Grundstück kaufen als "Ausländer"

Grundstück kaufen als "Ausländer"

Beitragvon Holz41289 am Mi 24. Apr 2019, 11:20

Hallo an alle,
keine Ahnung, ob ich hier richtig bin mit meiner Frage, oder ob es diese Frage schon einmal gibt hier im Forum (habe über die Suche nichts gefunden). Über Hinweise, wenn dem so sein sollte, bin ich dankbar.
So nun zu meiner eigentlichen Frage:
Ich bin Pächter von 2 Parzellen bei Weil am Rhein, Baden-Württemberg. Nun habe ich schon länger Probleme mit einem der beiden Verpächter (Drohungen mir gegenüber etc...). Darum überlege ich schon länger, ob ich versuchen kann ihm das Grundstück abzukaufen. Mittlerweile habe ich herausgefunden, was für eine Zone (8020) es ist, und was der Schätzwert pro Quadratmeter ist.
Jetzt stellt sich mir aber die Frage, ob ich dieses Land überhaupt kaufen kann, da ich

1. Zwar deutscher Staatsbürger bin, aber meinen Wohnsitz in der Schweiz habe.
2. Keine landwirtschaftliche Ausbildung o.ä. habe.

Gemäss Zonenplan ist es "Landschaftsschutzgebiet", also kein Ackerland.

Kennt sich da jemand aus?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Grüsse
Christoph
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2019-04-24 11_11_30-Gutachterausschuss bei der Stadt Weil am Rhein - Bodenrichtwerttabelle 2017.pdf.png
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Re: Grundstück kaufen als "Ausländer"

Beitragvon Sonne am Mi 24. Apr 2019, 19:00

Nein, ich kenne mich nicht aus.

Häuserkauf ist wohl gar kein Problem für Schweizer. Und als deutscher Staatsbürger, kann ich mir nicht vorstellen,
dass dir der Erwerb von Land, dass auch jeder andere deutsche Staatsbürger kaufen dürfte, versagt sein sollte.

Was ich eigentlich sagen wollte ist: Stress/Ärger mit Verpächter ist blöd.

Und da würde ich mir 2x überlegen wieviel Zeit/Geld etc ich in ein Grundstück investieren möchte, dessen Besitzer mir nicht wohlgesonnen ist.

Frag sich, ob er es dir dann überhaupt verkauft. :hmm:
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31
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Re: Grundstück kaufen als "Ausländer"

Beitragvon Oelkanne am Mi 24. Apr 2019, 19:38

Nun habe ich schon länger Probleme mit einem der beiden Verpächter (Drohungen mir gegenüber etc...). Darum überlege ich schon länger, ob ich versuchen kann ihm das Grundstück abzukaufen. Mittlerweile habe ich herausgefunden, was für eine Zone (8020) es ist, und was der Schätzwert pro Quadratmeter ist.
Jetzt stellt sich mir aber die Frage, ob ich dieses Land überhaupt kaufen kann, da ich

1. Zwar deutscher Staatsbürger bin, aber meinen Wohnsitz in der Schweiz habe.
2. Keine landwirtschaftliche Ausbildung o.ä. habe.

Gemäss Zonenplan ist es "Landschaftsschutzgebiet", also kein Ackerland.

Kennt sich da jemand aus?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Grüsse
Christoph


Zu einem Handel gehören immer zwei Personen...
der Eigentümer muss dir sein Land ja verkaufen wollen,
da du mit ihm im Klinsch liegst eher unwahrscheinlich.

Bloß weil es im Landschaftsschutzgebiet ist, schließt das nicht aus das die Flurstücke Ackerland sind.
Am Ende Zählt das was beim Katasteramt eingetragen ist.
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Re: Grundstück kaufen als "Ausländer"

Beitragvon Holz41289 am Mi 24. Apr 2019, 19:58

@Sonne
Ja dass nervt mich eben gewaltig mit dem Besitzer. Ich habe so tolle Ideen für das Teilstück, aber will eben nicht viel investieren wegen dem.
Leider habe ich noch nicht die richtige Person in der Behörde erwischt, darum habe ich hier mal meine Fragen gestellt :)

@Ölkanne
Ja mir will er es nicht verkaufen denke ich. Aber ich weiss dass er es verkaufen will, da er auch schon mal (unangemeldet) einen Kaufinteressenten über das Land geführt hat. Ah und mir hat er auch schon gesagt er würde es lieber jemandem verkaufen als mir zu verpachten ;)
Darum geht wohl kein Weg daran vorbei zwei mal einen Notar bezahlen zu müssen um dass Problem zu umgehen. Auch darum muss ich alle Fragen davor gut klären.
Danke auch für den Hinweis mit dem Katasteramt.

