alte Rezepte

moorhexe
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Re: alte Rezepte

#341

Beitrag von moorhexe » Sa 30. Mär 2019, 09:48

ich mache jedes jahr massenhaft kräutersalz. damit würze ich alles
frische kräuter kommen immer dazu, je nach verfügbarkeit.

uns schmeckt normales salz überhaupt nicht mehr, denn alles, kartoffeln oder nudeln, wenn überhaupt werden mit dem kräutersalz gewürzt.

ich nehme übrigens frische kräuter und dazu meersalz oder auch steinsalz.

das mit den pfirsichblättern muß ich auch mal probieren. habe gerade rote weinbergpfirsiche im garten.
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Re: alte Rezepte

#342

Beitrag von hobbygaertnerin » So 31. Mär 2019, 05:51

Ich finds schön, wenn man so vieles nicht mehr kaufen muss.
Egal ob man seine Würze in alten oder neuen Rezepten verwendet.
Schon alleine das Drüberstreifen beim Majoran- da könnte ich die ganze Zeit dran schnuppern, mag ein paar Blättchen mit Kümmel gerne für Kartoffelgerichte verwenden.
Allerdings, Zimt, Muskat, Vanille, wenn ich auch nicht viel davon brauche, aber diese Gewürze müssen her, beim Safran ist mir der Preis zu hoch.
Zitronenschalen von meinen Zitronen sind auch eine gute Würze, egal ob in süssen oder in herzhaften Gerichten, mit Zucker oder Salz konserviert die Schale ganz gut.

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Re: alte Rezepte

#343

Beitrag von hobbygaertnerin » Mo 1. Apr 2019, 07:23

Was mir so aufgefallen ist,
vor 25 Jahren war Bärlauch eine ziemlich unbekannte Pflanze, sicher sie wuchs wild und zahlreich in den Auen und Flussniederungen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass sie in Lebensmittelgeschäften angeboten wurden oder als Pflanze in Gärtnereien.
Inzwischen ist der Bärlauch gefragt und beliebt- und ich hab ihn zum Glück sehr zahlreich im Garten,
in alten Rezeptbüchern scheint er keine Rolle gespielt zu haben- vielleicht auch mit dem "Ruch" Bärlauch ist eine Pflanze der armen Leute und das hat in keinem Kochbuch was zu suchen.
Ich hab mir letztes Jahr Knoblauchsalz gemacht, das geht zur Neige und ich kann mir wieder welches machen.
Selbst das Kochen mit Wildkräutern wird sehr modern-

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Re: alte Rezepte

#344

Beitrag von moorhexe » Mo 1. Apr 2019, 07:47

was auch ganz einfach herzustellen ist, himbeeressig. einfach ein paar himbeeren in essig einlegen. ist jetzt zwar nicht die zeit.geht aber auch mit gefrorenen früchten. habe auch rosmarin und kapuzinerkresseblüten eingelegt.

ich esse nur nicht gerne essig, daher vergesse ich es oft zu benutzen.

himbeeressig in eine schöne flasche füllen ist ein schönes geschenk. im geschäft sehr teuer.

du hast recht hobbygärtnerin, ich kannte bärlauch früher auch nicht. es gibt einen regelrechten hype.
ich habe es auch im garten.kenne aber eine superstelle zum ernten in der nähe.

ich mache oft spinat aus giersch und beinwell.

ich höre schon den aufschrei, daß beinwell nicht verzehrt werden soll, das ist lange widerlegt.
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Re: alte Rezepte

#345

Beitrag von ina maka » Mo 1. Apr 2019, 08:00

moorhexe hat geschrieben:ich höre schon den aufschrei, daß beinwell nicht verzehrt werden soll, das ist lange widerlegt.
Ja, das war irgendwie eine total übertriebene Dosierung im Tierversuch oder so ähnlich.
Hast du eine Quelle dafür?
Ich glaube dir, dass es so ist, aber weil ich mich eben nicht mehr genau erinnere, wo ich damals was genau gelesen hab..... :rot:

Meine Großeltern haben gar keine Wildkräuter gegessen. Opa bekam fast einen Herzanfall, weil ich Gänseblümchen auf´s Brot gab....
Meine Kinder haben dafür im Pausenhof gelernt, wie lecker Bärlauch schmeckt. Sie haben von den anderen Kindern abgeschaut, dass man diese Pflanze, die dort im Wäldchen massenhaft wächst, essen kann.
scheint eine Generationensache zu sein ;)

Die "alten Rezepte" meiner Großmutter sind mit viel Einbrenn (Mehlschwitze), Fett und wenig "Vitaminen". Der größte Unterschied zu dem, wie wir heute essen:
Damals gab es jeden Tag Fleisch, meistens sogar zweimal täglich.

