Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

hobbygaertnerin
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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#41

Beitrag von hobbygaertnerin » Di 31. Jul 2018, 08:06

Kann gut sein, dass die Hackschnitzel den Boden saurer machen,
was ich gesehen habe, dass nach der Hackschnitzelmulcherei alles so ein wenig verhalten wächst, es sieht gleich aus, als wenn ich unaufgeladene Biokohle auf die Beete gebe, die holen sich auch den Stickstoff und die Pflanzen schauen in die Röhre.
Brennesseljauche hab ich auch noch ein ganzes Fass voll, das kann ich gut zum Aufladen verwenden.
Mal schauen, ob das was hilft.

hobbygaertnerin
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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#42

Beitrag von hobbygaertnerin » Sa 4. Aug 2018, 07:38

hobbygaertnerin hat geschrieben:Kann gut sein, dass die Hackschnitzel den Boden saurer machen,
was ich gesehen habe, dass nach der Hackschnitzelmulcherei alles so ein wenig verhalten wächst, es sieht gleich aus, als wenn ich unaufgeladene Biokohle auf die Beete gebe, die holen sich auch den Stickstoff und die Pflanzen schauen in die Röhre.
Brennesseljauche hab ich auch noch ein ganzes Fass voll, das kann ich gut zum Aufladen verwenden.
Mal schauen, ob das was hilft.
Ich hab mir diesen Text nochmals durchgelesen, derzeit haben wir mehr als genug Sonne und sehr wenig Nass von Oben.
https://netzfrauen.org/2017/05/13/der-m ... rre-tanzt/

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poison ivy
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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#43

Beitrag von poison ivy » Sa 4. Aug 2018, 14:43

si001 hat geschrieben:
hobbygaertnerin hat geschrieben:Allerdings im ersten Jahr ist bei mir eher Stillstand im Beet, selbst mit guter Versorgung des Bodens mit Nährstoffen, ich vermute mal, dass da noch Hemmstoffe in den Hackschnitzeln sind, die das Wachsen ein wenig einbremsen und für die Umsetzung sehr viel von den Nährstoffen verbrauchen.
Guck mal auf dem ph-Wert des Bodens. Könnte sein, dass Hackschnitzel "sauer machen".
dieses Schauermaerchen haelt sich hartnaeckig

Hobbygaertnerin, ja, je nach Gruenanteil und Sorte Baum, koennen geringe Mengen Wachstumshemmer mitspielen,
allerdings max bis die Hackschnitzel kompostiert sind,
Kompostieren bindet erst mal ziemliche Menge Kohlen kurzfristig, die der Kompost dann langsam wieder freigibt,
weswegen zB untergepfluegte Gruenduengung Aufkommen von Unkraut verhindert
aber Du pflanzt ja nicht IN die Hackschnitzel sondern schiebst sie beiseite und pflanzt UNTER den Hackschnitzeln,
hab heuer im fruehen Fruehjahr meinen Tomaten einen neuen Garten angelegt mit Dingen, von denen ich reichlich hatte:
einfach auf der gruenen Wiese links und rechs als Beetbegrenzung frische Kiefernstaemme
eine Lage Kompost dazwischen, Pappdeckel als Unkraut-Bremse auf Beet und Weg, eine ordentliche Schicht frische Hackschnitzel
auf Beet und Weg,
meine Tomaten sind wie immer ein gruener Wust und tragen - bis auf die ver..ten Ochsenherzen - reichlich,
sooo schlimm kann der Bremseffekt von Hackschnitzeln also nicht sein,
ach ja, der Boden unter der Mickerwiese ist 'fill dirt', sprich roter Toepferlehm, subsoil und Kies, da liegt ein Kanalrohr drunter

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#44

Beitrag von hobbygaertnerin » So 5. Aug 2018, 11:09

Die kommende Woche möchte ich die Himbeeren und anderen Beeren auslichten und zurückschneiden, da fällt einiges an Shreddermaterial an- das ich in der Regel wieder unter die Beerensträucher verteile.
Werde diesmal einen Versuch machen, dieses holzige Material mit verdünnter Melasse und Bäckerhefe anzufeuchten und im Schatten auf einem Haufen rotten zu lassen. Tauben- und Hühnermist hab ich als Jauche, das kommt auch in flüssiger Form dazu.
Mal sehen, wie sich diese Masse dann unter den Sträuchern entwickelt.

