Der Entrümpelungsfaden

Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon Picassa am Mo 23. Apr 2012, 19:42

Also dann mal los ans fröhliche Aussortieren.
Werft Ballast ab! Weg mit Staubfängern, Ramsch und Fußfallen!
Befreit euch und eure Wohnung von allem Sinn- und Nutzlosen, das die Schränke verstopft. Aber immer dabei gucken, ob´s nicht noch jemand gebrauchen kann, also lieber verschenken als in die Tonne kloppen.

Ich fang mal an:
Habe ca. 30 Bücher verschenkt an Personen, von denen ich weiß, dass sie die Bücher nach dem Lesen ebenfalls weiterreichen.
Nicht mehr gehörte CDs will meine Schwester auf dem Flohmarkt verscherbeln.
Aus zwei fadenscheinigen Bettlaken sind unterschiedlich große Putzlappen geworden.
Zeitschriften wurden nach brauchbaren Artikeln durchforstet, diese rausgerissen und in einen Ordner geheftet, Rest ins Altpapier. (Von den Kraut und Rüben hab´ ich mich allerdings nicht getrennt!)
Von den fünf Brotkörbchen (alle geschenkt bekommen) habe ich nur zwei behalten, der Rest wandert ebenfalls in die Flohmarktkiste für meine Schwester.
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon kraut_ruebe am Mo 23. Apr 2012, 20:20

Picassa hat geschrieben:Von den Kraut und Rüben hab´ ich mich allerdings nicht getrennt!


gut so! kraut + rübe sollte man nicht aus der hand geben ;)

sorry füs OT, konnt ich mir aber nicht verkneifen :lol: - und nu bin ich wieder weg, ist absolut nicht mein faden ;)
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon Knurrhuhn am Mo 23. Apr 2012, 20:24

Ich habe in den letzten Jahren und vor allem 15 Monaten echt hardcoremäßig ausgemistet, und sooo viel gar nicht mehr da was noch weg könnte. :mrgreen:
Kam auch durch die Aufgabe meines Kleingewerbes, da mußte ich halt Ware und Equipment veräußern.

Vorhin kam wieder eine Bestellung rein für eine CD. Bücher und CDs verhökere ich ja immer bei booklooker.de, da kaufe ich auch gebrauchte Bücher wenn ich dort die Titel bekomme die ich suche. Über's Jahr verkaufe ich dort einiges, da hole ich dann wieder neue gebrauchte für - auch wenn ich mich schon zurückhalte inzwischen, aber es gibt einfach zu vieles was mich interessiert. Doch was definitiv nicht zum Dauergebrauch dient als Ratgeber oder Nachschlagewerk, das kommt nach dem lesen wieder weg.

Morgen mache ich mich wieder an die Garage, wo ich meine Sachen unterstehen habe, die ich für meinen künftigen eigenen Hausstand wieder brauche. Da hab ich die letzten Wochen schon immer wieder mal geräumt und Kleinigkeiten für's Sozialkaufhaus rausgepflückt und werde sicher i.d. nächsten Zeit trotzdem noch immer was finden. Vorgestern war's so ein hübscher Glasbehälter den ich mal geschenkt bekam und Wattestäbchen drin geparkt hatte. Hab ich schon ewig nicht mehr benutzt, ebenso wie die Kleenex-Box, also wech damit.
Leider hab ich auch ein paar Dinge zum Sperrmüll geben müssen, denn es hat durch's Garagendach geregnet und einige Teile waren hinüber. :roll:

Was ich demnächst noch sichten muß sind meine ganzen Akten und Unterlagen. Mal sehen, was davon weg kann, und was ich besser doch aufhebe. Leider schieße ich da manchmal etwas über's Ziel hinaus und werfe eher zu viel weg, als zu wenig. :pfeif: Hab schon mal irgendwo Kopien anfordern müssen von Belegen, aber es ging immer und war nix unwiederbringliches.

Jedenfalls hab ich mir fest vorgenommen, in mein zukünftiges Heim ohne unnötigen Ballast einzuziehen. So viel wie nötig - so wenig wie möglich.
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon Tanja am Mo 23. Apr 2012, 20:26

kraut_ruebe hat geschrieben:
Picassa hat geschrieben:Von den Kraut und Rüben hab´ ich mich allerdings nicht getrennt!


gut so! kraut + rübe sollte man nicht aus der hand geben ;)



kraut_rueben sollte man nie, niiieee, NIIIEEE weggeben :neee: das bringt Unglück! :nick:
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:blah:
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon si001 am Mo 23. Apr 2012, 20:59

So richtig viel auszumisten habe ich eigentlich nicht, weil ich mir bei jeder Anschaffung überlege, ob ich die Sachen wirklich brauche. Kaputte Sachen versuche ich möglichst zu reparieren. Aber es gibt ja doch manches was mal anfällt und da ging/geht es bei uns so:

