Schwermetall im Boden, trotzdem Permakultur?

Rasumichi
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Schwermetall im Boden, trotzdem Permakultur?

#1

Beitrag von Rasumichi » Di 27. Feb 2018, 20:58

Hallo.

Ich würde gern einen kleinen Permakulturgarten anlegen. Allerdings ist unser Boden etwas mit Blei und Quecksilber belastet (vor 100 Jahren eine Lackfabrik in der Nähe). Boden habe ich per Labor untersuchen lassen, ist bei Blei und Quecksilber erhöht. Nun habe ich gelesen, dass man durch Holzkohle oder Aktivkohle den Boden wieder in Ordnung bringen kann. Hat jemand Erfahrungen? Ich will erst mal nur Hochbeete einsetzen, aber den Boden doch auf Dauer wieder in Ordnung bringen ohne alles abzutragen.




Andere Frage: Sind diese Rinderdung Peletts aus dem Handel empfehlenswert für den Garten, oder ist das bedenklich (Massentierhaltung)?

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Re: Schwermetall im Boden, trotzdem Permakultur?

#2

Beitrag von Rohana » Di 27. Feb 2018, 21:31

Tja, wenn du lieber handgesammelten Rinderdung aus extensiver Kleinmassenhaltung haben möchtest, findest du bestimmt irgendwen der dir das besorgt - fragt sich nur für welchen Preis :lol:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Schwermetall im Boden, trotzdem Permakultur?

#3

Beitrag von strega » Di 27. Feb 2018, 22:31

@ Rohana,

was ist los, pessimismusgetränkter Winterblues?

@ Rasumichi,

Mist kannste durchaus auch gratis bekommen, mach ich auch so.... auch von Haltern, die nur ein paar Pferde oder Rinder haben, geht alles....
wenns das bei dir in der Gegend gibt. Antibiotikarückstände und so Dreck will ich auch nicht im Garten...

Mit Schwermetallthematik kenn ich mich jedoch nicht aus.
Wünsch dir und deinem Projekt alles Gute!
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Re: Schwermetall im Boden, trotzdem Permakultur?

#4

Beitrag von Hummel » Di 27. Feb 2018, 22:55

Nehmen nicht Pilze verstärkt Schwermetalle auf? Könnte man eine "Pilzkur" machen? Die Fruchtkörper dann natürlich nicht essen.

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Re: Schwermetall im Boden, trotzdem Permakultur?

#5

Beitrag von Rohana » Di 27. Feb 2018, 23:46

strega hat geschrieben:@ Rohana,

was ist los, pessimismusgetränkter Winterblues?
Absolut nicht, danke der Nachfrage ;)
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Schwermetall im Boden, trotzdem Permakultur?

#6

Beitrag von 65375 » Mi 28. Feb 2018, 10:13

Mal nutzlose Werbung ohne Link. Naja, der wird sicher nachgeliefert....

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Re: Schwermetall im Boden, trotzdem Permakultur?

#7

Beitrag von Rati » Mi 28. Feb 2018, 12:40

65375 hat geschrieben:Mal nutzlose Werbung ohne Link. Naja, der wird sicher nachgeliefert....
echt? hab ich da jetzt gar nicht rausgelesen. :aeh:

@ Rasumichi:
Hochbeete bauen und mit guter Erde befüllen ist mMn die beste Lösung für dein Problem.

Weder Aktivkohle noch Pilzkulturen werden den Boden innerhalb einer Lebenspanne entseuchen.

Aktivkohle ginge nur wenn du den gesamten Boden aufschlemmst und dann über Aktivkohle filterst was natürlich unealistisch ist.
Aktivkohle "nur" ausbringen reicht nicht, da sie ja nicht wie ein Magnet sämtliche Schwermetalle aus dem Umkreis holt sondern nur das bindet was kontakt hat.
Und wie gerade geschrieben, die Aktivkohle bindet die Schwermetalle nur. Was du dann im Boden hast ist Schwermetallverseuchte Kohle

Pilze und auch einige Pflanzenarten eignen sich schon, aber je nach Lebensbedingungen brauchte es diverse Jahre bis der Boden gesäubert ist und natürlich müsstest du alle überirdischen Pilz und Pflanzenteile systematisch abernten und entsorgen.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Re: Schwermetall im Boden, trotzdem Permakultur?

#8

Beitrag von ina maka » Mi 28. Feb 2018, 13:47

65375 hat geschrieben:Mal nutzlose Werbung ohne Link. Naja, der wird sicher nachgeliefert....
Aktivkohle oder Rinderdungpellets? :aeh:

hab wahrscheinlich aber nur eine griesgramgraue Brille auf....

Pferdemist ist meines Wissens nach öfters mal mit Antiwurmmittel so stark belastet, dass es dem Boden nicht gut tut (bei Rindern wird, weil sie ja der menschlichen Ernährung dienen, mehr auf Schadstofffreiheit geachtet).
Sonnenblumen holen viele Gifte aus dem Boden, aber wir schnell, weiß ich nicht.
Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest – steige ab!

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Re: Schwermetall im Boden, trotzdem Permakultur?

#9

Beitrag von 65375 » Mi 28. Feb 2018, 18:19

Ich halte die "Andere Frage" für einen Anlauf, uns zu erzählen, wo es ganz tolle supergünstige pelletierte Kuhkacke gibt.

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Re: Schwermetall im Boden, trotzdem Permakultur?

#10

Beitrag von woidler » Mi 28. Feb 2018, 19:28

@ Rasumichi:
Wenn Du in Bayern lebst, würde ich Dir vorschlagen, Dich an die Landesanstalt für Garten- und Weinbau in Veitshöchheim mit Deiner ersten Frage zu wenden. Die beraten auch Privatgärtner. Wie es anderswo ausschaut , weiß ich leider nicht.
Es gibt Veröffentlichungen, wonach es verschiedene Pflanzen gibt , die bestimmte Schwermetalle aus dem Boden aufnehmen und in der Pflanze anreichern.
Mit der Entfernung der angereicherten Pflanzen reduziert sich die vorhandene Menge.
Ich würde mich mal beraten lassen, ob man in Deiner Gegend hier schon irgendwelche Erfahrungen mit Schwermetallen gemacht hat. Wenn sich die Schwermetalle hauptsächlich in den Wurzeln ansammeln, müsste man allerdings den Boden insoweit kultivieren , daß man das Wurzelwerk leicht ernten kann.


woidler

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