"Tabletten" in der Küche herstellen - Backen?

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65375
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Re: "Tabletten" in der Küche herstellen - Backen?

#11

Beitrag von 65375 » Di 9. Nov 2021, 20:20

catweazle13 hat geschrieben:
Di 9. Nov 2021, 18:48
Bier ist immer lecker?
Naturtrüb ist ein gutes Stichwort. Sebastian Lege zeigt:

https://www.youtube.com/watch?v=VILgLbSPw38
Nee, wer sagt das? Von den Bieren, die der da auf dem Tisch hat, trinke ich keins mehr, bzw. kaufe ich nicht für zuhause. Das aus der Eifel mag ich seit rund 25 Jahren nicht mehr. Damals haben die irgendwas in der Zusammensetzung geändert und sich damit alle treuen Trinker vertrieben. Auch das ganz rechts hab ich früher gern getrunken, jetzt schmeckt's nicht mehr.
Was auf dem Behälter am Anfang steht, kann ich nicht lesen. Den Film schaue ich morgen komplett, hab heut' keine Zeit mehr.
Aber willst Du jetzt einen Bierdiskussionsthread eröffnen?

Eberhard
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Re: "Tabletten" in der Küche herstellen - Backen?

#12

Beitrag von Eberhard » Mi 10. Nov 2021, 14:40

"Superfoods"
Seinen Bedarf an Nährstoffen, Spurenelementen, Vitaminen, Sekundärstoffen usw. kann man in unseren Breiten sehr gut und reichlich über eine übliche Mischkost decken, vorzugsweise aus regionaler Erzeugung. O.K., bei Vitamin D müsste man zusätzlich den Weg ins Freie an die Sonne finden.

Eines meiner derzeitigen Superfoods sind Rote Bete, die jetzt noch reichlich im Freiland im eigenen Garten stehen wie auch Kohlrabi, Radicchio (bis zum ersten richtigen Frost).

Bekanntermaßen sollte man sich vorzugsweise bei Gemüsen aus eigenem Anbau oder wenigstens Bio versorgen, industriell erzeugte Massenware hat größere Mängel, nicht nur bezüglich von Pestizidrückständen, sondern durchaus auch deutlich reduzierte Gehalte an Nährstoffen und Spurenelemente (Rückgänge im Vergleich zu Nachkriegsware von durchaus 75 Prozent).
Daneben hat dann die Art und Weise des Anbaus auch Auswirkungen auf weiteres wie sekundäre Stoffe.
Als ein herausgegriffenes Beispiel: Silvestrol (engl. Salvestrol) das beim Menschen gezielt und hocheffizient Krebszellen zerstört
Gesundheit – Erst Boden, dann Pflanze, dann Tier und Mensch
Schon Alwin Seifert unterschied zwischen Futter und Heilpflanzen.

Wer dann beim Futter bleibt, ist potentiell Kunde bei Apotheke und Drogerie, um sich seine Bedarfe (die ihm bekannt sind?) über Tabletten und Mittelchen zu decken.
Mit freundlichem Glück Auf!

Eberhard

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Re: "Tabletten" in der Küche herstellen - Backen?

#13

Beitrag von Beethüpfer » Mi 10. Nov 2021, 16:12

Die Argumentation teile ich sogar.

Ich habe mich aber erst vor 10 Monaten auf den Weg gemacht, alles deutlicher zu hinterfragen, was in meinem Magen landet.
Es war bereits ein großer Fortschritt für mich, der Industrie fast keine Verarbeiten Produkte mehr abzukaufen und viel Gemüse selbst anzubauen. Rote Beete habe ich auch stehen, aber nur wenige zum Probieren. 2022 will ich deutlich mehr Wurzelgemüse und bittere Salate anbauen.

Bei dem Video über Bier, kommen mir schon kleine Bedenken.
Ich dachte, die Hefe sinkt im Gärtank ab, wenn die Gärung soweit fertig ist und wird abgepumpt.

