Tee herstellen

Pastinake

Re: Tee herstellen

#41

Beitrag von Pastinake » Fr 16. Sep 2016, 15:01

Danke für Eure Antworten.
Ja, ich habe mir den ganzen Thread vor meiner Fragestellung durchgelesen und die meisten Pflanzen sind mir ja auch für Tee bekannt. Ich habe ja auch mehrere Kräuterbücher.
Aber ich hätte gerne ein paar Pflanzen wie z.B. die Amerikanische Bergminze, Anisysop oder den Bergtee, die man täglich trinken kann ohne große Nebenwirkungen. Nächstes Jahr werde ich dann auch Himbeere, Erdbeere und Brombeere trocknen. Das mit dem Früchtetee werde ich nächstes Jahr auch mal ausprobieren.
Ich habe tatsächlich nur 1 funktionierende Niere und daher wäre Brennessel für mich z.B. nix auf Dauer. Aber ansonsten bin ich ja gesund bisher (auf-Holz-klopf).
Als fertigen Tee gibt es ja auch total leckere Mischungen mit Ingwer, Zistrose, Süßholz, Kardamon, Zimt etc. Aber langfristig möchte ich ja Tee aus dem eigenen Garten trinken. Für meinen eher niedrigen Blutdruck habe ich mir z.B. schon den Balsamstrauch zugelegt als Kaffeeersatz morgens.

@Viktualia: Eibisch ist ein guter Tip! Den kann man ohne große Nebenwirkungen trinken und der schmeckt gut? Da habe ich einen Riesenbusch im Garten, den ich bisher nur bewundert, gestreichelt und nie als Tee verwendet habe. ;) Das werde ich heute gleich mal ausprobieren! :) Danke!
@Thomas: Du meinst also, ich muß mich einfach noch in Geduld üben? Wieviele Pflanzen hast denn Du? Und wieviele bräuchte man, um einen nennenswerte Ernte davon zu haben?

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Thomas/V.
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Re: Tee herstellen

#42

Beitrag von Thomas/V. » Fr 16. Sep 2016, 16:29

Ich hatte zuerst 3 Pflanzen aus Samen gezogen (die anderen ausgesäten sind nicht gekeimt damals).
Die hab ich in Töpfchen zuerst über den ersten Sommer im Gewächshaus gehalten, übern Winter im ungeheizten Gästezimmer.
Im 2. Frühjahr hab ich sie in größere Töpfe gepflanzt und an der Scheunenwand im Hof kultiviert. Sonnig und mit Regenschutz.
Im 3. Sommer haben die 3. das erste mal geblüht, jede hatte nur 1-2 Blütenstängel. Von diesen habe ich dann Samen gewonnen und gleich wieder in kleine Töpfchen im GH ausgesät, sodaß ich im Herbst 8 kleine Pflänzchen hatte.
Die 3 großen hab ich dann im Waschhaus überwintert, die kleinen wieder im Gästezimmer.
Voriges Jahr habe ich dann 1 von den großen ins Kräuterbeet gesetzt, um die Winterhärte zu testen, die anderen wieder umgetopft und im Waschhaus überwintert.
Da die eine sich im Freiland gut gemacht hat, auch den Winter gut überstanden, habe ich die beiden übrigen großen dieses Jahr im zeitigen Frühjahr mit ins Kräuterbeet gesetzt und auch die kleinen. Die großen haben schnell gewuchert und jede hat ca. 10 Blütenstände gebildet, die ich aber nicht alle geerntet habe, weil ich sehen will, ob und wie sie sich selber weiter vermehren/verwildern.
Die kleinen haben sich auch gut gemacht im Beet, dürften theoretisch nächstes Jahr dann 1-2 Blütenstände entwickeln, wenn sie den Winter überstehen.
Als dann im Juli und August sehr naß wurde und jeden Tag regen fiel, hat das den Pflanzen überhaupt nicht gefallen. In ihrer Heimat herrscht ja um diese Zeit extreme Trockenheit, damit kommen sie wesentlich besser zurecht als mit unserer Nässe.
Na, mal sehen. Ob sie einen "richtigen" Winter (falls wir nochmal welche kriegen) mit viel Schnee und -24° vertragen, muß sich ja auch noch zeigen...
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

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Re: Tee herstellen

#43

Beitrag von ina maka » Fr 16. Sep 2016, 20:26

Thomas/V. hat geschrieben:Na, mal sehen. Ob sie einen "richtigen" Winter (falls wir nochmal welche kriegen) mit viel Schnee und -24° vertragen, muß sich ja auch noch zeigen...
Am besten überlebt meine "Mutterpflanze" am Balkon. Den Schnee mag sie gar nicht - die Pflanze geht zwar nicht ein, aber sie wächst viel langsamer und blüht weniger.
Aber sie blüht! (im wiener Garten).
Heuer hab ich das erste Mal welche draußen in Niederösterreich - mit viel Steine unten drunter als "Drainage".
Ich vermehre diese Pflanze über Stecklinge, das geht sehr gut.
Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest – steige ab!

