Toilettenabwasser trennen?

Grünlilie
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Re: Toilettenabwasser trennen?

#21

Beitrag von Grünlilie » Fr 14. Jul 2023, 10:52

Eberhard hat geschrieben:
Fr 14. Jul 2023, 10:41

Gesünder und effizienter wird es also sein, die ungesunden Mikroorganismen mit guten Mikroorganismen zu überlagern und per Dominanzprinzip zu verdrängen.

Danke für deine Einschätzung. Kannst du diesen Satz bitte nochmal in bissl einfacheren und konkretere Worten wiederholen? Und mir daraus einen Tipp für meine beschriebe Vorgehensweise geben? Ich verstehe nicht was du meinst, würde es aber gerne wissen.
Viele Grüße
Christina

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guzzmania
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Re: Toilettenabwasser trennen?

#22

Beitrag von guzzmania » Fr 14. Jul 2023, 15:52

Grünlilie hat geschrieben:
Do 13. Jul 2023, 20:52
Was meint ihr, ist das okay?
Ich denke das ist vollkommen unproblematisch. Allerdings etwas umständlich.

Seid Ihr sicher, dass nirgendwo Wasser verloren geht? Nichts undicht, nichts tropft?

Wenn nicht jedes Haushaltsmitglied täglich ausgiebig badet/duscht, kann man viel Wasser sparen. Ich mache täglich "Katzenwäsche" mit Waschlappen und nur alle paar Tage Dusche. Badewasser wird hier mehrfachverwendet, 1-2 Kinder und 1 ErwachseneR im selben Badewasser, wie es üblich war als meine Mutter ein Kind war. Keinerlei negative Auswirkungen auf Hygiene und Gesundheit feststellbar, im Gegenteil.

RoterFuchs
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Re: Toilettenabwasser trennen?

#23

Beitrag von RoterFuchs » Fr 14. Jul 2023, 16:42

Dyrsian hat geschrieben:
Do 13. Jul 2023, 12:22
Problem bei der Toilettenspülung ist, dass sich Aerosole bilden die ggf. lungengängig sind. Daher hat man sich mal entschieden auch hier mit Trinkwasser zu arbeiten. Wenn irgendwo Nährstoffe sind (Grauwasser) wachsen Bakterien. Immer!
Legionellen waren ein Beispiel für Lungeninfektionen. Bestimmt Umweltbakterien z.B. Pseudomonas können aber ebenfalls gefährlich werden vor allem für immungeschwächte Personen.
Die Kosteneinsparung mit einem solchen System ist minimal, der ökologische Impact ebenfalls. Ich würde es lassen!
Dann müsste man eigentlich einen Druckspüler nutzen, damit man kein stehendes Wasser im Spülkasten hat. Ich muss ehrlich gestehen: Nehmen wir einmal an, ich wäre gesundheitlich gefährdet. Da wären mehrere Dinge zu beachten: Bidet etc. scheidet aus (hey moment!) weil Wasser zerstäubt wird. Also lieber Papier. Dann vor dem abspülen den Toilettendeckel schließen.... Dann dürfte ich auch kein Waschbecken nutzen, auch dort bilden sich Aerosole und vor allem nach der letzten Nutzung steht das Wasser dort. Duschen fällt vollkommen weg.

Du verstehst worauf ich hinaus will? Ich sehe ein, dass für die Installation die Verordnungen eingehalten werden müssen, bei Vermietung wird das ganze noch mehr verschärft.

Dennoch bin ich ein wenig amüsiert, dass man auf der einen Seite dann in nen Eimer macht, und auf der anderen Angst vor Keimen haben sollte oder vor Versickerung. Nen altes Plumpsklo war früher auch ne Sickergrube und wurde dann ab und an versetzt. Da ging auch alles letzten Endes ins Grundwasser. Und ja, ich habe es schon verstanden. Ich darf das nicht und ich erkenne hier das Problem.

