Autake Stromversorgung eines Einfamilienhauses

Sonne, Wind und Feuer
Reini
Beiträge: 9
Registriert: Mi 8. Nov 2023, 20:25

Re: Autake Stromversorgung eines Einfamilienhauses

#11

Beitrag von Reini » Do 9. Nov 2023, 15:03

Küstenharry hat geschrieben:
Do 9. Nov 2023, 12:22
Gibt es in dem Tal ein Bach für Wasserkraft?
Hallo Harry, tatsächlich fließt direkt an unserem Haus ein kleiner Fluss (ca. 3-4 m breit). Da ich mich aber in jungen Jahren mit Wasserkraft schon mal beschäftigt habe, weiß ich, dass es einige Hürden gibt um überhaupt Strom mit dem Wasser produzieren zu dürfen (Wasserecht).
Damals wollten wir mit ein paar Jungs eine alte Wassermühle bei Celle kaufen, die noch ein Wasserrecht hatte. Und auch da waren jede Menge Hürden vom Landkreis.

Vielleicht hat sich da heute, 40 Jahre später einiges geändert, aber erfahrungsgemäß bestimmt nicht zum Guten. Wenn du da aber eine Möglichkeit siehst, wäre ich dir dankbar für Informationen.

Gruße an die Wurster Küste (ich war schon ein paar Mal im Urlaub dort)

RoterFuchs
Beiträge: 72
Registriert: Mo 10. Jul 2023, 06:27
Familienstand: verheiratet

Re: Autake Stromversorgung eines Einfamilienhauses

#12

Beitrag von RoterFuchs » Do 9. Nov 2023, 16:37

In dem Falle PV, Akku und alle größten Energiefresser auf den Tag umlegen und alles so gut es geht davon abkoppeln.

Heizen, Warmwasser, Kochen mit Holz oder was Anderem. Eine Spül- und Waschmaschine kann man auch an Warmwasser anschließen falls man das Wasser anderweitig aufwärmt. Dann muss das nicht über die internen Heizstäbe (Strom) aufgeheizt werden. Dann wird wohl noch ein Posten Wasser sein. Da würde ich mit Speichermassen arbeiten. Wenn es geht im Dachgeschoss nen Tank hin der am Tag aufgefüllt wird. Dann muss die Pumpe nicht immer laufen wenn Wasser benötigt wird und aus dem Akku betrieben werden.

Damit bleibt noch kühlen und Licht. Für einen Gefrierer habe ich mal gelesen, dass die neuen Gefrierer für 24h und auch mehr das Gefriergut halten können. Möglich wäre es da nur am Tag zu kühlen wenn der Strom von der PV kommt. Kühlschrank wäre da schon aufwändiger. Wenn dieser jedoch in einem kühlen Raum steht kann kaum Wärme in den Kühlschrank dringen und er dürfte wenig einschalten. Damit bleibt dann Licht.

Auch da habe ich letztens noch neue LED gesehen. Diese können 800lumen mit nur 3,5W erzeugen. 800lm sind in etwa 60W Glühbirne.

Bei Holzheizungen bin ich mir nicht sicher ob es das zum nachrüsten gibt. Es gibt Peltier-Elemente die ein wenig Strom erzeugen können. Das ist nicht viel, vielleicht 50,100,200W maximal. Aber wenn man wirklich ganz wenig Verbrauch an Strom hat kann das reichen um den Akku zu laden.
Als letzte Instanz dann ein Notstromaggregat welches den Akku lädt.

Die Frage lautet ob ihr das so schaffen würdet.

