Tiny houses

RichardBurgenlandler
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Re: Tiny houses

#91

Beitrag von RichardBurgenlandler » Do 15. Mär 2018, 13:02

Specki hat geschrieben:Die Strohballen dienen ja nur als Dämmung. Das Ständerwerk ist ja aus Holz, wie bei anderen Holzhäusern auch.
Kann sein muss aber nicht

Lasttragende Strohballen Häuser bis 3 Geschoße
http://baubiologie.at/strohballenbau/la ... sballen-3/
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

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Re: Tiny houses

#92

Beitrag von Specki » Do 15. Mär 2018, 13:17

Krass, wusste nicht, dass es das auch gibt.
Wieder was gelernt, danke :)

Küstenharry
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Re: Tiny houses

#93

Beitrag von Küstenharry » Do 15. Mär 2018, 13:33

Der Werner Schmidt baut in der Schweiz lasttragende Strohballenbauten, sogar Hotels.

Hier in Deutschland dürfen die Gefache nur kleiner 1m sein.
aber das passt perfekt. 2 kleine Ballen nebeneinander.
ich hab für unseren Stroh-Holz Lehmbunker 35cbm KVH und 170 cbm Strohballen verbaut.
Mit der Baugenehmigung ist das kein Problem.
Gruss von der Küste

Harry

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Re: Tiny houses

#94

Beitrag von si001 » Do 15. Mär 2018, 16:15

Wir haben hier im Dorf auch ein Strohballenhaus. Ist aber nicht Tiny, sondern ein ganz normals Einfamilienhaus. Jetzt wo es verputz ist, sieht es ganz normal aus. ;)
Während der Bauphase war hier im Dorf -haupsächlich von der älteren Generation- nur Hohn und Spott zu hören. Als ich in so einem Gespräch mal die Frage gestellt habe, wie denn früher die alten Fachwerkhäuser gebaut wurden: Aus Holzständerwerk und...? Kam die Antwort: Ja eingentlich, ja ehm...
Ja eben genau: Aus Holzständerwerk und Stroh und Lehm und (Schilf-)Rohr. Diese Häuser stehen - oh Wunder - seit Jahrhunderten.
Liebe Grüße, si001!
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Re: Tiny houses

#95

Beitrag von RichardBurgenlandler » Do 15. Mär 2018, 18:48

si001 hat geschrieben:haupsächlich von der älteren Generation-
Bei mir gucken die Alten auch immer( von wegen altes Wissen und so). Von Lehmbau haben die Null Ahnung. Wie du nimmst den Lehm aus der Erde ? Damit kann man Mauern und Verputzen? Wie und nur Wasser keinsonst nix?
Dabei sind die Häuser alle aus Feldbrandziegeln mit Lehmmörtel gemauert. Da hat keiner eine Ahnung davon.
Dann kommt immer die Frage und wie sieht es aus mit Ungeziefer bei der Strohdämmung? sag ich: "So lange Ungeziefer in der Dämmung ist, weiß ich, dass die Dämmung biologisch ist :haha: "
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
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Re: Tiny houses

#96

Beitrag von RichardBurgenlandler » Do 15. Mär 2018, 19:19

Küstenharry hat geschrieben:170 cbm Strohballen
Das sind etwa 1000 Stk Kleinstrohballen. Bei uns von 1,4 € - 3 € zu haben.
Wieviel m² Wohnfläche entspricht das etwa?
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
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Re: Tiny houses

#97

Beitrag von Küstenharry » Fr 16. Mär 2018, 21:15

Yep. ca 1000stck zu 2,2 Euro oder so.
für 170 qm netto Wohnfläche.
war auch mehr Aufwand beim Pressen.
Rohdichte einstellen ( Mittelwert von 105 kg/qbm) und kontrollieren sowie nach Stückzahl vorgegebene Längen pressen.
Strohballen durchzusägen ist sehr interessant und geht eigentlich nur mit einer Spezialsäge.

Morgen bekommen wir Besuch eines neuen potentiellen Strohballenhausbauers. mal sehen.

