Komposttoilette oder doch Trenntoilette - ein paar Fragen

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Kelevra
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Komposttoilette oder doch Trenntoilette - ein paar Fragen

#1

Beitrag von Kelevra » Di 24. Jul 2018, 13:16

Hi!
Habe für meinen Garten ein Häuschen (1,2m x 1,2m, vorne 2m und hinten etwas weniger hoch) gebaut. Darin bislang einen Holzkasten (53cm tief, 1,2m breit). In den Holzkasten passt ein Eimer mit Sägespänen sowie ein Beton-Bottich. Somit hätte ich dann eine Komposttoilette. Noch ne Nummer besser wäre wohl die Trenntoilette. Das würde dann wohl bedeuten Urinkanister plus Eimer. Jetzt zu meinen Fragen:
1. Für die Trenntoilette bräuchte ich einen Einsatz - die Kosten zwischen 85 und 150€. Ist das wirklich nötig oder geht das auch günstiger - eventuell in Eigenarbeit?
2. Mach ich die Entnahme hinter der Hütte von außen unten oder in der Hütte von oben?
3. Belüftung habe ich noch nichts verbaut. Mach ich das so schnell wie möglich aus der Hütte raus oder durch die Hütte durchs Dach?
LG
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ohne_Furcht_und_Adel
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Re: Komposttoilette oder doch Trenntoilette - ein paar Frage

#2

Beitrag von ohne_Furcht_und_Adel » Mi 15. Aug 2018, 10:45

Ich würde mir ein paar grundsätzliche Gedanken zu Kompostierung machen. Wie funktioniert das bei anderen Komposttoilettenbesitzern? So wie ich es bisher erlebt habe, kompostiert der menschliche Kot mit Sägespänen eigentlich nicht. Das heißt, statt eines Komposthaufens hat man praktisch eine Deponie, und die Verwendung im Garten kann man vergessen, das wäre unappetitlich. Ok, wenn es nur wenig Sägespäne sind, kann man damit einen Kompost- Silo im Tiefschatten befüllen und hat nach einigen Jahren (also eher 6, 7 Jahre als ein oder zwei) dann wirklich Kompost.
Ich würde besser weniger holziges Material zum draufstreuen nehmen oder die Späne zumindest damit mischen, also z.B. mit Leinstreu oder Stroh, das verrottet schneller. Der Urin gehört mit rein in den Behälter, sonst wird es zu trocken, und Trockenes kompostiert nicht. Bedenke, daß der menschliche Kot nicht so schön locker und faserreich ist wie Pferde- oder Kuhmist, und somit die Rotte nur schwer in Gang kommt. Am Besten wäre wahrscheinlich, zunächst nur reine Gülle zu sammeln, und die dann z.B. mit Stroh und trockenem Laub vermischt kompostieren zu lassen. Aber man muß halt Kompromisse machen, wenn man die Geruchsbelästigung und optischen Zumutungen begrenzen will.

Zu Deinen Fragen; wegen des Trennens gibt es bereits Bauanleitungen online, da braucht man nichts fertiges zu kaufen. Zur Not recherchiere mal auf englisch oder so. Die Entnahme würde ich hinten machen, falls es mal kleckert und wegen des Gewichts.

ina maka
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Re: Komposttoilette oder doch Trenntoilette - ein paar Frage

#3

Beitrag von ina maka » Do 16. Aug 2018, 00:45

ohne_Furcht_und_Adel hat geschrieben:So wie ich es bisher erlebt habe, kompostiert der menschliche Kot mit Sägespänen eigentlich nicht.


Da fehlt Stickstoff!
ohne_Furcht_und_Adel hat geschrieben:Ich würde besser weniger holziges Material zum draufstreuen nehmen oder die Späne zumindest damit mischen, also z.B. mit Leinstreu oder Stroh, das verrottet schneller. Der Urin gehört mit rein in den Behälter,
Also wir nehmen trockenes "Abfall"-Gras, so eine Art Unkrautmischung, die ich rausreiße und kurz trocknen lasse, manchmal auch trocknes Laub - eher grobes Zeug aber nicht direkt Stroh. Manchmal auch Asche, wie es eben anfällt.
Dazu ja, der Urin, der kommt bei uns dazu und ich denke, den braucht´s, der heizt die Rotte erst ein.

Wird schöner Kompost draus, aber ich mische auch anderes Zeug dazu , weiß nicht, wieweit das etwas beeinflusst - also Küchenabfälle, Eierschalen, Algen aus dem Teich und so.

Macht es Sinn da zu trennen?
Salat dünge ich sowieso nicht. :im:
Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eigenen berichtigen.
Jean Paul

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