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Re: Tee herstellen

#44

Beitrag von Thomas/V. » Fr 16. Sep 2016, 22:52

Ich vermehre diese Pflanze über Stecklinge, das geht sehr gut.
Ja, wahrscheinlich. Ich denke auch, da sie sich auch "kriechend" ausbreitet, das sie irgendwann Wurzeln an den Trieben schlägt.
Beim Salbei, wenn er älter ist, geht das auch.
Ja, viel Schnee ist wahrscheinlich schlimmer als Kälte. So lange sie nicht im Inneren verholzt ist, werde ich sie aber ein bischen abdecken im Winter.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

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Re: Tee herstellen

#45

Beitrag von Pastinake » Sa 17. Sep 2016, 09:48

Oh, da bin ich mit meinem Bergtee nicht so vorsichtig umgegangen. Ich hatte ihn letztes Jahr einfach an eine trockene, schotterige Stelle in der Sonne gesetzt. Und im Herbst ein bißchen Laub drüber, im Frühling wieder freigelegt. Aber es war letztes Jahr auch kein richtiger Winter. Ein bißchen ist die Pflanze in die Breite gewachsen, aber von Buschform oder Blüte weit entfernt.
Gut, dann werde ich das Pflänzchen, das ich vor kurzem gekauft habe, erstmal im Gewächshaus überwintern und nächstes Jahr raussetzen.
Und vielleicht stülpe ich ja im Winter einen durchsichtigen Plastikeimer drüber als Nässe- und Schneeschutz. So hatte ich das auch mit den Artischocken geplant.
@Viktualia: Ich habe heute früh Eibischblätter überbrüht und den Tee getrunken. War ganz wohltuend und auch geschmacklich gut. Aber ich hätte wohl erst einen Kaltauszug machen müssen und dann erst erwärmen für die Halswirkung der Schleimstoffe.
Die Rosenmonarde habe ich auch als Tee probiert. Aber die ist nicht mein Fall geschmacklich. Dafür riecht meine Küche jetzt ganz toll! :)

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Re: Tee herstellen

#46

Beitrag von ina maka » Sa 17. Sep 2016, 10:02

Wir trinken sehr gerne "agua de mazana" ("Apfelwasser") - also alles in einen Topf, was an den Äpfeln nicht so schön ist: Schale, Kerngehäuse, runzlig gewordene Exemplare... Zimtstangen, Gewürznelken und kurz aufkochen. Nach dem Abkühlen Honig dazu - kann man warm oder eiskalt trinken.
Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest – steige ab!

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Re: Tee herstellen

#47

Beitrag von hobbygaertnerin » Mi 19. Okt 2016, 07:52

Vielleicht hab ich es überlesen, die Zitronenverbene ist auch ein sehr gutes Teekraut, frisch im Sommer und getrocknet im Winter (ist gut gegen den Winterblues).
Die Mandarinen und anderen Zitruspflanzenfrüchte von unseren Sträuchern kommen auch geschnitten in den Tee frisch oder getrocknet.
Könnte man von den wuchernden Walderdbeeren noch Blätter abschneiden und trocken?
Heidelbeeren und Holunderbeeren habe ich auch eine Menge getrocknet, ebenso Rosenblütenblätter und Hagebutten,
der Tip mit den getrockneten Rückständen vom Beerenentsaften ist genial.
Die weichen Birnen werd ich auch noch trocknen.
wer kann mir ungefähr beschreiben, was sich gemachmacklich bei fermentierten Himbeer- oder Brombeerblättern als Tee so tut-
macht diese Arbeit Sinn?


Auf die Ernte vom griechischen Bergtee muss ich noch warten, er hat sich einigermaßen eingewurzelt, gut, dass ich jetzt weiß, dass ich da noch Geduld haben muss.

In den Geschäften gibt es fast keinen Tee mehr zu kaufen, der nicht aromatisiert ist.
Ich mag dieses Kunstaroma nicht-
aber Tee der auch den Gaumen ein wenig streichelt sollte auch der eigene Aufguss in der Kanne sein.
Beim Brennesselblättertee habe ich die besten Erfahrungen mit der Mischung von Apfelschalen und -saft gemacht-
in den Zitronenverbenentee im Winter einen Schuss vom Zitronenverbenensirup.

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