Wir haben jetzt im ersten Jahr 800 qbm Gas verbraucht. Also 47 kWh pro Jahr auf den Quadratmeter.
Mit so einfachen Mitteln ist das nicht schlecht.
Gruss von der Küste

Harry

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Re: Tiny houses

#98

Beitrag von RichardBurgenlandler » Fr 16. Mär 2018, 21:24

Mit 40 cm Strohwanddicke sollte sich eigentlich Passivhausstandart ausgehen.
Das ganze ginge auch mit Heuballen, allerdings müsste das Heu erst nach dem Aussamen gemäht werden (wegen Eiweisanteil)

Sind die Wände außen und innen mit Lehm verputzt? Außen Fassade würde mich vor allem interessieren.
Ich habe versuchsweise eine Außenwand westseitig mit Strohlehm verputz, Dachüberstand etwa 60 cm. Seit drei Jahren keine Beeinträchtigung auch bei Schlagregen nicht.
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
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Re: Tiny houses

#99

Beitrag von Küstenharry » Sa 17. Mär 2018, 21:12

Sind 34 cm Wandstärke 28 cm KVH+ 6 cm Holzfaser Aufdoppelung der Ständer.
das thema passivhaus hatten wir heute NAchmittag beim Besuch der potentiellen Strohhausbesitzer.
Da müsste man 36 cm Industrieleimholz nehmen+ aussen 6 cm vollflächige Holzfaserdämmung.
Aber dann gibts wieder ein Bauphysikalisches feuchte Problem, aussen dichter als innen.
desweiteren Lüftungsanlage etc.

Ja, 40 to lehm innen(Innenwände + Putz), ist alles mit 3 lagen Lehm verputzt und aussen mit einer zur Sicherheit.
darauf dann eine hinterlüftete Vorhangfassade aus Douglasie.
Lehm aussen wäre hier an der Küste unddenkbar.
Regen waagerecht bei 100 kmh Windgeschwindigkeit ist wie ein Hochdruckreiniger.
Daher haben die Leute früher schon keine Dachüberstände gebaut so wie ich es aus dem Süden kenne.

Wenn die Fassade hinüber ist kommt vielleicht mal ein Klinker dran.

[imBild

Bild

Als nächstes werden die Türen aus profilierten Eichendielen gebaut, nachdem ich endlich das Holz dafür habe.
Gruss von der Küste

Harry

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Re: Tiny houses

#100

Beitrag von marceb » Di 27. Mär 2018, 09:28

Wohntrend "Off-Grid": Weg vom Versorgungsnetz

https://www.ndr.de/kultur/Wohntrend-Off ... id100.html
Ole Schütz und Lea Klöppel aus Dornum bei Aurich wollen "off-grid" leben - völlig energieautark, unabhängig vom öffentlichen Wasser- und Stromnetz. In zwei Monaten soll ihr "Wandelwagen", ein Haus auf Rädern, fertig sein. So sind sie auch noch mobil. Ole Schütz erklärt den Plan: Geheizt wird mit einem Kaminofen, der auf einer kleinen Zwischenebene im Haus stehen soll. "Und auf der ersten Ebene darunter, da ist dann die ganze Wasserinstallation. Also der Wassertank, unser Filtersystem und unser Warmwasser-Boiler, der von dem Ofen erwärmt wird." Lea und Ole nutzen im Haus einen Wasserkreislauf mit 40 Litern Kapazität. Das Wasser wird durch ein Filtersystem gereinigt und immer wieder aufgefrischt mit Regenwasser. Der Ofen wärmt. Für die beiden geht es dabei um Grundsätzliches.
Kein lockeres Hobby, sondern Lebensstil
Ole möchte sich "entkoppeln" von dem, was man eigentlich konsumiert. Er fragt sich: "Nehme ich eigentlich mehr, als ich gerade bräuchte oder nehme ich eigentlich mehr, als ich verwenden darf? Wenn man aber jetzt sagt: Ich habe nur das zur Verfügung, was ich an diesem Ort auch erzeugen kann, dann ist das Verhältnis ganz klar." Lea und Ole gehören zu den Vorreitern der "Off-Grid"-Szene. Individualisten mit ökologischen Visionen, die keine Lust mehr haben auf das klassische Energienetz. Ihren "Wandelwagen" lassen sie sich 25.000 Euro kosten. 7.000 Euro kostet allein die Technik, die "Off-Grid" möglich macht. In den vergangenen zwei, drei Jahren hat die Zahl solcher Häuser weltweit stark zugenommen. Die Mitglieder der Community geben sich im Netz untereinander Tipps. Es ist kein lockeres Hobby, sondern ein Lebensstil, der sich immer mehr professionalisiert. In England und Österreich kann man kleine unabhängige Wohneinheiten schon schlüsselfertig kaufen.
"Der Trend ist die Ur-Sehnsucht nach Unabhängigkeit"

