Wie Regenwürmer zur Lebensmittelproduktion beitragen

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emil17
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Re: Wie Regenwürmer zur Lebensmittelproduktion beitragen

#11

Beitrag von emil17 » So 19. Nov 2023, 17:48

Eberhard hat geschrieben:
So 19. Nov 2023, 14:26
Die forschenden Wissenschaftler aus dem verlinkten Beitrag sind sicher äußerst davon angetan, von einem weiteren Wissenschaftler mit dem wirklichen Durchblick aus dem Handgelenk heraus fachlich unterstützt zu werden.
Wissenschaftliche Diskussionen zeichnen sich, im Gegensatz zu den Beiträgen mancher user hier, dadurch aus, dass sie sachlich argumentieren und nicht auf den Mann spielen.
Ich habe übrigens lange genug Bodenforschung betrieben, um zu wissen, wo die Probleme liegen, wenn man aufgrund kurzzeitiger Beobachtungen oder Messungen zu belastbaren Daten bezüglich der Klimarelevanz, also der langfristigen Kohlensotoffbilanz, kommen will. Der verlinkte Artikel macht aus gutem Grund weder quantitative Aussagen über die Mengen an Kohlenstoff noch über die vermutlich betroffenen Flächen.
So etwas dürfte allerdings Leute, die an Humbug wie biologische Transmutation ernsthaft glauben, nicht wirklich interessieren.
Eberhard hat geschrieben:
So 19. Nov 2023, 14:26
Die "Nichtstörung und -minderung" ist selbstredend durch zugängliche Studien belegt oder nur eine subjektive Meinung?
Oh, das ist ganz einfach. Ich habe zwei Augen im Kopf und einen Garten, den ich seit 20 Jahren regelmässig bodenberabeite, und vorher wurde das auch schon seit sehr langer Zeit so gemacht - wie von praktisch allen Leuten im Dorf, die einen Garten mit Grabeland haben. Weil hier viel Dauergrünland überbaut wird, sieht man beim Aushub der Baugrube den Unterschied zu Böden gut, die nie bearbeitet wurden.
Allerdings war und ist das den Leuten hier bloss Mittel zum Zweck. Die machen das nicht wegen dem Boden an sich, sondern weil sie gute Ernten an Gemüse haben wollen.
Eberhard hat geschrieben:
So 19. Nov 2023, 14:26
Den Maulwürfen, die es auch in Nordamerika gibt, scheint es da in Kanada wohl schon zu kalt zu sein.
Irgendwo zwischen der Region Vancouver (teilweise Weinbauklima) und dem hohen Norden ist das sicher der Fall. Kanada ist der zweitgrösste Flächenstaat der Erde und erstreckt sich über mehr als 41 Breitengrade. Deshalb ist diese Aussage ziemlich risikolos.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Wie Regenwürmer zur Lebensmittelproduktion beitragen

#12

Beitrag von Eberhard » Mo 20. Nov 2023, 10:22

emil17 hat geschrieben:
So 19. Nov 2023, 17:48
Ich habe zwei Augen im Kopf
Diese Antwort trifft meine Erwartungen in Erfahrung aus Vergangenem. Deine Wahrnehmung ist kritiklos und richtig, während Beobachtungen und Untersuchungen anderer regelmäßig in geistiger Verwirrung oder in Unfähigkeit zum Messen stattfinden, und daher für Glaubwürdigkeit mit diversen Zahlen, Zahlen, Studien usw. zu belegen und zu beweisen sind.
Es ist eben ein Unterschied, WER da so guckt.
Mit freundlichem Glück Auf!

Eberhard

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emil17
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Re: Wie Regenwürmer zur Lebensmittelproduktion beitragen

#13

Beitrag von emil17 » Mo 20. Nov 2023, 19:16

Wenn du lesen könntest ... Ich stelle fest dass es bei mir Würmer und viel Humus trotz Umgrabens hat und dasss die alten Gartenböden eine dickere Humusschicht haben als das nie umgegrabene Dauergrünland ringsum. Also ist die Behauptung widerlegt, Graben würde stets den Boden schädigen. Das ist schlichte Aussagenlogik und wenn es bei jemand anderem anders ist, dann ist daran noch nichts falsch. Ich habe ja nicht behauptet, regelmässig umgegrabene Böden seien stets humus- und regenwurmreich.
Zum zweiten Teil: Wer Sachverhalte behauptet, die im Gegensatz zu Naturgesetzen stehen, die sich seit sehr langer Zeit als richtig erwiesen haben - ich denke hier an die Erhaltung der Energie, an die Gesetze der Thermodynamik und an die Unveränderlichkeit chemischer Elemente in biologischen und chemischen Prozessen -, der hat nun mal die Beweislast - und nicht derjenige, der dies nicht glaubt. Eben dies ist der Grundsatz wissenschaftlicher Diskussionen: Die logisch begründbaren und im Experiment reproduzierbaren Ergebnisse zählen, nicht der Autor.

Aber lassen wir das, es führt zu nichts.
Abergläubische Leute, die an Ammenmärchen, Gespensterhistörchen und dergleichen hängen, sind nicht durch Gründe der Philosophie und durch vernünftige Zweifelserweckung von ihrem Wahne zu befrein, am wenigsten aber durch Deklamationen, Persiflage und Ereiferung. Es ist da kein anders Mittel, als ihnen nicht eher zu widersprechen, bis man zugleich eine einzelne Tatsache strenge und kaltblütig untersuchen, und sie mit eigenen Augen von dem Betruge oder Ungrunde überzeugen kann, obgleich es wahrlich unbillig ist, daß man dem, welcher eine übernatürliche Erscheinung behauptet, den Beweis erläßt, und ihn demjenigen auflegt, der die Rechte der Vernunft verteidigt.
(A. v. Knigge, über den Umgang mit Menschen, 1788)
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.

Eberhard
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Re: Wie Regenwürmer zur Lebensmittelproduktion beitragen

#14

Beitrag von Eberhard » Di 21. Nov 2023, 12:49

Wenn du lesen könntest ...
Auch das muss an den besonderen Augen und dem überwältigenden Hirn liegen: Lesen kann im Zweifelsfall nur EINER, ihr armen Dummies.

Warum soll man sich angesichts seines (geglaubt) alles überstrahlenden Intellekts mit Dingen befassen, die gerade nicht nur eigenen Meinung (= gesetzesgleich) passen?

Daneben ist Art und Umfang der Bodenbearbeitung nur ein Punkt unter mehreren, die man bezüglich eines guten humusreichen Bodens betrachten würde.
Hier in Mitteleuropa haben wir die Situation, dass uns Boden und Natur bisher eine hohe Toleranz entgegengebracht hatten. In anderen Regionen der Welt hat man es schneller mit gleichen bewährten Methoden schneller geschafft, Böden zu degradieren und der Wüstenbildung Vorschub zu liefern.
Mit freundlichem Glück Auf!

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Re: Wie Regenwürmer zur Lebensmittelproduktion beitragen

#15

Beitrag von emil17 » Di 21. Nov 2023, 17:05

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