Euer Selbstversorger-Ärger

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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon emil17 am Fr 18. Jan 2019, 10:03

Trauben, @ina: Ich dachte nach den Beschreibungen deines Gartens, der sei schattig und absonnig gelegen.
Wenn die Trauben Sonne genug haben und trotzdem nicht befriedigen, dann wird es wohl an einer für Euch unpassenden Sorte liegen oder der Standort passt trotzdem nicht.
Auftrieb, @frodo: Shit happens. Bei Bauten von Häusern mit einer wasserdichten Unterkellerung ("weisse Wanne") muss man die Baugrube mit Pumpen entwässern bis die Auflast des Gebäudes ausreicht, um Aufschwimmen zu verhindern, oder es wird die Betonwanne selber geflutet. Bei schlammigem Wasser kann die Dichte über 1000kg/m3 liegen, d.h. der Auftrieb grösser sein als erwartet. Auch beim Einbetonieren von Behältern usw. kann sowas passieren, wenn der Betonbrei unter das Ding fliessen will.
Ziemlich sicher ist Erde unten rein geflossen - das einströmende Wasser dürfte die entstehende Grubenwand verflüssigt haben.
Dagegen hilft nur Ausgraben.
Um das Problem zu verhindern kann man die Zisterne unten mit grobem Schotter füllen, was natürlich das nutzbare Volumen verkleinert, oder die Baugrube drainieren.
Beschweren mit Auflast dürfte bei einem Kunststoffbehälter mangels Stabilität im leeren Zustand nicht funktionieren.
Die einfachste Massnahme, nämlich die Zisterne immer ans Dachwasser angeschlossen zu lassen, hat ja bisher geholfen.
Ich würde in deinem Fall einfach das Dachwasser nicht direkt in die Zisterne leiten, sondern einen Entschlammer zwischen Fallrohr und Einleitung anordnen. Das kann eine gewöhnliche Regentonne sein, in die das Fallrohr geht und wo sich der Schmodder absetzen kann. Gut dafür sind auch die blauen Kunststofftonnen mit schwarzem Deckel, die es in verschiedenen Grössen als Behälter für Futter usw. für die Landwirtschaft zu kaufen gibt. Ein Deckel muss sein, ausser du magst Stechmücken, die sich im Sommer darin prächtig entwickeln. Den Einlauf in die Zisterne, der seitlich an der Tonne sein soll, würde ich durch eine grossflächige Siebplatte schützen. Sehr gut basteln lässt sich das aus den Papierkörben aus Edelstahl-Streckmetallgitter, die es beim grossen schwedischen Möbelhaus gibt.

Wenn du den Einlauf der Zisterne flexibel anschliessest, etwa durch ein Geberit-Rohr 56 oder 63 mit Verschraubmuffe, dann kannst du das zum Entschlammen einfach abmachen und die Tonne umkippen.
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon frodo am Fr 18. Jan 2019, 10:40

@emil:
vielen Dank für die Tips! Noch besteht die Hoffnung, dass das Wasser nur von der Stirnseite (Revisionsschacht) in die Grube eingedrungen ist, und die Grubenwände nicht eingebrochen sind. Der Lehm dort ist ziemlich standfest.
Mein Bruder befüllt heute den Tank - mal sehen, was passiert... :pfeif:
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon Doris L. am Sa 19. Jan 2019, 12:37

Heute morgen sehe ich beim Biomüll wegbringen das die Frau von über mir einen Hundekotbeutel in die Tonne geschmissen hat. Gesehen hatte ich auch schon mal Plastikpflanztöpfe, Milchtüten und Kaffeesahnetöpfchen :bang:
Das ärgert mich, gehört nicht da rein. Vor allem weil sie sich beschwert wurde das ich die Apfelreste im Herbst, gut, es war eine Menge, in die Biotonne getan habe. Sie hat sich beschwert das eine Menge Wespen in und um der Tonne herum waren. Was stimmt. Ich habe dann die Tonne nah an die Strasse gestellt und meine nächsten Apfelreste in den Wald gebracht. Wo soll ich die denn sonst hin tun?
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon emil17 am Sa 19. Jan 2019, 16:56

Doris L. hat geschrieben:Wo soll ich die denn sonst hin tun?

