Wasser aus der Luft erzeugen

holzgaser
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Re: Wasser aus der Luft erzeugen

#11

Beitrag von holzgaser » Mi 18. Jan 2017, 23:50

Wasser auf der Luft zu erzeugen ist eine Strategie des Überlebenstrainings. Normalerweise wird eine Folie schräg aufgespannt und an der tiefsten Stelle ein Gefäs aufgestellt um das abtropfende Wasser auf zu fangen. Ich hab das bei meiner Hochbeetüberdachung gesehen, das funktioniert. Nur die Überdachung müsste so eine Form habe das das Wasser auch abtropft. Eine Dachform wie ein M.
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Brunnenwasser
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Re: Wasser aus der Luft erzeugen

#12

Beitrag von Brunnenwasser » Do 19. Jan 2017, 10:47

Talus Garland Effect

Da muss man halt nicht sooo tief bohren.

bielefelder13
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Re: Wasser aus der Luft erzeugen

#13

Beitrag von bielefelder13 » Do 19. Jan 2017, 11:35

:pft: Bei mir ist es gerade auch sehr Preiswert. Eimer aus dem Keller und fertig. :pfeif: Morgens sogar mit Eiswürfeln. :haha:
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Hotzenwalder
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Re: Wasser aus der Luft erzeugen

#14

Beitrag von Hotzenwalder » Sa 21. Jan 2017, 23:19

"Bauern im Mittelmeerraum versorgen Olivenbäume und Weinstöcke mit Wasser, indem sie trockene Kalksteine, zwischen denen sich der Tau verfängt, um den Stamm legen"

https://www.welt.de/print-welt/article6 ... asser.html

Hallo zusammen,

wer kann etwas dazu sagen ?
Ich muss meinen Bäumen in heißen Sommern Wasser geben, wäre genial ich könnte das mit Kalksteinen lösen ..

Was für Steine genau braucht man, und wie groß ?

Grüße vom Hotzenwalder

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Manfred
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Re: Wasser aus der Luft erzeugen

#15

Beitrag von Manfred » So 22. Jan 2017, 09:31

Direkten Wassersammeleffekt bringen diese Kalkstein-Dinger in den meisten Gegenden nur sehr wenig.
Damit ein Kondensator gut funktioniert, braucht es zwei wesentliche Faktoren:
-Eine schnelle Auskühlung (deshalb am besten dünnes Blech, Folie, Netz)
-Eine glatte, geneigte Oberfläche von der der kondensierte Tau gut abläuft

Beides erfüllen die Kalksteine nicht. Sie haben relativ hohe Speichermasse (langsame Auskühlung) und eine relativ raue, saugfähige Oberflächen die großteils auch die nötige Neigung vermissen lassen.
Deshalb kondensieren sie nur relativ wenig Wasser und der Großteil davon verdunstet wieder, weil er nicht ablaufen kann.

Weitaus wichtigere als das eigentliche Wassersammeln dürften der Mulch-Effekt, der Windschutz und die Kühlung durch den verdunstenden Tau sein.

Hotzenwalder
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Re: Wasser aus der Luft erzeugen

#16

Beitrag von Hotzenwalder » Mo 23. Jan 2017, 00:01

Hallo zusammen,

so etwas könnte auch bei uns funktionieren ..

http://images.google.de/imgres?imgurl=h ... 0Q9QEIOjAE

Bei mir steht ein großer Nussbaum, unter dem es deutlich kühler als ringsherum ist.
Darunter könnte sich Wasser sammeln lassen, zumindest bei schwülem Klima.
Oder ?

Grüße vom Hotzenwalder

Hotzenwalder
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Re: Wasser aus der Luft erzeugen

#17

Beitrag von Hotzenwalder » Mo 23. Jan 2017, 01:11

Manfred hat geschrieben:Direkten Wassersammeleffekt bringen diese Kalkstein-Dinger in den meisten Gegenden nur sehr wenig.
Damit ein Kondensator gut funktioniert, braucht es zwei wesentliche Faktoren:
-Eine schnelle Auskühlung (deshalb am besten dünnes Blech, Folie, Netz)
-Eine glatte, geneigte Oberfläche von der der kondensierte Tau gut abläuft

Beides erfüllen die Kalksteine nicht. Sie haben relativ hohe Speichermasse (langsame Auskühlung) und eine relativ raue, saugfähige Oberflächen die großteils auch die nötige Neigung vermissen lassen.
Deshalb kondensieren sie nur relativ wenig Wasser und der Großteil davon verdunstet wieder, weil er nicht ablaufen kann.

Weitaus wichtigere als das eigentliche Wassersammeln dürften der Mulch-Effekt, der Windschutz und die Kühlung durch den verdunstenden Tau sein.
Hallo Manfred,

danke.

