Werkstattbericht

Küstenharry
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Re: Werkstattbericht

#291

Beitrag von Küstenharry » Sa 29. Jun 2019, 09:16

Wenn ich das richtig sehe, fehlt auch eine Mittelwand bei der Kommode.
Da könnte man eine Laufleiste anbringen sowie aus der Schublade das Stück nuten.
So hab ich schon mal einen alten Küchenkorpus mit einer neuen Schublade aus Multiplex gepimpt.
hartwachsöl als Oberfläche flutscht bislang auch super.
Gruss von der Küste

Harry

Dyrsian
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Re: Werkstattbericht

#292

Beitrag von Dyrsian » So 13. Okt 2019, 12:15

christine-josefine hat geschrieben:
Fr 28. Jun 2019, 21:00
diese Teile aus Mexiko sind zwar ziemlich wenn man sie neu kauft, aber qualitativ sehr einfach gearbeitet
nix mit Schwalbenschwanz, draufgenagelt
die Kommode ist nicht alt, entspricht aber dem shabby, Landlust und Landliebetrend - ja, ich bekenne mich dazu :pft:
die kommt in die Küche, als Küchenkastl, und ich steh auf Schubladen, die reinkriecherei in die Schränke mag ich nicht mehr
Oh du Alptraum meiner Kindheit! Ich hatte eine ähnliche Kommode im Kinderzimmer und ich hab das Ding gehasst!
Die Schubladen (meine waren wirklich riesig) klemmen, gehen nicht auf, fallen raus, gräßlich! Niemals würde ich mir sowas wieder anschaffen. Der Nachteil ohne Vollauszüge ist auch, dass man die Teile nie ganz rausziehen kann, also für Besteck z.B. völlig ungeeignet. Passt man einmal nicht auf, landet das schwere Ding einem auf den Zehen. :sauenr_1:
Falls dir die Schubladenfronten abreißen (tun sie gerne, wenn schweres wie z.B. Besteck drin ist), kannst du dir auch ganz einfach eine relativ dauerhafte Befestigung machen, dafür brauchst du nur eine Säge und einen Schraubenzieher: Besorge die eine Platte (Multiplex, MDF, Holz) und kürze die Schublade vorne (also da, wo die Front war) um die Dicke der Platte ein. Dann schneidest du aus der Platte eine neue Front, die in der Größe exakt der Schublade entspricht und donnerst die mit Spaxschrauben da drauf (ja, Unkenrufer schreien jetzt "Im Hirnholz der Seiten halten die Schrauben nicht!"aber moderne gute Schrauben halten da schon). Nun schraubst du von innen die alte Front gegen die neue - man sieht von außen keine Schraubenköpfe und es hält. Kannst ja noch ein bisschen Leim dazwischenpacken.
Falls man eine Fräse hat, würde ich immer eine Gratnut machen anstatt einer Schwalbenschwanzzinkung, das geht viel schneller und hält genauso. Schwalbenschwänze kann man aber ohne Maschine machen, das ist sicher ein Vorteil.
Ich würde bei dir auch keine Auszüge einbauen, das wird eine irre Arbeit da kannst du das Teil doch fast neu bauen. Übrigends: Die Beschläge für die Küchen vom schwedischen Möbeldiscounter sind echt gut und relativ preiswert. Also ich bin damit sehr zufrieden. Haben Softclose, alles!

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Re: Werkstattbericht

#293

Beitrag von emil17 » So 13. Okt 2019, 19:31

An was erinnert mich das nur ...
Besonders übel sind Schubladen, die breiter sind als lang, etwa von Wäschekommoden.
Für Leute, die nicht so gut eingerichtet sind (Schublade vorne gerade kürzen geht von Hand nicht so gut): Man kann auch einen Teil einer Platte egal aus was genau in die Schublade einpassen und von innen an das Vorderstück schrauben/kleben. Meist stören die Schrauben für den Griff, da muss man aussparen.
Dann durch die Schubladenseiten mit der Platte verschrauben - auch Verstärkungswinkel von innen sind erlaubt, wenn nur die Schrauben nicht zu lang sind.
Was jetzt folgt ist jetzt absolut unschreinerisch, aber es dämpft beim Zumachen sehr und darauf kommt es an:
Man kann da, wo das Vorderstück der Schublade an die Vorderseite der Kommode (das Brett mit dem Loch für die Schublade drin) anstösst, hinten an das Vorderstück einen Streifen Dämmstreifen aufkleben, die man als Rollenware zum Abdichten von Fenstern bekommen kann. Die Schublade steht dann einige Millimeter weiter vor, wenn sie zu ist, aber das stört meist nicht.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Werkstattbericht

#294

Beitrag von christine-josefine » So 13. Okt 2019, 19:55

ach Ihr seid klasse
diese Riesenkommode steht in der Küche und leistet gute Dienste fürs Geschirr
obwohl die Schubladen an sich schon schwer sind und auch mit Geschirrr vollgepackt, laufen sie relativ leicht.
Im Moment gefällt mir meine Küche aus lauter Schubladenkommoden, da ist so viel Platz, dass noch einige leer sind
und um meine Zehen sorge ich mich nicht - da passe ich schon auf :)
Viele Grüße, Christine mit J
Wait and see!