Ergo wird es wohl wieder eine normale Toilette und mit 2 Spültasten, wobei die große Spültaste wegen der Nutzung der Bidetdusche auch was weniger beinhalten kann weil nachgespült wird. Dennoch werde ich dann Brunnenwasser nutzen, schade ist, dass es dann dem Grundwasser entzogen wird und dann in die Kanalisation kommt. Aber immer noch besser als Trinkwasser aus dem Wassernetz. Das möchte ich später einzig und allein bei den Duschen/Badewanne/Küchenspüle einsetzen.

Grünlilie
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Re: Toilettenabwasser trennen?

#24

Beitrag von Grünlilie » Fr 14. Jul 2023, 16:52

guzzmania hat geschrieben:
Fr 14. Jul 2023, 15:52

Wenn nicht jedes Haushaltsmitglied täglich ausgiebig badet/duscht, kann man viel Wasser sparen. Ich mache täglich "Katzenwäsche" mit Waschlappen und nur alle paar Tage Dusche.
Wir sind zu zweit, und genau so machen wir es auch.

Undicht ist nix, tropfen tut nix, Wasseruhren sind auch in Ordnung.

Umständlich finde ich das mit den Eimern nicht wirklich. Es ist in den letzten Monaten so zur Gewohnheit geworden, dass es mir inzwischen verschwenderisch vorkommt, wenn die 15 Liter Wasser vom Haare waschen einfach im Abfluss verschwinden.
Viele Grüße
Christina

RoterFuchs
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Re: Toilettenabwasser trennen?

#25

Beitrag von RoterFuchs » Mi 10. Jul 2024, 07:41

guzzmania hat geschrieben:
Di 11. Jul 2023, 18:22
Sorry, dass es nur um 50 cm geht, hatte ich überlesen.

Trotzdem ist es verboten und wasserschutztechnisch problematisch, eben wegen des Versickerns. Bei meiner Streuvariante sickert nichts. Das Gemisch ist höchstens so feucht wie ein gut ausgewrungenes Handtuch und kompostiert aerob ab der Erdoberfläche. Da stinkt nichts, eben wegen dem ausgewogenen Kohlenstoff-Stickstoff Verhältnis.
Jetzt hake ich noch einmal ein, ich denke da habe ich so Einiges noch verpennt weil einfach noch nicht in Betracht gezogen. Mit so etwas:
https://www.laufen.co.at/news-stories/u ... o-in-dubai
würde ich dann trennen. Der Urin würde über ein weiteres Rohr abgeführt. Ich habe, und daran hatte ich nicht gedacht, Öko-Katzenstreu von Cats Best. Das saugt unfassbar auf. Ich könnte also mehr oder minder einen Eimer draußen hinstellen, den Urin dort hineinleiten und so binden. Außerdem, aber das wisst ihr sicher alle besser: Wir haben unten einen Küchen-Holzofen stehen. Dort wird im Winter nur Holz zum heizen genutzt und ich könnte Holzasche abgreifen und in 2-3 großen 50l Kübeln aufbewahren.

Ergo: Kompost, Kübel draußen mit dem Cats Best und Urin, Holzasche drüber. Würde das gehen?

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Re: Toilettenabwasser trennen?

#26

Beitrag von guzzmania » Mi 10. Jul 2024, 10:35

Urin würde ich nicht mit Holzasche mischen. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass man die nicht gleichzeitig als Dünger geben soll. Frag mich nicht nach der wissenschaftlichen Erklärung dafür; meine Beobachtung im Garten unterstützt jedenfalls die Empfehlung: Beim Pflanzen etwas Asche, beim Blattwachstum Urin.

Ich würde statt Asche Pflanzenkohle nehmen. Die neutralisiert Gerüche und saugt sich als Langzeitspeicher voll mit Nährstoffen.

Wenn es dir um den Umweltschutz geht, dann solltest du auch den ökologischen Fußabdruck des Katzenstreus bedenken. Jede Menge Plastiksäcke, die durch die Gegend gefahren werden, und das Katzenstreu selbst wird auch mit erheblichem Aufwand hergestellt. Ich würde ein kohlenstoffreiches Material nehmen, das ohnehin anfällt, z.B. Sägespäne.

Mein Kübelklo läuft mit Sägespänen und Pflanzenkohle, das funktioniert super.

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