Euer Selbstversorger-Ärger

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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon Pitu am Mi 12. Jun 2019, 20:33

Teetrinkerin, eine andere Möglichkeit wäre noch Katzenschreckgranulat. Das hatte ich mal probiert. Gewirkt hat das schon auch. Aber es riecht sehr stark nach Knoblauch. Das könntest Du rund um die bevorzugten Stellen streuen und bei dem Durchgang, wo die Nachbarstiere immer reinkommen in Deinen Garten. Im Gemüsebeet selbst sollte man es nicht verwenden.
Die Verpiss-Dich-Pflanze funktioniert aber besser und riecht wesentlich angenehmer.

Und wenn Du mal den Vermieter Deiner Nachbarn anrufst wegen dem Ärger? Vielleicht wäre das für ihn ja auch ein netter Anlaß, eine Kündigung des Mietvertrags zu erwirken? :mrgreen: Haben die denn mit anderen Nachbarn auch schon Streit gehabt?
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon Mara1 am Do 13. Jun 2019, 00:33

emil17 hat geschrieben:
Ich würde mir keinen Kopf machen wegen möglicher Gefährdung des Tierchens durch etwas heftige Abwehrmethoden, schliesslich ist es Sache des Besitzers, dafür zu sorgen, dass sich sein Tier nicht gefährdet.

Das Gesetzesurteil, man müsse fremde Katzen im Garten dulden, bedeutet nur, dass man auf solches "Tun" des Nachbarn nicht mit einer Unterlassungsklage reagieren kann. Es bedeutet nicht, dass man keine angemessene Massnahmen ergreifen darf, die das Eindringen solcher Lästlinge verhindern. Angemessen heisst, die Wirkung sicher erzielend, ohne das Tier mehr als nötig zu gefährden. Katzen sind zäh, da muss man also nicht allzu zimperlich sein.

@Emil
Hast du selber Haustierer? Mir schein nicht. Denn so herzlos wie du über die Katzen/Hunde redest. Die Tiere können doch absolut nix dafür was der Halter macht. Und dafür die Tiere zu bestrafen finde ich echt ätzend.

Und Katzen mögen vielleicht zäh sein, und zeigen Schmerzen nicht so schnell - aber die haben genauso Schmerzen wie wir Menschen.
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon Zottelgeiss am Do 13. Jun 2019, 06:05

Man kann ein Problem auch kultivieren....

Das gibt ja Leute, gerade so unter Selbstversorgers, die haben größtes Interesse daran, gewisse Tiere drinnen (Nutztiere) oder draußen (Wildtiere) zu behalten und flicken Löcher im Zaun deshalb sofort und wirksam. Funktioniert sogar auf unebenen Böden und ist in der Höhe variabel. Wenn man sich dann entscheidet, die Sachfrage zu lösen statt sich an den Nachbarn abzuarbeiten, kostet das etwas Arbeit, etwas Geld und Ruhe ist. Und das Tor sollte man vielleicht einfach abschließen, gibt wunderbare technische Lösungen für sowas. Vorausgesetzt, der Hund kommt nicht auch noch unter dem Zaun durch, dann wären das keine Löcher sondern Tunnel und dann könnte ich Deine Nachbarn irgendwie auch verstehen...
Meine Gartenlaube ist abgebrannt. Jetzt versperrt mir nichts mehr die Sicht zum Mond!
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon SunOdyssey am Do 13. Jun 2019, 06:43

Ich kann mir nicht helfen, aber ich sehe das auch wie du, Teetrinkerin, es sind nicht deine Katzen, daher musst du auch nicht dafür sorgen, dass sie ihr Häufchen machen können. Mal abgesehen davon, dass Katzen von März bis Juli ohnehin nicht in Gärten Stromern sollten, um die Vogelbrut zu gefährden, finde ich es -als Katzenhalterin- sehr empörend, wie sich deine Nachbarn verhalten. Ich hätte schon längst ein Schreiben verfasst, was eine Klage auf Unterlassung androht und nach nichbeachtung einen Anwalt eingeschaltet, der das Ganze nochmal nachdrücklich wiederholt. Du musst das nicht dulden, dass fremde Tiere deinen Garten verwüsten.
Also mit Kamera auf die Lauer legen, Filmen und anschließend Brief schreiben. Wenns da nicht hilft, die Unterlassungsklage durchziehen, du hast doch wahrscheinlich eine RSV, da wird es dich von den Kosten her nicht umbringen. Wenn nicht, kennst du vielleicht jemanden, der das für dich schreiben kann.

Aber du solltest auch Hieb- und stichfest beweisen können, dass es die Katzen deiner Nachbarn sind, daher Filmen oder Fotografieren.

