Vegan düngen

Tika
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Re: Vegan düngen

#101

Beitrag von Tika » Mo 3. Dez 2018, 13:04

Bei mir ist sie im Hühnerauslaufbereich, da taugt sie auch als Deckung. Der Boden da ist nicht besonders, pappiger schwerer Lehm, aber durchmischt mit Splitt, weil da vorher mal ein Teich daneben war.
Ich wollte sie am Anfang mal da weghaben und habe ordentlich gehackt, sie kam aber wieder. Wenns zuviel wird hacke ich wieder mal ein bisschen, und so geht das gut, hier, an dieser Stelle (ca. 0,5 m²). Im Garten würde ich sie nicht wollen, meine Fläche ist da nicht sehr groß und sie würde mir wegen der Blattmasse und der Höhe zuviel Licht wegnehmen.
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Re: Vegan düngen

#102

Beitrag von holzgaser » Mo 3. Dez 2018, 18:24

@Pitu

Das Gras verwende ich immer wenn ich welches habe, egal ob Blüte oder nicht.
Rein statistisch hast Du 120000 keimfähige Samen je m² im Boden da ist es egal ob mit dem Gras noch was mit kommt.

Getreidestroh verwende ich nur sparsam das es evtl. zu viel Stickstoff bei der Humusbildung braucht. Wenn das Stroh 1:1 mit frischem Gras gemischt ist gibt es kein Problem.

Bei dem Mais hat es keinen signifikanten Unterschied gegeben da die Fläche zu klein war um wirklich einen Aussage treffen zu können.
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Re: Vegan düngen

#103

Beitrag von ina maka » Mo 3. Dez 2018, 20:00

holzgaser hat geschrieben:Rein statistisch hast Du 120000 keimfähige Samen je m² im Boden...
Zum Beispiel, wenn du einen Sandspielplatz und einen frischen Wiesenumbruch im Früh-Herbst statistisch zusammentust, dann ist die Hälfte der Samen im Sandspielplatz und die Hälfte der Samen im Wiesenumbruch.
wirklich??

nur so als kleiner Tipp ;)

Ich täte schon darauf achten, dass keine Blüten/Samen drin sind, wenn´s halt irgendwie geht.
ganz samenfrei ist wahrscheinlich kein Gartenboden.... :pfeif:

Ich halte schnell umgehacktes oder abgeschnittenes Unkraut an Ort und Stelle liegen gelassen für sehr guten Mulch - obwohl manche Pflanzen manchmal nachwachsen.
Nur bei der Ackerwinde mach ich mir die Mühe, die vorher extra rauszuholen.
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Re: Vegan düngen

#104

Beitrag von Pitu » Mo 3. Dez 2018, 23:58

Danke für Eure Infos! Silphie würde ich wohl wirklich erstmal im Mörtelkübel ausprobieren. Mit Wucherndem bin ich immer sehr vorsichtig. Chinaschilf soll eine recht gute Stickstoffbilanz haben als Mulch, aber da muß ich noch die Sorte herausfinden, die sich nicht durch Wurzelausläufer ausbreitet.

Luzerne scheint mir jetzt wirklich die optimale Mulchpflanze zu sein. Die ist dieses Jahr auch besser mit der Dürre zurechtgekommen als die Esparsette z.B.
Rasenschnitt gab es dieses Jahr bei mir nur ein einziges Mal. Ich werde auf jeden Fall die Fläche für die Luzerne schon mal vorbereiten.

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Re: Vegan düngen

#105

Beitrag von Legelle » Do 10. Jan 2019, 09:34


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Re: Vegan düngen

#106

Beitrag von emil17 » Do 10. Jan 2019, 09:52

Pitu hat geschrieben:Chinaschilf soll eine recht gute Stickstoffbilanz haben als Mulch, aber da muß ich noch die Sorte herausfinden, die sich nicht durch Wurzelausläufer ausbreitet.

