Mein Garten und die Probleme

catweazle13
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Re: Mein Garten und die Probleme

#21

Beitrag von catweazle13 » Di 30. Jun 2020, 15:20

Hallo, vielleicht magst du ja auch blaubeeren? Heidelbeeren werden den sauren Boden lieben. :ziege:

aprikosenkatze
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Re: Mein Garten und die Probleme

#22

Beitrag von aprikosenkatze » Di 30. Jun 2020, 15:42

Ich liebe Blaubeeren. Je mehr desto besser. Danke.
Aber wie kriege ich ohne zu misten oder ohne eigenen Kompost in die Erde rein? Ich sag ja, Ameisen ja (auf dem Gehweg und letztes Jahr in der Küche und in den Schränken) in der Erde keine Regenwürmer, höchstens ein paar Asseln. Und wie gesagt, es muss alles durch das Treppenhaus und die Wohnung in den Garten gebracht werden.

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Taraxacum
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Re: Mein Garten und die Probleme

#23

Beitrag von Taraxacum » Di 30. Jun 2020, 19:37

Wie hoch ist denn das Haus? In meiner Berufspraxis haben wir mal vor etliche Jahren einen solchen Garten komplett umgestaltet. Alles Material wurde mittels Autokran in BigPacks hin und her über das Dach gehoben, da kein direkter Zugang bestand. Keine Ahnung, was das gekostet hat aber das Ergebnis hinterher war super. Gut, es war in dem Fall ein Eigenheim, so dass es sich für die Besitzer gelohnt hat aber manchmal sind solche Kranfirmen froh, wenn kleine Anschlussarbeiten da sind, wenn die eigentliche Baustelle nur bis zum frühen Nachmittag gedauert hat und Kran und Leute ausgelastet werden sollen. Da kann man den Kran für kleines Geld mal für ne Stunde bekommen. Da muss dann nur das Timing passen, dass dann das Material schon bereit steht.
Was noch geht, den alten Boden absaugen lassen und dann neuen Boden einblasen. Haben wir sowohl bei Dachbegrünungen bzw. Spielsandaustausch gemacht. Da geht dann nur der Schlauch durchs Treppenhaus und Wohnung. Ansonsten mit viel Manpower alles per Eimer durchtragen (lassen)

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Manfred
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Re: Mein Garten und die Probleme

#24

Beitrag von Manfred » Di 30. Jun 2020, 19:45

Wozu dient denn dieser Querweg durch alle "Kleingärten", wenn man darauf nicht um das Haus herum kommt?
Dann wäre es für die Mieter doch viel angenehmer, wenn jeder seinen separaten Garten bis an den Fluss hätte?

Wenn man das liest und die Bilder sieht, lernt man die begrenzten Freiheiten des eigenen kleinen Reichs wieder mehr zu schätzen.

aprikosenkatze
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Re: Mein Garten und die Probleme

#25

Beitrag von aprikosenkatze » Di 30. Jun 2020, 22:23

Die Häuser sind sehr hoch, 3,5 Etagen. Nur von der Straße her wäre was zu machen. Zwischen Haus/Garten und dem Fluss der 3,5 - 4 m tiefer liegt ist nur ein Gehweg der nicht befahren werden kann.

Der Weg zwischen den Häusern dient dazu das man aus der Tiefgarage Sachen zu den Häusern bringen kann. Ist aber wohl daneben gegangen. Er wird nur von einem Nachbarn und dem Vermieter zum Sträucher-Beschneiden genutzt. Natürlich wäre der Garten bis zur Mauer besser, ist aber leider nicht. Und nur die 3 hinteren Häuser inkl meins sind so bepflastert. Die anderen haben auch Kirschbaumhecken als Trennung inkl zum Weg zum Teil. Wir eben nicht.