Ole Schütz und Lea Klöppel vor ihrem "Wandelwagen", der ihnen Unabhängigkeit gewährt.
Timo Leukefeld will das Thema hier in Deutschland in größerem Maßstab voranbringen. Seit Jahren forscht er am energieautarken Wohnhaus - in einem der Prototypen wohnt er selbst. Leukefelds Vision: "Off-Grid" für Jedermann. Leukefeld sagt, man könnte das fast als Trend bezeichnen. "Der Trend ist praktisch die Ur-Sehnsucht nach Unabhängigkeit. Unabhängigkeit heißt: handlungsfähig sein und selbstbestimmter leben." Dazu braucht es einen eigenen Brunnen und Solarmodule auf dem Dach für Strom und Wärme. Der Strom wird in Batterien gespeichert. Er steht dort bis zu drei Tage zur Verfügung. Die Wärme landet hinter der halbrunden Wohnzimmerwand in einem Wärmespeicher, einem isolierten Tank mit 9.000 Litern Wasser. So reicht die im Sommer gesammelte Licht-Wärme bis in die Wintermonate. Und wenn das nicht genügt, kommt Holz zum Einsatz. Das mangelnde Sonnenlicht im Winter ist die größte Herausforderung. Die üppige Sonnenenergie aus dem Sommer muss irgendwie in den Winter hinübergerettet werden. Je besser das gelingt, umso näher kommt man an 100 Prozent Unabhängigkeit. Professor Leukefeld sagt: "Beim Strombereich haben wir letztes Jahr die 100 Prozent geschafft. Das ist also technisch machbar. In der Wärme liegen wir bei 70 Prozent Autarkie, brauchen also noch drei, vier Raummeter Holz pro Jahr. Und bei der Mobilität, kann man sagen, liegen wir bei 80 Prozent Autarkie."
Vernetzung - Nachbarhäuser sollen mitversorgt werden
Das Zauberwort heißt dann: Vernetzung. Häuser, die zu viel Energie haben, geben diese an Häuser ab, die zu wenig haben. Theoretisch ist energieautarkes Nachrüsten auch bei bestehenden Gebäuden möglich. Aber nicht bei allen lohnt es sich. Leukefeld sagt, nur 25 Prozent aller bestehenden Gebäude seien für die Energieautarkie geeignet. "Das hängt mit den Dachflächen zusammen." Die Dachflächen müssen nach Süden ausgerichtet sein. Und ausreichend schräg. Über Vernetzung könnten dann auch Nachbarhäuser mitversorgt werden, die keine idealen Dachflächen besitzen. Dieses Konzept hat derzeit jedoch keine namhaften Befürworter. Zu mächtig ist die konservative Strom-Lobby. Dann doch nicht länger warten, sondern einfach selber machen. Leas und Oles "Wandelwagen" ist sicher keine Lösung für Jedermann. Doch die beiden nehmen ihre ganz persönliche Energiewende einfach in die eigenen Hände. Lea sagt, das sei auch das Schöne und Wichtige daran, dass das Haus autark sei. "Weil wir dadurch einfach immer hundertprozentig sicher sein können, dass wir erneuerbare Energien nutzen und uns nicht irgendwo hinstellen und dann den Nachbarn fragen müssen. Und der ist ein Atom-Fan oder hat Kohle oder dem ist es egal. Und dann unterstützt man Dinge, die man nicht unterstützen möchte." Es braucht viel eigene Energie für die Energieautarkie.

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