Wölfe

Re: Wölfe

Beitragvon Edermühle am Mi 2. Mai 2018, 22:46

Will ja jetzt nicht der Spielverderber sein, weil ich ja auch sehr naturverbunden bin, aber fände es hier irgendjemand "faszinierend" oder "witzig" wenn ein Rudel halbwilde Schäferhunde rumstreunen würde...?
Ich glaube, dass die Probleme mit Wölfen mal ganz grob unterschätzt werden.
Was wenn sie verletzt und/oder alt sind...? Auf wen oder was machen sie dann Jagd...?!
Jeder der, so wie ich, mal einem mehr aggresiven 40-50 kg Hund gegenüberstand (und wir reden hier von einem Tier und keinem Rudel) denkt da vielleicht etwas skeptischer...
Also ich bin wie gesagt bei dem Thema sehr zwiegespalten (unsere Tiere mal gar nicht mit einbezogen), aber witzig oder verklärt romantisch find ich ausnahmsweise(!) nicht wirklich...
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Re: Wölfe

Beitragvon Olaf am Do 3. Mai 2018, 15:19

Ach, hast Du ja sicher auch recht. Ich glaub nur, das Centauri und ich die Wahrscheinlichkeiten anders bewerten. Klar möchte ich auch nicht im Wolfsmagen enden, und ich bin auch für Abschüsse außerhalb der geeigneten Wolfsgebiete. Aber letztens wäre der Netto-beliefernde LKW nebst Anhänger fast über mich und mein Fahrrad drüber gerollt: Was ist nun gefährlicher, mit dem Fahrrad 5 km zur Arbeit zu fahren oder hier im Wolfsarea spazieren zu gehen? Das eine bewerten wir instinktiv völlig über aus der Zeit, wo wir noch wesentlich seltener das Ende der Nahrungskette waren (und weil wir früher zumindest Märchen geglaubt haben), das andere, ja, zuck ich irgendwie mit der Schultern, Glück gehabt, überlebt, und fahr am nächsten Tag wieder... Da fehlt offenbar der Instinkt. Das ist völlig krank, ich versuch es mir bewußt zu machen.
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
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Re: Wölfe

Beitragvon Edermühle am Do 3. Mai 2018, 16:00

Ja, jein...
Ich sehe leider keine Notwendigkeit den Wolf hier zu haben (tolles Tier hin oder her), im Einkaufen gehen und der Benutzung des Autos leider schon.
Ich seh das eher wie ne große Baustelle - da gibts auch überall Gefahren, aber die die ich ausschließen kann schließe ich aus und hab nicht das Motto "Jetzt is eh scho wurscht" ;)
Wer sich nach mehr Wildniss sehnt kann ja z.B nach Kanada, da hats dann auch so kuschlige Tiere wie Bären und die Wölfe sind größer und knoch kuschliger :grinblum:
Wie gesagt, bin da zwiegespalten...
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Re: Wölfe

Beitragvon fuente am Do 3. Mai 2018, 17:46

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Da schreiben 2 Leute, die wirklich Ahnung haben. Sicherlich sind die Meinungen zu diesem Thema geteilt, aber was nützt es denn sich gegen den Wolf zu stellen. Er kommt wann er will und ich meine man sollte eher schauen wie man mit der Situation umgeht. Was wäre denn die Lösung, wenn man den Wolf nicht will? Abknallen, vergiften? Betroffen sind in erster Linie die Nutztierhalter, die größere Anstrengungen machen müssen um ihre Tiere zu schützen. Da wäre dann die Gesellschaft gefragt, die für den Wolf ist, diese zu unterstützen und wenn es Hilfe beim Aufstellen sicherer Zäune ist. Patenschaften für Herdenschutzhunde, die im Unterhalt nicht billig sind wäre auch noch ein Gedanke.

