Gestricktes "dicht" machen?

Re: Gestricktes "dicht" machen?

Beitragvon Sabi(e)ne am Mo 21. Sep 2015, 11:41

:) Ja, und ich hab geschrieben, wie's geht- heißes Seifenwasser und Gummihammer.
Und nein, es gibt keine Methode, die es dann nicht schrumpft.
Deshalb trug man ja früher gern Leder oder Schaffelle gegen den Wind & Regen....
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Re: Gestricktes "dicht" machen?

Beitragvon Landfrau am Mo 21. Sep 2015, 13:16

Die Sache mit dem Rauszuppeln und Richten von Fasern mittels Kämmen - hat die schonmal jemand bei Schafwollgestricken ausprobiert?

Danke, Landfrau
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Re: Gestricktes "dicht" machen?

Beitragvon Sabi(e)ne am Di 22. Sep 2015, 15:47

Frag dich doch mal, warum nahezu alle alten textilen Funde gewebt waren...(Ausnahmen bestätigen die Regel - wie beim Nadelbinden).
Beim Weben wird der Stoff erheblich dichter, und somit auch weniger wind- und wasserdurchlässig.
Alternativ kann man auch ein ganzes Vlies so (an) filzen, daß es quasi die ganze Wolle ohne das Schaf drin ist.
Um das auszuprobieren, hatte ich noch nicht den Nerv, aber hier im Forum hat das schon jemand gemacht, ich weiß nur grad nicht mehr, wer..... :hmm:
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Re: Gestricktes "dicht" machen?

Beitragvon Naturräuber am Mi 23. Sep 2015, 20:45

:) Landfrau,
den Webstich gestrickt benutz ich häufig und sehr gerne, mag einfach diese etwas andere Optik,
ich stricke generell recht fest.
Und gemacht habe ich es auch schon, erst gefilzt und dann das ganze noch mal von außen aufgebürstet, mit ner Handkarde, Fellbürste etc.
Mir gings dabei ums probieren, und die Optik. Grad durch den fest gestrickten Webstich wird es super dicht und gut regenabweisend durch das aufbürsten kann ich mir auch gut vorstellen.

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Re: Gestricktes "dicht" machen?

Beitragvon Bodo am Do 24. Sep 2015, 11:19

Sabi(e)ne hat geschrieben:Alternativ kann man auch ein ganzes Vlies so (an) filzen, daß es quasi die ganze Wolle ohne das Schaf drin ist.
Um das auszuprobieren, hatte ich noch nicht den Nerv, aber hier im Forum hat das schon jemand gemacht, ich weiß nur grad nicht mehr, wer..... :hmm:


Habe ich auch schon mit einem Lamavlies gemacht, für mich persönlich zu viel Arbeit. Reisende unter "schöne Filzsachen" hat das auch gemacht und mit schönen Bildern dokumentiert.
Liebe Grüsse

Monica

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Re: Gestricktes "dicht" machen?

Beitragvon Lebendigkeit am So 27. Sep 2015, 18:14

...hast Du schon mal probiert, Bienwachs heiß aufzutragen - dann wäre es ein gewachster Pullover. Das ist so ähnlich wie diese gewachsten englischen Jacken.

Vorgehensweise: Bienenwachs im Töpfchen sanft erhitzen (wie bei Kerzenwachs nicht zu heiß!) und dann so schnell wie möglich mit einem Pinsel auftragen - vorher die Arbeitsfläche mit alten Zeitungen auslegen, da es spritzen kann und Du sonst die Wachstropfen abkratzen mußt.
Eventuell mit Fön, oder Bügeleisen mit Zwischenlage (da sonst Wachs am Bügeleisen) nachbearbeiten.

Es grüßt die Lebendigkeit.
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Re: Gestricktes "dicht" machen?

