Antibiotika für und vom Selbstversorger

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Hildegard
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Antibiotika für und vom Selbstversorger

#1

Beitrag von Hildegard » Di 6. Nov 2018, 21:39

Auf Wunsch von centauri? findet hier die Antibiotika -Debatte eine Heimat. :)

33.000 Tote durch Resistenzen

Immer mehr Menschen sterben, weil es gegen die Bakterien, mit denen sie infiziert sind, kein wirksames Antibiotikum mehr gibt. Laut einer aktuellen Studie gehen europaweit pro Jahr 33.000 Todesfälle auf das Konto der zunehmenden Resistenzen.
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Für ihre im Fachblatt „The Lancet Infectious Diseases“ veröffentlichte Studie analysierten die internationale Forschergruppe Daten eines europäischen Netzwerks zur Beobachtung antimikrobieller Resistenzen (EARS-Net).

Im Jahr 2015 traten demnach knapp 672.000 Infektionen mit den untersuchten Bakterien auf, 33.110 Menschen starben daran. Etwa drei Viertel der Erkrankungen mit antibiotikaresistenten Keimen entstehen in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitssystems, berichten die Forscher. In 39 Prozent der betrachteten Fälle seien die Patienten mit einem Keim infiziert, gegen den auch Reserve-Antibiotika nichts mehr ausrichten können. Die Behandlung einer Infektion ist dann nur noch schwer, teils gar nicht mehr möglich.
Quelle:https://science.orf.at/stories/2945722/

Honig als neues Antibiotikum?

Ist Honig also das neue Antibiotikum in der Wundpflege? Generell könne man Antibiotika sicherlich nicht durch Honig ersetzen, hält Elisabeth Presterl von der Medizin-Uni Wien fest. Gerade bei schweren Wundinfektionen sei es nicht sinnvoll, sie nur lokal zu behandeln, da brauche es eine ergänzende Einnahme von Antibiotika.

Bei den leichteren Fällen sei es aber sinnvoll, eine Wunde zuerst einmal oberflächlich mit dem salbenähnlichen medizinischen Honig zu behandeln: "Wir verabreichen noch immer viel zu oft und zu rasch Antibiotika. Honig ist eine Möglichkeit, um den Antibiotikaverbrauch auf das unbedingt nötige Maß zu reduzieren."
Aus: https://sciencev2.orf.at/stories/1759705/index.html
Dem kann ich aus Eigenerfahrung nur beipflichten.Und nichtmal medizinischer Honig heilte die Wunden, sondern jener aus dem Glas unserer Bienen.
Ebenfalls sehr erfolgreich als Antibiotikum dient uns das Kupfersulfat.
LG Hildegard
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

#2

Beitrag von Rohana » Di 6. Nov 2018, 22:05

Wo und in welcher Form wendest du Kupfersulfat an? Da bin ich jetzt mal neugierig.

Mit Honig hab ich auch schon gute Erfahrungen gemacht, übrigens auch mit Propolis. Gibt auch einige pflanzliche Stoffe die antibiotisch bzw. antibakteriell wirken, z.B. Senfölglycoside (in Merrettich, Rettich, Kohl, Kresse, Senf).
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

#3

Beitrag von emil17 » Di 6. Nov 2018, 22:14

Ohne die Problematik der Antibiotika-Überanwendung in Frage stellen zu wollen:
Wie viele der 33'000 Patienten hatten sowieso schon allgemeine Probleme mit ihrem Immunsystem, d.h. hatten sehr schwache oder gar fehlende körpereigene Abwehr, oder schwere Probleme mit leber oder Niere, die ja die Antibiotika abbauen und ausscheiden müssen, oder Allergien gegen gewisse dieser Antibiotika?

- Kupfersulfat ist kein Antibiotikum, sondern ein Desinfektionsmittel. Die Wirkung beruht auf dem Kupfer. Dieses sorgt z.B. auch dafür, dass sich Kupferdächer nicht mit Algen oder Moos bewachsen.
Man kann es auch als Brechmittel verwenden.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

#4

Beitrag von ina maka » Di 6. Nov 2018, 22:22

Warum braucht man Antibiotikum auf Wunden?
meinst du chronische, die nicht und nicht heilen wollen oder geht es um eine Wunde, die sich akut entzündet?
Letztere gibt es bei uns öfters, ich pass nicht immer so auf bei der Wundversorgung :rot:
Also ich gebe dann nichts drauf - aber ich öffne die Wunde, vorsichtig natürlich!
Wenn sie ganz sauber ist und der - sorry - Eiter abfließen kann - dann heilt das meistens wieder ohne dass ich was drauf gebe.
Dann muss man sich halt ein bisschen schonen.