Vielen Dank für eure Antworten!
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Re: Grundstück kaufen als "Ausländer"

Beitragvon sybille am Mi 24. Apr 2019, 20:07

Ja mir will er es nicht verkaufen denke ich. Aber ich weiss dass er es verkaufen will, da er auch schon mal (unangemeldet) einen Kaufinteressenten über das Land geführt hat. Ah und mir hat er auch schon gesagt er würde es lieber jemandem verkaufen als mir zu verpachten ;)
Darum geht wohl kein Weg daran vorbei zwei mal einen Notar bezahlen zu müssen um dass Problem zu umgehen.

Du denkst also daran das das Grundstück an jemanden verkauft wird und der es Dir wieder verkauft wenn ich das richtig verstehe. Das könnte aber gewaltig in die Hose gehen da Dein jetziger Verpächter Dir Schwierigkeiten machen könnte.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.
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Re: Grundstück kaufen als "Ausländer"

Beitragvon Holz41289 am Mi 24. Apr 2019, 20:17

sybille hat geschrieben:Du denkst also daran das das Grundstück an jemanden verkauft wird und der es Dir wieder verkauft wenn ich das richtig verstehe. Das könnte aber gewaltig in die Hose gehen da Dein jetziger Verpächter Dir Schwierigkeiten machen könnte.


Wie meinst du das genau? Also hat er da irgend eine rechtliche Handhabe? Davor dass das nach hinten los gehen könnte habe ich eben schon angst...
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Re: Grundstück kaufen als "Ausländer"

Beitragvon sybille am Mi 24. Apr 2019, 20:30

Er könnte Dir Steine in den Weg legen. Ich keine mich bei Dir nicht aus aber es es gibt reichlich Gerichtsverfahren wegen krähenden Hähnen, Grundstücksgrenze mit Bepflanzung ...
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Re: Grundstück kaufen als "Ausländer"

Beitragvon Holz41289 am Mi 24. Apr 2019, 20:44

Das stimmt. Der Vorteil ist, dass es alles sehr weitläufig ist, und er nicht direkt daneben wohnt.
Ich denke es ist so ein abwägen: Jetzt beim Pachten habe ich keine Planungssicherheit, da er ja den Pachtvertrag kündigen kann etc. Wenn ich es aber kaufe, habe ich theoretisch Planungssicherheit, aber vielleicht Scherereien weil er mich dann noch mehr als Zielscheibe sieht...
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Re: Grundstück kaufen als "Ausländer"

Beitragvon strega am Mi 24. Apr 2019, 22:03

wieso so ein Gefrett? Hast du da Bäume gepflanzt, die du nicht verlassen willst?

wenn es da nur Krach gibt wieso hälst du daran fest? Kauf dir irgendwo irgendwas Nettes anderes und sei glücklich...

oder gibts da irgendnen Haken dran, der wirklich bemerkenswert ist?
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Re: Grundstück kaufen als "Ausländer"

Beitragvon Holz41289 am Mi 24. Apr 2019, 22:17

Der Grund ist recht einfach: Insgesamt habe ich 2 Parzellen gepachtet. Die beiden liegen direkt aneinander, und sind von der Aufteilung eigentlich schlecht voneinander zu trennen. Auf der anderen Fläche, die nicht von dem schwierigen Verpächter ist, habe ich schon sehr sehr viel Herzblut reingesteckt und würde das Grundstück ungerne verlassen. Wenn nun die Parzelle die ich gerne kaufen möchte von jemand anderem übernommen wird (bevor ich übernommen habe war da ein Maisfeld), kann es für mich auf der anderen Parzelle schwierig werden weiter zu machen.
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