Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

Sabi(e)ne
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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#11

Beitrag von Sabi(e)ne » Mo 12. Sep 2016, 10:09

Zu Hobby-Gärtnerin: Denk an das Buch Holy Shit - Biomasse ist genug da, und auch gleich tw. als Dünger, aber unsere Kultur spült das lieber den Kanal runter - für teures Geld...
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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#12

Beitrag von hobbygaertnerin » Mo 12. Sep 2016, 12:24

@Sabi/e)ne,
ja, wir leisten uns den Luxus grösster Verschwendung.
Solange Nahrungsmittel so billig sind, wird sich da auch nicht viel daran ändern.
Eines muss ich einigen Amis lassen, ich lerne von denen mehr mehr als von hier bei uns.

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#13

Beitrag von kraut_ruebe » Mo 12. Sep 2016, 14:04

@blätter:

dafür, dass so ein blatt eigentlich kaum masse hat, trägt es eigentlich gut zur humusbildung bei. der größte vorteil dran ist für mich, dass die blätter die feuchtigkeit halten - am boden unter den bäumen ebenso wie im kompost. ich find das wichtig fürs wachstum der bäume und für die ganzen mikros, die dann weiterarbeiten können.

wenn ein komposthaufen vollkommen trocken ist, dann passiert dort gar nix, dann liegt da bloss ein haufen zeug und wartet auf bessere zeiten. ist bei mir leider oft der fall.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#14

Beitrag von Buchkammer » Mo 12. Sep 2016, 14:15

Anmerkung zu den Blättern, die sicher schon bekannt sein dürfte: Walnuss, Eichen oder anderes Laub, dass viel Gerbstoff enthält, eignet sich weniger für den Kompost, da Gerbstoffe das Keimen von Samen verhindern können.
Hab mich früher immer gewundert, warum unter einem Walnussbaum nicht viel wächst und schlecht gedeiht. Kann man vielleicht auch nutzen, um bestimmte Flächen frei von Bewuchs zu halten? :pfeif: Na ja, die üblichen Beikräuter sind da bestimmt abgehärtet und wachsen trotzdem.
Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern. Heute bin ich weise und möchte mich verändern. (Rūmī)

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#15

Beitrag von kraut_ruebe » Mo 12. Sep 2016, 14:37

ich seh da zwei verschiedene dinge:

gerbstofflaub verrottet im kompost langsamer als andres laub. im passenden mischungsverhältnis mit andrem kompostzeugs macht das aber nix und es verschwindet in der masse (wenn man das gerbstofflaub nicht sowieso extra braucht für heidelbeeren + co).

und:

unterm walnussbaum wächst nur manches, da nusslaub + wasser = kettenreaktion mit dem ergebnis von juglon. juglon ist toxisch für manche pflanzen/samen (stichwort allelopathie).
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#16

Beitrag von poison ivy » Mo 12. Sep 2016, 15:00

Sabi(e)ne, mit Holy Shit bist schon mal auf dem richtigen Dampfer
das ueber 30 Jahre alte Buch war eines von Logsdon, keine Ahnung welches,
er propagiert in fast jedem 20to manure/ac

vielleicht hat ja der Rebell Logsdon gelesen?

mein Kompost hat heuer noch kaum Regen gesehen, wir haben NUR stage 3 drougt :haha:
und dennoch ist frisch Aufgesetztes binnen 3 Tagen knalleheiss geworden und rottet munter vor sich hin
klar, wenn ich im Herbst nur rascheltrockenes Laub auf einen Haufen rech' ...