Manpower steht mir leider nicht zur Verfügung oder nur sehr begrenzt. Ich hatte mir das auch anders vorgestellt. Aber da der frühere Vermieter von mir, er besitzt das 1. Haus dieser Häuserreihe, ziemlichen Ärger machte, horrende Betriebskosten auswies und noch einiges Unangenehmes mehr, brauchte ich eine neue Wohnung und diese lag nur ein paar Meter entfernt und dazu der Garten, der Fluss, habe ich zugegriffen. Jetzt muß ich halt sehen, was ich daraus mache.

Ich könnte es mir einfach machen. Ein paar Zwerggehölze, Rasen oder Bodendecker, Immergrüne und gut wär's. Vielleicht sollte ich das tun statt mir Gedanken zu machen wie ich es auf meine Art hin kriege. Die Vögel fühlen sich ja wohl in meinem Garten und das ist mir wichtig obwohl ich kein überragender Vogelfreund bin. Dieses Jahr hat eine Ente bei mir gebrütet. 7 von 8 Küken sind geschlüpft und wurden zum Fluß gebracht und leben jetzt wieder dort. Gestern Morgen flog ein Spatz ins Wohnzimmer den ich wieder raus gebracht habe. Bei Unwetter sitzen sie entweder auf der kleinen Insel im Fluß oder nanchmal auch auf meiner Terrasse oder in meinen Bäumen und Büschen. Und sie pflücken alles aus dem Buchsbaum raus zum Fütter ihrer Jungen.

Ich gabe mein Leben lang von einem Garten geträumt mit etwas Obst und Gemüse und Kräuter. Blumen und Stauden in einem Bauergarten. Am liebsten in einer Kate, einem Fischerhäuschen oder einem Cottage oder Hexenhäuschen. Soll wohl nicht so sein. ?ich bin ein moderner Mensch der im Hier und jetzt lebt aber der einen gehörigen Teil auch in früheren Jahrhunderten lebt. Und das kommt gerade so richtig durch. My home is my castle ist fast wörtlich zu nehmen. Es ist meine 2. Haut. Und dazu gehört einfach auch ein Garten. Im Notfall eben nur mit Anschein eines richtigen Gartens.

Verzeiht das ich euch nicht meinen Wohnort verrate, doch dafür habe ich Gründe. Meine Nachbarn meinen es bestimmt auch nicht schlecht, aber sind eben auch gefangen in ihrer Welt. Das ist eben so und man muss miteinander kompromussbereit und rücksichtsvoll sein. Ich musste bzw wollte nur die Fakten anbringen um die Situation zu klären.

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Manfred
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Re: Mein Garten und die Probleme

#26

Beitrag von Manfred » Mi 1. Jul 2020, 07:51

Ok. Jetzt können wir uns das denke ich etwas besser vorstellen.
Die beiden Hauptbaustellen, wenn Nutzpflanzen kultiviert werden sollen, dürften sein, den vorhandenen Boden zu verbessern und das anfallende Schnittgut zu entsorgen.
Ich würde mir trotz des "Kompostverbots" einen kleinen Schnellkomposter anschaffen. Die Dinger sind ja rattensicher und weitgehend geruchsneutral und man kann sie verblenden, damit man sie nicht auf den ersten Blick erkennt.
Geht das nicht, muss das Schnittgut halt raus und Kompost (alternativ Mistpellets) sackweise rein getragen werden. Schnittgut alternativ zerkleinern und als Mulch verwenden.
Den Boden kalken, Kompost drauf, umgraben, bepflanzen und mögl. dauerhaft mit lebenden Pflanzen oder organischem Mulch bedeckt halten. Dann wird das nach und nach mit dem Boden. Wenn Gemüse angebaut werden soll, zusätzlich Stickstoff düngen (z.B. Hornspäne). Sonst wird das Gemüse nur mickern, bis der Boden mal halbwegs in Schuss ist.