Die Hundehaufentüte, die Frau oder deine Apfelschalen?

Es gibt Leute, die haben es als Hobby, dauernd zu überwachen, was andere auf die Sammelstelle bringen. Denen tust du einen Gefallen, wenn du ihnen durch solches Fehlverhalten eine Existenzberechtigung gibst. Man kann die oft auch triggern, wenn man mit einem Auto mit nicht lokalem Kennzeichen da hin fährt und was in eine Tonne tut.
Gemüse- und Früchterüstabfälle, Kaffeesatz und so weiter kannst du gut auf dem Balkon kompostieren, zusammen mit etwas Holzasche und Sägemehl und manchmal ein wenig Erde. Wenn du das richtig machst, gibt es weder Gestank noch Invasionen von Fliegen oder dergleichen.
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon Doris L. am Sa 19. Jan 2019, 19:04

Die Apfelschalen. In den Wald gehören die auch nicht aber gehen wenigstens wieder in die Natur zurück. Tiere haben auch noch einen Nutzen davon.
Verpetzen tue ich mit Sicherheit niemanden, häufig sind die Plastikabfälle nicht.
Holzasche und Sägemehl und manchmal ein wenig Erde.
Müßte ich kaufen .
Nein, so einen Behälter stelle ich nicht auf die Terrasse wo die Leute im Haus doch so neugierig sind.
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon frodo am Di 22. Jan 2019, 11:14

Update zum Regenwassertank:
Wiederbefüllung ist derzeit wetterbedingt ausgesetzt, das ganze Rettungsprojekt buchstäblich "auf Eis gelegt".
Habe gestern vor Ort erstmals das ganze Ausmaß des Schadens gesehen: der Tank hat sich einseitig um ca. 40cm angehoben, die 1,5" Saugleitung wurde einfach abgerissen, das 100er Zulaufrohr vom Tankstutzen ebenso, an der Stirnseite im Revisionsschacht ist von der Seite Erde reingebrochen und unter den angehobenen Tank gebröckelt :ohoh: .
Dort stand auch Wasser, das ich abgepumpt habe, aber es war nicht viel, vielleicht 100-200L, das Meiste scheint schon wieder versickert zu sein.
Irgendwie auch faszinierend, dass eine geringe Wassermenge ausreicht, um so eine Auftriebskraft zu erzeugen - Archimedes lässt grüßen - wenn der Zwischenraum zwischen Grubenwand und Tank nur klein genug ist. Immerhin musste nicht nur das Eigengewicht des Tanks, sondern auch das der darüber liegenden Erde, sowie die Kraft zum Abreissen der Leitungen übertroffen werden. Aber wenn der Tank auch nur bis zu 1/3 seines Volumens im Wasser lag, sind das schon über 2 t Auftriebskraft! :hmm:
Jetzt haben wir das Ganze erst mal mit einer großen Plane abgedeckt und hoffen auf den Frühling... :pfeif:
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon emil17 am Di 22. Jan 2019, 17:55

