Humus – Grundlage unseres Lebens

Re: Humus – Grundlage unseres Lebens

Beitragvon Sonne am Mi 5. Sep 2018, 09:17

hobbygaertnerin hat geschrieben:Was ich mich frage, macht es einen Unterschied, ob man so eine Tomate aus dem Gewächshaus oder die in der Sonne gereifte und in der Erde herangewachsene Frucht isst?


Das kommt vielleicht darauf an, wie sehr gut deine Geschmacksknospen noch intakt sind.

Wie gut schmecken wir noch - bzw wie sehr sind unsere Geschmackssensoren schon verkrüppelt?

Wir essen ja immer zuviel Salz, zuviel Zucker etc.

Habe gehört, das soll zurückkommen, wenn man das 'zuviel' mal weglässt.

Aber der normale Supermarktkonsument, hat da vielleicht schon dermaßen Defizite, dass ihm nicht mehr auffällt was gut, weniger gut oder sehr gut schmeckt.

Und inhaltlich...Vitamine etc...ja, das sollte man mal in einer Studie untersuchen. Welche Tomate, welcher Salat ist da besser aufgestellt.
(Und: Kann man so einer Studie überhaupt trauen)

Aber da gibt es ja dann auch schon die schönen Brausetablettchen. Für eventuelle Defizite.

Sicher werden wir irgendwann nur noch grüne (Gemüse und Salat), rote (Wurst und Fleisch) gelbe (Kartoffeln und, Reis und Nudeln),
weiße (Milchprodukte) und braune (Brot, Semmel und Kuchen) und dann noch regenbogenfarben (Bonbons und Süßigkeiten)
Pillen schlucken. :roll:
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31
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Re: Humus – Grundlage unseres Lebens

Beitragvon hobbygaertnerin am Mi 5. Sep 2018, 09:41

@Sonne,
Geschmack ist das Eine, selbst bei Tomaten kann man sich mit gekauften Tomatenpflanzen auch so geschmacklose, harte Sorten in den besten Humus stellen, das wird dennoch nix vom Geschmack her, bei Erdbeeren ähnlich. Viele wie gemalt aussehende Früchte, auch bei den Äpfeln, Birnen usw.
Aber meine Frage geht tiefer, ich hab in einem Buch von Andre Voisin Bilder gesehen, eine bestimmte Pferderasse aus Frankreich- schöne ebenmässige Pferde, die gleiche Rasse in einer anderen Gegend über mehrere Generationen gehalten und gefüttert, die Pferde sahen ganz anders aus.
Es verbietet sich, dass irgendwelche Studien beim Menschen in dieser Weise so was untersuchen würden, ich weiß nicht, ob es Studien gibt, wie ein höherer Humusgehalt Gesundheit von Pflanzen verändern würde-
von einer auf Steinwolle gezogneen Tomatenpflanze mit allen Ausreizungen auf den Ertrag rechnen sie mit 35 bis 100 kg,
ich hab so eine Anlage besichtigt, die Tomatenpflanzen werden 10 m hoch, die Paprika 4- 5 m.
Rein vom Anschauen her scheint kein Unterschied zu sein, die Frage, ob und wie man es überhaupt untersuchen könnte, welcher Standort welche Inhaltsstoffe bekommt?
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Re: Humus – Grundlage unseres Lebens

Beitragvon ina maka am Mi 5. Sep 2018, 10:55

Ich bin mir zwar sicher, dass ich das Video auf meiner Lesezeichenliste "zum Durchschaun" von hier hab, aber ich fnde es im Forum nicht mehr - egal, ist auf jeden Fall sehenswert!
Ah hihi, ich hab es doch wieder gefunden: steht hier: Margarete Langerhorst


Unterschiede......
Ich schwör´s, ich schmecke den Unterschied, ob etwas am Feuer gekocht wurde oder über Strom (die moderneren Varianten kenn ich noch gar nicht und will ich auch nicht kennen) :holy:
(na gut - so ganz sicher nicht... aber es wärmt irgendwie anders)
Das beste aber sind für mich sonnenwarme Tomaten.