Wir sind eine Zeit land alle 2 Jahre umgezogen. Dabei wurde immer (automatisch) ausgemistet. Jetzt sind wir seit über 10 Jahren "sesshaft" geworden, aber ich sorge schon dafür, dass sich kein Gerümpel ansammelt. ;)
Bücher gebe ich in die Bücherei der Stadt, verwachsene Kleidung wird so weit es geht verkauft. Die Diakonie ist auch immer ein dankbarer Abnehmer.
Liebe Grüße, si001!
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon Sonnenschein am Mo 23. Apr 2012, 22:22

Ja, ausmisten, das ist bei uns ein großes Thema. In etwa einem Jahr werden wir (so alles gut geht) übersiedeln und wollen davor natürlich allen überflüssigen Ballast abwerfen. Ich möchte mich daher Stück für Stück von diversesten Dingen (v.a. Bücher, Magazinen, Kleidung) trennen. Muss mich nur endlich mal überwinden damit anzufangen. Hab's bisher immer auf die Zeit nach meinem Studienabschluss verschoben, seit letzter Woche fehlt mir diese Ausrede :hhe: .
Mal sehen, vielleicht kann ich mich ja am Wochenende dazu aufraffen, die erste Ausmist-Kiste zu packen ;) .

LG
Sonnenschein, die sich leider nur gaaanz schwer von ihren Sachen trennen kann :rot:
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon Picassa am Mo 23. Apr 2012, 22:23

Ich war jetzt auch fast 10 Jahre sesshaft, und ich bin auch eher der Wegwerfer als der Sammler. Trotzdem: Vieles hebt man einfach auf, weil man es geschenkt bekommt, oder weil man es für „Notfälle“ haben zu müssen glaubt, oder weil von einem erwartet wird, dass man es hat.

Seit meiner Firmung (ich war mal katholisch) bekam ich von meiner Patentante Geschirr geschenkt. Gut, ist ja was Praktisches, das Design ist auch heute noch recht chick, aber was will ich mit zwei Zuckerdosen, zwei Milchkännchen und mit einer Kaffeekanne (die man heutzutage dank Kaffeemaschine sowieso nie gebraucht) und 12 Gedecken, wenn man sowieso höchstens 8 Gäste unterkriegt?
Dann war das Geschirr natürlich auch nur „für Gut“, man brauchte also noch eins für den Alltag... ja ja, so hab´ ich das gelernt und jahrelang brav befolgt. Aber was ein Schwachsinn! Ich habe mittlerweile 12 Salatschälchen... immer nur für den Fall, dass Gäste zum Essen kommen, wovon nicht jeder Salat isst oder ihn sich sowieso mit auf den normalen Essteller häuft.
Gläser... genau das selbe. Ich selbst brauche nur ein Glas. Mir ist das ziemlich wurscht, ob ich daraus Wein, Bier oder Wasser schlürfe. Aber für den Gast muss man ja schon schön eindecken, mit Sektglas, Rotweinglas, Weißweinglas, Sherryglas, Schnapsglas, Cocktailglas.... Mann-o-Mann! In meiner Verwandtschaft ist das so üblich, und in jungen Jahren hab´ ich mich halt angepasst. Und jetzt hab´ ich das Zeugs und schleppe es bei jedem Umzug mit. Ja, auch beim letzten wieder, grrrr! Aber wenn was kaputt geht, ersetze ich es nicht mehr. Und ich will auch nix Neues mehr geschenkt bekommen (was sehr schwer zu vermitteln ist, siehe die 5 Brotkörbchen).
Die Salatschälchen gebrauche ich teilweise in der Küche als 08/15-Schälchen, von dem „guten“ Geschirr steht auch ein Teil als normales Alltagsgeschirr bereit.
Mein Motto ist seit Jahren: GEbrauchen und AUFbrauchen, nicht ungenutzt im Schrank stehen lassen, und wenn das Zeugs noch so edel und teuer ist.

Trotzdem: Ich habe noch viel zu viel Zeug, das ich eigentlich nicht brauche. Blumenvasen z.B. Ich weiß aber genau, wenn ich die entsorge, und ich bekomme demnächst einen Blumenstrauß geschenkt, für den ich nicht die passende Vase habe, dann kriege ich mit Sicherheit bald eine Vase zum Geburtstag geschenkt. Also hebe ich mein Zeugs lieber auf, um meine liebe Verwandtschaft nicht zu noch mehr Geschenken, die ich „unbedingt brauche“, zu animieren.

Bücher kaufe ich mir so gut wie keine mehr. Trotzdem kriege ich immer wieder welche zum Geburtstag geschenkt nach dem Motto: „du liest doch so gerne“. Dass ich seit Jahren gar keine Zeit mehr zum Lesen habe, interessiert dabei nicht.
Und bei jedem Buch oder sonstigen Teil, das ich wegen des Umzugs aussortiert habe, fragte meine Mutter: wie, das willst Du nicht mehr? Aber das war doch so teuer / sowas kann man doch immer gebrauchen / das hat dir doch immer so gut gefallen.
Aber mich belastet es nur, weg damit!