Der 3D Drucker nimmt aus unerklärlichen Gründen den Druckauftrag nicht an und die Teile würden je 8 Stunden dauern, darum warte ich zunächst auf die Silikonmatte. Das bringt dann gleichzeitig Erkenntnisse bezüglich der Schluckfreundlichkeit von 1cm.

Bei vielen Sachen die ich nun esse, bin ich mir nicht sicher, ob sie nur einen Bedarf decken, den ich wahrscheinlich nicht habe. Grad so seltsame Lebensformen wie Hefe, haben wahrscheinlich vieles zu bieten, dass noch nicht gänzlich erforscht ist. Stichwort Mikrobiom, das die toten Hülsen der Hefezellen lieben soll. Zur Not taugen die Pillen auch als Placebo. Solange es jemanden damit besser geht, ohne davon nach einer Packung tot umzufallen, ist es doch ok so ein "potentielles heimisches Superfood" im Selbstversuch zu Erforschen.

Eberhard
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Re: "Tabletten" in der Küche herstellen - Backen?

#14

Beitrag von Eberhard » Mi 10. Nov 2021, 17:28

Stichwort Mikrobiom
Da würde man doch bspw. die ganze Palette an milchsauer fermentiertem Gemüse ins Spiel bringen, angefangen beim Sauerkraut (nicht totgekocht).
Da gibt es auch eine Reihe asiatitische Varianten und Alternativen (Kimchi).
Das dann nicht nur als "Spurenelement" oder Garnierung auf dem Teller, sondern schon merkbarer Teil des Speiseplans - denn womöglich ist es nicht nur nützlich und auch in Menge unbedenklich, sondern schmeckt vielleicht auch noch (Grüße an die Küche).

Warum Du jetzt Hefe so favorisierst, wäre einer besonderen Begründung wert. Wegen der Hefe würde ich jetzt auch kein Bier trinken, wegen der Kultur schon. Schon die alten Agypter wurden beim Pyramidenbau mit Bier bezahlt und verköstigt, und die hatten auch noch kein Reinheitsgebot.

Aktuell darf man aber an Kombucha oder Wasserkefir o.ä. denken. Das sind Pilz-Bakterienkomplexe, die Zucker umsetzen und dabei viele Stoffe (Vitamine, Enzyme) erzeugen. Man kann sich also mit einfachen Mitteln und geringen Kosten probiotische Getränke selbst erzeugen.

Etwas Lebendes (Rohkost) in Vielfalt darf dann auch Bestandteil des Essens sein. Unser Stoffwechsel, der noch sehr jenem unserer Vorfahren von vor 200.000 Jahren entspricht, kann damit nicht nur umgehen. Er wartet sogar darauf.
Mit freundlichem Glück Auf!

Eberhard

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Re: "Tabletten" in der Küche herstellen - Backen?

#15

Beitrag von Beethüpfer » Mi 10. Nov 2021, 23:06

Ich habe heuer sehr viele Informationen über Nahrungsmittel und Inhaltsstoffe aufgeschnappt, fast alles einmal ausprobiert und vieles davon nie wieder nachgekauft. Irgendwie habe ich es mit Spezialitäten, die nicht jeder runterbekommt.

Die Hefen zum Essen sind alle tot, die taugen nur als Futter für die Darmbakterien.
Die Bierhefe favorisiere ich nicht stärker, als z.B. die Hagebutten. Beides muss ich nicht täglich haben, aber es ist was davon da, das wird von selbst weniger und wird nachgekauft, weil ich immer wieder was davon möchte. Da ich schon wegen der Ernährung dem Bier fernbleibe, fehlt mir dauerhaft eine Quelle für den herben Geschmack und die Inhaltsstoffe.

Für eigenes Sauerkraut habe ich extra einen Krauthobel und Weck Gläser gekauft. Eine Milchkefir halte ich seit Juni. Hier ist es geschmacklich ähnlich, wie mit der Hefe, trotzdem zeihe ich das durch. Ein Probiotischer Joghurt aus dem Regal, oder selbst gemacht, würde viel leichter runtergehen, aber der ist dagegen harmlos. Es sagt genug, dass Joghurt bereits im geschlossenen Glas schimmeln kann, während der über Wochen nur abgedeckte Kefir alles killt, was ins Glas gelangt. Das ist kein Nahrungsmittel, das ist Medizin.

