Wohnen auf Booten

Re: Wohnen auf Booten

Beitragvon Peterle am Mi 7. Mär 2018, 09:30

So langsam geht es wieder los.
Am WE wird alles vorbereitet, also auswintern und Inbetriebnahme.
Dann werden beide Impeller gewechselt und der Bowdenzug (Gaszug Backbordmotor) wird ersetzt.

Die Planen der Kuchenbude nehme ich mit und wasche die in der Badewanne per Hand. Gegen Ende des Monats wird das Boot wieder zu Wasser gelassen und über Ostern werde ich mit meinem jüngsten Sohn die 450km nach Brandenburg Havel in Angriff nehmen.
Auf diesem Wege lernen das Boot und ich miteinander umgehen. Schleusen sind ja überschaubar.
Kochen habe ich mittlerweile gelernt. Zum Überleben wird's reichen, für mich wird es meistens aus dem Wok sein. Liegeplatz ist organisiert, schön am Rande des Plauer See's (Brandenburg). Wens interessiert, das ist mein Hausrevier (Download PDF).

Wird aber auch Zeit, das Wetter behagt mir gar nicht. Ich bin mehr für die Südsee gebaut.

Gruß

Peter
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Re: Wohnen auf Booten

Beitragvon Olaf am Mi 7. Mär 2018, 10:40

über Ostern werde ich mit meinem jüngsten Sohn die 450 km nach Brandenburg Havel in Angriff nehmen.

Oh, cool, dürfen wir Euch da mal kurz besuchen kommen? :grr:
Der Plauer See ist sehr schön! Ich kenn ihn aber auch nur vom Ufer aus, weil man ihn ohne Führerschein nicht befahren darf. (Die Strecke und die Seen von Brb. bis Pdm. schon, damals nur mit 5 PS, jetzt ist es glaub ich gelockert auf 15.)
LG
Olaf
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
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Re: Wohnen auf Booten

Beitragvon Peterle am Mi 7. Mär 2018, 11:31

Olaf,

klar seit ihr gern gesehen. Ich melde mich, wenn ich angekommen bin.

Gruß

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Re: Wohnen auf Booten

Beitragvon Peterle am Mi 14. Mär 2018, 09:26

Über Winter hat die Starterbatterie dicke Backen gemacht. Auch die Versorger sind am schwächeln. Alle Baujahr 2010 Blei/Säure.
Werden jetzt ersetzt durch
2 x 220AH/12V
1 x 100AH/12V

und sind AGM's. Damit sollte für die nächsten 10 Jahre Ruhe sein, was das angeht. Auch Solarpanele könnte ich da mit anschließen.

Gruß

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Re: Wohnen auf Booten

Beitragvon Peterle am Mo 26. Mär 2018, 10:43

Am Samstag haben wir die ersten Vorbereitungen getroffen für unsere Überführungsfahrt. Bowdenzüge für die Schaltung sind erneuert, Impeller der Seewasserpumpen ebenfalls sowie die Wellenanoden.
Weiterhin haben wir abgeplant und das Gerüst zurück gebaut.

Heute kommt der Dampfer ins Wasser und die Maschinen werden ausgewintert sowie die Batterien ersetzt. Mittwoch wird dann verlegt in einen Hafen mit Tankanlage und Donnerstag ziehen wir zu zweit aufs Boot. Spätestens Freitag sind wir dann auf Tour.
Dateianhänge
Welle Backbord 800.jpg
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Re: Wohnen auf Booten

Beitragvon frodo am Mo 26. Mär 2018, 13:54

:daumen: sieht gut aus, aber wozu sind diese beiden abgestrebten Bleche als Rumpfverlängerung gut? Mindern die den Strömungswiderstand? :hmm:
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Re: Wohnen auf Booten

Beitragvon Peterle am Di 27. Mär 2018, 07:33

Guten Morgen Frodo,

das sind Trimmklappen. Wenn man zum Bsp. vertrimmt im Wasser liegt, also eine Seite schwerer ist als die andere, dann fährt man im Kreis. Statt die Leistung einer Maschine anzuheben senkt man die Klappe ab. Damit liegt das Schiff in Fahrt wieder korrekt.
Die Klappen werden hydraulisch bewegt.
Bei mir ist das meiste schwere redundant und jeweils auf die Seiten paarig verteilt. Aber die Pantry mit Backofen und Kühlschrank, Toilette und der Steuermann sitzen alle Steuerbord (rechts :) ). Das wir durch den Trinkwassertank links ausgeglichen mit seinen 120l. Aber wenn der noch leer ist :eek: .
Im Stand wirkt sich das natürlich nicht aus. Da liegt man dann eben etwas schief.

Bei einem Gleiter (und dieses Boot ist einer) wird weiterhin damit der Wellenberg besser überwunden, wenn man vom Verdrängen ins Gleiten übergeht. Der Rumpf verdrängt ja das Wasser zu den Seiten und baut eine (oder mehrere) Wellen auf, welche sich am oder knapp hinter dem Heck aufwirft. Das bremst und kann bei schwachen Maschinen die Gleitphase verhindern oder erschweren.

Gruß

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Re: Wohnen auf Booten

Beitragvon Peterle am Di 27. Mär 2018, 07:47

Zur Route (falls das interessant ist):
Wir fahren in Fuestrup los, vermutlich am Donnerstag nachmittag und werden bis Bramsche oder Bad Essen kommen. Freitag erwarte ich Hannover oder Peine, Samstag dann schon Alleringersleben oder Magdeburg so dass wir Sonntag nähe Gentin sein werden um Montag gemütlich in den Zielbereich einlaufen könnten.
Sollte etwas dazwischen kommen haben wir noch einen Tag Luft, die Praxis wird uns schon lehren was sie vom Plan hält.
Insgesamt sind es etwa 450km. Schlimmstenfalls wird mein Sohn am Montag in Burg das Boot verlassen und mit dem Zug nach Hause fahren. Bis dahin sollte ich auch in Schleusen die 6,5t allein beherrschen.
Pro Tag sollen es also um 100km werden (ab Freitag = 10 Stunden tgl.).

Wie man sieht ist hier der Weg das Ziel. Langsamkeit wird den Tag beherrschen. Da fällt jede Hektik bald von allein ab. Ich bin schon etwas aufgeregt!

Gruß

Peter
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Re: Wohnen auf Booten

Beitragvon frodo am Di 27. Mär 2018, 08:40

Hallo Peter,

vielen Dank für die ausführliche und einleuchtende Erklärung! :daumen:
Ich wünsche Euch eine gute Fahrt! Etwas Neid ist auch dabei, denn vor 1,5 Jahren war ich mit einer Charter-Yacht (Pedro Skiron 35) auf der Müritz unterwegs, - war eine schöne Zeit :)
Mit 86PS kamen wir da allerdings nie ins Gleiten :lol:

Gruß

frodo
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Re: Wohnen auf Booten

Beitragvon Peterle am Di 27. Mär 2018, 08:51

Danke dir Frodo,

zum Gleiten reicht es bei mir auch nicht mehr seit der Umrüstung auf Diesel.
Vorher waren 550PS drin, jetzt nur noch 220PS :pfeif:

Geplant ist das Boot so, dass bei Ausfall einer Maschine unter widrigsten Umständen (Wind und Welle gegenan) ca. 60% Leistung abgefragt werden. Speziell Wind ist ja durch die Fly ein Thema.
In fast allen Situationen also hoffnungslos übermotorisiert :lol:

Gruß

Peter
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