gefahrlose Obsternte

Re: gefahrlose Obsternte

Beitragvon ihno am Di 25. Sep 2018, 07:12

Ich würde das ganze wahrscheinlich mischen . So ein richtiger Hochstamm , ist einfach eine Pracht wenn er so im nicht mehr ganz so Jugendlichem Alter schön knorrig einige Hundert Kilo Äpfel trägt.
Und wenn es dann nur Fallobst gibt finde ich das jetzt nicht so dramatisch die Äpfel sind ja nicht verloren die Natur freut sich auch über eine Apfelgeschenk.
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Re: gefahrlose Obsternte

Beitragvon hobbygaertnerin am Di 25. Sep 2018, 07:49

@Inho,
ja ein alter knorriger Baum hat schon auch seinen Reiz- in einem bei uns haben sich Hornissen angesiedelt, leider sind diese stachligen Tierchen sehr leicht reizbar, ich sammle dort mit Sicherheit keine Äpfel mehr auf- hab schon einmal die Bekanntschaft mit stechlustigen Hornissen in grösserer Zahl gemacht, vor denen hab ich heiligen Respekt.
Einige unserer Bäume sind mehr als 100 Jahre alt, könnten sicher einiges erzählen.
Wir haben über die Jahre immer wieder gepflanzt, Hoch- Halb- und Niederstamm.
Aber so rein erntetechnisch gesehen, die Niederstammbäume tragen sehr früh, die Ernte ist einfach. Sicher werden die Äpfel am Boden auch wieder zu Humus, damit hab ich auch kein Problem, aber wir haben mehr als 20 verschiedene Apfelsorten, da reichen auch kleinere Erntemengen- die Leute, die Äpfel ab Hof bei uns haben wollen, die werden leider immer weniger. Und viel Geld in Apfellager möchten wir auch nicht unbedingt investieren.
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Re: gefahrlose Obsternte

Beitragvon ihno am Di 25. Sep 2018, 08:25

I H N O
klar zum ernten sind die kleinen Super.
Einen Baum zu pflanzen der einen selber überlebt, hat für mich etwas mit vertrauen in die Zukunft zu tun . Vieleicht freut sich in 100 Jahren auch noch jemand über einen alten Obstbaum . Mag sein das ich da hoffnungslos romantisch verklärt bin aber dieses Heute ist wichtig und Morgen kümmern wir uns um Morgen ist für mich nicht zu Ende gedacht. Wenn der nächste sagt der Baum muss weg kann ich es nicht ändern aber bis dahin hat die Welt eine Baum Persönlichkeit .
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Re: gefahrlose Obsternte

Beitragvon emil17 am Di 25. Sep 2018, 08:27

Der klassische Hochstammobstgarten hat Doppelnutzen: Gras und Obst. Nebennutzung auch noch Brennholz.
Den Wert für Vögel usw. mal abgesehen.

Zudem sind Hochstämmer robuster als diese schwachwüchsigen Unterlagen, die Wunden und Verletzungen kaum regenerieren können, dafür hat man pro Blatt mindestens eine Frucht.
Aus rein wirtschaftlicher Sinn machen heute Halb- und Niederstämme mehr Sinn, deshalb sind sie ja auch gezüchtet worden.

Grosse Mengen Äpfel kriegt man effizient als Saftobst weg, nicht mit Pflücken. Vielleicht solltest du dir eine Hausmosterei anschaffen, das löst dann auch das Lagerproblem. Wenn du so alte Hochstämme in so grosser Zahl hast, dürften das nicht alles Pflücksorten sein.
Zwischen einem guten Apfelsaft aus alten, dafür geeigneten Hochstammsorten und dem modernen Apfelsaft aus dem Handel liegen geschmacklich übrigens Welten.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: gefahrlose Obsternte

Beitragvon 65375 am Di 25. Sep 2018, 08:47

emil17 hat geschrieben:Zwischen einem guten Apfelsaft aus alten, dafür geeigneten Hochstammsorten und dem modernen Apfelsaft aus dem Handel liegen geschmacklich übrigens Welten.
Das ist auch was, was gerne ab Hof gekauft wird. Apfelsaft, Apfelmost und Apfelwein geht immer gut.
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Re: gefahrlose Obsternte

Beitragvon hobbygaertnerin am Di 25. Sep 2018, 09:58

ihno,
naja, dann hätten wir doch schon einiges für die Zukunft gemacht- wir haben sehr viele Bäume gepflanzt, Weinreben als Spalierobst, ebenso Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen, an den warmen geschützen Wänden, Quitten, Birnen, Kirschen, Mirabellen, Renecloden, Zwetschgen, Edelkastanien ..........und ganz, ganz viele Waldbäume, von denen wir sicher nichts mehr haben, sondern die eigentlich für die Enkelgenerationen gedacht sind.
@emil,
Sicher kommt aus den Äpfeln auch ein sehr geschmackvoller Saft heraus, Dank Bag in Box-System auch in machbarer Form. Heuer haben wir dank vieler Äpfel auch sortenreine Säfte gemacht, aber mit dem Verkauf- naja, das könnte noch um einiges verbessert werden. Bis der Saft in der Verpackung ist, hängt schon einges an Aufwand dran, das ganze Saftgemisch und -gebräu in den Supermärkten wird billiger verkauft. Die Meisten sind voll des Lobes über unseren Saft, aber dann kaufen sie doch wieder den billigeren Saft aus Konzentrat aus China.
So eine Mosterei für den Eigenbedarf zuzulegen, wir haben eine kleine Kelterpresse, da mach ich die Weintrauben rein, aber für Äpfel, Birnen und Quitten gehe ich lieber in die Mosterei, die haben ganz andere Technik. Bis sich so was lohnt, da müsste sich noch viel in Richtung Nachhaltigkeit, Regionalität und vor allem auch in einem Bewusstsein, dass so was auch seinen Preis haben muss, ändern.