Aber wird das im Mittelmehrraum wirklich mit Kalksteinen gemacht ?
Vielleicht ist der Artikel schlecht recherchiert. Könnte man vielleicht mit anderen Steinen mehr Wasser sammeln ?
Ich könnte mir vorstellen, dass Lavasteine wegen der großen Oberfläche funktionieren könnten.
Aber da wird es wieder nicht gut ablaufen ..

Grüße vom Hotzenwalder

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Re: Wasser aus der Luft erzeugen

#18

Beitrag von emil17 » Mo 23. Jan 2017, 08:35

Um die Sache zu verstehen, braucht es etwas Physik. Dann kann man auch beurteilen, wo und unter welchen Umständen etwas zusammenkommen kann.
Entscheidend ist der absolute Wasserdampfgehalt der Luft und der Taupunkt.
Leider ist der absolute Wasserdampfgehalt schwer direkt zu messen. Man kann sich mit der relativen Luftfeuchtigkeit, der Lufttemperatur und einer Tabelle helfen.
Wenn der absolute Wasserdampfgehalt der Luft sehr gering ist, dann ist einfach kaum etwas da, was überhaupt kondensieren könnte.
Die Geräte oder Vorrichtungen beruhen alle darauf, dass Luft unter den Taupunkt abgekühlt wird, worauf Wasser kondensiert, das dann aufgefangen wird. Jeder Raumluftentfeucher funktioniert so. Die Kälte wird dort mit Strom erzeugt.

Bei passiven Systemen wird die Abkühlung durch natürliche Effekte bewirkt: durch die Tatsache, dass sich Oberflächen nachts unter freiem Himmel unter die Umgebungstemperatur abkühlen. Wenn der Wind zu stark oder der Himmel nachts bedeckt ist, kühlt sich die Oberfläche nicht genügend ab - aus diesem Grund bildet sich in windigen Nächten gewöhnlich auch kein Reif oder Tau. Ist die Luft zu trocken, wird der Taupunkt nicht erreicht und es gibt auch nichts. Wenn man feuchtwarme Luftmassen und eine grosse Temperaturdifferenz hat, kann einiges zusammenkommen.

Der Trick mit dem Loch in der Erde, der Folie und dem Stein beruht auf einem anderen Effekt. Hier verdunstet die Feuchtigkeit der aufgegrabenen feuchten Erde und kondensiert an der Folie.

Der Mulcheffekt durch Schotter ist übrigens sehr deutlich, wie man hier in meiner Gegend (inneralpine Trockenzone, 550mm Jahresniederschlag, südexponierte steinige Hänge, starke austrocknende thermische Winde) gut sehen kann. Ich mulche oder schottere deshalb neu gepflazte Sträucher oder Bäume. Der Vorteil vom Schotter ist, dass weniger Benetzungsverluste entstehen, weil der Regen unbehindert durchfliesst. Bei Mulch wird hingegen der Boden verbessert.
Beides bietet am Hang auch Schutz gegen Bodenerosion, auch Starkregen kann unter dem Schotter viel besser in den Boden eindringen.

Die Idee, man könne bessere Steine als Kalkstein dazu nehmen, scheitert schon an der benötigten Menge und an der Transportdistanz. Wichtig ist, dass der lebendige Boden ausreichend bedeckt ist.
Schottern ist mit viel Handarbeit verbunden und kann kaum maschinell gemacht werden.
Die moderne Erwerbslandwirtschaft bewässert künstlich - wo das nicht möglich ist, fallen die Flächen aus der Kultur.
Früher wurden steile Weinberge bei uns regelmässig geschottert.
Vor allem mit Schiefergestein geht das gut, weil es gut deckt und weil die Steine sich nicht bergab davonmachen. Das wurde zur Seite gezogen, dann gehackt, Mist ausgebracht, dann der Schotter wieder drübergebreitet.

Im Mittelmeergebiet kommt dazu, dass die ganze Feuchtigkeit im Boden bleibt und durch die Pflanzen ausgenutzt werden kann. Die Kulturen decken ja nicht. Sonst geht viel Wasser unnütz durch Verdunstung verloren, weil sich der kahle Boden stark erhitzt. Das Prinzip verlängert also sozusagen die Vegetationszeit in den Sommer hinein.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

Chiroptera
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Re: Wasser aus der Luft erzeugen

#19

Beitrag von Chiroptera » Do 15. Feb 2018, 01:05

Ich hab mir das ding eben angesehen: es saugt 150 Watt. Das macht von mir aus nur sinn, wenn man zu viel solarstrom hat...

Chiroptera
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Re: Wasser aus der Luft erzeugen

#20

Beitrag von Chiroptera » Do 15. Feb 2018, 16:04

Ich frage mich:
Welche Pflanzen man im Mitteleuropäischen Raum am besten auf eine trockene Wiese Pflanzt, um einen sich selbst wässernden Garten zu bekommen. Und wie lange diese Pflanzen wohl wachsen müssen, bis das erreicht ist.

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