Was lange währt, wird endlich gut: Hauskauf

Re: Was lange währt, wird endlich gut: Hauskauf

Beitragvon MaggieO am Di 12. Jun 2018, 14:59

Nach langem Überlegen habe ich mir am Wochenende überlegt, dass ich es doch nehme. Aber jetzt wieder eine schlechte Nachricht vom Notar: Übergabe frühestens September, eher später. Damit ist der Plan, in den Sommerferien zu renovieren, schon mal hinfällig.

Ehrlich, das ist alles so zäh. Will mir das Schicksal etwas sagen?
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Re: Was lange währt, wird endlich gut: Hauskauf

Beitragvon emil17 am Di 12. Jun 2018, 15:38

MaggieO hat geschrieben:Nach langem Überlegen habe ich mir am Wochenende überlegt, dass ich es doch nehme. Aber jetzt wieder eine schlechte Nachricht vom Notar: Übergabe frühestens September, eher später.

Sind bloss drei Monate, kann man schon so machen.
In den Kaufvertrag muss ein Übergabedatum und der Übergabezustand, also besenrein, oder mit Inventar, oder wie auch immer - bis dahin muss der mit dem Zeug, was er behalten will, raus sein.
Nachher darfst du seinen Kram auf seine Kosten entsorgen (lassen).
Unterschätze den Aufwand für eine Hausräumung nicht, d.h. Abweichungen vom üblichen leer und besenrein müssen begründet werden und wirken sich im Preis aus.
Gebrauchtes Wohninventar kriegt man fast nachgeworfen, also nicht als Vorteil ansehen, was keiner ist.
Bitte nichts gummiartig dehnbares als Übergabetermin schreiben - und der Übergabetermin ist auch Fälligkeitstermin der Bezahlung und Übergang des Risikos (will heissen: brennt oder säuft die Hütte vor dem Übergabetermin noch ab, ist es dem Verkäufer sein Problem, nachher ist es deins)

MaggieO hat geschrieben:Damit ist der Plan, in den Sommerferien zu renovieren, schon mal hinfällig.

Ist vielleicht nicht so schlecht, zuerst muss man sich damit abfinden, dass man jetzt eine, und zwar diese, Hütte hat, und nach einiger Zeit kommen Ideen, was man wie machen könnte.
Vor der Renovation musst du sowieso zuerst die für den Winter notwendigen Reparaturen an Dach, Leitungen, Fenstern usw. vorsehen, alles weitere eilt nicht so sehr.

MaggieO hat geschrieben:Ehrlich, das ist alles so zäh. Will mir das Schicksal etwas sagen?

a) wenn du ungeduldig bist, dauert es genau so lange, kommt dir aber länger vor
b) abergläubisch sein "das Schicksal will mir was sagen" bringt Unglück
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Re: Was lange währt, wird endlich gut: Hauskauf

Beitragvon connymatte am Di 12. Jun 2018, 20:31

Ich würde mir noch eintragen lassen das du nach dem Übergabetermin für jeden Monat summe x bekommst, das macht etwas druck den Termin einzuhalten und falls es wirklich später wird musste ja irgendwo Miete oder so zahlen. Unseren Hausverkäufer hat das 2000 Euro gekostet das seine Tochter 2 Monate zu spät ausgezogen ist.
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Re: Was lange währt, wird endlich gut: Hauskauf

Beitragvon Pitu am Di 12. Jun 2018, 20:39

MaggieO: Und mit welcher Begründung dauert das so lange?
Warst Du denn zwischenzeitlich nochmal mit einer bausachverständigen Person im Haus? Das würde ich auf jeden Fall nochmal machen.
Dann könntest Du auch wegen den Möglichkeiten fragen, wie man das Bad ebenerdig hinbekommen könnte - irgendwann mal.
Und auch, wie der Energiepass zu deuten ist und die differierenden qm-Flächen.

An das Schicksal würde ich in dem Fall nicht zweifeln. ;) Manchmal dauern Sachen einfach länger als gewünscht...
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Re: Was lange währt, wird endlich gut: Hauskauf

Beitragvon Dyrsian am Di 12. Jun 2018, 20:44

Die Hütte sieht auf den Bildern im Expose dass du mir geschickt hast doch gut aus. Und der Preis stimmt, Wasser und Abwasser hast auch. :daumen:
Ich würd viel drum geben, so ein Haus zu besitzen. Heute stand in der Zeitung, dass die Preise für Neubauten hier im Viertel im letzten Jahr um 12÷ (!) gestiegen sind. Für das Geld bekommst du hier eine Zweizimmerwohnung, in München wahrscheinlich ne Garage :lol:
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Re: Was lange währt, wird endlich gut: Hauskauf

Beitragvon woidler am Mi 13. Jun 2018, 00:57

Bei einem Immobilienkaufvertrag in D wird in Regel beurkundet , daß der Kaufpreis nach Eintragung der Vormerkung fällig ist, also gezahl werden muß.

Die Vormerkung wird im Grundbuch eingetragen. Wenn der Verkäufer das Grundstück jetzt nochmal anderweitig verkaufen will, weiß anderer Notar
bei Grundbucheinicht, daß schon ein anderer Kaufvertrag abgeschlossen wurde.

Mit der Eintagund der Vormerkung wird also der Verkauf gesichert: zB 20. Juni Termin , je nach Gericht zB 5. Juli Eintragung.
Notar prüft zwischenzeitlich Vorkausfrecht der Gemeinde usw. wenn alles positiv ist und er Mitteilung vom Gericht hat, daß die Vormerkung
eingetragen , wird dies dem Käufer mitgeteilt , also am 8. Juli, daß der Kaufpreis dann zB binnen 2 Wochen fällig ist, also 22. Juli.
Üblicherweise geht dann nach Überweisung des vollständigen Kaufpreises der Besitz und die Nutzungen auf den Käufer über , also am 23. Juli.

