Impfpflicht durch die Hintertür

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viktualia
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Re: Impfpflicht durch die Hintertür

#71

Beitrag von viktualia » Fr 16. Nov 2018, 12:55

ja, da gebe ich gern zu, das ich bei dem Vergleich von Zahlen die ein Ganzjahr betreffen und nur die Hälfte von dem betragen was jetzt ein Halbjahr umfasst anscheinend eine komplett andere Lesart haben als du. :)
Rati, bevor ich mir jetzt nachsagen lasse, dass ich die Hälfte mit dem Ganzen gleich setze, sag ich lieber: Ja, o.k., du hast recht. Deine "Lesart", in dem Fall. (Und Frodos.)

Aber weil ich das ja ganz schlecht aushalte, möchte ich anmerken:
da hat es in Bosnien also einen "Impfengpass" gegeben - keine Ahnung, wieviele Menschen in der Zeit der Unruhen hätten geimpft werden können, diese Zahlen gibt es ja nun nicht.
Aber es gibt jetzt 22 960 immunisierte Menschen mehr dort,
(auch wenn es vielleicht komisch bis ungenau ist, alle 37 Todesfälle dort anzunehmen...)
Ich erlaube mir dies, weil in meiner "Lesart" ein solches "Verhältnis" bei z.B. Tetanus oder Kinderlähmung, nicht vorhanden wäre.
(Da stünden möglicherweise 40 Immunisierte "gegen" 22.000 Tote. Die Ansteckungswege ergäben andere Zahlen: es sind schlimmere Krankheiten, die sich aber "schwerer" verbreiten.)

Ich bin kein "Impfgegner", ich bin nur gegen die "Anwendung" von Mathematik auf Dinge, die sich nicht so "gleichen" wie Zahlen.
Keime kümmern sich nämlich um Mathe genau so wenig wie um Staatsgrenzen.

ina maka
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Re: Impfpflicht durch die Hintertür

#72

Beitrag von ina maka » Fr 16. Nov 2018, 13:57

Rati hat geschrieben:Das Krankheitskeime sich nicht um Staatsgrenzen kümmern, sollte allerdings schon beachtet werden.
lustig, Hunde aus Serbien müssen gegen Tollwut geimpft werden, direkt dahinter innerhab der EU aber nicht - Tollwut hält sich wohl an Landesgrenzen? :aeh:
Rati hat geschrieben:Deshalb sind massive Anstiegraten(nicht Absolutmengen) einer Erkrankung auf einer Kontinentalplatte mMn etwas dem mensch Aufmerksamkeit schenken sollte.
ich bin halt davon ausgegangen, dass nur Impfgegner Masern kriegen und diese halten sich schon mehr oder weniger an Staatsgrenzen - viele Impfgegner in Deutschland -> viele Masernfälle in Deutschland, nicht im direkt benachbarten ?? Polen z.B.
Rati hat geschrieben:sondern geben auch einen Einblick in das gesamte mögliche Gefüge zur Ausbreitungsgefahr von Infektionen...
Wenn fast alle geimpft sind, kann sich in einem Land keine Infektion ausbreiten, auch wenn sie im Nachbarland wütet, oder?
Rati hat geschrieben:
und auch abgesehen davon, dass der spiegelonline da offensichtlich zwischen 2017 und 2018 hin- und herwandert ohne es deutlich zu kennzeichnen
echt, wo?