Das "könnten" wir gar nicht mehr essen. :im:
Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eigenen berichtigen.
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Re: alte Rezepte

#346

Beitrag von si001 » Mo 1. Apr 2019, 08:01

hobbygaertnerin hat geschrieben:Selbst das Kochen mit Wildkräutern wird sehr modern-
Man braucht halt immer wieder etwas "Neues", was man durch die Medien jagen kann...

Bärlauch war ich gestern gucken. Ist noch recht klein. In einer Woche denke ich, werde ich mir den Jahresvorrat holen.
Ich püriere den Bärlauch mit Öl und friere ihne in flachen Platten ein. Bei Bedarf breche ich mir dann eine Ecke davon ab. Soll es Pesto geben, mische ich dann gemahlene Mandeln und Parmesan drunter. An sonsten verwende ich den eingefrorenen Bärlauch als Gewürzkraut das ganze Jahr über.
Ich finde getrocknet verliert er mehr an Geschmack.
Liebe Grüße, si001!
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Re: alte Rezepte

#347

Beitrag von Doris L. » Mo 1. Apr 2019, 09:00

Hier gibt es nur wenig Bärlauch, die größte Stelle war 1 mal 1 Meter. War! Irgendein Vollidiot hat seine Gartenabfälle draufgeschmissen. Habe ich zwar entfernt, aber alles war zerstampft. Im Wald an einer anderen Stelle habe ich vor ein paar Jahren ein Töpfchen Bärlauch ausgepflanzt, wächst ganz gut ist aber noch zuwenig.
Wenn ich im Heim mal erzähle was ich gesammelt habe, dann kennen die alten Leute außer Brennnessel nichts davon. Was ich komisch finde . Nach dem Krieg waren Nahrungsmittel knapp.

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Re: alte Rezepte

#348

Beitrag von moorhexe » Mo 1. Apr 2019, 11:09

ina maka hat geschrieben:
moorhexe hat geschrieben:ich höre schon den aufschrei, daß beinwell nicht verzehrt werden soll, das ist lange widerlegt.
Ja, das war irgendwie eine total übertriebene Dosierung im Tierversuch oder so ähnlich.
Hast du eine Quelle dafür?
Ich glaube dir, dass es so ist, aber weil ich mich eben nicht mehr genau erinnere, wo ich damals was genau gelesen hab..... :rot:
ich glaube mich zu erinnern, daß die abtei fulda darüber berichtet hat. weiß es aber auch nicht mehr genau.

das kleine büchlein "comfrey, was ist das " kann ich nur jedem empfehlen. ich hoffe, das ist kein grund meinen link rauszuwerfen...
ich verdiene nichts daran und wahrscheinlich kennen viele die abtei noch nicht, die viele gute empfehlungen hat.

https://www.abtei-fulda.de/shop/comfrey.html

meine mutter war hotelköchin und hat auch noch mit mehlschwitzen und einbrenne gekocht.allerdings gab es bei uns immer, jeden tag ganz viel gemüse.
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Re: alte Rezepte

#349

Beitrag von hobbygaertnerin » Mo 1. Apr 2019, 14:07

Ich kenne diese Mehlschwitzen nicht mehr, mein Vater mochte das nicht- also gabs das nicht.
Man sieht, dass jede Zeit ihre eigenen Kochtechniken und Rezepte hervorbringt.
Bin ein Fan von der Abtei Fulda, die haben echt was drauf.
@Doris, ich hab jedes Jahr den Bärlauch, der auf meinen Gartenweg aufgeht- ausgegraben und in unseren Wald gepflanzt, inzwischen sind es schon ein paar Quadratmeter- in 100 Jahren vermutlich eine flächendecke Bärlauchdecke. :)
Meine Vermutung, wegen der alten Leute und den alten Rezepten, es war nicht unbedingt sehr wertvoll und angesehen, wenn man von den alten Zeiten erzählte, dann wurde vermutlich vieles aus den Notzeiten vergessen.
Früher hätte ich jetzt auch nicht unbedingt Brennesseln als Spinat oder Suppe gekocht, aber der Versuch wars wert, schmeckt wirklich gut.
Selbst Brennesseltee schmeckt besser als ich dachte.


Finde auch, dass der Bärlauch getrocknet eher nach getrocknetem Heu schmeckt als nach dem würzigen Kraut.
Ich hab den Vorrat in kleinen Gläsern- gemixt - eingefroren- bei den Gefrierbeuteln hatte ich das Gefühl, dass die ganze Kühltruhe nach Bärlauch roch.

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Re: alte Rezepte

#350

Beitrag von Dyrsian » Mo 1. Apr 2019, 16:14

Doris L. hat geschrieben: Wenn ich im Heim mal erzähle was ich gesammelt habe, dann kennen die alten Leute außer Brennnessel nichts davon. Was ich komisch finde . Nach dem Krieg waren Nahrungsmittel knapp.
Waren sie. Nur bekommst du von dem meisten Zeugs was draußen im Wald wächst kaum mehr Kalorien als du bei der Suche verbrennst. Eher im Gegenteil. Beeren (Zuckeranteil) mal außen vor ...

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