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Re: alte Rezepte

Verfasst: Mi 3. Apr 2019, 10:30
von moorhexe
brennesseln sind ein stickstoffanzeiger.
ist ja auch nicht schlecht brennesseln einfach mal stehen zu lassen, dann können sich schmetterlinge verpuppen.

alle meine kräuter und andere pflanzen kann ich auch nicht aufessen oder zu salben und tinkturen verarbeiten. ist ja auch wichtig die natur einfach mal irgendwo zu lassen. :bieni:

Re: alte Rezepte

Verfasst: Mi 3. Apr 2019, 10:57
von Benutzer 72 gelöscht
Rohana hat geschrieben:
Sonnenstrahl hat geschrieben:....Denn das "Unkraut" hat Unmengen mehr Inhaltsstoffe, als alles Kulturgemüse. [...]
Wenn das mit den Wildkräutern ausreichen täte, hätt niemand sich die Mühe gemacht irgendwas zu kultivieren
Ich mag am liebsten einen großen Kopf Kopfsalat mit vieeelen Wildkräutern drin - die Wilden für Geschmack und Inhaltsstoffe, den kultivierten Kopf für die Fülle ;)

Re: alte Rezepte

Verfasst: Mi 3. Apr 2019, 10:59
von Doris L.
Wenn das mit den Wildkräutern ausreichen täte, hätt niemand sich die Mühe gemacht irgendwas zu kultivieren ;)
Sammeln braucht seine Zeit. Gestern war ich für eine Dose voll 3 Stunden unterwegs. ( Nun, ja, ich bin wählerisch, hätte mehr sein können wenn ich ALLES mitgenommen hätte) Diese Menge reicht nicht mal für mich alleine. Kein Wunder das irgendwann Gärten angelegt wurden.
Eine frühere Kollegin die aus Siebenbürgen stammte, erzählte das die Leute dort rote Johannisbeeren nur im Wald sammelten. Im Garten hatten sie keine Sträucher. Bei uns gibt es auch Johannisbeeren im Wald und ich sammel diese, wird aber nie soviel wie wenn man die Sträucher im Garten hätte.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Mi 3. Apr 2019, 17:51
von sybille
Leider bin ich mit Brennesseln überversorgt, so viel kann ich gar nicht essen dass sich die Bestände etwas lichten würden...
Schneide sie ab und trockne sie für die Küken oder die Hühner im Winter.
ist ja auch nicht schlecht brennesseln einfach mal stehen zu lassen, dann können sich schmetterlinge verpuppen.
alle meine kräuter und andere pflanzen kann ich auch nicht aufessen oder zu salben und tinkturen verarbeiten. ist ja auch wichtig die natur einfach mal irgendwo zu lassen. :bieni:
So mache ich das auch. Vieles bleibt einfach damit sich Schmetterlinge und Vögel daran erfreuen können.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Do 4. Apr 2019, 16:04
von Doris L.
Ein Rezept wie man aus Kartoffelschalen Mehl und aus Kartoffeln und Bier Hefe macht: http://www.alfred-ulrich-lindemann.de/K ... /Apr97.pdf Rezepte aus der Nachkriegszeit.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 08:08
von hobbygaertnerin
Welche Spannweite- heute die Verschwendung von Lebensmitteln und der Blick auf früher, wo sogar die Kartoffelschalen verwendet wurden.
Ich hab mir nur gedacht, hoffentlich brauchen wir diese Notverwertung von allem Essbaren nicht.
Entweder ich habs überlesen, ich dachte auch immer, dass Kartoffelschalen nicht gesund seien, wobei die Schalen unserer Pellkartoffeln die Hühner mit Begeisterung verputzen.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 18:22
von sybille
Kartoffeln koche ich immer mit Schale und esse diese auch. Geschälte Karotffeln haben nie und nimmer das Aroma einer in Schale gekochter Kartoffel.
Zur Verschwendung - gibt es bei mir nicht. Ich verwerte das ganze Gemüse.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 19:15
von Benutzer 146 gelöscht
https://www.ugb.de/exklusiv/fragen-serv ... oalkaloide
das mit den Kartoffelschalen verdient eine etwas differenziertere Betrachtung, denke ich :holy:
Kartoffeln enthalten natürlicherweise kleine Mengen der beiden Glykoalkaloide -Solanin und -Chaconin. Sie gehören wie Coffein oder Nikotin zur Gruppe der Alkaloide und dienen der Pflanze zur Abwehr von Fraßschädlingen. Glykoalkaloide sind in größeren Mengen auch für den Menschen giftig. Je nach Dosis können sie zunächst zu Magen- und Darmbeschwerden sowie Halskratzen führen; in größeren Mengen kann es zu Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems kommen. Solanin und Chaconin befinden sich hauptsächlich in bzw. unter der Kartoffelschale und in den Keimansätzen. Der Gesamtgehalt von Solanin und Chaconin in der Kartoffel wird als SGA-Wert angegeben. Generell gilt eine Aufnahme bis zu 1 mg pro kg Körpergewicht als verträglich.
Für Erwachsene wird selbst bei einer SGA-Belastung von 100 mg pro Kilogramm Kartoffeln keine toxische Aufnahme erreicht. Gut gelagerte Kartoffeln ohne Druckstellen oder Verletzungen können daher durchaus auch einmal mit Schale genossen werden. Anders sieht es bei grünen, beschädigten und gekeimten Knollen aus. Hier kann der Solaningehalt Werte bis 10.000 mg SGA pro kg Kartoffeln erreichen.
Kinder können aufgrund ihres geringeren Körpergewichts viel schneller problematische Werte erreichen. Sie sollten daher generell keine Kartoffeln mit Schale essen, zumal man der Kartoffel nicht ansieht, wie viel Solanin sie genau enthält.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 19:32
von Doris L.
Frodo, ich habe mehrmals gelesen das Kartoffelschalen verwendet wurden. Den Text von dir fand ich aber auch. https://senak.inf.tu-dresden.de/wordpre ... -schon.pdf Hier, Knäckebrot aus Kartoffelschalen.
Bisher habe ich mir nichts dabei gedacht, aber hin und wieder habe ich Schalen mitgegessen.

Re: alte Rezepte

Verfasst: Sa 6. Apr 2019, 05:41
von hobbygaertnerin
Finde es total interessant, dasss es noch die vielen Rezepte aus den verschiedenen Zeitepochen gibt, auch aus den absoluten Zeiten des Mangels.
Bei Kartoffelschalen kommt es auch darauf an, die ganz frisch geernteten Kartoffeln haben noch so eine dünne Schale, die stört nicht, aber wenn es dann ins späte Frühjahr geht, dann verwende ich die Schale nicht mehr für uns, sondern für die Hühner.
Und wenn es bei Kartoffeln mal ganz schnelll gehen muss, dann müssen die Kartoffeln als Salzkartoffeln in den SKT. hilft nix.
Gestern hab ich die letzten Herbstrüben vom Garten als Salat gemacht, hätte nicht gedacht, dass die noch so gut schmecken würden, werde den kommenden Herbst die Rübenanbaufläche vergrössern, die Kaninchen freuen sich über das Grün.