Grüße Rati
Dann zitier ich noch mal aus dem Artikel - da wo die drei *** sind, fehlt mir eine Jahresangabe, um zu wissen, auf welches jahr sich die nachfolgenden Informationen beziehen. :im:
Kannst du mich aufklären?
Im ersten Halbjahr 2018 haben sich in Europa mehr als 41.000 Kinder und Erwachsene mit Masern infiziert, berichtet die Weltgesundheitsorganisation WHO. Mindestens 37 starben an den Folgen der Krankheit.
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Die Zahl der Masernfälle ist damit immens gestiegen. Im gesamten Jahr 2017 waren laut der WHO in Europa 23.927 Menschen erkrankt, 2016 waren es 5273. "Nach der niedrigsten Zahl der Fälle im Jahr 2016 erleben wir einen dramatischen Anstieg von Infektionen und ausgedehnten Ausbrüchen", sagte Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa.
[....]
Mehr als die Hälfte der Masernfälle - rund 23.000 - in diesem Jahr *** sind in der Ukraine aufgetreten. Dort wurden im Zuge der Konflikte Routinen für Impfung und Überwachung unterbrochen.
MEHR ZUM THEMA
[....]
Frankreich, Georgien, Griechenland, Italien, Russland und Serbien meldeten jeweils mehr als tausend Fälle ****, heißt es in dem Bericht. In Deutschland erkrankten nach Informationen des Robert Koch-Instituts im ersten Halbjahr 387 Menschen an Masern - deutlich weniger als im Vergleichszeitraum 2017 (knapp 800).
Der zweite Teil ("Frankreich, Georgien, Griechenland...") dürfte wohl das Jahr 2018 meinen, aber das steht nirgends!!
Und 2017 sind in Europa 23.927 Menschen erkrankt, davon 23.000 in der Ukraine - ???

Ich bin nicht gut in Mathe - ich versteh das einfach nicht. :im:
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Re: Impfpflicht durch die Hintertür

#73

Beitrag von frodo » Fr 16. Nov 2018, 13:58

ina maka hat geschrieben:Jetzt mal abgesehen davon, dass diese Statistiken kein Beweis dafür sind, dass nur ungeimpfte Menschen erkranken ;)
...
Mehr als die Hälfte der Masernfälle - rund 23.000 - in diesem Jahr sind in der Ukraine aufgetreten. Dort wurden im Zuge der Konflikte Routinen für Impfung und Überwachung unterbrochen.
Kann Dir gerade nicht so ganz folgen: die von Dir zitierte Meldung stellt doch einen ziemlich direkten Zusammenhang zwischen (Nicht-)Impfen und Erkrankung dar, oder siehst Du da Störche und Babys?
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind
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Re: Impfpflicht durch die Hintertür

#74

Beitrag von ina maka » Fr 16. Nov 2018, 14:11

Ja, ich seh da den Zusammenhang zwischen Geburtenrückgang und Wenigerwerden der Störche - bzw. den Zusammenhang zwischen homöopatischer Behandlung und Gesundung der Migränepatienten.... :aeh:

Ja, ja, der Schluss liegt nahe, aber wissenschaftlicher Beweis für den kausalen Zusammenhang ist es keiner. :flag:

p.s.: eigentlich hab ich heute frei und wollte meine Samen einordnen .....
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Re: Impfpflicht durch die Hintertür

