Neuanlage von Gemüsebeeten auf Rasen

Re: Neuanlage von Gemüsebeeten auf Rasen

Beitragvon SunOdyssey am Do 7. Feb 2019, 07:49

Ich scheine ja nicht der Einzige zu sein, der noch fräst, Spencer und Centauri sehen das ja ähnlich. Mit meiner Holder R7 ist das ein Kinderspiel, das ist nicht anstrengend.
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Re: Neuanlage von Gemüsebeeten auf Rasen

Beitragvon centauri am Do 7. Feb 2019, 08:02

Ja weil wir Regenwurmmörder sind. :)
Nee, man sollte im Bezug auf Regenwürmer etwas beachten. Tagsüber halten sich Regenwürmer eher in den tieferen Bodenschichten auf. Und im September/Oktober sollte man ganz auf Bodenbearbeitung verzichten. Da vermehren sie sich. Und manche denken auch das man da gleich einen halben Meter tief fräst. :kaffee:
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Re: Neuanlage von Gemüsebeeten auf Rasen

Beitragvon SunOdyssey am Do 7. Feb 2019, 08:55

Ach so! Nun, ich fräse nicht tief, max. 10-15cm, wie gesagt, dann habe ich es leichter mit dem Pflanzen. Aber es ist ja auch eine Frage der Fläche, bei 2000qm überlegt man es sich doch zweimal, ob von Hand oder mit Unterstützung! Ich dachte, es geht hier um Selbstversorgung. Und ich kann hier jedem sagen, dass mein Boden voll mit Regenwürmern ist, so falsch kann das also nicht sein, was ich da mache.

Ich verstehe wirklich nicht, warum erwachsene Menschen so einen Belehrungswahn haben. Hier schildert einfach jeder, wie er seinen Boden bereitet. Kann doch mal gut sein
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Re: Neuanlage von Gemüsebeeten auf Rasen

Beitragvon DennisKa am Do 7. Feb 2019, 15:39

Wir haben auch 9 Beete ganz frisch angelegt. Zusammen rund 120qm, wenn ich mich nicht verrechnet habe. Dabei habe ich zuvor das Gras (bei 5 der Beete, danach kein Bock mehr :lol: ) mit der Grabegabel aufgelockert und die Grasnarbe umgedreht. Dann mit einem Sauzahn durch und alles etwas zerkleinert. In den folgenden Beeten nur Pappe genommen.
Darauf dann frischen Pferdemist (teils mit Stroh, teils ohne). Darauf kam dann noch eine dünne Schicht Kompost vom Kompostierwerk (mussten sehr haushalten, da nur 300kg). Oben drauf dann noch Garten oder Pflanzerde (aus dem Baumarkt / Vorjahr). Darauf haben wir dann teilweise noch Senf gesät (jetzt natürlich nicht mehr). Werden das Ganze vermutlich noch mit Unkrautvlies abdecken, damit alles bis Mai abstirbt. War zwar eine heftige Arbeit, den ganzen Pferdemist zu verteilen, aber umgraben wäre noch heftiger gewesen.

Die vier ersten Beete sind deutlich in sich zusammengesunken. Denke, die Würmer waren fleißig. Die anderen sind noch recht frisch. Hoffe, die Frage ist okay: wie würdet ihr nun weiter vorgehen? Wir haben dieses Jahr jede Menge Starkzehrer, die auch Wärmeliebend sind. Im Ruhrgebiet ist es relativ warm, aber natürlich gibt es auch im April noch Bodenfrost. Wir haben geplant, uns PVC Rohre zu besorgen und Gewächshausfolie, um Pflanztunnel zu erschaffen. Ab wann würdet ihr da dann was auspflanzen? Und was am besten? In die mit dem frischen Pferdemist würde ich Zucchini, Tomaten und Paprika setzen. Hokkaido und Cassabanna auch. In die älteren Kartoffeln, Yacon, Gurken usw?
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Re: Neuanlage von Gemüsebeeten auf Rasen

Beitragvon centauri am Do 7. Feb 2019, 20:21

SunOdyssey hat geschrieben:Ich verstehe wirklich nicht, warum erwachsene Menschen so einen Belehrungswahn haben. Hier schildert einfach jeder, wie er seinen Boden bereitet. Kann doch mal gut sein

Naja das ist aber der Sinn dieses Fadens. Und da darf ja auch jeder schreiben wie er es macht. Ob das was ich oder Du machst gut ist, ist ja egal. Hier ging es um Erfahrungswerte. ;)
Ich werde weiterhin fräsen weils schwerer ist. Andere graben um. Naja, die machen es sich eben leichter. ;)
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Re: Neuanlage von Gemüsebeeten auf Rasen

Beitragvon RichardBurgenlandler am Do 7. Feb 2019, 21:36

Flippy hat geschrieben:P.S. Muss ich bei der Fräse vorher die Grassoden abstechen, oder verarbeitet die Fräse das soweit gut?


Das hängt vom "Rasen" und von deinem Boden ab. Wenn's ein richtig fetter Lehmboden mit ordentlich Quecke oder anderen Gräsern mit Rhyzomen drauf ist, wird die Fräse entweder zu schwach sein oder wenn sie stark genug ist über den Boden hüpfen.
Solche Böden kann man mit einer ordentlichen Strohpackung (Kleinstrohballen) gefügig machen, dauert allerdings, ähnlich wie mit Pappe allerdings halt ohne Chemie.
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
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Re: Neuanlage von Gemüsebeeten auf Rasen

Beitragvon Flippy am Do 7. Feb 2019, 21:40

So, vielen Dank nochmal an alle und bitte nicht streiten :-) Für mich war das alles sehr wertvoll und ich habe mich jetzt für die no-dig Methode entschlossen, dank dem Hinweis, dass die Wurzeln durch die Pappe durchwachsen..... das hatte ich so nicht gedacht. Hat es denn jemand mit Gemüse SO ausprobiert, also nur Kartonage, Rahmen, 20 cm aufgefüllt und hat das geklappt, ohne Mulchfolie oder doch noch fräsen?