Aber dennoch,es geht mir auch um eine einigermaßen praktische Obsternte, es ist schon angedacht, dass die Äpfel fast annähernd bis zu den nächstjährigen ersten weissen Klaräpfeln reichen und auch das andere Obst einigermaßen ungefährlich von den Bäumen kommt, Hab schon genug grusliger Sturzunfälle bei der Obsternte mitbekommen.
Eine handliche kleine Leiter hab ich, kann auch unseren alten Schlepper mit Arbeitsplattform nützen, auf alle Fälle, bis unsere Bäume alle beerntet sind, da haben wir schon ein wenig zu tun. Und da hab ich die Vorteile der Niederstammbäume schon sehr bewusst geschätzt. Auch unter ihnen wächst Gras, das ich mit der Sense für unsere Kaninchen abmähe.
Kirschen ganz hoch oben im Baum gehören den Vögeln, wegen einer Kirsche hab ich nicht die Veranlassung, eine hohe Leiter hinzustellen.
Der neueste Obstbaum ist ein Sauerkirschbaum, der wird auf einer etwas schattigeren Stelle als Spalierbaum gezogen.
Aber jetzt wieder zurück zum Thema,
mein Mann kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auf die Bäume steigen und ich habe Höhenangst,
also muss das Obstwesen so gemacht werden, dass wir das gut schaffen.

Ausser Bananen, Orangen wird eigentlich obstmässig bei uns nix zugekauft.
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Re: gefahrlose Obsternte

Beitragvon Maisi am Di 25. Sep 2018, 10:08

Das Problem mit Höhenangst habe ich auch, bzw. nur auf Leitern oder Dingen, die umfallen können (also von nem hohen Turm oder Berg gucken macht mir z.B. nichts aus); ich hab deswegen nen Apfelpflücker für die guten Äpfel, den man zig mal ausziehen kann. Damit komm ich auch beim Hochstamm fast bis zu den allerobersten Äpfeln. Die wenigen, wo ich nicht kriege und dann halt irgendwann runterfallen, werden mit vermostet. Und die reinen Mostäpfel von den Hochstämmen schüttel ich mit ner langen und schweren Stange mit Haken vorne dran runter.

Mein Vater hat hingegen keine Hemmungen auf Leitern, der hat sich so ne lange Obstbaumleiter (also so "dreibeinig") vor Jahren selbst gebaut aus dicken geräppelten Stangen (bzw. dünnen Stämmen). Geht wohl sehr gut, auch in Hanglage, zumindest wenn man keine Panikattacke kriegt ;)
Hühner sind nicht dumm, sie entbehren nur jeglicher Logik.
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Re: gefahrlose Obsternte

Beitragvon hobbygaertnerin am Mi 26. Sep 2018, 06:56

Die Fürchterei in den Obstbäumen hab ich mir verboten. Der eine kraxelt gerne in der Höhe herum und mir wird da immer ganz mulmig.
Ich muss auch nicht auf das Dach steigen, dafür kann ich andere Dinge besser.
Mir fällt auf, dass es wenig Hilfsmöglichkeiten für die gefahrlose Obsternte gibt, entweder Steigleitern, ich hab mal einen Pflückschlitten gesehen, aber das gabs vielleicht im Erwerbsobostbau.
So generell, das Wissen um die Ernte, um die Pflege wird weniger, zumindest sind die Baumschneidekurse nicht schlecht, aber da steigen sie auch alle mit Leitern in den Bäumen rum. Hab schon mal gedacht, einen Kurs für die Höhenverweigerer zu machen, bis jetzt ist das wohl nur eine unbedeutende Minderheit.
Wenn in Zukunft nochmals Obstbäume gepflanzt werden, kommen nur noch Niederstämmchen in Frage.
Die Bäume für die nächsten Generationen sind bereits gepflanzt und das muss man wirklich sagen, es dauert schon sehr lange, bis die Gross sind.
Als Aufhängung für die Hängematte kommen die ab 40 jährigen Bäume erst in Frage.
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Re: gefahrlose Obsternte

Beitragvon emil17 am Sa 29. Sep 2018, 17:55

Mir hat man gesagt, die Leiter stets so anstellen, dass sie in den Baum hineinfällt, wenn der Ast bricht.
Gegen Ausleeren (Leiter dreht sich um sich selbst wenn man was ganz weit aussen nehmen will) hilft es, mit einer Hacke Löcher in die Wiese zu hauen und die Leiter da hinein zu stellen.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: gefahrlose Obsternte

Beitragvon hobbygaertnerin am Sa 6. Okt 2018, 06:12

Wer macht seine Baumpflege mit einem Hochentaster?
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