Antibiotika für und vom Selbstversorger

Gesunde Ernährung, Bewegung, Hygiene etc.

Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

Beitragvon Hildegard am So 6. Jan 2019, 18:23

Rohana hat geschrieben: Trotzdem ist das kein Garant für ewige Gesundheit.
Oh und wenn du den breiten Einsatz von Antibiotika schlecht findest, wie ist das nun mit Knoblauch? Sollte man ihn doch nur im Notfall anwenden? ... rein rhetorische Frage. :roll:

Garantie für ewige Gesundheit gibt es nicht, Von wem denn? Wäre ein wirtschaftliches Desaster! ;)
@ Knoblauch:..rein praktische Antwort:.. Ich würd sagen auf jeden Fall im "Ernstfall", wenn du "Raum und Abstand" um dich brauchst und da nicht zu gering dosiert. :lol:
Prophylaktisch und therapeutisch würde ich auf individuelle Vorlieben und Erfahrungen setzen.
LG Hildegard
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

Beitragvon ina maka am Mo 7. Jan 2019, 00:42

Rohana hat geschrieben:Oh nein du isst ständig Antibiotika! :ohoh: :aeug: :roll:


Diese Smileys bedeuten für mich, dass du meinst, ich hätte da einen Blödsinn geredet - ?
Hast du das Rezept gelesen?
Was ist an "Apfelessig, Knoblauch, Zwiebel, Chili, Ingwer, Meerrettich, Kurkuma, Pfeffer und Honig" nicht normales Essen oder Gewürz? :hmm:

Rohana hat geschrieben:Wer mit Hirn nimmt denn überflüssige ABs ein oder kümmert sich nicht um einen gesunden Lebensstil bzw. eine einigermassen passende Ernährung? [....] wie ist das nun mit Knoblauch? Sollte man ihn doch nur im Notfall anwenden?


Ich halte Knoblauch ganz sicher nicht für ein Antibiotikum im klassischen Sinne (wenn´s nur um´s Bakterientöten im Labor geht, dann ist Salz auch ein AB) - Knoblauch ist einfach Teil einer gesunden Ernährung. :im:


Hildegard hat geschrieben:@ Knoblauch:..rein praktische Antwort:.. Ich würd sagen auf jeden Fall im "Ernstfall", wenn du "Raum und Abstand" um dich brauchst und da nicht zu gering dosiert. :lol:


Wir essen beinah täglich Knoblauch - kleiner Tipp: wenn es alle essen, stinkt´s auch nicht - ehrlich! :holy:

Ich hatte in unserer Familie noch nie einen Zustand, der ohne Antibiotika lebensbedrohlich geworden wäre...
Mein Sohn hat eine bakterielle Lungenentzündung (unter genauer ärztlicher Beobachtung) ohne ABs auskuriert. Aber sie war nicht sehr schwer und er war/ist von robuster Gesundheit. egal - "die Menschheit" braucht Antibiotika nicht, für den Einzelfall sind sie sicher nützlich und toll :)

In Fällen, wo es ohne Desinfektion zu langwierig oder unangenehm wird, nehme ich Betaisodona. Ist kein Antibiotiukm, oder doch?? Es tötet jedenfalls alle Keime ab und nach einer Behandlung heilt eine Wunde, die mich vorher ein paar Tage nervte, schnell ab. Das überzeugt - hm
Meine Mutter hat uns damals für uns Schnaps auf die Wunden geschüttet! :haha:
Wir leben in einem Gefängnis mit offenen Türen und Fenstern und die Frage ist, wer sind die ersten, die sich raustrauen? Wagenhofer www.youtube.com/watch?v=q2WEVdNQAxE
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

Beitragvon penelope am Mo 7. Jan 2019, 11:15

Man kann sich ja nicht komplett frei dafür entscheiden, bei "Kleinkram" Antibiotika zu nehmen. Man braucht dazu immer einen Arzt, der einem das verschreibt - die Diskussion für oder wieder Antibiotika kann man nicht von einer Diskussion über die Verschreibungspraxis von Hausärzten trennen. Und da wundere ich mich, wie anscheinend so viele Leute an Antibiotika kommen. Mir hat noch niemals ein Arzt bei normalen Erkältungssymptomen ein Antibiotikum verschrieben. Bisher habe ich im Erwachsenen-Alter nur bei Blasenentzündungen zu einem Antibiotikum greifen müssen. Mittlerweile habe ich das glücklicherweise schon länger nicht mehr gehabt, aber selbst als ich das einige Zeit mal häufiger hatte, wurde mir nie "einfach so" ein Antibiotikum mitgegeben. Vorher wurde immer erst eine Erregerbestimmung gemacht.

Bin ich bisher immer an die wenigen Ausnahmen unter den Hausärtzen geraten? Wird wo anders von Ärzten Antibiotikum so viel leichtfertiger verschrieben?
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

Beitragvon Sonnenstrahl am Mo 7. Jan 2019, 12:09

Also ich weiß von einer Hausärztin, die Antibiotika und andere sehr starke Medikamente verschreibt, wenn die Patienten manchmal nur keine Lust haben zur Schule zu gehen.
Ein bisschen Schnupfen und schon kommen die Kids mit Antibiotika und sonstigem :ohoh:

Da frag ich mich manchmal, ob die davon nicht erst Recht krank werden
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

Beitragvon Doris L. am Mo 7. Jan 2019, 13:08

Mir hat noch niemals ein Arzt bei normalen Erkältungssymptomen ein Antibiotikum verschrieben.