Der Eiegntumsübergang im Grundbuch erfolgt durch Eintragung im Grundbuch und kann je nach Gericht zB irgendwann im Oktober erfolgen.

Bei Notartermin im Juni bietet sich folgende Regelung an :
80 % des Kaufpreises fällig binnen einem Monat nach Eintragung der Vormerkung : also zB 8. August
und festschreibung der Besitzübergabe z auf den am 15. September
Wird die Sache bis 15. September übergeben, sind bei Übergabe die restlichen 20 % der Kaufpreissumme fällig.
Wird erst zum 15. Oktober übergeben 10 % fällig,
bei Übergabe nach dem 1. November ist keine Restzahlung mehr offen.

Die Restzahlung ist quasi die Belohnung für fristgemäßes Ausziehen .

Überlegung dabei ist, lieber weniger an Kaufpreis zu zahlen , als dann Miete oder Entschädigung einklagen und zwangsvollsrecken müssen.

Ist im obigen Beispiel dann zum 1.11. nochimmer nicht geräumt, kann man vom Notar eine sogenannte vollstreckbare Ausfertigung des Vertrages holen,
und damit den Gerichtsvollzieher mit der zwangsweisen Räumung beantragen.

Bezüglich des Inventars sollte entweder festgeschrieben sein : Übergabe vollständig geräumt
oder : folgende Gegenstände werden übergeben Küche , Öfen, pumpen ... ( Mit Angabe des ca. Wertes, der im kaufpreis enthalten ist, aber Grunderwerbssteuer
senkt
oder Übergabe im ungeräumten Zustand , damit geht automatisch alles auf Erwerber über

bei der Vereinbarung: daß das gesamte Inventar übergeben werden soll, muß bereits im Notarvertrag alles stückweise aufgeschrieben , was an Invenatar vorhanden ist und übergeben werden soll.


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Re: Was lange währt, wird endlich gut: Hauskauf

Beitragvon MaggieO am Mi 13. Jun 2018, 12:49

Zu spät!!!

Nachdem der Makler auf meine Mail gestern nicht geantwortet hat, habe ich ihn eben endlich am Telefon erwischt: es gab eine Warteliste (??). Nachdem ich am Freitag abgesagt habe, hat die Nr. 2 besichtigt und sofort zugesagt. Notartermin ist in zwei bis drei Wochen, dann nimmt der Makler die Anzeige erst raus.

Aber er wollte nicht reservieren?? Er hatte bereits vor 10 Tagen die nächsten Besichtigungen??

Ich bin für diese Art von Geschäften einfach zu naiv. Vielleicht wollen die Makler einen besonderen Nervenkitzel bieten, damit der Hauskauf zum besonderen Erlebnis wird. Mich nervt das sooo.

:ohm: :ohm: :ohm: :ohm: :ohm:
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Re: Was lange währt, wird endlich gut: Hauskauf

Beitragvon emil17 am Mi 13. Jun 2018, 14:17

Na ja, ist nun mal so ...
Fürs nächste Mal, damit dir das nicht wieder passiert:
1. maximalen Kostenrahmen festlegen (geht selbstverständlich den Verkäfer nix an)
2. Auf Anzeige usw. anrufen und um genaue Adresse bitten, von aussen besichtigen. Zweck ist, dass man nicht einen Termin hat, um ein Objekt zu besichtigen, das einem schon auf den ersten Blick nicht gefällt.
Das sollte man dem Makler auch so sagen.
3. Erfahrungsgemäss sieht man in den ersten paar Minuten der Besichtigung, ob es in Frage kommt oder nicht.
Falls ja, den Kaufpreis erfragen und Besichtigung "ohne Emotionen zu zeigen" durchführen. Dabei auf Dinge wie üblen oder muffigen Geruch, alte Wasserschäden usw. achten. Auf dem Dachboden in die Ecken schauen (eine gute Taschenlampe muss unbedingt mit). Grenzverlauf mit dem Verkäufer/Makler abgehen. Sich Verkaufsunterlagen zeigen lassen, hier müssen Servitute bzw. das Fehlen solcher ersichtlich sein, sowie Pachtverträge und dergleichen. Wenn es dann immer noch passt, zusagen, und zweite Besichtigung mit Bauexperten erbitten, falls man sich das nicht selber zutraut.

Versetz dich in die Lage des Verkäufers: Wenn du tatsächlich zwei Interessenten hast, und einer sofort will und der andere zögert und sich später entscheidet, dann wirst du entweder auf ein Mehrgebot spekulieren - sicher aber bei Preisverhandlungen wenig flexibel reagieren - oder eben dem zusagen, mit dem die Abwicklung unkompliziert zu werden verspricht.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Was lange währt, wird endlich gut: Hauskauf

Beitragvon MaggieO am Mi 13. Jun 2018, 14:49

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Re: Was lange währt, wird endlich gut: Hauskauf

Beitragvon Pitu am Mi 13. Jun 2018, 17:04

Ach schade! Das tut mir leid für Dich MaggieO! :knudddel:

Aber dann war das Haus ja doch irgendwie für Dich reserviert?! :hmm:

Du wirst schon noch Dein Traumhaus finden! Da bin ich überzeugt davon! Oder es platzt noch wegen Finanzierung oder so? Ist ja auch schon vorgekommen...

Emils Tipps für Hausbesichtigungen und -Kauf kann ich auch zustimmen. Auch, wenn ich erst die Definition von Servitut nachschauen mußte ... ;)
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