Falls das auf Dauer zu anstrengend ist, bliebe Variante 2, die Fläche nach und nach als Biotop aufzuwerten, indem weitere Schlupfwinkel und Brutmöglichkeiten, Futterquellen (Blüten, Früchte, Bodenleben), Vogelbad etc. geschaffen werden. Gemüse ginge dann immer noch in Kübeln auf der Terrasse oder zwischen den sonstigen Pflanzen.

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Re: Mein Garten und die Probleme

#27

Beitrag von aprikosenkatze » Mi 1. Jul 2020, 09:28

Danke Manfred. Ich lass mir das durch den Kopf gehen. Den Boden werde ich mal testen lassen. Mistpellets? Das ist ja interessant. Wir haben früher Pferdemist gehabt. Danke für den Hinweis. Ist ja auch schon über 20 Jahre her das ich einen Garten hatte. Auch das mit diesem Schnellkomposter ist interessant. Ich muss viel lernen. Es hat sich wohl viel geändert.

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Re: Mein Garten und die Probleme

#28

Beitrag von Mika » Mi 1. Jul 2020, 09:36

Deswegen ja auch mein Vorschlag mit den Wurmkompost. Da gibt es viele Systeme für drinnen und draußen ;) Man sieht nix und riecht nix und es geht schnell.

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Re: Mein Garten und die Probleme

#29

Beitrag von Dyrsian » Mi 1. Jul 2020, 09:40

Wenn du große Mengen Kompost brauchst, kann du auch bei MyHammer oder im Kleinanzeigenteil deiner Zeitung eine Anzeige schalten, dass dir einer mit nem Hänger aus der Kompostfabrik ein paar Kubikmeter holt und in den Garten trägt. So schwer ist das Zeug ja nicht. Weil der noch nicht 100% durchgerottet ist, stinkt er aber bisweilen ein bisschen. Genau wie übrigends Mistpellets. ->Ärger mit den Nachbarn!
Bei den Mistpellets aufpassen, manchmal (wie bei mir) steht "Pelletierter Rindermist", es ist aber 90% Hühnermist - weil der mehr Stickstoff hat, dafür stinkt er aber wie sau. Das Zeug ist ein reiner NP (und eingeschränkt K) Dünger, den Humusanteil steigert es nur unwesentlich.
Ich finde den Garten jetzt gar nicht so schlimm, es stellt sich die Frage wie viel Arbeit und Nerven man da reinsteckt die ~18 qm komplett umzugestalten. Stell dir doch für ein bisschen Pflücksalat, Radieschen, Rucola oder Asiasalat ein paar Kästen oder Töpfe auf. Wenn du körperlich schwer eingeschränkt bist wirst du die zum richtigen "Gemüsenanbau" notwendigen Bodenarbeiten usw. ohnehin nicht durchführen können. Ständig auf (bezahlte) Hilfe angewiesen zu sein ist doch auch nicht das Wahre. Wenn du einnmal richtig Ärger mit den Nachbarn hast, willst du dort eh nicht mehr wohnen bzw. kannst deinen Garten ohnehin nicht mehr genießen. Sind die 3 Kohlköpfe die du auf der Fläche erntest das wert?
Dann würde ich noch vorschlagen, sich eine Growbox im Haus zu bauen, dort kannst du im Winter Salate und Blattgemüse ziehen. Das kann man als Hydrokultur machen (dann isses aber nicht "Bio" weil mineralisch gedüngt) oder irgendwie anders. Für kleine Mengen hochkonzentrierten Kompost könntest du im Haus einen Bokashi anlegen.

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Re: Mein Garten und die Probleme

#30

Beitrag von aprikosenkatze » Mi 1. Jul 2020, 12:24

Danke Dyrsian, ne den Ärger ist es nicht wert. Ich überschlaf das mal. Vielleicht habe ich ja im nächsten Leben Glück und krieg mein kleines Häuschen mit Bauern- und kleinem Nutzgarten und einer Obstwiese und einem kleinen Wald und netten Nachbarn und kann handarbeiten, nähen, schreiben, lesen, kochen usw. Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.

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