Küstenharry
Beiträge: 531
Registriert: So 5. Feb 2017, 12:33
Wohnort: Wurster Nordseeküste

Re: Autake Stromversorgung eines Einfamilienhauses

#13

Beitrag von Küstenharry » Do 9. Nov 2023, 16:55

Nur bringt dir im dunklen Tal eine PV Anlage wenig. , auch wenn es die einfachste Art wäre.
Wasserkraft wäre schon perfekt, ... durchbeißen..
Gruss von der Küste

Harry

woidler
Administrator
Beiträge: 783
Registriert: Fr 16. Aug 2013, 00:03

Re: Autake Stromversorgung eines Einfamilienhauses

#14

Beitrag von woidler » Do 9. Nov 2023, 17:28

Aus dem Bauch aus würde ich den Satz:

Meine Idee ist, einen Dieselgenerator mit Pufferbatterien und ggf. einer PV-Anlage zur Entlastung des Generators zu installieren.

eher umstellen

eine große PV-Anlage mit großem Batteriespeicher für die sonnenreiche Jahreszeit ( dann bist Du in der Zeit tatsächlich autark) und dann für die sonnenarme Zeit einen Dieselgenerator, der auch zusätzlich zur aktuellen Stromabgabe die Batteriespeicher laden kann.

Beim Dieselgenerator solltest Du schauen, kein Notrstromagggregat zu erwischen, sondern ein Gerät das für den echten Dauerbetrieb geeignet ist.
Wobei Dir mit AKKU auch Geräte reichen müssten, die nicht dauern laufen , aber täglich immer ein paar Stunden.

Bezüglich der Winterzeit müsste man in Rechnung stellen:

wieviel kWh brauchts Du in einer Haushaltsinsiven Stunde .
Wieviel und wie lange muß der Batteriespeicher wieviel kWh liefern.
Wieviel kWh kann der Generator in einer haushaltsintensiven Stunde zusätzlich in den Batteriespeicher einspeisen
Dann kannst Du ausrechnen, wie lange der Generator laufen muß und wieviel Treibstoff er pro kWh braucht.

Interessant wäre dann die zuerwarten Lebens-Betriebsstundenzahl und der Wartungsaufwand.

Bezüglich Dauerlaufbetrieb fallen mir Blockheizkraftwerke ein. Da erzeugst Du nicht nur Strom , sondern auch noch Wärme, eventuell mit Pufferspeicher.
Möglicherweise gibt es auch Blockheizkraftwerke, die mit Flüssiggas betrieben werden können , später mal mit Biomethangas.

Reini
Beiträge: 9
Registriert: Mi 8. Nov 2023, 20:25

Re: Autake Stromversorgung eines Einfamilienhauses

#15

Beitrag von Reini » Do 9. Nov 2023, 17:37

RoterFuchs hat geschrieben:
Do 9. Nov 2023, 16:37
In dem Falle PV, Akku und alle größten Energiefresser auf den Tag umlegen und alles so gut es geht davon abkoppeln.

Heizen, Warmwasser, Kochen mit Holz oder was Anderem. Eine Spül- und Waschmaschine kann man auch an Warmwasser anschließen falls man das Wasser anderweitig aufwärmt. Dann muss das nicht über die internen Heizstäbe (Strom) aufgeheizt werden. Dann wird wohl noch ein Posten Wasser sein. Da würde ich mit Speichermassen arbeiten. Wenn es geht im Dachgeschoss nen Tank hin der am Tag aufgefüllt wird. Dann muss die Pumpe nicht immer laufen wenn Wasser benötigt wird und aus dem Akku betrieben werden.

Damit bleibt noch kühlen und Licht. Für einen Gefrierer habe ich mal gelesen, dass die neuen Gefrierer für 24h und auch mehr das Gefriergut halten können. Möglich wäre es da nur am Tag zu kühlen wenn der Strom von der PV kommt. Kühlschrank wäre da schon aufwändiger. Wenn dieser jedoch in einem kühlen Raum steht kann kaum Wärme in den Kühlschrank dringen und er dürfte wenig einschalten. Damit bleibt dann Licht.

Auch da habe ich letztens noch neue LED gesehen. Diese können 800lumen mit nur 3,5W erzeugen. 800lm sind in etwa 60W Glühbirne.

Bei Holzheizungen bin ich mir nicht sicher ob es das zum nachrüsten gibt. Es gibt Peltier-Elemente die ein wenig Strom erzeugen können. Das ist nicht viel, vielleicht 50,100,200W maximal. Aber wenn man wirklich ganz wenig Verbrauch an Strom hat kann das reichen um den Akku zu laden.
Als letzte Instanz dann ein Notstromaggregat welches den Akku lädt.