#75

Beitrag von Rati » Fr 16. Nov 2018, 15:16

ina maka hat geschrieben:Dann zitier ich noch mal aus dem Artikel - da wo die drei *** sind, fehlt mir eine Jahresangabe, um zu wissen, auf welches jahr sich die nachfolgenden Informationen beziehen. Kannst du mich aufklären?
Im ersten Halbjahr 2018 haben sich in Europa mehr als 41.000 Kinder und Erwachsene mit Masern infiziert, berichtet die Weltgesundheitsorganisation WHO. Mindestens 37 starben an den Folgen der Krankheit.AnzeigeDie Zahl der Masernfälle ist damit immens gestiegen. Im gesamten Jahr 2017 waren laut der WHO in Europa 23.927 Menschen erkrankt, 2016 waren es 5273. "Nach der niedrigsten Zahl der Fälle im Jahr 2016 erleben wir einen dramatischen Anstieg von Infektionen und ausgedehnten Ausbrüchen", sagte Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa.[....]Mehr als die Hälfte der Masernfälle - rund 23.000 - in diesem Jahr *** sind in der Ukraine aufgetreten. Dort wurden im Zuge der Konflikte Routinen für Impfung und Überwachung unterbrochen.MEHR ZUM THEMA[....]Frankreich, Georgien, Griechenland, Italien, Russland und Serbien meldeten jeweils mehr als tausend Fälle ****, heißt es in dem Bericht. In Deutschland erkrankten nach Informationen des Robert Koch-Instituts im ersten Halbjahr 387 Menschen an Masern - deutlich weniger als im Vergleichszeitraum 2017 (knapp 800)
.
Klar kann ich dich aufklären, :) habs auch mal farblich markiert.
Es handelt sich um einen Bericht zur WHO Erklärung Masern 1. Halbjahr 2018
der Artikel ist vom 20.8.2018, wenn also von diesem Jahr oder von dem Bericht gesprochen wird, handelt es sich um das Jahr 2018.
Im zweiten Beispiel wird gleich im nächsten Satz noch Bezug auf den Vergleichzeitraum zu den Zahlen genommen - 2017 wenn also die Vergleichzahlen aus dem Jahr 2017 sind, sind die aufgeführten Zahlen aus dem Jahr 2018. :aeh:
ina maka hat geschrieben:
:Das Krankheitskeime sich nicht um Staatsgrenzen kümmern, sollte allerdings schon beachtet werden
lustig, Hunde aus Serbien müssen gegen Tollwut geimpft werden, direkt dahinter innerhab der EU aber nicht - Tollwut hält sich wohl an Landesgrenzen?
wieso? arbeitet der Virus in Brüssel? :) Oder anders gefragt was hat der Ausbreitungsweg des Virus mit den Beschlüssen irgendwelcher Staatenorganisationen zu tuen? Also, frag in Serbien oder Brüssel nach, die können diese Frage sicherlich beantworten.
ina maka hat geschrieben:
Rati hat geschrieben:Deshalb sind massive Anstiegraten(nicht Absolutmengen) einer Erkrankung auf einer Kontinentalplatte mMn etwas dem mensch Aufmerksamkeit schenken sollte.
ich bin halt davon ausgegangen, dass nur Impfgegner Masern kriegen und diese halten sich schon mehr oder weniger an Staatsgrenzen - viele Impfgegner in Deutschland -> viele Masernfälle in Deutschland, nicht im direkt benachbarten ?? Polen z.B.
ich nicht, ich bin von nicht geimpften menschen ausgegangen (habe ich auch so geschrieben). Außerdem ist -Impfkritiker sein- keine deutsche Sache und das Verbreitungsmedium Internet, erst recht nicht.
ina maka hat geschrieben:Wenn fast alle geimpft sind, kann sich in einem Land keine Infektion ausbreiten, auch wenn sie im Nachbarland wütet, oder?
richtig, aber wie geschrieben, Nationen sind nicht so das was ich focusiere. Jeder ungeimpfte übrigens gibt den Erregern eine Wirtsstätte in der möglicherweise eine neue Mutation entstehen könnte welche alle anderen auch wieder in Gefahr bringt.
viktualia hat geschrieben:Ich bin kein "Impfgegner", ich bin nur gegen die "Anwendung" von Mathematik auf Dinge, die sich nicht so "gleichen" wie Zahlen.Keime kümmern sich nämlich um Mathe genau so wenig wie um Staatsgrenzen.
:) ich möchte noch einmal erklären warum ich von dieser Meldung berichtet habe.
Ich wollte einfach nur darauf hinweisen, das wir einen massiven Anstieg (%) haben (wer auf die Zahlen von 2016 schaut erkennt einen noch krasseren Anstieg) und das dies nur mit ungeimpften Menschen im zusammenhang stehen kann. Zumindest habe ich noch nirgens Informationen gesehen das ein geimpfter mensch trotz Imunisierung an Masern erkrankt ist.
Ich habe auch gesagt das sowohl die 41000 Kranken als auch die 37 Toten gegenüber der Gesamtbevölkerung ein Nichts sind.
Worum es mir ging waren also nicht die Masern, sondern das Impfverhalten.
Und wenn jemand sich nicht impfen lässt, oder es einfach nur nicht wichtig nimmt oder irgend so etwas, dann tut er das auch für deutlich weniger harmlose Infektionskrankheiten wie Typhus oder Kinderlähmung nicht(das impfen lassen) und dann kann das hier:
viktualia hat geschrieben:(Da stünden möglicherweise 40 Immunisierte "gegen" 22.000 Tote. Die Ansteckungswege ergäben andere Zahlen: es sind schlimmere Krankheiten, die sich aber "schwerer" verbreiten.)
durchaus Realität werden.
Ich will das nicht werten, meine Familie und ich hat alle Impfungen die nötig sind (und alle die nicht nötig sind haben wir nicht) is mir also erstlinig egal, zweitlinig ist es aber interessant wenn es darum geht sich mit möglichen Zukunftsszenarios auseinanderzusetzen. :)

