Back to Eden - eure Erfahrungen

Veronika
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Back to Eden - eure Erfahrungen

#1

Beitrag von Veronika » Mo 11. Jun 2018, 18:28

Praktiziert jemand von euch diese Methode? Und was sind eure Erfahrungen damit? Vielleicht können wir hier mal sammeln...

Im Augenblick "juckt" mich buchstäblich die Frage, ob sich das Herbstmilbenproblem damit umgehen lässt. Vielleicht reicht es ja, nur die Wege/Beete zu bedecken (für das ganze Grundstück wärs ein teurer Spass). Oder hocken die Milben dann eben auf dem Gemüse?

Ich hab im Frühjahr einen Teil des Gemüsegartens mit Hackschnitzeln ausgestattet, ca. 10 - 15 cm hoch.
Die Kartoffeln (einfach auf den Boden gelegt) haben sich lange Zeit gelassen, durchzukommen; aber sie haben es geschafft.
Was ich bisher sagen kann, es kommt tatsächlich nur noch wenig Beikraut durch. U.a. natürlich die Winde. Aber sie muss sich schon gewaltig anstrengen, die Triebe sind ziemlich dick im Vergleich zu vorher. Ich hoffe, dass sich die Wurzeln mit der Zeit verausgaben und die Beete irgendwann windenfrei sind.

Auch Schnecken sind deutlich weniger. Hauptsächlich finde ich sie noch an den Rändern, mittendrin bisher noch keine. Aber dieses Jahr gibt es hier noch extrem wenig Schnecken; bleibt abzuwarten, wie sich das weiter entwickelt.

Ausserdem finde ich, es läuft sich sehr angenehm auf dem Holz und ich hab nicht ständig das Gefühl, die Erde zu verdichten, wenn ich darauf herumlaufe. :)

Uuuund, einfach genial, ich habe noch nicht einmal gegossen - abgesehen von ganz am Anfang natürlich, da wurde gründlichst gewässert, das Zeug war ja ziemlich trocken. Gigantische Zeit- und Wasserersparnis. :michel:

Wieviel cm Höhe ergänzt ihr jährlich?

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Sonne
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Re: Back to Eden - eure Erfahrungen

#2

Beitrag von Sonne » Mo 11. Jun 2018, 19:44

Meine Güte - was es doch nicht alles gibt! :pft:

Was ist 'Back to Eden' genau?

Ist das nur eine Methode, den Boden mit Holzhackschnitzel zu bedecken oder ist das noch mehr?
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31

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poison ivy
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Re: Back to Eden - eure Erfahrungen

#3

Beitrag von poison ivy » Mo 11. Jun 2018, 20:13

ohne "eden" Gedoehns
hab reichlich Hackschnitzel auf und zwischen den Beeten
bei so viel Regen wie wir heuer hatten absolut Kacke!
die hat's spazierengewaschen, und meine Buschbohnen zB mochten gar nicht unter Massen nasser Hackschnitzel begraben sein
Schnecken hatte ich vorher nie, jetzt mehr als ein einzelner Garten verkraften kann

is nicht alles Gold, was glaenzt

Veronika
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Re: Back to Eden - eure Erfahrungen

#4

Beitrag von Veronika » Mo 11. Jun 2018, 20:47

Uuups, hatte ganz vergessen, da gibts ja schon einen Faden zum Thema. Vielleicht kann mans unten anhängen.

Sonne, schau hier gibts infos dazu: https://www.selbstvers.org/forum/viewto ... ck+to+eden
poison ivy hat geschrieben: bei so viel Regen wie wir heuer hatten absolut Kacke!
die hat's spazierengewaschen, und meine Buschbohnen zB mochten gar nicht unter Massen nasser Hackschnitzel begraben sein
Schnecken hatte ich vorher nie, jetzt mehr als ein einzelner Garten verkraften kann
Also für Hanglage scheint es demnach ja nicht ideal zu sein. Bei mir kein Problem, alles ebenerdig. Und ich bin froh über den neuen Wegbelag. Der Weg zu den Hühner war bei Regenwetter bisher immer ganz schnell die reinste Schlammschlacht mit Rutschpartie.

Feines Gemüse hab ich noch nicht gewagt, in die frischen Hackschnitzel zu pflanzen. Momentan stehen da nur Kartoffeln, Kürbisgewächse, Melonen und Erdbeeren drin. Wirklich erstaunlich, wie sich die Erdbeeren durchgekämpft haben. Ich denke, für das feinere Zeugs werde ich die Hackschnitzel wohl etwas beiseite rechen...nächstes Jahr, wenn sich das Holz schon etwas zersetzt hat.