Bei mir haben die Hunde meines Nachbarn, drei Terrier, immer wieder meine frisch gepflanzten Obstbäume angebuddelt und auf meinen Rasen gekackt. Ich habe das meinen Nachbarn gesagt, dass ich das nicht gut finde und dass sie doch bitte ihre Hunde auf ihrem Grundstück lassen sollen. Da der Nachbar mir vorher lang und breit das NRW-Nachbarschaftsrecht in Bezug auf Grenzabstände erklärt hatte, konnte er jetzt natürlich schlecht sagen, nee, mache ich nicht. Aber ich war auch trotz der blöden Situation recht nett und habe kein Riesenfass aufgemacht. Warst du ja auch noch am Anfang...
Aber Seitdem ist Ruhe, die Hunde laufen jetzt auf seiner Seite der Grenze!
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon ihno am Do 13. Jun 2019, 08:11

Gute Zäune machen gute Nachbarn.
Wer jetzt Recht hat oder nicht ist dabei recht egal .
Ich würde mich fragen was macht weniger Arbeit und kostet weniger Nerven . Einen Zaun richten oder die Nachbarn Anzeigen ?
Eine Katze gibt eine gute Rheumadecke aber das scheint auch nicht die Lösung zu sein.
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon Rohana am Do 13. Jun 2019, 08:16

Katzensichere Zäune gehen vermutlich ins Geld und sehen beschissen aus. Ausserdem möchte man vielleicht nicht gleich im Hochsicherheitstrakt garteln... :kaffee:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon Teetrinkerin am Do 13. Jun 2019, 09:57

Rohana,
genau das ist der springende Punkt. Danke für deine Antwort!

Der nette Herr gestern beim Veterinäramt fragte mich, um wieviel Meter Zaun es sich handelt. Als ich ihm sagte, wie viele Meter es ca. sein dürften, sagte er sofort, dass das kaum bezahlbar ist. Es handelt sich um plastikummantelte Querstreben, an denen Katzen abrutschen. Schaut vermutlich richtig toll aus - vom Plastik ganz abgesehen, das sicher mit der Zeit spröde wird.

@Zottelgeis,
Deine Antwort hat nur sticheln im Sinn - da könnte ich jetzt auch drauf schließen, wie du gegenüber deinen Nachbarn drauf bist, oder?
Ich kann dir ja gerne den Kontakt zu meinen Nachbarn herstellen. Die sagen ja schon seit Jahren, dass sie wegziehen wollen, denn die Leute hier im Ort sind alle ziemlich fürchterlich (ihrer Aussage nach). Vielleicht ergäbe sich da zwischen euch ja eine nette Nachbarschaft?
Wie dem auch sei, wenn ich ein Tier halte, dann habe ich dafür Sorge zu tragen, dass ich keine Belästigung für andere darstelle.

@Sybille,
na, dann mach doch mal bitte einen Vorschlag.
Übrigens ist meine Aussage nicht erfunden, dass Katzen weniger zeitintensiv als Hunde sind.
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon ihno am Do 13. Jun 2019, 10:49

In der Sache hast du Recht da Stimme ich dir auch uneingeschränkt zu.
Aber wenn der Ärger erst mal verflogen ist lassen sich ja eventuell andere Lösungen wie Ämter usw. finden ?
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon Teetrinkerin am Do 13. Jun 2019, 11:17

Ich hatte mich beim Veterinäramt erkundigt, ob ich denn überhaupt einen Elektrozaun aufstellen darf (Antwort: nein). Deswegen hatte ich dort angerufen, denn ich will nicht, dass ich dann nachher dran bin, weil ich das nicht durfte (denn meine Nachbarn würden sich nicht scheuen, mich entsprechend anzukreiden). Daraufhin kam der Herr beim Veterinäramt auf die Idee, den Kot veterinäramtlich untersuchen zu lassen, weil so er: Mit diesen Nachhbarn kommt man ja auf keinen grünen Zweig.

Lösungen:

Meine Nachbarn kommen ihrer Pflicht nach und kümmern sich um Toilettenlösungen für ihre Katzen. Tun sich aber leider nicht. Wenn Katze muss, Tür auf und Katze geht raus, 5min später, Tür wieder auf, Katze kommt wieder rein.

Ich errichte einen katzensicheren Zaun, der in der Gartengröße sehr teuer ist und - wie Rohana treffen geschrieben hat - ausschaut wie ein Hochsicherheitstrakt.

Ich fange die Katze und mache eine Rheumadecke - macht mich bei den Nachbarn sicherlich nicht beliebter.

Ich lege über meine Beete Hasendraht (geht auch nur, solange die Saat nicht aufgegangen ist - aber die Katzen scheißen mir auch über größere Salatpflanzen und verbuddeln sie zur Hälfte) und in meiner Gartengröße auch nicht händelbar ist.