Die Frage lautet ob ihr das so schaffen würdet.
Über das Einsparpotenzial bei meinen Verbrauchern denke ich natürlich nach, egal, wo die Energie herkommt. Natürlich muss man bei einer PV-Anlage noch die Verbrauchszeiten optimieren. Aber Danke für die Tipps.

Reini
Beiträge: 9
Registriert: Mi 8. Nov 2023, 20:25

Re: Autake Stromversorgung eines Einfamilienhauses

#16

Beitrag von Reini » Do 9. Nov 2023, 17:41

Küstenharry hat geschrieben:
Do 9. Nov 2023, 16:55
Nur bringt dir im dunklen Tal eine PV Anlage wenig. , auch wenn es die einfachste Art wäre.
Wasserkraft wäre schon perfekt, ... durchbeißen..
Ich werde mich mit dem Thema "Wasserkraft" noch mal beschäftigen, aber einfach ein Wasserrad in den Bach hängen und mit Lichtmaschinen Autobatterien laden (früher schon mal so gemacht) und alles auf 12V umstellen ist heute keine Lösung mehr.

Reini
Beiträge: 9
Registriert: Mi 8. Nov 2023, 20:25

Re: Autake Stromversorgung eines Einfamilienhauses

#17

Beitrag von Reini » Do 9. Nov 2023, 17:50

woidler hat geschrieben:
Do 9. Nov 2023, 17:28
Aus dem Bauch aus würde ich den Satz:

Meine Idee ist, einen Dieselgenerator mit Pufferbatterien und ggf. einer PV-Anlage zur Entlastung des Generators zu installieren.

eher umstellen

eine große PV-Anlage mit großem Batteriespeicher für die sonnenreiche Jahreszeit ( dann bist Du in der Zeit tatsächlich autark) und dann für die sonnenarme Zeit einen Dieselgenerator, der auch zusätzlich zur aktuellen Stromabgabe die Batteriespeicher laden kann.

Die Überlegung habe ich schon im Auge. Ich bin auch schon mit ein paar PV-Anlagen-Vertretern in Kontakt

Beim Dieselgenerator solltest Du schauen, kein Notrstromagggregat zu erwischen, sondern ein Gerät das für den echten Dauerbetrieb geeignet ist.
Wobei Dir mit AKKU auch Geräte reichen müssten, die nicht dauern laufen , aber täglich immer ein paar Stunden.

Da bin ich auch dran, ein Diesel, der nur bei einer nahezu entleerten Batterie seinen Saft dazu gibt.

Bezüglich der Winterzeit müsste man in Rechnung stellen:

wieviel kWh brauchts Du in einer Haushaltsinsiven Stunde .
Wieviel und wie lange muß der Batteriespeicher wieviel kWh liefern.
Wieviel kWh kann der Generator in einer haushaltsintensiven Stunde zusätzlich in den Batteriespeicher einspeisen
Dann kannst Du ausrechnen, wie lange der Generator laufen muß und wieviel Treibstoff er pro kWh braucht.

ich berechne und messe zur Zeit meinen Stromverbrauch, auch um fest zu stellen, wie weit es optimiert werden kann.

Interessant wäre dann die zuerwarten Lebens-Betriebsstundenzahl und der Wartungsaufwand.

Bezüglich Dauerlaufbetrieb fallen mir Blockheizkraftwerke ein. Da erzeugst Du nicht nur Strom , sondern auch noch Wärme, eventuell mit Pufferspeicher.
Möglicherweise gibt es auch Blockheizkraftwerke, die mit Flüssiggas betrieben werden können , später mal mit Biomethangas.
Über ein Blockheizkraftwerk habe ich auch schon nachgedacht, ein Hersteller hat mir aber einen negativen Bescheid gegeben, da ich im Sommer die Wärme nicht abführen kann

Benutzeravatar
guzzmania
Beiträge: 489
Registriert: Mo 26. Aug 2013, 16:03
Wohnort: Eichgraben

Re: Autake Stromversorgung eines Einfamilienhauses

#18

Beitrag von guzzmania » Do 9. Nov 2023, 19:32

Also in Österreich ist die Frage, ob Aufschließungsabgabe schon bezahlt wurde oder nicht eine, über die die Kommunen sehr pingelig Buch führen. Hier läuft es so, dass man für Autarkieaktionen nur sehr schwer Genehmigung bekommt. Sie wollen, dass man sich an die Netze anschließt und entsprechend Gebühren zahlt, weil die Netze ja auch finanziert sein wollen. - Was unter umständen ja auch Sinn macht.