Hoffe, ich bekomme nicht auch ne Schneckeninvasion, nachdem ich die Schleimer durch jahrelange Sammelarbeit endlich auf ein erträgliches Mass reduzieren konnte. :ohoh:

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Re: Back to Eden - eure Erfahrungen

#5

Beitrag von Kirschkernchen » Fr 22. Jun 2018, 21:26

Ich würde bei solchen Schnitzelmengen ab und an irgendwas basisches auf den Acker bringen, denn Waldhackshnitzl versäuern nach und nach den Boden ebenso wie Hühnermist. Basalt-Urgesteinsmehl, Gartenkalk oder Holzasche einmal im Jahr wäre geeignet und leicht verarbeitbar. Kompost ist auch basisch.

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poison ivy
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Re: Back to Eden - eure Erfahrungen

#6

Beitrag von poison ivy » Sa 23. Jun 2018, 01:33

Kirschkernchen hat geschrieben:Ich würde bei solchen Schnitzelmengen ab und an irgendwas basisches auf den Acker bringen, denn Waldhackshnitzl versäuern nach und nach den Boden .
ah-ja
und woher stammt diese Weisheit, bitte?

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Re: Back to Eden - eure Erfahrungen

#7

Beitrag von Kirschkernchen » Sa 23. Jun 2018, 07:53

Du hast Recht, ivy, kleiner Irrtum, das Basalt-Urgesteinsmehl ist hier nicht das richtige, sondern Diabas-Mehl. (Basaltmehl wirkt leicht säuernd.)

Quelle: Mein eigenes Gehirn
(einfach den Begriff Gehirn googeln, ivy)

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Re: Back to Eden - eure Erfahrungen

#8

Beitrag von viktualia » Sa 23. Jun 2018, 12:31

Also Sepiaschalen kenn ich ja, aber Mehl aus Hirnen?
Na, was ist das denn für ein neuer Mythos?
Ein Ersatz für den Säure/Basen Hype??? Scheint aber aus dem selben Lager....

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Re: Back to Eden - eure Erfahrungen

#9

Beitrag von poison ivy » Sa 23. Jun 2018, 13:26

Hirnmehl ... verwend Du das mal, Kirschkern

ich mulche mit allem was mir in die Finger kommt,
hauptsaechlich Hackschnitzel, hardwood und softwood,
eigenes pine straw wird GsD langsam weniger, aber auch das nehm ich ungeachtet Deiner internen Theorie als Mulch
netterweise hab ich mit ph keine Probleme, irgendwo im leicht saeuerlichen Bereich zw 6.3 und 6.7
verteil Du ungehemmt Kalk in Deinem Garten, aber bitte erzaehl nicht dem Rest der Welt, sie sollen das auch tun

und bitte stammt Deine Aussage, dass Kompost alkalisch waer, auch Deiner internen Logik?
lt UGA und Cornell bewegt sich Kompost zwischen 5.8 und 8, frisch aufgesetzter Kompost muss im saeuerlichen Bereich sein,
sonst kann er nicht arbeiten, weisst schon Kaffeesatz als Kompost-Starter und so ...
reifer Kompost bewegt sich normalerweise im neutralen Bereich

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Re: Back to Eden - eure Erfahrungen

#10

Beitrag von Kirschkernchen » Sa 23. Jun 2018, 14:57

Frisch aufgesetzten Kompost verteilst du doch aber nicht auf deinen Beeten oder? Einfach nochmal den reifen Kompost nachmessen und ein paar Bodenproben aus dem Wald untersuchen,... Tests machen, welche Pflanzen wo besser gedeihen und dich an deinen gewünschten Pflanzen orientieren. Nicht jeder hat den ganzen Garten voller Erdbeeren und Heidelbeeren. Du kannst deine Maßnahmen überprüfen und in ein Heftchen schreiben, um Erträge und Maßnahmen rückwirkend genau nachvollziehen zu können. Wenn dich meine Experimente so sehr verärgern, ivy, vielleicht einfach mal kalt duschen gehen, so lebensentscheidend ist das Thema nun auch wieder nicht.

Ich mulche beispielsweise fast garnichts, weil ich viel Heu brauche. Heute ist halt Mulchen und EMA im Trend, bei Meiner Omma hieß es: "da hilft kein beten und kein singen, da hilft nur Scheiße und gut düngen". Aber zurück zum Ausgangsthema, wenn ich auf ungeeignetem Boden schnell eine dicke Humusschicht bräuchte, würde ich u.a. auch Hackschnitzel nehmen. Vorausgesetzt ich lebe in einem feuchten Klima und bedenke, dass das auch andere Gäste einladen wird und über die Jahre nicht das einzige bleiben kann.

Liebe Grüße
Kirschkernchen

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