Grüße Rati
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Re: Impfpflicht durch die Hintertür

#76

Beitrag von Rabe » Mo 19. Nov 2018, 15:04

Rati, ich kenne viele die Diphterie, Tetanus und Kinderlähmung , aber sonst nichts haben impfen lassen. Meine Tochter hatte mit 12 Monaten Masern, zu einem Zeitpunkt, wo das damals in dem Alter noch nicht geimpft wurde. Trotzdem wollte die Ärztin sie dagegen impfen, sie konnte mir nicht schlüssig erklären warum und stellte mich als verantwortungslos hin. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich noch gar nicht gegen Impfungen. Mittlerweile habe ich einige Menschen mit anerkanntem Impfschaden kennen gelernt und auch Menschen getroffen (mein Nachbar z.B. ) der seit Jahren dafür kämpft. Sein Sohn kam einen Tag nach Impfung auf die Intensivstation und die Ärzte sahen keinen Zusammenhang zwischen massiven gesundheitlichen Problemen und Impfung. Noch heute ist er entwicklungsverzögert zu seiner Zwillingsschwester.

Es ist wie so oft: würden Gesundheitsschäden im zeitlichen Zusammenhang, ohne wenn und aber anerkannt und Staat und Pharmaindustrie Verantwortung übernehmen und nicht vertuschen, wäre eine wirkliche Gegenüberstellung möglich. Nur da gehts um sehr, sehr viel Geld,
Nur wer sich durch nichts und niemanden instrumentalisieren lässt, kann wahre Freiheit leben!

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Re: Impfpflicht durch die Hintertür

#77

Beitrag von Rati » Mo 19. Nov 2018, 16:23

Hi Rabe,
Rabe hat geschrieben:Meine Tochter hatte mit 12 Monaten Masern, zu einem Zeitpunkt, wo das damals in dem Alter noch nicht geimpft wurde. Trotzdem wollte die Ärztin sie dagegen impfen, sie konnte mir nicht schlüssig erklären warum und stellte mich als verantwortungslos hin.
ja das kapiere ich auch nicht, deine Tochter war dann ja schließlich imunisiert. Vielleicht weil da ja gleich dreifach Impfstoff (Masern, Röteln und Mums) benutzt wird und sie nicht wuste wie sie die beiden anderen Impfungen verabreichen sollte.
DAS hätte sie dir allerdings schlüssig erklären können müssen.
Rabe hat geschrieben:Es ist wie so oft: würden Gesundheitsschäden im zeitlichen Zusammenhang, ohne wenn und aber anerkannt und Staat und Pharmaindustrie Verantwortung übernehmen und nicht vertuschen, wäre eine wirkliche Gegenüberstellung möglich. Nur da gehts um sehr, sehr viel Geld,
ich gebe dir da schon recht, es geht um ne Menge Geld und natürlich wollen die Firmen da möglichst alles abschmettern. allerdings (wenn ich mich jetzt mal ganz dolle bemühe meine natürliche Abneigung gegen Konzerne und Kapitalismus auszublenden*kotzgefühl hab*) kann ich das auch verstehen. Der Nachweis das das tatsächlich vom Impfstoff kommt und nicht zufällig etwas anderes dazu gekommen ist muß schon klar erbracht sein.
Wenn so eine Anschuldigung dich betreffen würde, bestündest du sicherlich auch darauf das eineindeutig geklärt wird das der Sachverhalt so ist wie dir vorgeworfen wird. Die Praxis "ohne Wenn und Aber" halte ich da nicht für richtig.

Ich persönlich habe noch keine Menschen mit Impfschäden kennengelernt, aber das es zu solchen Schäden kommen kann ist klar.
Steht ja auch im Beipackzettel und deshalb muß mMn so etwas ernst genommen und ordentlich untersucht werden.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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