Jetzt ist mir grad eine Idee gekommen, wie man den Tank sicher gegen Aufschwimmen schützen kann.
Bring an der Aussenwand unten so nahe wie möglich am Boden ein Rücklaufsperrventil so an, dass etwas von draussen in den Tank rein laufen, aber nichts aus dem Tank rauslaufen kann. Dann ist, wenn das Ventil funktioniert, der Wasserstand im Tank immer mindestens so hoch wie der des Grundwassers aussenrum und nichts schwimmt auf.
Es kann allerdings passieren, dass sich der Tank mit Grundwasser füllt - wenn der Grundwasserstand steigt, ohne dass es regnet. Aber das schadet dem Verwendungszweck als Giesswasserbehälter ja nicht.
Der mögliche Zulauf von aussen sollte grosszügig bemessen sein. Man kann den Tank nämlich auch zum Aufschwimmen bringen, indem man ihn leerpumpt, wenn er im Wasser steht. Auf diese Weise werden abgesoffene Schiffe gehoben.
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon frodo am Di 22. Jan 2019, 19:20

emil17 hat geschrieben:Jetzt ist mir grad eine Idee gekommen, wie man den Tank sicher gegen Aufschwimmen schützen kann.
Bring an der Aussenwand unten so nahe wie möglich am Boden ein Rücklaufsperrventil so an, dass etwas von draussen in den Tank rein laufen, aber nichts aus dem Tank rauslaufen kann. Dann ist, wenn das Ventil funktioniert, der Wasserstand im Tank immer mindestens so hoch wie der des Grundwassers aussenrum und nichts schwimmt auf.
Es kann allerdings passieren, dass sich der Tank mit Grundwasser füllt - wenn der Grundwasserstand steigt, ohne dass es regnet. Aber das schadet dem Verwendungszweck als Giesswasserbehälter ja nicht.
Der mögliche Zulauf von aussen sollte grosszügig bemessen sein. Man kann den Tank nämlich auch zum Aufschwimmen bringen, indem man ihn leerpumpt, wenn er im Wasser steht. Auf diese Weise werden abgesoffene Schiffe gehoben.

Dazu müsste man erst mal ein System entwickeln, dass das Sickerwasser (Grundwasser gibt's da erst 50m tiefer) reinigt.
Normalerweise kann das mit dem Aufschwimmen dort nicht passieren, weil jegliches Sickerwasser Regenwasser ist, welches auf jeden Fall schneller den Tank über das Dach füllt, als es von der Seite in den Boden eindringen kann, und auch schneller wieder im tieferen Untergrund versickert, als der Tank normalerweise geleert wird. Hat ja 20 Jahre ohne Probleme funktioniert. Der Fehler war das Unterbrechen des Zulaufs nach dem Leerpumpen. :bang:
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon Dyrsian am So 3. Mär 2019, 18:10

Nun habe ich eine schöne 50er Platte dicke Bohnen ausgesäät, das erste Mal dass ich sie vorziehen wollte.
Ergebnis: Alles wimmelt vor Trauermücken. Um mir die Plage nicht in den Garten zu schleppen, werde ich die Bohnen wohl wegwerfen. Ich habe (idiotischerweise) die gleiche (gekaufte!) Anzuchterde genommen, in die ich im Herbst meine Süßkartoffelableger getopft hatte - auch die wurden von den Trauermücken getötet. Nun werde ich wohl die Bohnen, die eigentlich fürs Tauschpaket waren, für die Direktsaat verwenden.
Irgendwas geht immer in die Grütze! :sauenr_1:
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon Pitu am So 3. Mär 2019, 18:31

Du könntest versuchen, eine Gelbtafel für Trauermücken aufzuhängen. Und eine Sandschicht oben auf der Erde soll Trauermücken von der Eiablage abhalten. Oder vom Schlüpfen??? Hab ich aber selbst noch nicht ausprobiert.

Die Bohnen wachsen doch aber trotzdem? Und im Garten verursachen die Trauermücken doch auch keinen Schaden?
Ich hab auch oft im Frühling Trauermücken. Aber bisher konnte ich noch keine massiven Schäden beobachten. Da sind die grünen Blattläuse, die ich mir letztes Jahr durch nen gekauften Basilikumtopf eingeschleppt hatte, wesentlich üblere Schädlinge gewesen, weil da etliche Pflanzen verkrüppelt gewachsen sind, die ich entsorgen mußte.
Nerven tun die Trauermücken aber schon.
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