@DennisKa Mich stört es gaaar nicht, wenn du was fragst, im Gegenteil! Bin ja hier um mich auszutauschen :-) Außerdem will ich das auch wissen mit dem Auspflanzen :-) Bin sehr gespannt, wie es bei dir klappt und ob es im Nachhinein besser war, umzustechen oder ob die Kartonbeete ohne Umgraben genauso ergiebig sind! Wieso nicht mehr Kompost? Kostentechnisch oder wegen Überdüngung?

Danke für den Mulchfolientipp, ich habe ein Beet, da ist der Gierschwahnsinn ausgebrochen... obwohl er lecker ist, aber in DEN Mengen brauch ich ihn jetzt auch wieder nicht, da werde ich das mal ausprobieren!!!


Zur Frage, was ich pflanzen will: ALLES!!!!!! :-)

Alles, außer Kartoffeln, sprich: Zucchini, Kürbis, Tomaten, Spinat, Bohnen, Salatgedöns und Zubehör etc. :-)
und Kohl bzw. Wirsing, habe mir Mischkulturbeete von Schwester Christa abgepinselt, also die Klosterschwester mit dem tollen Mischkulturbuch!
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Re: Neuanlage von Gemüsebeeten auf Rasen

Beitragvon SunOdyssey am Do 7. Feb 2019, 21:54

na, dann her mit den Fotos, wenn es funktioniert, bin schon gespannt!

Centauri, ja geht mir auch so :daumen:
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Re: Neuanlage von Gemüsebeeten auf Rasen

Beitragvon kraut_ruebe am Do 7. Feb 2019, 23:06

Flippy hat geschrieben: Hat es denn jemand mit Gemüse SO ausprobiert, also nur Kartonage, Rahmen, 20 cm aufgefüllt und hat das geklappt, ohne Mulchfolie oder doch noch fräsen?


ja, ich mach das immer so. das achte foto in meinem thread zeigt so nen anfang einer neuanlage von einem beet

viewtopic.php?f=61&t=12254

es müsste hier auch einen thread zu der pappenvariante geben mit ein paar mehr erfahrungen.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)
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Re: Neuanlage von Gemüsebeeten auf Rasen

Beitragvon poison ivy am Sa 9. Feb 2019, 16:29

centauri hat geschrieben:
SunOdyssey hat geschrieben:Ich verstehe wirklich nicht, warum erwachsene Menschen so einen Belehrungswahn haben. Hier schildert einfach jeder, wie er seinen Boden bereitet. Kann doch mal gut sein

Naja das ist aber der Sinn dieses Fadens. Und da darf ja auch jeder schreiben wie er es macht. Ob das was ich oder Du machst gut ist, ist ja egal. Hier ging es um Erfahrungswerte. ;)
Ich werde weiterhin fräsen weils schwerer ist. Andere graben um. Naja, die machen es sich eben leichter. ;)


Belehrungswahn?
jemand fragt was und andere antworten

- vorsicht Belehrung! -
ich bin zu faul zum Fraesen, ausserdem hab ich von den extension agents vier verschiedener counties erklaert bekommen,
dass wiederholtes Fraesen auf gleiche Tiefe auf Dauer zu einer sog. hardpan fuehrt
keine Ahnung was Flippy fuer Boden hat, keine Ahnung, was du fuer Boden hast, und so ganz ehrlich, dein Boden interessiert mich eigentlich auch nicht
- hee haw, jetzt kannst dich gleich wieder beschweren, ja und? dann bin ich halt auch noch un-empatisch -
wir hier haben harten roten Lehm und untendrunter streckenweise blauen Lehm, wunderbar fuer Kiefern, Azaleen und Blaubeeren
und ja, ich glaube den UGA Profis, wenn die sagen 'nicht fraesen' oder wenigstens nicht regelmaessig fraesen sondern broadforken,
auch wenn das wirklich ein Sch-job ist
alten Mist, Kompost, Mulch muss ich eh verteilen, also mach ich's
Pappe drunter loest sich innerhalb absehbarer Zeit in Wohlgefallen auf, Pappe kostet mich nix als abholen,
Wuermer lieben Pappe also liebe ich Pappe auch,
wenn ich Material habe und nicht genug Kreuzweh, dann kriegen meine neuen Beete Raender aus Baumstamm,
damit all mein Mist, Kompost, Mulch nicht rauspurzelt und die Hackschnitzel brav auf'm Weg bleiben
Kartoffeln im ersten Jahr sind was meine Mutter gemacht haette, aber ich ess keine Kartoffen,
also bau ich auch keine an, so einfach
voriges Jahr hab ich 34'x25' Tomatenbeet auf Wiese angelegt und dann noch schnell, als Notloesung ~40'x20' auf teils Unkraut, teils reinen Kiefernnadeln,
die Tomaten im offiziellen Beet haben sich sichtlich wohl gefuehlt, die Notnagel-Tomaten nicht so sehr, was aber grossteils wohl an weniger direkter Sonne da Waldrand, lag
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