Eben, das war bei mir keine normale Erkältung, so eine hatte ich noch nie vorher gehabt. War mit allem drum und dran. Konnte nicht mehr hören, habe den Kiefer nicht mehr auseinander bekommen. . Nach Antibiotika habe ich bestimmt nicht gefragt. Vom dem Zeug bekam ich erst juckende Füsse und dann Haarausfall was mich ziemlich fertig gemacht hat bei meinen langen Haaren.
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

Beitragvon 65375 am Mo 7. Jan 2019, 13:10

Ich kenne es auch so, daß Ärzte auf Patientenwunsch mal eben sowas verschreiben. Vorsorglich für den Urlaub, damit die Kinder schnell behandelt werden können, hat mir mal eine Mutter gesagt.

Aber auch ohne Patientenwunsch. Ist mir mal passiert, daß ich ein Probe in einer Praxis abgegeben habe und auf mein Nachfragen, ob denn was zu unternehmen sei, hat mir die Ärztin telefonisch (wir sind uns noch nie begegnet) gesagt, der Befund sei minimal, sie könne mir ja mal vorsorglich ein Antibiotikum verschreiben. Ich habe dankend abgelehnt und bin da nie wieder hin.
Ihr Praxiskollege, bei dem ich normalerweise war, ist auch so einer, der, ohne die Schüler zu sehen, mal eben ein Attest ausstellt. Das geht vorn an der Anmeldung und wird nur kurz zum Unterschreiben reingereicht. Das passt irgendwie zusammen, finde ich. Da fehlt mir die Ernsthaftigkeit, die man eigentlich als Patient von einem Arzt erwartet, erwarten darf.
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

Beitragvon Rohana am Mo 7. Jan 2019, 13:29

Für die Verschreibungspraxis kann das Antibiotikum nichts. Im Gegenteil, da bin ich eher bei der "kranken" Gesellschaft, die einfach keine Zeit mehr hat krank zu sein. Weder für's kranke Kind, noch um selber dem Körper die Ruhe zu gönnen und die nötige Fürsorge zu geben, die er als Unterstützung braucht, um alleine bzw. ohne grössere Medikamentengabe gesund zu werden. Das würde in den vielen Fällen ja schon reichen. Stattdessen wird, oft unnötig oder sogar unwirksam, mit Kanonen auf Spatzen geschossen damit ja schnell alles vorbei ist.
Ärzte scheinen sich dieser gesellschaftlichen Forderung anzupassen - keine Lust auf lange Diskussionen, manche Patienten wissen ja eh alles besser oder gehen dann zu einem der "nicht so ist", keine Zeit, zu anstrengend. Ist vielleicht auch ein Henne-Ei-Problem. Was war zuerst da, der Patient oder der Arzt der Fraktion "nur schnell ein Antibiotikum"...
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

Beitragvon hobbygaertnerin am Mo 7. Jan 2019, 14:10

Ich bin der Meinung, dass sehr schnell AB verschrieben wird und wie Rohana schreibt, niemand hat überhaupt noch Zeit, um eine Krankheit auszukurieren.
Meine schlimmste Erfahrung war Borrileose- und nach dem die Wirkung vom AB vorbei war, kam das Ganze dann noch wesentlich massiver zurück. Also nächste Behandlung mit AB- weil man sonst angeblich massive Probleme mitschleppen muss.
Da hätte es nicht mehr viel gebraucht mit mir. Mag da gar nicht mehr drandenken.
Was meiner Meinung nach viel zu wenig beachtet wird, ist das Imunsystem- und da ist eigentlich das Imunsystem im Darm sehr wichtig.
Es wird nicht darauf hingewiesen, was man selbst dafür tun kann-

Es sagt einem z.B. niemand, dass man dem Darm mit Suppen wieder auf die Sprünge helfen kann.
Aber natürlich keine mit Suppenwürfel, sondern ganz langsam gekochte Fleisch- und Knochensuppe aus dem Slow Cooker,
zumindest hab ich das damals als die hilfreichste Hilfe erlebt. Bei Grippe ist inzwschen sogar die altmodische Hühnersuppe gesellschaftsfähig. Aber natürlich auch kein Päckchen Hühnersuppe für 4 Personen aus der Tüte.
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

Beitragvon Veronika am Mo 7. Jan 2019, 20:15

aron hat geschrieben:
Sonnenstrahl hat geschrieben:Ähm...gegen Mittelohrentzündungen weiß ich ein sehr gutes Mittel, das super hilft.
Etliche Male von meinen Kindern getestet.

Da hatte mich sogar mal eine Apothekerin angesprochen, weil sie sich gefreut hat, dass ich das kenne. Sie hatte erst eine Fortbildung bezüglich des Mittels, dass soo gut ist, aber kaum jemand kennt.
Und alle nehmen Antibiotika. :nudel:

Jetzt hast Du mich aber neugierig gemacht!


auch neugierig bin :hmm:
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

Beitragvon 65375 am Mo 7. Jan 2019, 22:34

Mittelohrentzündung habe ich bei meinen Kindern homöopathisch geheilt. Am nächsten Tag zur Kinderärztin, die nur gesagt hat, ja, das war eine Mittelohrentzündung. Beide nur einmal und nie wieder. Mit Antibio hat man sowas alle naslang.
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