Ja, ja, der Spagat zwischen Missbrauch und verbieten ist schwierig.
"Ich hatte noch nie was, also brauchens die anderen auch nicht" ist wohl nicht die Lösung.
Deswegen unterscheiden die Zulassungsbehörden auch zwischen Antibiotika, die Medikamente und verschreibungspflichtig sind, und den "bloss" antibakteriell wirksamen Inhaltsstoffen von Pflanzen, deren es sehr viel mehr gibt. Das sollte man hier im Interesse der Diskussion auch machen.
Was natürlich nicht bedeutet, dass man gesunde Lebensweise vernachlässigen soll.
@strega:
Falls du mal an einer akuten Sepsis darniederliegst, ist es etwas spät, um körpereigene Abwehrkräfte aufzubauen. Sowas kann jedem passieren.
Aber das Antibiotikum würde dich immerhin diese Blutvergiftung überleben lassen, so dass du später wieder an deinem Immunsystem arbeiten kannst.
Ich darf auch an die zahlreichen Epidemien im Mittelalter und der frühen Neuzeit erinnern, die Tausende von Leuten dahingerafft haben, von denen viele eine aus heutiger Sicht sehr naturverbundene Lebensweise geführt haben und keiner schon durch moderne Pharma verdorben und verweichlicht war. Lies etwas die Biografie von
Anton Praetorius - wieviel Leid wäre diesem Kämpfer gegen Hexenprozesse erspart geblieben, wenn es damals schon wirksame Antibiotika gegeben hätte! Und wieviel Leid anderen, wenn er länger gelebt hätte!
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.