Ich finde den Ansatz so spannend, dass Menschen, die kein zusätzliches Salz in´s Essen geben, mit der Zeit einen feineren Geschmackssinn entwickeln.
Was könnten wir noch alles für Sinne (zurückerobern) entwickeln, wenn wir andere Eindrücke "serviert" bekommen täten??

Das bringt mich schon zum Nachdenken.......
Wir leben in einem Gefängnis mit offenen Türen und Fenstern und die Frage ist, wer sind die ersten, die sich raustrauen? Wagenhofer www.youtube.com/watch?v=q2WEVdNQAxE
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Re: Humus – Grundlage unseres Lebens

Beitragvon strega am Mi 5. Sep 2018, 12:45

meine junge Hündin trinkt Regenwasser, auch angealgtes, Quellwasser, Bachwasser.
Leitungswasser trinkt sie kategorisch nicht.
Sie hat garantiert ihre Gründe.
Hingegen wir Menschen trinken meist halt irgendwas, was unsere Geschmacksnerven kitzelt oder wir gelernt haben dass das gesund sein soll
und fertig....
ja ok, ich trink auch kein Leitungswasser hier... vielleicht bin ich doch noch nicht ganz verblödet :fypig:
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Re: Humus – Grundlage unseres Lebens

Beitragvon hobbygaertnerin am Do 6. Sep 2018, 07:46

Ich hab den Garten von Margarethe Langerhorst einmal selbst besichtigt, war schon ein sehr toller Garten und ein Lebenswerk, dass die Beiden geschaffen haben.
Mit so einer kleinen Fläche eine Familie durchzubringen, alle Achtung.
Bei den sonnenwarmen Tomaten macht es aber nochmals einen grossen Unterschied, welche Sorte.



Ob jetzt ein humusreicherer Boden sich in irgendwelcher Weise geschmacklich bemerkbar macht, keine Ahnung.
Mich interessiert nur, ob ein humusreicherer Boden irgendwelche Auswirkungen über längere Zeiträume haben kann, ob es einen Unterschied macht, wenn z.B. Tomaten auf Steinwolle wachsen?
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Re: Humus – Grundlage unseres Lebens

Beitragvon Taraxacum am Do 6. Sep 2018, 09:49

In der Ausbildung haben wir Tomaten in Steinwolle oder Perlit mit gezielter Tropfenbewässerung nach Wasseranalyse in riesigen Glashäusern angebaut. Von den gleichen Sorten standen einige Exemplare bei meinen Eltern im Mini-Hausgarten im Freiland, gedüngt mit Kleintiermist und Kompost. Irgendwie schmeckten die Tomaten von zu Hause aromatischer, als die aus dem Glashaus ohne direkten Erd- & Sonnenkontakt. Das ist jetzt zwar schon über 30 Jahre her, vielleicht hat sich ja mittlerweile durch bessere computergestützte Düngung da was verbessert. Keine Ahnung, da ich nur noch Tomaten aus Eigenanbau esse, aus dem Folienzelt aber mit ordentlich Pferdemist gedüngt. Geschmacklich liegen zwischen den einzelnen Sorten Welten, was aber auch dem Empfinden des Essers geschuldet ist. Ich liebe fruchtig süße Sorten wie Old German oder Flame, mein Mann mag lieber die herzhaften, würzigen Sorten. Viele verschiedene Sorten gemischt im Salat ergibt eine richtige Geschmacksexplosion nur mit Olivenöl,Zwiebeln und ein paar Kräutern gewürzt und ist eine wahre Augenweide.
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Re: Humus – Grundlage unseres Lebens

Beitragvon manne63 am Fr 7. Sep 2018, 07:34


Re: Humus – Grundlage unseres Lebens

Ungelesener Beitragvon Sonne am Mi 5. Sep 2018, 08:17



Das kommt vielleicht darauf an, wie sehr gut deine Geschmacksknospen noch intakt sind.

Wie gut schmecken wir noch - bzw wie sehr sind unsere Geschmackssensoren schon verkrüppelt?

Wir essen ja immer zuviel Salz, zuviel Zucker etc.

Habe gehört, das soll zurückkommen, wenn man das 'zuviel' mal weglässt.


Das ist definitiv so. Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Z.Bsp. Wasser mit Kohlensäure schmeckt extrem sauer.
Wenn alle Menschen Idealisten wären ,wäre die Welt dann ideal?
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