Danke @kraut&rübe...
Ja - Thuja haben wir. Leider.
Offtopic: Wir haben mal einen Teil unserer Buchenhecke gegen eine Thujahecke ausgetauscht. Das hatte einen traurigen Grund: Ein sehr gehässiger Nachbar, der nicht mal davor Halt gemacht hat unsere kleinen Kinder zu beschimpfen. Weil die Buche erst Mitte im Jahr zuverlässig blickdicht wurde, haben wir uns damals schweren Herzens entschlossen, statt dessen eine Thuja zu pflanzen. Inzwischen ist der Nachbar verstorben...(der dann im übrigen langfristig doch noch wesentlich friedlicher wurde)...und die Thujahecke ist geblieben.
Ich hasse sie - mein Mann dagegen sieht die angeblichen Vorteile und vor allem sieht er keinen Grund 20m Thujahecke, die fast 3m hoch ist zu entfernen. Die Vögel würden sich angeblich dort sehr wohlfühlen und Spinnen und anderes Getier auch. Warum also wegmachen. Unsere Diskussionen darüber sind wie beim Ping-Pong. Hin-her-hin-her-hin-her. Da gibt es kein Weiterkommen. Außer die Hecke geht mal von sich ein.
Also....Thuja hätte ich genug. Aber ich habe gehört Thuja sei giftig und als Kompostmaterial ungeeignet. Allerdings - muss ich fairerhalb sagen - wir nehmen Thuja zum mulchen auf die Wege und das Unkraut schert sich nicht besonders an deren Giftigkeit. Es wächst sich munter durch den Giftholzschnitt. Und schaut ganz gesund aus. Unkraut vergeht bekanntlich nicht. Aber Kulturpflanzen?
Eichen gibt es hier tatsächlich nur sehr wenige. Aber ich kenne zufällig einen sehr stattlichen Baum in 3km Entfernung. Da könnte ich dann Laub holen.
@Tscharlie...Tannennadeln zu bekommen ist nicht so sehr schwierig. Nach den Stürmen liegen Zweige massenweise in den Wäldern ziemlich wirr so rum. Wir hatten sogar einen Platz im Wald, wo mein Mann und sein Bruder einige Bäume gekauft haben und die an Ort und Stelle im ersten Arbeitsgang zu Brennholz versägt. Die Baumabschnitte sind inzwischen natürlich längst zu uns transportiert worden und die Lizenz dafür ist inzwischen abgelaufen, aber ich werde kaum Schwierigkeiten bekommen, wenn ich noch ein paar lose Zweige, von denen wir damals einen Haufen gemacht haben, hole. Wir hatten das eh' vor. Haben irgendwie dann nur nie Zeit dafür gehabt. Ich glaube, das interessiert kein Schwein. Auch meine Neffen und Schwager hätten Wald.
Aber ich will eigentlich gar nicht mit Schaufel und Spaten dort rum machen. Wie ich oben schon schrieb...wenn das jeder täte...?
@Dyrsian...ich bin da etwas optimistischer. Wir haben - ich glaube 2020 zunächst 2 Büsche gekauft. Dann haben wir für jeden ein Loch gebuddelt, eines so ca gut 1qm und 50cm tief, das andere etwas mehr als 1qm und da rein dann Torferde und etwas Erde vom Wald vermischt. (Genau das, was ich jetzt ja vermeiden möchte.)
Ein Busch gedeiht jetzt relativ gut und zwar immer noch. Obwohl kaum je gedüngt. Der andere ging fast im Topf schon ein, hat sich aber einigermaßen erholt. Er trägt auch noch. Im Jahr drauf kam ein 3ter dazu. Der war komisch. Er ging erst fast ein und hat sich dann doch nochmal aufgerafft. Aber die Früchte sind ganz klein. Heuer gab es leider gar keine an diesem Strauch. Wenn nächstes Jahr wieder nur so kleine kommen und nur wenige davon, hoffe ich, ihn umtauschen zu können. Das Etikett hängt noch dran. Und ich glaube, da ist von großen Beeren die Rede. (Obwohl ja nix über die kleinen Waldheidelbeeren geht. Die schmecken am allerallerbesten. Unschlagbar. Aber dann müssen sie schon 'original Wald' sein. Und bei uns gibt es die leider nicht...oder kaum.) Alles in allem haben die sich eigentlich jetzt schon bezahlt gemacht. Aber nur, weil Heidelbeeren an sich im Laden ja recht teuer sind.
@Emil Wir haben tatsächlich Lehmboden, der ziemlich kontraproduktiv ist. Lehm und immer wieder mit viel Kies vermischt. Tatsächlich genau der Boden, auf dem solche Pflanzen eigentlich nix werden.
Deshalb will ich jetzt ja erst mal auch wieder gründlich 'aufpeppen'. Wie @si001 das ganz richtig sagte. Damit der Lehm nicht überhand nimmt.
Aber nicht nur. Ich will auch neue Pflanzen. Dieses Mal würde ich nicht soviel ausbuddeln. Ich habe 2 große Plastikschalen von denen ich den Boden ausschneiden würde. Dann würde ich noch ein bisschen runter graben und dann die Schalen einsetzen und mit geeignetem Material füllen. Davon verspreche ich mir den Vorteil, dass die Heidelbeererde sich auch längerfristig nicht so schnell mit Lehmboden wieder vermischen kann.
@si001 hat da schon Recht. Ich sehe diese Erden teilweise auch als Geldmacherei an. Irgendwie wird man anscheinend immer bestraft, wenn man das Gute für die Umwelt will.
Aber ich habe mir überlegt, wenigstens einen Sack zu kaufen und ihn mit oben genannten Materialien zu mixen. Und so wie man Terra Preta macht. EM werden nicht schaden. Die machen wohl auch ehr leicht sauer. Pflanzenkohle muss ich noch versuchen raus zu finden, ob Heidelbeeren das mögen.
Wir haben auch eine Kastanie. Die Blätter sind da glaub ich auch sauer. Aber da ist vielleicht die Miniermotte drin. Vielleicht verbrenne ich ein paar Blätter und tu die Asche zu dem Ganzen dazu geben.
Alles im Herbst, dann luftdicht in einen Sack und im Frühling ausbringen.
So ungefähr meine derzeitige Vorstellung.
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31