Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Oelkanne
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1401

Beitrag von Oelkanne » So 22. Jul 2018, 10:17

fahren (lassen)
Du sagst es, keiner der selber fährt baut sich einen schönen acker zu.

ina maka
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1402

Beitrag von ina maka » So 22. Jul 2018, 10:41

Oelkanne hat geschrieben:
fahren (lassen)
Du sagst es, keiner der selber fährt baut sich einen schönen acker zu.
Aber Strom haben will wohl jeder??
Oelkanne hat geschrieben:mag eine Solaranlage wirtschaftlich und angebracht sein (der Markt/Verbraucher bzw die Politik fordern und fördern sie ja)
:roll:
eh klar, und die "Produzenten" beleuchten ihre Häuser nur mit eigenem Öl - Rapsöl??
Und der Trecker fährt auch mit Heu oder Mais oder Weizen?
ausschließlich?

**************************

Was emil gesagt hat, klingt sehr wohl logisch.
Mich täte es echt interessieren, ob eine Solaranlage für die Umwelt besser oder schlechter ist als ein Bioenergie-Acker?
Gibt es da Studien?
Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eigenen berichtigen.
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Rati
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1403

Beitrag von Rati » So 22. Jul 2018, 11:04

mensch, mensch, soviele "das Glas ist halb leer " Denker hier und schon wieder so viele Vorwürfe und Zurückvorwürfe. Eigentlich sollte mich das deprimieren, aber zum Glück gibt es ja Leute die tatsächlich schwungvoll versuchen an einer Zukunft zu bauen die Natur und Technik gesund vereinen kann.
Wie zB diese Demeterleute und natürlich auch so mancher der hier im traed geschrieben hat. :)
Das beschränkt mein deprimiert sein auf ein kurzes mitleidvolles Seufzen für all jene die jetzt schon wieder lieber über angeblich profitgierige Strombauern, verbaute Landschaften oder mehr Lenkbewegungen bei Ackerfahrten schimpfen wollen.

Für mich ist diese SolarAckerfruchtdoppelnutzung ein gutes Beispiel und ich bin sicher es wird immer mehr davon geben.
:hmm: Vielleicht ist es auch gerade die Anwesenheit der sauertöpfigen ;) welche die "das Glas ist halb voll" Denker zusätzlich motiviert.

In diesem Sinne:
Weitermachen! :mrgreen:

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]

Oelkanne
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1404

Beitrag von Oelkanne » So 22. Jul 2018, 11:24

ina maka hat geschrieben:
Oelkanne hat geschrieben:
fahren (lassen)
Du sagst es, keiner der selber fährt baut sich einen schönen acker zu.
Aber Strom haben will wohl jeder??
Hat jemand etwas anderes gesagt?
Nein.
Aber muss man dazu Ackerflächen zubauen?
Nein.

Oelkanne hat geschrieben:mag eine Solaranlage wirtschaftlich und angebracht sein (der Markt/Verbraucher bzw die Politik fordern und fördern sie ja)
:roll:
eh klar, und die "Produzenten" beleuchten ihre Häuser nur mit eigenem Öl - Rapsöl??
Und der Trecker fährt auch mit Heu oder Mais oder Weizen?
ausschließlich?
Das verstehe ich nicht, warum sollte der Schlepper mit Heu, Mais oder Weizen fahren?

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emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1405

Beitrag von emil17 » So 22. Jul 2018, 15:55

Gemeint ist wohl die nachhaltige Erzeugung von Treibstoff, um den Hof auch aus energetischer Sicht als Nettoproduzent bewirtschaften zu können.
Für mich ist das Energeiproblem nicht mit einem Patentrezept lösbar, egal ob das nun AKWs oder Biodiesel sein soll. Vielmehr geht es darum, alle sich als Nebennutzung ergebenden Energiequellen maximal auszunutzen. Also Solaranalge aufs bestehende Dach, anfallende Biomasse vergären (ist nicht dasselbe, wie Biomasse ausschliesslich zu Energeizwecken extra anzubauen), anfallendes Brennholz nutzen, im Winter wo es geht den Hof mit der Abwärme der Milchkühlung heizen, und was der Möglichkeiten mehr sind.
Wesentlich ist, dass die Währung, in der nachhaltig gerechnet wird, nicht Euros sind, sondern Nettoenergie oder Nahrungsmittel - man kann ja nicht den ganzen Hof umstellen bloss weil der wetterwendische Markt gerade Strom oder Biodiesel nachfragt. Was sich nur wegen Fördernung rechnet, hat längerfristig keinen Bestand.

