Der Entrümpelungsfaden

Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon Theo am Mo 26. Nov 2012, 10:57

Picassa hat geschrieben:Ich kann Ina maka nur beipflichten: wenn mehr Geld im Haus ist, wird mehr gekauft und schneller weggeschmissen.
Das gilt eher für Neureiche.

Picassa hat geschrieben:Ich seh´s an meinen Geschwistern: eine wohnt noch im Haus der Eltern und zahlt kaum Miete, die andere hat reich geheiratet.
Wenn ich deren Kleiderschränke mit meinem vergleiche, wenn ich sehe, wieviel Bücher/CDs/DVDs die horten (und später wieder am Flohmarkt verscherbeln oder verschenken oder entsorgen), wieviel Weihnachtsklimbim die haben... da schlackern mir die Ohren!
Ich hatte das hier schon mal zitiert, finde aber die Stelle nicht mehr:
"Eine wohlhabende Frau, die den Umgang mit Geld gewöhnt ist, verwendet es auf kluge Art; aber eine Frau, die nach ihrer Heirat zum ersten Male über Geld verfügt, hat so starkes Gefallen am Ausgeben, daß sie es mit großer Verschwendung wegwirft. Jedenfalls aber möchte ich dem, der ein armes Mädchen heiratet, raten, sie nicht das Kapital, sondern eine bloße Rente erben zu lassen, besonders aber dafür zu sorgen, daß das Vermögen der Kinder nicht in ihre Hände gerät."
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Gruß
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon Picassa am Mo 26. Nov 2012, 11:08

Das gilt eher für Neureiche.


Und was ist mit den ganzen reichen Hotelerbinnen? ;)
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon Adjua am Mo 26. Nov 2012, 11:27

Kenne Reiche und Arme, die mehr oder weniger kaufen, mehr sammeln oder mehr wegwerfen. Das ist IMHO eine Frage der Mentalität, nicht der Geldmittel.

Wieviel man kauft, ist auch eine Frage der Zeit und des Gemütszustandes. Alte Sachen reparieren, bedeutet Aufwand, wer zuviel arbeitet, hat dafür keine Zeit. Wer Workoholic ist, ist unausgeglichen, und neigt eher zu Ersatzbefriedigungen wie Einkaufen usw.
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon Knurrhuhn am Mo 26. Nov 2012, 12:11

Für Leute mit viel Geld ist es wahrscheinlich nur sehr viel einfacher und weniger schädlich, ständig was neues zu kaufen. Konsumopfer gibt es eigentlich in allen Gesellschaftsschichten.
Die weniger betuchten decken sich halt bei K*K ein oder kaufen massenhaft Plunder in diesen 1-€-Läden, auf Flohmärkten, oder das neue Sofa bei Ro**er.
Oft mag es auch eine Art Sucht oder Ersatzbefriedigung sein, ein "Mithaltenwollen", dem auch nicht vermögende Menschen verfallen. Warum sonst verschulden sich so viele bei Versandhäusern / durch Ratenkäufe.

Neid erregen ist immer noch ein beliebtes Kriterium das auch die Werbung für sich nutzt. Eben Prestigedenken und Statusbewußtsein, gerade was Autos betrifft oder sonstige Sachen die man draußen schön präsentieren kann. Die ärmeren wollen da auch mitziehen und was tolles, neues haben. Doch weil ihr Einkommen das nicht hergibt, kaufen sie auf Pump. Und dann geht's leicht ab in die Privatinsolvenz ....

Wenn ich Kohle hätte, ich würde mir keinen roten Ferrero kaufen und auch keinen goldigen Tand. ;) Ich tät' so viel Land kaufen wie ich auftreiben könnte, und das der natürlichen Flora und Fauna zur Verfügung stellen. :hhe:
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon Theo am Mo 26. Nov 2012, 14:18

Frau Hollerbusch hat geschrieben:Wenn ich Kohle hätte, ich würde mir keinen roten Ferrero kaufen
Ich nehm auch lieber normale Zartbitterschokolade :hhe:
Gruß
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon emil17 am Di 27. Nov 2012, 08:50

ina maka hat geschrieben:nur, dass es sich bei dem "Erbstück" um ein Ikea-Kellerregal handelt, welches meine Mutter von einer Freundin geschenkt bekam und dann stand es in meinem Zimmer, hat mit mir geschätzte 15 WG-Umzüge in Wien mitgemacht (damals war es mein einziger "Kasten") und jetzt steht er bei uns im Kinderzimmer.....
ist mit dem Alter immer schöner geworden!

Möbel und Regale im Stil "frühes IKEA" könnten der Trend im nächsten Jahrzehnt werden - ich sehe du hast den richtigen Riecher. Zusammen mit einer Kopie eines Nierentischs aus den 70ern und einer Kredenz, Stil Gelsenkirchener Barock, kann man da gepflegt einrichten. Ein Stereomöbel aus Spanplatte in weissem Schleiflack oder Resopal sollte nicht fehlen. Deckenlampe: Irgendwas im Stil von "war schon drin, lass ich drin". Bodenbelag: ein Kunstfaser-Spannteppich in orange. Als Raumduft passt eine Note aus Kohlsuppe, Bohnerwachs, Fichtennadelduftspray und Mottenkugeln.