Oder Betaisodona, kann man zwar nicht selber machen (glaube ich), aber es hat nichts mit Antibiotikum zu tun und deshalb gibt es keine Resistenzen.
Enthält halt Jod, aber sooo oft nimmt man das auch nicht.

Wenn man zum Beispiel Kohl als Antibiotikum auf eine Wunde tut - ???
sind nicht auf dem Kohlblatt Bakterien drauf?
muss man das vorher abkochen oder sind auf einem Kohlblatt keine Bakterien drauf?

edit: ja, hab mich richtig erinnert - wenn es um Wunden geht, da gab es schon mal was! ;)
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

#5

Beitrag von strega » Di 6. Nov 2018, 23:57

ich schmier generell nix auf irgendwelche Wunden drauf, will da keine Fremdstoffe drin haben, zumindest keine die nicht körpereigen sind, sprich Spucke, das geht schon
ging bis jetzt immer einwandfrei so
was ich manchmal mache, dass ich ein betroffendes Körperteil ins Meer häng, wenn ich das Gefühl hab das könnt ganz hilfreich sein,
bei zerschundenen Stellen an den Füssen zum Beispiel, die eventuell etwas gereizt sind wegen erneuter Reibung an den Schuhen,
ansonsten halt Luft und Sonne drauf und gut isses
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

#6

Beitrag von Buchkammer » Mi 7. Nov 2018, 15:46

Oder Pechsalbe auf die Wunde?

Da gibt es doch auch dieses Buch Antibiotika aus der Natur: Sanfte Heilung durch natürliche Medizin von Marion und Michael Grandt. Hab das im Regal und irgendwo schon mal aufgeschrieben, welche Pflanzen antibiotisch wirken. :hmm:
Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern. Heute bin ich weise und möchte mich verändern. (Rūmī)

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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

#7

Beitrag von hobbygaertnerin » Mi 7. Nov 2018, 16:55

Von der Pechsalbe halte ich sehr viel, ebenso von der Ringelblumensalbe.

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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

#8

Beitrag von viktualia » Mi 7. Nov 2018, 19:36

Emil fragte:
Wie viele der 33'000 Patienten hatten sowieso schon allgemeine Probleme mit ihrem Immunsystem, d.h. hatten sehr schwache oder gar fehlende körpereigene Abwehr, oder schwere Probleme mit leber oder Niere, die ja die Antibiotika abbauen und ausscheiden müssen, oder Allergien gegen gewisse dieser Antibiotika?
Mit ziemlicher Sicherheit: alle. An MRSA stirbt man normalerweise nicht ganz so leicht, die Sanierung, bzw. überhaupt der Umgang damit ist aber ausgesprochen aufwändig. Kann dauern und dann sinkt natürlich für alte und vorgeschädigte Patienten die Chance, zu genesen.
(Na ja, wie du jetzt auf "Allergien gegen ABs" kommst, versteh ich nicht ganz; normalerweise gehört "kürzliche ABTherapie" zu den Risikofaktoren. Und da die meisten Fälle im KH vorkommen, überlebt man mit etwas Glück den anaphylaktischen Schock und sitzt dann an der Quelle für die Alternativen...)

Hier noch´n paar offizielle Infos:
https://www.kvberlin.de/20praxis/70them ... _angeh.pdf

Ich nehm als AB-Ersatz die "drei K": Kresse, Kren und Knobi.

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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

#9

Beitrag von ina maka » Mi 7. Nov 2018, 20:12

viktualia hat geschrieben:Ich nehm als AB-Ersatz die "drei K": Kresse, Kren und Knobi.
:ua: aber nicht auf Wunden?
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Re: Antibiotika für und vom Selbstversorger

#10

Beitrag von Rohana » Mi 7. Nov 2018, 20:58

Wie kommst du auf den Trichter dass man Antibiotika auf Wunden tun sollte?!
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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