Es ist schwierig, sich gegen festgefahrene Rituale zu wehren. Das kostet manchmal ganz schön Nerven.
Zum Beispiel wollten sich schon mehrere Personen nach dem Umzug meines Mannes/meiner Möbel bei mir einladen: „Dein Mann ist doch jetzt weg, Du langweilst Dich bestimmt hier so alleine, wir kommen mal zum Essen.“
Ich: „Und worauf wollt ihr sitzen? Ich habe nur noch zwei Stühle hier. Und auch nicht genug Geschirr und Gläser.“ Sie: „Ach so, ja, aber wir können uns doch auch einfach zusammen in den Garten setzen..“ Ich: „Ins nasse Gras? Die Gartenmöbel sind auch weg.“ Betretenes Schweigen.
Ich lebe sehr gut mit nur zwei Stühlen und wenig Geschirr. Und langweilen tu ich mich auch nicht, ich bin ja den ganzen Tag auf der Arbeit, habe nach wie vor Haus und Garten zu versorgen und pendle am Wochenende. Was nervt, ist die Erwartungshaltung der anderen, dass man immer und zu jeder Gelegenheit den passenden Hausrat zur Verfügung hat – nicht für sich selbst, sondern damit andere ihn benutzen können!
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon kraut_ruebe am Di 24. Apr 2012, 07:18

Picassa hat geschrieben:
Es ist schwierig, sich gegen festgefahrene Rituale zu wehren. Das kostet manchmal ganz schön Nerven.


das ist nur ne frage der übung. schlicht 'NEIN' zu sagen wenn man nicht will kann man lernen, wenns anfangs nicht so recht klappen will tun es auch diverse - vorsorglich schon gedanklich vorbereitete - ausreden ;)

@thema: dinge die ich nicht mehr brauche oder nicht mehr haben will gebe ich weg, zumeist findet sich ne sinnvolle verwendung dafür oder es ist sowieso schon kaputtgeliebt und hat seine zeit hinter sich, das ist aber niemals so ein akt, dass es eigene gedanken dafür lohnt und passiert auch nicht andauernd.

ich schaffe nichts an was ich nicht brauche oder gerne mag und wünsch mir eher, dass das eine oder andere so lange hält dass ich es nie wieder nachkaufen muss.
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon si001 am Di 24. Apr 2012, 07:41

Das mit dem geschenkt bekommen, kenne ich auch. Da kriegt man Sachen (natülich gut gemeint), die man nicht wirklich braucht...
Wir haben uns in der Verwandtschaft seit ca. 3 Jahren geeinigt, dass wir uns wirklich! keine Geschenke machen. Seit dem sind die Festvorbereitungen viel entspannter. Man muss nicht mehr irgend ein Geschenk finden, was dann sowieso nur im Schrank verschwindet und man bekommt auch nichts Unbrauchbares geschenkt.
Mein Mann und ich haben uns noch nie Geschenke gemacht. Wir "schenken" uns wenn dann mal was gemeinsam.
kraut_ruebe hat geschrieben:das ist nur ne frage der übung. schlicht 'NEIN' zu sagen
Ja genau! Immer wenn wir Schwiegermutter besuchen, hat sie Sachen, die sie gekauft hat, aber nie braucht und dann anderen weitergeben will: Ich brauche aber keine Geflügelschere, den 2. Wetzstahl, T.pperdosen, Schlüpfer Größe 48... NEIN!
(Die Kinder lachen schon immer :lol: )
Liebe Grüße, si001!
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Re: Der Entrümpelungsfaden

Beitragvon Knurrhuhn am Di 24. Apr 2012, 09:33

Es mag jetzt ein wenig "esoterisch" klingen - aber ich finde schon, daß sich der Spruch "Wie innen, so außen - wie außen, so innen" bewahrheitet... :rot:

Ich habe vielleicht diese Entrümpelungen für mich auch ein wenig ritualisiert, mache sie jedenfalls in vollem Bewußtsein. (Also, damit meine ich jetzt nicht ohne Vollnarkose! :mrgreen: )
Neeee, ich verbinde das irgendwie für mich auch mit innerem Loslassen und Ballast abwerfen. Ich arbeite auch sowieso viel an meiner inneren Einstellung, werfe alte Überzeugungen, Konditionierungen usw. über Bord, hinterfrage nicht nur bei Dingen: "brauch ich das eigentlich noch?! Passt das noch zu mir?!?!!", sondern auch bei nicht materiellen "Sachen".
So haben sich in der letzten Zeit wie von selbst auch einige Beziehungen, also Freundschaften und Bekanntschaften, gelöst, und überhaupt hat sich innerlich viel bei mir verändert.
Geht Euch das vielleicht ähnlich?!
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