, Bildungsstand und "Glaube" vermitteln sie recht interessante "Werte". (Die in der jeweiligen Gruppe als positiv gelten.) Man müsste ihnen pauschal beibringen, welche Phasen ein Kind durchläuft, wann muss was getan werden, Lesetraining ab wann, Ernährung wie, wie Aggressionen und Frust verringern usw., usw.

Erziehung bedeutet Arbeit nach der bezahlten Arbeit. Erziehung erledigt sich nicht von allein, nicht bei einem Hund, noch weniger bei einem Kind. Liebe reicht nicht, man muss auch wissen, was man wann wie tun muss.
ina maka hat geschrieben:Ich hatte übrigens nie Respekt vor irgendwem ("Respekt", wie es hier gesagt wird, meint eigentlich "Angst").
hatte meinen Ruf weg in der Schule :mrgreen:

hab aber schnell kapiert, dass es in der Schule nur - n u r - drauf ankommt, gute Noten zu schreiben. Und musste deshalb meine gesamte Schulzeit in einer Art Lüge leben - war furchtbar!
Und war nicht Schuld der Lehrer -
Da waren ein paar tolle Persönlichkeiten dabei - aber das System....
durchschwindeln ist zwar verboten, führt aber zum Erfolg, solange es niemand merkt.
anderen helfen ("einsagen bei Prüfung") war aber Grund, bestraft zu werden.
Nein, liebe Ina maka, das hast du was ganz Wesentliches nicht verstanden. Wenn du schummelst, schadest du DIR. DU bist diejenige, die den Stoff später nicht kann, wenn du ihn im Leben WIRKLICH brauchst. Die Noten oder Punkte sagen dir nur, wie gut du wirklich bist. Zu sich selber ist man selten objektiv.

Die meisten checken mit Beginn der Oberstufe, dass sie für sich selber lernen. Und die Lehrperson freut sich, wenn die richtig durchstarten und Freude haben am Sammeln von Wissen. Es ist einfach toll, wenn man merkt, hier entsteht ein scharfer Verstand, der leicht auffasst, alles hinterfragt, der verschiedenste Fachgebiete verknüpfen kann.
Die Tachinierer sitzen auch in jeder Klasse, na ja, manche wird man nicht los und die anderen schleifen sie dann halt mit.
Und die Noten-Lerner sind einfach nur frustrierend. Ja das Kind bemüht sich, also soll´s seine Note haben. Aber man merkt doch, dass kein echtes Verständnis dahinter ist.

Benotete Prüfungen? Die macht man doch sein ganzes Leben! Sie sind doch spaßig, sind eine Herausforderung. Was hätte ich davon gehabt, mich beim Studium, bei der Unternehmerprüfung, beim Sport-Lehrwart, bei diversen spaßigen Führerscheinen durchzuschummeln? Für das Wissen hab ich viel Geld bezahlt, soll ich mich etwa selber auf so dumme Art um den Gewinn bringen? Ich buche Cash ab und lagere Wissen ein, aus dem dann wieder Cash wird.

Meine Lehrer waren manchmal gut, manchmal schlecht. Aber eigentlich ist das eh egal - denn lernen muss der Schüler! Wenn man lernen will, dann lernt man auch beim Frontalunterricht im gesteckt vollen Hörsaal. Wenn man lernen will, lernt man nach dem Unterricht mit Büchern, heute auch mit dem Net, bis man es wirklich verstanden hat. Die Prüfung ist nur eine Selbst-Überprüfung.

Mein Wissens-Wunschzettel ist noch lang. Die ganz sinnvollen Dinge stehen oben auf der Liste, aber Urgeschichte studiere ich auch noch!
ina maka hat geschrieben:mit welchen Werten müssen junge Menschen aufwachsen???? :mama:
Offensichtlich wird nicht mehr vermittelt, dass Arbeit erstrebenswert ist. Man LEBT, man chillt.

Respekt ist keine Angst, Ina maka. Respekt ist eine Art von Zuneigung, von Liebe.

Wiki hilft mir Worte finden für ein tiefes Gefühl, dass ich einigen Lehrern entgegenbrachte. (Den bezahlten in der Schule, aber z.B. auch einem alten Herrn, zweifacher Doktor, der mich viel gelehrt hat.)

http://de.wikipedia.org/wiki/Respekt

Respekt (lateinisch respectus „Zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung“, auch respecto „zurücksehen, berücksichtigen“) bezeichnet eine Form der Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber einem anderen Lebewesen (Respektsperson) oder einer Institution. Eine Steigerung des Respektes ist die Ehrfurcht, etwa vor einer Gottheit.
Der Ausdruck wird normalerweise auf zwischenmenschliche Beziehungen angewandt, kann jedoch auch auf Tiere, Gruppen, Institutionen, Länder oder Moralansichten, bzw fremden gesellschaftlichen Ansichten bezogen werden. Respekt impliziert nicht notwendigerweise Achtung, aber eine respektvolle Haltung schließt bedenkenloses egoistisches Verhalten aus.


In manchen Kulturen ist Respekt vor Älteren ein grundlegender Wert. Vor Lehrern verneigt man sich dort.

Das Ziel eines guten Schülers ist es, den Lehrer zu übertreffen. Den Lehrer wirds freuen - für solche Schüler empfindet man RESPEKT. (Auch der Lehrer verneigt sich vor dem fähigen Schüler.) Mit diesen kann man in ruhigen Minuten absolut menschlich sein und lachen.

Traurig, wenn du als Kind keinen Respekt empfinden konntest. Warum hattest du solche Angst vor einer Beurteilung?

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