Ich sammle solche Gestelle immer vom Sperrgut ab, um daraus etwas anderes zu basteln. Auch neu gekauft sind die Dinger noch billiger, als wenn man das Holz beim Händler kaufen würde.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon doradark am Mo 18. Feb 2013, 17:26

ina maka hat geschrieben:Oh - mir passiert es so oft, dass ich mich an etwas erinnere und dann weiß ich aber nicht mehr, wo ichs her hab. Und das ist ärgerlich

genau das ist auch mein problem. ich hab so tolle sachen und weiß nicht, wo. ich wollte all meinen sachen einen eindeutigen platz zuweisen - funktioniert aber nicht...
karl-erwins-frau hat geschrieben:Ich stell jedesmal wieder fest, dass ich das, was weg ist noch gebraucht hätte - auch wenn's jahrelang nicht in Benutzung war.
Das muss so eine Art menschlicher Urinstinkt sein - funktioniert ja auch bei Kindern prima:
"Komm wir verschenken das an ein armes Kind, das kein Spielzeug hat." - "NEEEEEEEEEEIIIIIIIIINNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNN!!!" :ua: :grinblum:

jaaaaaaaaa! genauso gehts mir auch immer wieder! ich hab schon diverse entrümplungsaktionen hinter mir. mein dachboden steht voll mit kartons, die ich seit 3 jahren nicht ausgepackt habe. wohin auch damit? wenn wir aus der wohnung ins neue alte haus umziehen, hab ich dasselbe problem. ungedämmter dachboden oder garage... ich spiele schon mit dem gedanken, rundherum strohballen aufzustapeln, damit nix kaputtfriert. denn: wegschmeißen? hab die kartons schon mehrfach gesichtet, da kann nix weg.
am schlimmsten war es, mein elternhaus zu entrümpeln. 3 wochen zeit, die anzeige im wochenblatt brachte nur ein paar schnäppchenjäger, die sich die perlen rausgeklaubt haben, alles andere wollte selbst das verschenkehaus (oder wie das auch heißen mag) nicht abholen kommen. also kam der preßwagen. der große, 50 m3 wagen. zwei mal. holz, möbel, einfach alles weg. ich hätte heulen können.
von den paar sachen, die wir behalten haben, weil wir sie während der sanierung noch brauchten, sind noch nicht mal meine tassen übrigeblieben. einzig und allein ein ofen (grude-tänzer) durfte im schuppen verbleiben. holzschlitten, leiterwagen, alles auf den müll. meine kindheit - einfach entsorgt :ohoh:
und wenn ich mich dann mal von was trenne, was alzu selten vorkommt, dann passiert genau das, was karl-erwins frau auch beschreibt: ich hätte es jetzt brauchen können... bestes beispiel: jahrelang, ach, was sag ich: jahrzehntelang hatte ich ein paar wildlederchaps (so ne art beinlinge für reiter). noch nicht mal beim karneval hab ich sie getragen. aber jetzt, wo wir bis ende februar die nadelbäume niedermachen wollen, und ich die kettensäge ja noch nicht mal in die hand nehme, wäre es mir wohler, wenn ich die chaps als schnittschutzhose tragen könnte. nur leider --> weggeschmissen.
ich trenn mich echt ungern, wegschmeißen geht gar nicht, weggeben an irgendjemand, der es brauchen kann, ist für mich aber kein problem :ohm:
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon 65375 am Mo 18. Feb 2013, 18:13

Das geht mir auch regelmäßig so: egal wie banal der weggeworfene Gegenstand war, spätestens eine Woche später fällt mir eine Verwendung ein. Oder noch schlimmer: ich hätte ihn dringend gebraucht und muß ihn neu besorgen!
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon emil17 am Mo 18. Feb 2013, 19:47

Da hilft nur eins: Sehr viel mehr sammeln als man je gebrauchen kann.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon hobbygaertnerin am Di 17. Okt 2017, 07:30

Hier wurde schon lange nicht mehr "entrümpelt".
Im Frühling und Sommer hab ich wenig Zeit dafür, aber für den Bücherflohmarkt wollte ich die nicht mehr für mich wichtigen Bücher dorthin bringen und hab das Entrümpeln wieder angefangen. Bücher einfach nur so wegzuwerfen, da tu ich mich schwer.
Wieder die gleiche Erfahrung, die ich jedes Jahr im späten Herbst oder Winter mache, was sich da alles findet, wo ich gar nicht mehr wusste, was alles da ist.
Und diese Erfahrung, dass man die weggeworfenen oder entsorgten Sachen spätestens eine Woche später wieder hätte brauchen können, das kommt davon, dass man das überhaupt erst wieder wusste, was da alles da war.

Jetzt ist der Bücherschrank wieder sauber durchgeräumt- hat auch wieder viel freie Regalfläche- die nicht gleich wieder vollgestellt werden muss.
Hab jetzt noch die CD´s und DVD`s sinnvoll geordnet- möchte jetzt keine davon entsorgen, aber Neue brauch ich auch nicht- Hörbücher kann man sich bei uns der Leihbücherei ausleihen- damit wird Hausarbeit kurzweiliger.
Ich stelle auch jedes Jahr fest, dass mit einem bestimmten Grund anzufangen- dann die Entrümplerei von mir weitergeführt wird.
Hab mir ein Regal zusammengebastelt, wo alles, was ausser Haus soll, in Kisten und Körben sichtbar ist.
Den Raum für die Gartengeräte hab ich bereits während das Sommers mit Ordnungs- und Aufhängemöglichkeiten versehen, den Raum für die Imkerei auch dieses Jahr endlich so eingerichtet, dass ich Ordnung halten kann.
Je mehr Platz da ist, umso mehr kann sich ansammeln. Bin da immer am hadern, wieviel Sammeln ist sinnvoll und wieviel efreiung nötig?
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