Auf einen Dieselgenerator würde ich heutzutage keine Strom-Grundversorgung für ein Wohnhaus mehr aufbauen.

Benutzeravatar
Brunnenwasser
Beiträge: 924
Registriert: Mo 24. Feb 2014, 11:09
Familienstand: Single
Kontaktdaten:

Re: Autake Stromversorgung eines Einfamilienhauses

#19

Beitrag von Brunnenwasser » Fr 10. Nov 2023, 12:20

Das sollte passen :)
46607779cb.jpg
46607779cb.jpg (86.01 KiB) 240 mal betrachtet
Mit was/wie beheizt du das Haus?
Gruß Brunnenwasser

http://brunnen-forum.de/

RoterFuchs
Beiträge: 72
Registriert: Mo 10. Jul 2023, 06:27
Familienstand: verheiratet

Re: Autake Stromversorgung eines Einfamilienhauses

#20

Beitrag von RoterFuchs » Fr 10. Nov 2023, 13:31

guzzmania hat geschrieben:
Do 9. Nov 2023, 19:32
Also in Österreich ist die Frage, ob Aufschließungsabgabe schon bezahlt wurde oder nicht eine, über die die Kommunen sehr pingelig Buch führen. Hier läuft es so, dass man für Autarkieaktionen nur sehr schwer Genehmigung bekommt. Sie wollen, dass man sich an die Netze anschließt und entsprechend Gebühren zahlt, weil die Netze ja auch finanziert sein wollen. - Was unter umständen ja auch Sinn macht.

Auf einen Dieselgenerator würde ich heutzutage keine Strom-Grundversorgung für ein Wohnhaus mehr aufbauen.
Naja es gibt doch Bio-Kraftstoffe. Ob das nun Flüssiggas, Ethanol oder Sonstiges ist. Es ist auch nicht gewollt sondern aus der Bedürftigkeit her.
Über ein Blockheizkraftwerk habe ich auch schon nachgedacht, ein Hersteller hat mir aber einen negativen Bescheid gegeben, da ich im Sommer die Wärme nicht abführen kann
Verstehe ich nicht, wieso du im Sommer ein BHKW nutzen willst. Im Sommer könntest du doch einfach nen wasserführenden Ofen nutzen für z.B. Warmwasser und das geht mit ner Schwerkraft-Heizlösung sicher ohne Pumpe/Strom.

Kochen kann man auch mit Holz oder mit Gas. Also nur um den Schwenk zu machen, es wäre meiner Meinung nach absolut unsinnig ein Gas-Notstrom oder z.B. Öl-Notstrom zu nutzen um den Strom direkt zu nutzen oder in einen Akku zu speisen, welchen man dann fürs kochen verwendet... Da kann man lieber direkt Flaschengas nutzen und so den Verbrauch senken. Oder nen Holzofen und das Fenster öffnen. Wie geschrieben, mit dem Umstieg auf eine andere Warmwassernutzung in den Geräten wird ebenfalls viel eingespart/umgelegt/verlegt.

Vielleicht sollten wir fragen: Wieviel Strom verbrauchst du denn so generell in einem Jahr, pro Monat, am Tag und für was? Auch wenn die Frage etwas indiskret klingt. Vielleicht erkennt man da in etwa die Grundlast und was sinniger wäre und was nicht. Bei uns z.B. ohne Strom vollkommen undenkbar, aber wir betreiben auch alles mit Strom... Ander sähe es aus, wenn Strom exorbitant teurer würde (nur Strom). Dann würde ich sicherlich auf Gasflaschen umsteigen beim Kochen, auf Flaschengas beim Warmwasser, je nach Preise des Stroms.

Antworten

Zurück zu „Regenerative Energien und Energiesparen“