Ich verscheuche Katze mit Wasserschlauch. Funktioniert nicht, da ich keinen Wasseranschluss draußen habe und außerdem im 1. OG wohne. Auch bezweifle ich, dass Wasserpistolen eine Reichweite von 25 und mehr Meter haben.

Verpiss-Dich-Pflanzen. Bei der Gartengröße geht auch das ins Geld, da ich sicherlich etliche bräuchte.

Kaffeesatz: Hatte ich schon ausprobiert und extra Kaffeesatz gesammelt, aber das wirkte leider nicht bzw. nur kurzfristig.

Pfeffer: Mag ich nicht, denn in unserem Garten soll sich auch unser Hund ungestört aufhalten dürfen.

Zaunlücken flicken: Werden wir versuchen, ist aber schwierig, da wie geschrieben, Gefälle im Garten und zu den Nachbarn. Sprich, es wird schwierig, es unten soweit dicht zu bekommen (außerdem verwehre ich dadurch auch Igeln den Weg zu uns in den Garten). Das müssen wir jedoch hinten anstellen, da mein Mann im Moment genug zu tun hat mit unserem Gewächshausbau.


Meine Nachbarin unterstellte uns ja, dass wir unseren Hund drauf konditionieren würden, an ihren Laternenpfahl (der eigentlich ja der Gemeinde gehört) pieseln zu lassen. Seither laufe ich nur noch selten in diese Richtung und wenn, dann achte ich sehr darauf, dass ich schnell an deren Grundstück vorbei bin. Meine Nachbarn sehen gutes nachbarschaftliches Verhältnis nur als Einbahnstraße: Die anderen sollen sich so verhalten, wie es ihnen genehm ist, im Gegenzug bedeutet das aber nicht, dass sie sich auch so verhalten, wie es anderen genehm ist.

Und wie sagte mir mal jemand aus dem Ort, mit dem ich über das Problem gesprochen habe: Je mehr ich versuche, dass wir uns unauffällig verhalten und uns unsichtbarer zu machen, damit wir mit niemanden anecken, desto mehr werden sie suchen und finden.

Und zu den Vorwürfen, von weiter oben von jemand anderem: Ich habe mit meinen anderen Nachbarn ein gutes Verhältnis. Der Nachbar unterhalb hat uns immer mal wieder eine Tüte Äpfel vor die Tür gestellt, mit den Nachbarn oberhalb gehen wir oft gemeinsam mit den Hunden ne Runde laufen, der Nachbar, der hier nur ein Gärtle hat und woanders wohnt, hält immer ein Schwätzchen mit uns über den Gartenzaun hinweg, die anderen Nachbarn neben an haben ein Unternehmen und als bei ihnen die Stromleitung erneuert wurde, konnten sie bei uns den Tag über Strom beziehen. Man hilft sich aus, man redet miteinander, man grüßt. Das ist mir wichtig, ich mag das. Wenn da eben nur nicht die einen Nachbarn wären, mit denen auch schon mein Bruder immer wieder Stress hatte (Unterstellungen, sein damaliger Hund würde immer bei ihnen auf die Wiese koten etc.).

Egal, ich wollte nur meinen Frust von der Seele schreiben - immerhin geht es ja schon länger. Ich möchte hier nicht ungute Stimmung verbreiten oder den Thread für mich einnehmen. Ist halt nicht so einfach manchmal mit den lieben Nachbarn....


Edit: Ich könnte natürlich auch ein privatrechtliches Verfahren anstrengen, aber was bringt das? Nur, dass es noch schlimmer wird und ich weiß ja auch, dass sie sich schon mit ihren Vermietern mehrmals vor Gericht gezofft haben. Ich kann eigentlich nur hoffen, dass sie es endlich irgendwann mal wahr machen und ihren Vorsatz, wegzuziehen, endlich in die Tat umsetzen.
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Re: Euer Selbstversorger-Ärger

Beitragvon penelope am Do 13. Jun 2019, 11:25

Die Katzen meiner Nachbarn schei*** auch mit großer Vorliebe in die lockere Erde meines Gemüsebeetes.

Ich habe jetzt beim letzten Schneiden meiner Rosen besonders lange und dornige Triebe aufbewahrt und lege die einfach etwas kreuz und quer über offene Erde und um Aussaaten herum. Das hilft ganz gut gegen die Katzen und gleichzeitig hält das auch etwas die Amseln ab (die auch sehr gerne Chaos im Beet veranstalten).

Versuch einfach, dich da nicht reinzusteigern. Die Katzen folgen halt einfach ihrer Natur und der Nachbar hat denen ja nicht mit Absicht antrainiert, in deinen Garten zu ka**en. Irgendwas ist eh immer. Wenn es nicht Katzen wären, vielleicht hättest du dann mehr Wühlmäuse im Garten.
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