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#17

Beitrag von hobbygaertnerin » Mo 12. Sep 2016, 18:09

Ich dachte ja lange Zeit, dass die Masse an Laub, die von unserem Buchenwald im Herbst runterkommt für eine einigermaßen gute Humusbildung sorgen würde. Ist nämlich wirklich viel.
Sieht man unter den Bäumen nach, liegt die oberste Blattschicht, dann leicht zersetztes Blattmaterial, dann eine fast zersetzte Masse und eine nicht sehr dicke Humusschicht auf dem eher mageren Boden. Die Buchen haben sich zum Teil zu stattlichen Bäumen entwickelt, aber überschüssige Humusmengen sind dort nicht zu finden. Ebensowenig finde ich dort Regenwürmer, aber es wimmelt von anderen Tierchen.
Gerbstoffhaltiges Laub (Nussbaum, Eiche) lasse ich über den Winter in einem Sack oder in einer Tonne fermentieren und gebe es dann im Frühling schichtweise unter den Kompost. Ein Teil davon kommt zu den Heidelbeeren.
Zum Thema holy Shit,
mir fällt auf, dass Kompost mit der Zutat Mist eine ganz andere Ausgangsbasis bildet.
Über Obstbäume habe ich bei Kaiser nichts zum Lesen gefunden, wäre bestimmt auch interessant, wie er dort arbeitet.
Die richtige Feuchte beim Kompost - auch ein weiterer wichtiger Baustein.
mir ist der Begriff "fragmentiertes Zweigholz" wieder eingefallen.

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#18

Beitrag von Rohana » Mo 12. Sep 2016, 18:45

Sabi(e)ne hat geschrieben:Zu Hobby-Gärtnerin: Denk an das Buch Holy Shit - Biomasse ist genug da, und auch gleich tw. als Dünger, aber unsere Kultur spült das lieber den Kanal runter - für teures Geld...
Leider ist zuviel schlechter shit im guten shit, als dass man den shit einfach so aufs Feld kippen könnte. Die Nährstoffe die uns dadurch flöten gehen dass die Menschen lieber alles mögliche und unmögliche im Klo runterspült statt nur ihr Geschäft, tja, die müssen wir uns halt woanders holen...
Hab mich früher immer gewundert, warum unter einem Walnussbaum nicht viel wächst und schlecht gedeiht. Kann man vielleicht auch nutzen, um bestimmte Flächen frei von Bewuchs zu halten?
Daran wird derzeit geforscht, hab letztens ne kurze Notiz gelesen, weiss aber nicht mehr wo.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#19

Beitrag von viktualia » Mo 12. Sep 2016, 19:17

Ich hab Walnuss im Garten, bzw. 2 große stehen direkt nebenan. Dieses Jahr gab es den besten (Laub)kompost, den ich je hatte:
letzten Herbst hab ich den frisch aufgesetzten "normalen" Kompost mit ner riesigen Menge Walnussblättern abgedeckt,
eigentlich nur, weil ich nicht alles in die Tonne tun wollte.(Ist wirklich viel, mit nem Teil der Blätter abdecken mach ich schon länger, letztes Jahr halt alles drauf.)
Im Frühjahr den Kompost umgesetzt, dabei die Blätter auf nen Haufen daneben, mit nur bissl vom Kompost als "Starter";
jetzt letzte Woche: tiefschwarze, lockere, duftende Erde.
Weniger als ein Jahr. Irgendwie hat das vorher in 30cm Schicht rumliegen der Sache wohl gut getan.
Mach ich diesen Herbst wieder.....
Es gibt einiges, was hier gut unter Walnuss wächst: ausser Brennesseln, Taubnesseln, weiss und gelb, Efeu in Mengen, ne "Jelängerjelieber", eine Pflaume, Mahonie, Weissdorn, Bärlauch, Glockenblumen, Stachelnüsschen, Lungenkraut, Christrosen. Alles unmittelbar unter der Krone.

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#20

Beitrag von hobbygaertnerin » So 18. Sep 2016, 08:15

Habe mir den Bericht über Paul Kaiser ein paar Mal durchgelesen, mich würde interessieren wie der seinen Kompost herstellt.
Denn wirklich guten Kompost herzustellen ist meiner Meinung nach Meisterschaft.
Hier bin ich auch noch nach vielen Jahren des Herumprobierens nicht am Ende der Weisheit.
Vor allem ist bei Kaiser interessant, dass er ganz anderw Wege geht.

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