Fallobst sammeln darf man oder nicht

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rotoflex

Fallobst sammeln darf man oder nicht

#1

Beitrag von rotoflex » So 2. Okt 2016, 08:19

Eine Frage an das Forum wie ist das rechtlich mit dem Fallobst sammeln an Strassenrändern oder auf ungenutzten Streuobstwiesen,und wenn ja, was ist eine ungenutzte Streuobstwiese :holy:

Wicheler
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Re: Fallobst sammeln darf man oder nicht

#2

Beitrag von Wicheler » So 2. Okt 2016, 09:32

Hallo,

m.E. darf man nicht! Es gibt hier in D. bestimmt kein Quadratmeter Land, der keinem gehört.

Straßenränder, man kann doch Fragen. Eine Telnr. der Gemeinde hat man doch schnell gefunden.
.....und ungenutzte Streuobstwiesen, ich laß viele Äpfel hängen und Falläpfel für die Tiere liegen, daß sieht vielleicht auch ungenutzt aus, ist aber von mir gewollt.

Auch hier gilt, m.M. nach, Fragen.
Gruß Dieter

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Re: Fallobst sammeln darf man oder nicht

#3

Beitrag von der.Lhagpa » So 2. Okt 2016, 10:02

So weit ich weiß ist es an Strassenrändern (Bundesstrassen, Kreisstrassen ausserhalb, etc.) erlaubt, sogar gewünscht. Aus welchem Grund sollten sonst überall Obstbäume an den Strassen (siehe Mundraub) stehen?

rotoflex

Re: Fallobst sammeln darf man oder nicht

#4

Beitrag von rotoflex » So 2. Okt 2016, 10:16

Zu Ostens Zeiten waren an jeder Strasse Obstbäume gepflanzt,diese gehörten zur Versorgung der Bevölkerung dazu,heute ist das so wirtschaftlich nicht gewollt,sollst ja im Kauftempel Dein Obst kaufen.
Diese Strassenobstbäume kommen jetzt in die Jahre und verschwinden langsam,und wenn Neuanpflanzung dann höchstens Eberesche als Nutzpflanze.
Zumindest hier in meiner Region

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Re: Fallobst sammeln darf man oder nicht

#5

Beitrag von strega » So 2. Okt 2016, 12:40

so rein theoretisch intressiert mich das auch...

gibts eigentlich eine Art Verfallsdatum für Fallobst? Wenn es bis dahin der Besitzer nicht beansprucht, dann gehört es der Allgemeinheit?
Wenn ich im November in Deutschland weile, dann geh ich natürlich oft in schwäbischen Streuobstwiesen spazieren... und da liegt dann ne Menge Obst auf der Erde, ich bin überzeugt das will in diesem Leben ausser mir niemand mehr.

aber mal so rein theoretisch.... wie ist das?

das mit dem Allgemeinobst kommt hier auf bella Sardegna in einzelnen Orten wieder, wo die Gemeindeverwaltung fit und bewusst ist, zehn Kilometer von hier gibts ein Dorf, die haben Walnussbäume im kompletten Ort gepflanzt.

Ich hoff das kommt in Deutschland auch mal wieder, nicht nur Ligusterhecken und ähnlichen Quatsch zu pflanzen. Aber in Deutschland haben die meisten Leut halt doch irgendwie noch Geld...
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Re: Fallobst sammeln darf man oder nicht

#6

Beitrag von ina maka » So 2. Okt 2016, 13:09

Also auf öffentlichem Grund (nicht Privatbesitz) darf man soviel ich weiß, sogar vom Baum pflücken. Wir essen hier in der Sedlung immer Kriecherl und das machen alle so, trotzdem liegen viele am Boden rum und verfaulen dort....
http://wien.orf.at/news/stories/2720578/
Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest – steige ab!

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Re: Fallobst sammeln darf man oder nicht

#7

Beitrag von MOKE » Di 4. Okt 2016, 11:03

Also ich weiß, dass hier das Recht die gemeindeeigenen Bäume am Straßenrand zu beernten im Herbst versteigert wurde. Das wurde mangels Nachfrage aber vor einiger Zeit abgeschafft und die Bäume sind frei für jedermann. Ich würde auch einfach mal zum Hörer greifen und mich nach lokalen Regelungen erkundigen.

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Re: Fallobst sammeln darf man oder nicht

#8

Beitrag von citty » Di 4. Okt 2016, 19:47

Hallo,

ich finde es schoen, dass Du dir Gedanken dureber machst, es gibt ja genug Leute, die sich einfach nehmen was sie brauchen bzw. haben wollen und sogar noch stolz drauf sind. Es gibt doch in Deutschland den Begriff "Nachlese" - was auf den abgeernteten Feldern liegenbleibt darf man aufsammeln oder jedenfalls einen Teil davon. Ich nehme an dass das noch legal ist, wuerde es aber nicht uebertreiben. Hier gibt es auch Apfelplantagen die allerdings meist eingezaunt sind, hier darf man das nicht. Die Aepfel sollen verrotten und die Baeume duengen.

LG Citty

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Re: Fallobst sammeln darf man oder nicht

#9

Beitrag von Samsoli » Di 11. Okt 2016, 21:54

Hier bei uns gibt es auch ganz viele Obstbäume, deren Früchte in der Wiese landen und da langsam vor sich hin verrotten. Teilweise in Gärten, teilweise auf (mehr oder weniger) Streuobstwiesen, oder auf unbebauten Grundstücken. Beim ein oder anderen hab ich auch schonmal gefragt, ob wir bisschen was nehmen dürfen (unsere eigene Obsternte war dieses Jahr miserabel). Und eigentlich immer freuen sich die Eigentümer und man kann sich jederzeit was holen. Häufig sinds ja auch ältere Leute, die es einfach nicht mehr selber schaffen zu ernten und zu verarbeiten - und deren Kinder haben kein Interesse daran... Ich nehm da allerdings dann immer auch nur ne Handvoll Zwetschgen oder mal nen kleinen Beutel voll Äpfel, sonst komm ich mir trotz Angebot irgendwie vor als würd ich plündern :)

Also ich finde nachfragen sollte man in jedem Fall. Wenn es Privatbäume sind (zB von älteren Leuten) kann man ja auch ein Angebot machen á la "Ich ernte für Sie ab und bekomme dafür einen Teil der Ernte" oder sowas... Das Gute daran: Wenn die mal wissen, dass man das Obst wert schätzt, bekommt man jedes Jahr wieder was angeboten :daumen: Vielen tut es ja total leid um das Zeug, aber was willst du machen, wenn du 80 bist, nicht mehr topfit und sowieso nicht mehr weißt was du mit fünf Zentnern Äpfeln machen sollst....

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