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Re: Werkstattbericht

#295

Beitrag von emil17 » So 13. Okt 2019, 20:04

Bei mir haben Schubladen, egal ob in Büro, Werkstatt oder Küche - die lästige Eigenschaft, dass alles was hinten oder unten ist, nie mehr zum Vorschein kommt. Deswegen mag ich Geschirrschränke mit so schmalen Borden, dass man gar nicht mehr als nur eine Reihe Zeug draufstellen kann.
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Re: Werkstattbericht

#296

Beitrag von christine-josefine » So 13. Okt 2019, 20:07

so hab ichs in der Vorratskammer, Borde nur 20cm tief
in den Schubladen verschwindet bei mir nix
ich schmeiß auch regelmäßig alles raus zum auswischen
bei den Schränken mußte ich immer unten "reinkriechen", da hatten sich schon mal paar Leichen angesammelt
Viele Grüße, Christine mit J
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Re: Werkstattbericht

#297

Beitrag von Olaf » So 24. Nov 2019, 19:16

Moin,
muss mich doch auch mal wieder zu Wort melden.
Zum einen Christine, ich bin ja schwer beeindruckt. WIr kennen das ja nur als, wie soll ich sagen, entkernte Halbruine, und das sieht ja jetzt richtig toll aus!
Zum andern, ja, da muss ich wieder eine kurze Vorgeschichte erzählen.....
Also der Neuossi war ja im Sommer mit seiner Lebensgefährtin hier zu unserem Sommergig, und sie blieben auch noch einen zweiten Abend hier. So hatten wir dann auch mal Zeit, uns in Ruhe zu unterhalten. Und er fragte mich, ob er meine Werkstatt sehen dürfte. Nein, hab ich gesagt, keinesfalls, das ist total peinlich, es ist der letzte Saustall, da darf niemand rein außer mir. Da er aber extrem sympatisch ist, und so eine verständnisvolle Tiefenentspannung ausstrahlt, und mich bequatscht hat, hab ich die beiden dann doch reingelassen. Und wenn Du denkst, Neuossi, schlimmer gehts nicht.....doch, es geht noch schlimmer. Aber dein nachsichtiges Lächeln, auf meine Beschwörung hin, dass ich zum Herbst ganz sicher aufräumen werde hat sich bei mir eingebrannt, und darum muss ich das jetzt posten.... :lol: Zum Schluss war ich komplett arbeitsunfähig, kein Werkzeug mehr da, doch da schon, aber in Haufen, Eimern, Kisten vergraben, kein bisschen Arbeitfläche mehr frei. Dann hab ich ein bisschen aufgeräumt, und dabei drüber nachgedacht, warum ich so eine elende Schlampe bin. Die Essenz von diesem Denkprozess: Ich kann gar nichts dafür! Ich arbeite ja nun mal gern draußen. Dafür muss ich das Werkzeug raus und wieder reintragen. Alle wichtigen Sachen, dafür muss ich ein volles U in der Werkstatt laufen, um sie dann am hintersten, fernsterlosen Ende einzusortieren. Da die Augen sich so schnell nicht an die Dunkelheit gewöhnen, und ich auch zu faul zum Laufen bin, schmeiß ich das einfach irgendwo vorne hin. Außerdem hab ich nicht genung Platz, zumal ich mit dem Frästisch und der Zug-Kappsäge neue größere Maschinen habe, die ich irgendwo unterbringen muss. So hab ich dann den Schrank mit den Maschinen und die Komode mit Schrauben und Elektrokrams gedreht, so dass sie jetzt neben der Tür sind und vom Fenster Licht kriegen, ein paar Fragmente von Nachbars alter Küche reaktiviert, naja, insgesammt hab ich wohl so drei Manntage gebraucht. Ich bin noch nicht ganz fertig, aber ich arbeite sozusagen erst mal Probe, was ich noch wie genau machen will.
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Naja, ich hoffe, so schlimm wirds nie wieder, wetten würd ich drauf nicht wollen. Erst mal fühle ich mich sehr wohl und bin da eiegntlich jeden Tag drin verschwunden.
Der nächste Sommergig ist übrigens am 4.7.20 :grr:
LG
Olaf
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.

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Re: Werkstattbericht

#298

Beitrag von frodo » So 24. Nov 2019, 19:55

Hi Olaf, - jetzt hast Du aber eine Pointe verschenkt, denn außer Neuossi und Dir kann doch jetzt Keiner Deine Arbeit richtig einschätzen ;)
Nächstes Mal also bitte nicht nur ein nachher- , sondern auch ein vorher - Bild :aeh:
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind
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Re: Werkstattbericht

#299

Beitrag von Olaf » So 24. Nov 2019, 21:36

Es gibt kein zweites Vorher, ich schwöre! Aber insofern hast DU natürlich recht, die Chance ist vertan.
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.

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Re: Werkstattbericht

#300

Beitrag von frodo » So 24. Nov 2019, 22:29

hier mal 'was, womit ich mich zuletzt beschäftigt habe, - nicht, dass es objektiv erforderlich gewesen wäre, aber in einer zu vermietenden Wohnung muss man leider manchmal Konzessionen an den Zeitgeschmack machen... :roll:
Jetzt fehlt nur noch ein "schöner" Boden, und dann das Ganze nochmal von vorn - im Badezimmer :ohoh:
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A.Einstein

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