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#45

Beitrag von Pitu » So 5. Aug 2018, 12:55

Ich hatte mir den Ursprungs-Artikel letzte Woche mal durchgelesen und finde das auch interessant.
Letztendlich trägt er ja anscheinend auch eine sehr dicke Schicht Kompost auf die Beete auf - genauso wie Charles Dowding oder andere Market Gardener.

Mir ist nur letzten Monat aufgefallen, daß ich beim Ins-Beet-Setzen der Basilikum-Anzucht wesentlich leichter in die Erde reingekommen bin auf der Fläche, wo ich diesen Frühling 3 cm dick Kompost aufgetragen hatte für den Kohl. Die Fläche, wo noch kein Kompost verteilt wurde, war steinhart und ich hatte Mühe, ein Loch zu graben. Und vom morgendlichen Gießen war der Boden gerade mal 2 cm tief feucht. Bei der Fläche mit Kompost war die Erde noch in 10 cm Tiefe nass und viel leichter zu bearbeiten.

Um das genau nachzuweisen müßte ich allerdings mal ein Gefäß ohne Boden als Trichter auf beiden Flächen mit derselben Wassermenge füllen. Also z.B. Eimer mit 5-Liter-Markierung ohne Boden, 5 Liter mit der Gießkanne reingießen und warten. Dabei Zeit messen, wie lange das Wasser gebraucht hat, um zu versickern.
Und danach mit einem Spaten prüfen, wie tief das Wasser jeweils in die Erde eingedrungen ist. Das wäre dann ein Beweis, daß Erde mit einer dicken Kompostschicht das Wasser besser hält.
Wäre mal ein interessantes Experiment!

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#46

Beitrag von poison ivy » So 5. Aug 2018, 15:48

Pitu hat geschrieben:... wo ich diesen Frühling 3 cm dick Kompost aufgetragen hatte ...
oops, dann mach ich wohl was falsch,
ich bin nur bei Beeten mit kleinen Pflaenzchen so sparsam,
grosse Pflanzen kriegen deutlich mehr,
unter Blaubeeren und Goji, um Obstbaeume rum ist das ein paar Schubkarren voll, grob in Form gezogen

Logsdon empfielt im ersten Jahr 20to organisches Material pro acre, in Folgejahren jeweils 15,
kommt also drauf an, was Du als Material hast
lt erstbester page, befragt nach "woodchips weight per volume" wiegt ein Kubik trockene Hackschnitzel 380 Kilo
macht grob gerechnet 15cm im ersten Jahr

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#47

Beitrag von Pitu » So 5. Aug 2018, 16:40

Die Diskussion über dicke Kompostschichten und Düngerichtlinien hatten wir hier schon mal unter "Market garden" irgendwo.

Ich kaufe den Kompost im Moment noch zu. Und meine 3 cm sind dann fertiger Kompost. Hackschnitzel verwende ich nur für die Wege und bei den Beerensträuchern.
Soviel (Tonnen!) Kompostmaterial würde mein Garten sicherlich nie hergeben.

Poison Ivy: Wie ist denn der genaue Buchtitel von Logsdon? Vielleicht kann ich mir das Buch ja auch besorgen. Ich lerne ja gern dazu.

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#48

Beitrag von poison ivy » So 5. Aug 2018, 17:01

Logsdon hat einen ganzen Haufen Buecher geschrieben
zum Thema Boden empfehl ich Dir
Bild

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#49

Beitrag von Pitu » So 5. Aug 2018, 17:15

Danke! Netter Titel! Sehr einprägsam! ;)

Ich habe gerade gesucht. Gene Logsdon scheint ja ne Menge interessante Bücher geschrieben zu haben. Wurden aber nicht ins Deutsche übersetzt. Mal sehen, ob ich in Deutschland ein paar Bücher aus Unibibliotheken bestellen kann?

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Sonne
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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#50

Beitrag von Sonne » So 5. Aug 2018, 20:31

Finde das Thema sehr spannend.

Und die Photogalerie auf der Homepage dieses Mannes bzw Ehepaares ist auch interessant. Herzige Bilder auch dabei. :)

http://www.singingfrogsfarm.com/

Was ich mich aber frage ist, wenn dieses Modell in großem Umfang Interesse fände, wo kämen dann diese Unmengen Kompost her, die man da benötigt?

Ich sehe es schon an unserem kleinen Garten, wie schwierig es ist, mit eigenem Material von Beet und Hecken eine größere Menge Kompost zu bekommen.
Aber ganze Felder mit einem üppigen Belag Kompost zu bedecken... :hmm:
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31

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