Rhabarber- oder Johannisbeerwein

Re: Rhabarber- oder Johannisbeerwein

Beitragvon Kleinerklaus am Mi 11. Mai 2016, 18:46

ich habe letzten Juni ca 5kg rohe zerkleinerte Rhabarberstiele mit 10kg Zucker und ca. 20l Wasser mit einer Turbohefe bei ca. 18-20°C vergohren.
Die Gährung war Anfang September abgeschlossen.
Im Januar war das Gebräu immer noch trüb aber von gutem, wenn auch eigenwilligem, Geschack.
Das auf "Trinktemperatur" verdünnte Destilat bedarf noch immer einer gewissen Zeit der Reife.
Es gab wenig Vorlauf, so das davon auszugehen ist, das bei sauberem Arbeiten, im Wein auch nur wenig schädlicher Metylalkohol ist.

Da die Zubereitung einer Maische zum Brennen im Prinzip immer auch eine Weinbereitung ist, kann ich Dir nur empfelen mal bei schnapsbrennen.at vorbeizuschauen.
Da bekommst Du Infos und Hilfe bei fast allen vergärbaren Produkten.
Der Rest ist dann Ausprobieren und Gedult.


Kk
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Re: Rhabarber- oder Johannisbeerwein

Beitragvon fuxi am Do 12. Mai 2016, 13:18

Johannisbeere hat geschrieben:ohne Hefenährsalztabletten, Antigel, u.a. anderen Zusätzen.
Die kannst du auch weglassen. Ohne Nährsalz startet die Hefe halt eventuell nicht gut, ohne Antigel bleibt der Wein trüb und ohne Pektinase ist die Saftausbeute nicht so hoch. Geht aber auch ohne.
Meine Honigweine und Honig-/Frucht-Mischweine und meinen Apfelwein hab ich jeweils ohne Hilfsmittel gemacht. Aber auch ohne Rezept. :pfeif:
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Re: Rhabarber- oder Johannisbeerwein

Beitragvon Olaf am Do 12. Mai 2016, 16:04

Will ja nicht rumnörgeln, aber Antigel und Pektinase sind das gleiche.
Ansonsten versteh ich das immer nicht so ganz, woher dieser Drang kommt, auf sowas zu verzichten.
Was spricht gegen eine gute Saftausbeute, was gegen eine zügige vollständige Gärung? Ich mein, das nehmen auch die armen Leute meintewegen in Kroatien, gibts dort im Supermarkt. Warum nur? Schergen der "chemischen" Industrie? Oder weil die trotzdem anständigen Wein machen wollen? Aber gut, früher war eben alles besser. Ja. Es geht natürlich ohne, ist auch viel natürlicher :pft:
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
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Re: Rhabarber- oder Johannisbeerwein

Beitragvon Maisi am Do 21. Jun 2018, 20:38

Ich möchte dieses Jahr mal mich an Beerenwein aus roten Johannisbeeren wagen. Ich mache zwar jedes Jahr 100 - 150 Liter Most (Hochdeutsch Apfelwein), aber Beeren sind Neuland.

Ich hab diverse Kunststoffässer von 30 bis 100 Liter. Aber trotz gründlicher Reinigung haben die einfach einen Mostgeruch. Überträgt sich das auf den Beerenwein? Glasballons werden ja oft empfohlen, möchte aber nicht unnötig Geld ausgeben....
Und eine Frage zum Füllen: muß man da auch rund 1/5 vom Fass für die Gärung freilassen oder mehr? Den Most mach ich immer im kalten Keller, da geht das viel länger und schäumt daher auch nicht sehr stark.... Aber den Beerenwein könnt ich auch bei wärmeren Temperaturen machen, kommt ja dann in Flaschen.

Und zu den Flaschen hätt ich auch noch ne Frage: kann man dafür dunkle Bierflaschen mit Bügelverschluß nehmen? Oder ist das nicht ideal?
Hühner sind nicht dumm, sie entbehren nur jeglicher Logik.
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