Erfahrungen mit Bewässerungssystemen

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Buchkammer
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Re: Erfahrungen mit Bewässerungssystemen

Beitrag von Buchkammer » Di 14. Aug 2018, 15:07

Hm, ja, muss ich mir noch was einfallen lassen. Eventuell, aber nur dann, habe ich auch vergessen, die grüne Schlauchschelle ordentlich anzuziehen. :rot: Kann schon mal passieren. Momentan hält der grüne Schlauch wieder auf der Kupplung - bei vollem Arbeitsdruck, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Diese Schnellkupplungen sind schon nicht schlecht und vor allem sicher. Vor allem durch den Wassserdruck halten die ja ziemlich bombenfest. Wenn der Schlauch ordentlich von den Zacken erwischt und durch die Überwurfmutter festgedreht wird, kann da eigentlich nix passieren.

Anschluss an die Regentonne ist selbstverständlich auch geplant, falls die mal wieder voll wird. Dann könnte man bei wenig Druck ein Stück Rohr und Draht für die Verbindung zwischen Versorgungsschlauch und Tropfschlauch verwenden. Für mehr Druck empfiehlt sich dann eine Rundumschweißnaht auf das Rohr zu legen - im Falle des Kupferrohres dann eher eine Hartlotnaht. Dahinter den Draht gerödelt, sollte auch größeren Drücken aus der Wasserleitung stand halten, sofern der Billigschlauch nicht zu sehr eingekerbt wird und sich dadurch verabschiedet.
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Re: Erfahrungen mit Bewässerungssystemen

Beitrag von hobbygaertnerin » Do 16. Aug 2018, 11:42

Mich würde interessieren, welche Wassermengen ans Gemüse gebracht werden sollen, es soll gut wachsen, aber auch keine Wasserverschwendung betrieben werden.
Einmal die Woche ein tüchtiger Guss- oder öfters.
In den spezialisierten Gemüsebaubetrieben läuft da sicher ein computergesteuertes Wassermanagement.
Hab ja nur ganz normale Perlschläuche.

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Re: Erfahrungen mit Bewässerungssystemen

Beitrag von kaliz » Do 16. Aug 2018, 12:27

Bei mir werden die Pflanzen jeden zweiten Tag bewässert, vielleicht könnte man auch auf jeden dritten Tag reduzieren und dafür die Durchlaufzeit erhöhen. Theoretisch gibt es auch Regensensoren die man an Bewässerungscomputer anschließen kann, damit bei ausreichend Regen nicht zusätzlich bewässert wird. Ich denke aber eine allgemeine Regel wie viel Wasser benötigt wird gibt es nicht. Da muss man auf Erfahrungswerte bauen und die Pflanzen beobachten. Lassen sie alles hängen, Gießmenge erhöhen, ist der Boden Dauer nass, Gießmenge reduzieren. Ich hab zwei Gärten mit komplett unterschiedlichen Böden. Der eine hat schweren Lehm, da reicht ein ordentlicher Regenguss locker für ein zwei Wochen. Im anderen Garten mit leichterer Erde lassen die Pflanzen zwei Tage später schon wieder alles hängen.

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Re: Erfahrungen mit Bewässerungssystemen

Beitrag von emil17 » Do 16. Aug 2018, 16:39

Buchkammer hat geschrieben:sofern der Billigschlauch nicht zu sehr eingekerbt wird und sich dadurch verabschiedet.
Billigschläuche erweitern bei Druck oder Hitze den Durchmesser, die Kraft geht dann auf die hinterste Lage des Rödeldrahtes, der dann auch einschneidet wenn er nicht zu stramm gerödelt worden ist. Deswegen sind Bänder mit abgerundeten Kanten besser als Draht.
Es gibt für feste Durchmesser Schlauchklemmen zum Quetschen, die müssten billiger sein ... und allemal besser als Draht.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Erfahrungen mit Bewässerungssystemen