Es fragt sich auch, ob die immer energiesüchtigere städtische und vorstädtische Bevölkerung einfach Energie fordern kann, weil produzieren bequemer als sparen ist, und dafür die Landschaft zugestellt werden muss - damit verliert die ländliche Gegend ihren Selbstwert und wird als Lieferant und Entsorgungsplatz deklassiert.
Ein Beispiel: Viele moderne Häuslebauer fressen mit ihrem Traum nicht nur bestes Kulturland für ihre Einfamilienneubauten, um die dann ein Schottergarten mit automatischer Bewässerung und Rasenmähroboter kommt, weil ja alles keinen Aufwand machen darf. Sie verlangen auch Verkehrsfläche und Energie, die selbstverständlich billig sein und vor allem vorhanden zu sein hat. So sind intelligente Häuser immer mehr in Mode, man lässt dafür einen Home Server Tag und nacht laufen, nur um immer und überall Multimedia bereit zu haben und damit man die Sonnenstoren nicht mehr selber runterlassen muss. Die Kilowattstunden, die dafür durch den Zähler laufen, sind Energiebedarf und haben vorhanden zu sein (50 Watt für einen Homeserver, und das ist nicht viel, sind im Jahr 440 kWh Verbrauch!).
Wärmepumpe ist "umweltfreundlich" - sicher besser als Widerstandsheizung, aber warum man eine tagsüber unbewohnte Hütte im ganzen Volumen der inzwischen für 2 Personen üblichen 140 m2 Wohnfläche auf 23 Grad im Winter halten soll, darf man sehr wohl in Frage stellen.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1406

Beitrag von ina maka » So 22. Jul 2018, 18:20

emil17 hat geschrieben:....weil produzieren bequemer als sparen ist....
so hab ich das noch nie gesehen, aber..... ja, hm - das dürft einiges erklären!
ist es wirklich so??
für die meisten wohl tatsächlich :hmm:

hast du da in deinen Lösungsvorschlägen nicht einfach Permakultur beschrieben?

Wir überlegen ja jetzt ernsthaft, doch draußen zu bauen und natürlich ist die Größe des Hauses ein Thema!
so klein wie geht - damit wir weniger heizen müssen und damit weniger Fläche "verloren" geht und im Sommer sind wir sowieso fast nur draußen....
Aber als Städter ist man es ja gewohnt, auf wenigen m² glücklich zu sein - Siedlungsbauten verbrauchen viel viel weniger Platz als Einfamilienhäuser!! :oma:
Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eigenen berichtigen.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1407

Beitrag von woidler » So 22. Jul 2018, 18:57

Mal ne kleine Anmerkung:

in D stammen heute gerademal 30 % der Stromeregie aus erneuerbaren Quellen:

der Rest: Erdgas , Braunkohle, Steinkohle und Atomkraft

Aus Erdölverbrennung werden grad mal ca. 5% erzeugt. Die Großteil der energetischen Erdöleinsatzes geht für Mobilität
und Heizung drauf.