Beitragvon Little Joe am So 27. Sep 2015, 18:25

Sabi(e)ne hat geschrieben:Frag dich doch mal, warum nahezu alle alten textilen Funde gewebt waren...(Ausnahmen bestätigen die Regel - wie beim Nadelbinden).
Beim Weben wird der Stoff erheblich dichter, und somit auch weniger wind- und wasserdurchlässig.
Alternativ kann man auch ein ganzes Vlies so (an) filzen, daß es quasi die ganze Wolle ohne das Schaf drin ist.
Um das auszuprobieren, hatte ich noch nicht den Nerv, aber hier im Forum hat das schon jemand gemacht, ich weiß nur grad nicht mehr, wer..... :hmm:


... hier isses viewtopic.php?f=31&t=12172&hilit=sch%C3%B6ne+Filzsachen

... Landfrau, ich weiss das beantwortet nicht deine Frage, abernicht umsonst gibts den Zwiebellook. Also dicker Wollpullover drunter und Loden drüber.
Erstaunlich, dass Menschen, die alles besser wissen, nie etwas besser machen.
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Re: Gestricktes "dicht" machen?

Beitragvon Doris L. am Fr 16. Nov 2018, 16:35

Dieser Beitrag ist schon lange her, ich weiß nicht ob das noch aktuell ist.
Wenn man fertige Kleidungsstücke zu heiß wäscht damit sie verfilzen wird so ein Teil nicht mehr passen, wird vielleicht auch zu klobig. Ist mir bei einem Pullover aus Alpaka mit kompliziertem Zopfmuster passiert.
Seit ich eine Strickmaschine habe denke ich darüber nach große Strickstücke zu fertigen , dann verfilzen lassen und schließlich mit einem einfachen Schnittmuster einen Pullover oder was auch immer zuschneiden und nähen.
Mein Problem ist bei mir, ich kann nicht rechnen. Ich wüßte gar nicht wie ich ich ausrechnen muß wie groß so ein Stück gestricktes sein muß das es am Ende reicht. Hat ja keinen Sinn wenn es von und hinten zuwenig ist. Und welche Wolle müßte man nehmen? Unbehandelte natürlich. Meine Strickmaschine ist am Besten bei der Stärke von Sockengarn.
Also Hausschuhe aus Filzgarn hatte mal nicht geklappt, die blieben recht groß.
Doris

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Re: Gestricktes "dicht" machen?

Beitragvon Minze am Fr 16. Nov 2018, 17:05

Doris L. hat geschrieben:Ich wüßte gar nicht wie ich ich ausrechnen muß wie groß so ein Stück gestricktes sein muß das es am Ende reicht. Hat ja keinen Sinn wenn es von und hinten zuwenig ist.

Daß das mit einer normalen Strickmaschine zu machen ist, wage ich zu bezweifeln, da die Wolle ja recht dünn sein muß, besser würde sich ein Grobstricker eignen, da kann man auch gut dicke Wolle verstricken.

Zum Rechnen: Ein Probestück stricken, Maschen und Reihen aufschreiben, dann filzen und messen. Die Maße kannst Du dann auf Dein gewünschtes Stück umrechnen. Also z. B., wenn 10 Maschen gefilzt 5 cm ergeben, brauchts Du für 50 cm 100 Maschen. Dasselbe bei den Reihen.
Liebe Grüße
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Re: Gestricktes "dicht" machen?

Beitragvon Doris L. am Fr 16. Nov 2018, 18:04

Der erste Pullover an der Strickmaschine war eine sehr dicke Wolle. Da habe ich allerdings gedacht ich schaffe das nicht. Der Schlitten war schwer zu schieben. Hatte ja keine Ahnung von Maschinenstricken. Für dicke Wolle braucht man keine Maschine, das geht auch so. Dickere Wolle als für Nadeln Nr. 4 habe ich nicht gerne, für draußen im Winter nicht dicht genug und unterm Mantel anziehen zu dick. Ich habe aus dicker Wolle einen Mantel und eine Jacke und für richtige Kälte ist beides nichts.
So dicke Wolle würde ich für eine Jacke nicht filzen, wahrscheinlich müßte man mit abspreizenden Armen herumlaufen :hmm:

Ja ich habe auch einen Wadenlangen Mantel mit unglaublicher Saumweite den ich mit Nadelstärke 3 1/2 mit der Hand gestrickt habe. Diesen Mantel kann man sogar unterm Stoffmantel tragen. ( Ich glaub, der Strickmantel ist in meinem Blog)
Doris

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