Das wichtigste bei der Angelegenheit ist wohl, den Wolf scheu zu halten und nicht dem Trieb nach zu geben alles füttern zu wollen. Das Ergebnis sieht man ja bei den Füchsen und Wildschweinen.
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Re: Wölfe

Beitragvon Dyrsian am Fr 4. Mai 2018, 20:32

Edermühle hat geschrieben:Ja, jein...
Ich sehe leider keine Notwendigkeit den Wolf hier zu haben (tolles Tier hin oder her), im Einkaufen gehen und der Benutzung des Autos leider schon.
Ich seh das eher wie ne große Baustelle - da gibts auch überall Gefahren, aber die die ich ausschließen kann schließe ich aus und hab nicht das Motto "Jetzt is eh scho wurscht" ;)
Wer sich nach mehr Wildniss sehnt kann ja z.B nach Kanada, da hats dann auch so kuschlige Tiere wie Bären und die Wölfe sind größer


:daumen:
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Re: Wölfe

Beitragvon hobbygaertnerin am Mo 7. Mai 2018, 05:44

Letzte Woche gabs aus Baden Würtenberg Bilder, die mich nicht unberührt liessen, eine Menge toter Schafe, die einen gerissen, die anderen vor Panik geflohen und im Fluss ertrunken. Ob es der Wolf war, es wude vermutet.
Bei der Umfrage unter den Einwohnern des Ortes kam rüber, klar sind die Schafe arm dran, aber so ein Wolf ist ein tolles Tier.
Als die Frage kam, was passieren würde, wenn es ein Rudel Wölfe geben würde, naja, solange sie nicht deren Katzen und Hunde angreifen würden, wäre es ihnen egal.
Mir fällt es ja schon bei den Hühnern auf, es gibt inzwischen wenige Hühner mit Auslauf, also müssen die Füchse, Marder und vor allem die Greifvögel da zuschlagen, wo noch welche vorhanden sind.
Es sind keine schönen Bilder, wenn den Hühnern bei lebendigen Leib die Brust herausgerissen wird, wenn der Marder im Blutrausch alles killt, was er im Hühnerstall findet. Und so ist auch der Wolf ein Beutegreufer und verleicht sich das ein, was er findet.
Es mag ja romantisch klingen wnn in kalten, dunklen Winternächten das Wolfsgeheul zu hören sein wird, mir ist es unheimlich und die Vorstellung dass die Wölfe auch in die Offenställe eindringen und dort an die Kälber gehen, keine wirklich schöne Vorstellung.
Was mich manchmal befremdet, es wird immer gejammert, dass die Singvögel weniger werden, aber dass die Elstern die Nester ausräumen, die Greifvögel sich auch an den Singvögeln reichlich bedienen, das übersieht man geflissentlich.
Ich kann gut verstehen, dass Wölfe und Bären ausgerottet wurden, ich stell mir nur vo, wie das in den Bergen gut gehen soll, die Rinder und Schafe, die dann vor Panik die steilen Wänden runterfallen, wen interessiert das schon.
Die Arbeit mit Herdenschutzhunden ist auch nicht so ganz ohne- und wie will man die Flächen freihalten, wenn die Einzäunung fast an die einer Demarkationslinie hinkommen will.
Es mag Gegenden geben, wo weniger dichte Besieldung Raum und Platz für Tiere leisten kann, aber der sensible Alpenraum wird ein anderer werden, wenn dort die Wölfe wieder herrschen. Wie das auch mit den vielen Wanderern, Mountainbikern und anderer Freizeitnutzung gehen kann, das erschliesst sich mir nicht.
Ob es hinhauen kann, so ein dichtbesiedeltes Land als reines Freizeitland zu planen und ausgerechnet die Landwirte in die Wüste zu schicken, die den Tieren Auslauf und Weiden bieten- naja, da hab ich so meine Zweifel.
Was mich an der Berichterstattung über Wölfe ärgert, es wird auf der einen Seite halbherzig berichtet, dass vermutlich ein Wolfsüberfall war, aber man erfährt nie, ob es das dann auch wirklich war- und auf der anderen Seite- solche Bilder, wie neulich im Fernsehen, sind Nutztiere eigentlich so wenig hoch in der Wertschätzung- würden Hunde, Katzen in grösserem Ausmaß verschwinden, käme es zum Sturm.
Und dann geht ein Kampfhund an ein kleines Kind oder an Familienanghörige- und es gibt einen Shitstorm, wenn davon gesprochen wird, dass solche Hunde eingeschläfert werden müssen.
Ich liebe Tiere, aber diese komische Art - wie es heute läuft, ich komme da oft einfach nicht mehr mit.
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