Beitrag von kaliz » Sa 18. Aug 2018, 11:32

Mal ein kleiner Nachtrag bezüglich Erfahrungen. Wir haben die bewässerte Fläche dieses Jahr ziemlich erweitert und dabei ein Bisschen falsch kalkuliert, weshalb wir am Ende noch Perlschläuche nachkaufen mussten. Bisher hatten wir immer die billigen Florabest Schläuche vom Lidl, die auch jetzt in der dritten Saison noch einwandfrei funktionieren. Von denen hatten wir aber zu wenige nachgekauft und da es Aktionsware ist die es nicht rund ums Jahr gibt mussten wir uns nach einer Alternative umsehen. Geworden sind es Schläuche vom Dehner. Diese zwei zusätzlichen Schläuche sind jetzt in der ersten Saison die wir sie haben, bereits an mehreren Stellen so Spröde geworden, dass sie längs aufgebrochen sind und das Wasser in einer Fontäne aus dem Schlauch geschossen ist. Absolut miese Qualität. Ich hätte nicht gedacht dass es da solche Qualitätsunterschiede gibt und dass die Schläuche vom Diskonter so viel besser sind. Allerdings habe ich schon öfters die Erfahrung gemacht, dass die Florabest Produkte vergleichsweise recht gute Qualität haben.

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Re: Erfahrungen mit Bewässerungssystemen

Beitrag von hobbygaertnerin » Di 21. Aug 2018, 07:33

Interessant, dass es bei den Perlschläuchen solche Unterschiede gibt.
Hochbeete ohne irgendwelcher Art von Bewässerung könnte ich mir bei diesem Sommer nicht mehr vorstellen.
Es reicht schon meine Kübelpflanzensammlung , die ständig Durst hat, zum Giessen.
Lasst ihr die Perlschläuche über den Winter draussen oder holt ihr die rein?

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Re: Erfahrungen mit Bewässerungssystemen

Beitrag von kaliz » Di 21. Aug 2018, 15:47

Wir haben sie im unbeheizten Gewächshaus gelagert. Da geht es mit der Temperatur schon weit unter Null, aber zumindest bekommen sie keinen Schnee ab.

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Re: Erfahrungen mit Bewässerungssystemen

Beitrag von Buchkammer » Mi 22. Aug 2018, 16:11

Wegen dem Billigschlauch und den Schlauchschellen: Ich zog die Schlauchschelle abermals fest und bemerkte schon in der prallen Sonne, dass der Grüne irgendwie immer weicher wird. Flutschte wieder von dem Doppelstecker - sogar bei halb aufgedrehtem Verteiler. Nun ist da eine Schnellkupplung dran und kann sogar dem vollen Druck und direkter Sonneneinstrahlung standhalten.
Billigschlauch_mit_Schnellkupplung.jpg
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Komischerweise sind aber die gleichen Schläuche am Verteiler auch nur mit Schlauchschellen an Steckern verbunden, unter vollem Druck und Sonnenlicht ausgesetzt. Diese halten ohne Probleme. :hmm: Werde mal die Schlauchschelle woanders anstöpseln - vielleicht lag es ja an der?

Die Salate und Bohnen wachsen ganz gut. Hier mal 2 Fotos - 13 Tage nach Erstellung meines ersten Beitrages:
Salat_mit_Bewaesserung.jpg
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Buschbohnen_mit_Bewaesserung.jpg
Buschbohnen_mit_Bewaesserung.jpg (78.23 KiB) 1155 mal betrachtet
hobbygaertnerin hat geschrieben:Lasst ihr die Perlschläuche über den Winter draussen oder holt ihr die rein?
Werde meine Versorgungs- und Tropfschläuche vor den ersten Frösten entleeren und sicher in der Laube verstauen. Denke, so sollten sie auch nächstes Jahr einsatzfähig sein - falls es wieder so trocken und heiß wird.
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