Luzerne scheint mir jetzt wirklich die optimale Mulchpflanze zu sein. Die ist dieses Jahr auch besser mit der Dürre zurechtgekommen als die Esparsette z.B.
Rasenschnitt gab es dieses Jahr bei mir nur ein einziges Mal. Ich werde auf jeden Fall die Fläche für die Luzerne schon mal vorbereiten.
Was verstehst du unter Stickstoffbilanz? Aus nichts wird nichts, und Chinaschilf erzeugt wie alle Gräser im abgetrockneten Zustand ausser im Korn einfach einen Haufen Stroh - der Stickstoff wandert in die Wurzeln zurück.
Luzerne ist sehr gut auf trockenen Böden, da extremer Tiefwurzler. Es bilden sich aber in trockenen Jahren vor allem extrem harte sperrige drahtige Stengel, die sich dann nur langsam zersetzen. Zum Mulchen muss man das Zeug durch einen Häcksler lassen. Im Heu bröseln die Blätter beim Ernten heraus.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Vegan düngen

#107

Beitrag von ina maka » Do 10. Jan 2019, 12:17

emil17 hat geschrieben:Was verstehst du unter Stickstoffbilanz? Aus nichts wird nichts, und Chinaschilf erzeugt wie alle Gräser im abgetrockneten Zustand ausser im Korn einfach einen Haufen Stroh - der Stickstoff wandert in die Wurzeln zurück.
Pflanzen holen sich Stickstoff (N) aus der Luft.
hab eben gerade wieder in einem alten kraut und rübe Heft gelesen "Rasenschnitt hat viel Stickstoff".

Vielleicht muss man "das Gras" frisch verwenden (also nicht trocknen lassen)?

Gräser im abgetrockneten Zustand "erzeugen" gar nichts mehr ;)
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Re: Vegan düngen

#108

Beitrag von penelope » Do 10. Jan 2019, 12:27

Sticksoff aus der Luft binden können nur Leguminosen mit Hilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln. Luzerne kann das also beispielsweise, Gras jedoch nicht. Frische Gräser enthalten recht viel Stickstoff, aber eben nur den, der vorher auch schon im Boden war. Daher trägt man ja den Grasschnitt ein paar Jahre lang weg, wenn man eine man eine magere Blumenwiese anlegen will und muss andererseit aber regelmäßig düngen, wenn man auf Grünland Futterheu oder Silage machen will.

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Re: Vegan düngen

#109

Beitrag von Rohana » Do 10. Jan 2019, 12:52

ina maka hat geschrieben:
emil17 hat geschrieben:Was verstehst du unter Stickstoffbilanz? Aus nichts wird nichts, und Chinaschilf erzeugt wie alle Gräser im abgetrockneten Zustand ausser im Korn einfach einen Haufen Stroh - der Stickstoff wandert in die Wurzeln zurück.
Pflanzen holen sich Stickstoff (N) aus der Luft.
Meine Güte Ina bitte überprüfe deine Aussagen ab und zu mal! :nudel: Einige Pflanzen haben die Möglichkeit einer Symbiose mit Bakterien und können darüber Luftstickstoff nutzen, wie eben die Leguminosen, wie Penelope schon richtig gesagt hat.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

ina maka
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Re: Vegan düngen

#110

Beitrag von ina maka » Do 10. Jan 2019, 13:30

:bet:
emil17 hat geschrieben:
Pitu hat geschrieben:Luzerne scheint mir jetzt wirklich die optimale Mulchpflanze zu sein. [....] Ich werde auf jeden Fall die Fläche für die Luzerne schon mal vorbereiten.
Was verstehst du unter Stickstoffbilanz? Aus nichts wird nichts,
Ich hab wohl eher ein bisschen (falsch-)selektiv gelesen - aber jetzt ist ja eh alles geklärt! :)
Luzerne ist die Pflanze, die viel Stickstoff bringt, sorry für mein missverständliches "Geschwurbel".

@Rohana: hat Heu gleich viel Stickstoff wie frischer Rasenschnitt? Darüber hab ich keine Informationen, als Landwirtin weißt du darüber sicher mehr. So rein gefühlt hab ich nämlich den Eindruck, frischer Mulch düngt mehr als getrockneter, ob das aber objektiv stimmt?? Und wenn ja, woran das liegen mag?
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