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Re: "Tabletten" in der Küche herstellen - Backen?

#16

Beitrag von 65375 » Mi 10. Nov 2021, 23:23

Daß ungeöffneter Joghurt schimmelt, kommt sehr selten vor. Ich hatte schon monatealten gekauften, der noch völlig in Ordnung war, und auch selbstgemachter hat sich wochenlang gehalten.

Hefen kann man ganz leicht selbst erzeugen, bzw. vermehren:einfach ein paar Kräuter, Tomaten- oder Apfelschalen oder was auch immer man aus dem eigenen Garten an unbehandeltem verwenden will mit etwas Honig und sauberem (vorzugsweise Quell-) Wasser mischen, öfter umrühren oder schütteln. Je nach Temperatur nach zwei oder mehr Tagen trinkbar. Alternativ auch zum Backen zu verwenden, aber das lehnst Du vermutlich auch ab, nehme ich an.

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Re: "Tabletten" in der Küche herstellen - Backen?

#17

Beitrag von Eberhard » Do 11. Nov 2021, 10:04

Spezialitäten, die nicht jeder runterbekommt
Essen sollte schmecken, und wenn man Herr in der Küche ist, sollte das umsetzbar sein. Die "medizinische" Wirkung ist ausreichend, wenn man gute Zutaten verwendet und ein wenig großzügiger mit Gewürzen und Kräutern umgeht. Etwas reinwürgen, nur weil es gesund ist, kann doch kein Zustand und schon gar nicht ein Dauerzustand sein. Zu sich selbst kann man u.U. noch Masochist sein, aber das auch der Familie abverlangen?

Bitterstoffe:
Äpfel, aber alte Landsorten, nicht jene Marktäpfel, aus denen Bitterstoffe wegen des guten Geschmacks weggezüchtet wurden.
Im gleichen Sinne Salate und Asia-Salate. Nebenbei ist es nützlich, sich von der Überzuckerung des Industriefutters einschließlich der Getränke zu lösen, um verstärkt zu schmecken, wie Lebensmittel eigentlich schmecken.
Tees aus dem Hausgarten (ungesüßt): Salbei, Melisse, Minze, Ringelblumenblütenblätter, Erdbeerblätter, Thymian, Lindenblüten uva.

Wie in vielen anderen Bereichen hilft hier eine Vielfalt, die auch jahreszeitlichen Wechsel einschließt.
Mit freundlichem Glück Auf!

Eberhard

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Re: "Tabletten" in der Küche herstellen - Backen?

#18

Beitrag von Beethüpfer » Do 11. Nov 2021, 10:53

Weder Bierhefe, noch Kefir, sind für mich besonders schwer genießbar.
Im Vergleich zu Alternativen, die reichlich vorhanden sind, stehen sie nur näher am Ende der Feinschmeckerhitliste, was aber auch Abhängig von Gewöhnung und Tagesform der Geschmacksnerven ist. Wenn ich sie auflöse und ex runterkippe, ist es geschmacklich völlig harmlos, nur Glas und Rührlüffel sind danach ziemlich versaut. Darum die Suche nach einer technischn Lösung für das Hauptproblem der Handhabung = Tablette(n) einwerfen, Wasser hinterher - Glas sauber, Geschmachsneven völlig unbeeindruckt.

Hier mal eine seriöse Lobhudelei zur Bierhefe.
https://www.youtube.com/watch?v=b95BiA9NH3Q

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Re: "Tabletten" in der Küche herstellen - Backen?

#19

Beitrag von Beethüpfer » Sa 13. Nov 2021, 20:27

Update:
Das Trocknen in der Silikonform hat sich genbauso als Pleite herausgestellt, weil die klebrige Pampe danach auf 5mm Kügelchen schrumpft und nur schwächer bröselt, als die Presslinge. Mit Bindemitteln möchte ich nicht arbeiten.

"Tabletten" aus der Küche, haben sich für mich damit erledigt.

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