woidler

centauri

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1408

Beitrag von centauri » So 22. Jul 2018, 21:58

Ja aber eigentlich hat emil schon Recht mit seiner Aussage. Wen interessiert es schon in der Stadt wo alles so her kommt. Da kommt eben der Strom aus der Steckdose und warm wird es wenn man am Heizkörper dreht. Fressen produziert ja nicht der Landwirt sondern wir steril verpackt vom Discounter bereitgehalten. Alle paar Jahre paar neue Gardinen und ein paar neue Schrottmöbel. Mehr braucht es ja eigentlich nicht um glücklich zu werden in einer urbanen Gesellschaft.
Viele wollen ja auch in einer Stadt wohnen weil das kulturelle Angebot so groß ist. Das kann sein das man das so denkt. Nur ohne Moos nix los. Das ist hier auf dem Land so, das wird in der Stadt nicht anders sein. Nur wenn ich die Möglichkeit haben möchte an einer kulturellen Veranstaltung teil zu nehmen dann fahre ich mal eben 45 min nach Leipzig. Wenn ich in Leipzig ungünstig wohne brauche ich vielleicht auch eine Std zum Veranstaltungsort. Liegt eben daran das die Infrastruktur in die Stadt besser ist wie die innerstädtische Infrastruktur. ;)

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1409

Beitrag von hobbygaertnerin » Mo 23. Jul 2018, 07:18

Wie jeder lebt oder leben will, das ist die eine Sache,
aber wenn diese Fläche, die landwirtschaftlich nutzbar, eine immer grössere Anzahl von Menschen ernähren , bei gleichzeitiger Verschwendung von Lebensmitteln und Biomasse und gleichzeitig vermehrter Bebauung, Ausweitung der Infrastruktur, die fruchtbaren Flächen weniger werden und zugleich auch noch für den immer grösseren Energiehunger liefern sollen, - das kann sich nicht ausgehen.
In der Geschichte ist ein Muster zu erkennen, zuerst werden fruchtbare Gebiete besiedelt, dann gibts die Arbeitsteilung,
die Wertschätzung für das was vom Boden kommt nimmt ab, die Ansprüche steigen, die Böden wurden übernutzt und irgendwann brach das ganze System zusammen.
Man wanderte woanders hin und ob das immer friedlich abging, naja.
Aber jetzt, wenn die globalisierte Welt so weitermacht- da mag ich lieber nicht weiterdenken.
Ich muss da oft lächeln, bei den Haushaltsgeräten werden die Pickerl für die Energieeinsparung immer mit noch mehr Pluszeichen versehen, in Anbetracht dessen was man bei den Autos so lesen kann- hab ich auch bei den Pluszeichen so meine Bedenken.
Aber was alles für Verpackungsmüll an Energie verschwendet wird, bei den Unterhaltungs- und infoelektronischen Sachen würd mich auch interessieren, was da so die Woche über an Aufladung elektrischer Strom gebraucht wird?
Energiesparen und ressourcenschonende Nutzung wäre in meinen Augen eine sehr, sehr wichtige Zukunftstrategie-
aber wenn in den Geschäften jetzt bereits Handtücher zu Billigpreisen liegen, die nicht mal mehr für Waschen geeignet sind, es interessiert auch niemand, was der Anbau von Baumwolle an Wasser verbraucht-
jetzt könnt ihr mir mit dem Dreschflegel eine raufhauen, aber manchmal muss ich mich als Bäuerin schon richtig ärgern, wenn wir die Deppen der Nation sein sollen, nichts gegen die Erzeugung von Energie, aber die ganzen Flächen mit Platten zubauen und unten drunter noch landwirtschaftliche Nutzung- und das alles bitte sehr billig und so umweltschonend wie es nur geht-
ja keinen Garten mehr, wo auch noch was zum Ernten wächst, der Robotter und die Steinwüste ist angesagt-
(ich sag nichts, wer keinen Garten hat, aber ich sehe mir genug in unserem Dorf)
und dann wird zum Aldi gegangen und das billigste Gemüse gekauft um dann wieder über die Bauern zu schimpfen, die mit soviel Gift und sonstigem arbeiten.
Wer für Aldi was liefert, braucht sich nicht einbilden, dass da eine Schnecke im Salat oder eine Laus geduldet wird, da geht dann die ganze Lieferung zurück und wird halt eingemulcht.
Die Deutschen sind die Sparfüchse beim Einkaufen. Die Quittung bekommen wir dafür, da bin ich mir sicher.

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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#1410

Beitrag von fuente » Mo 23. Jul 2018, 09:13

Es gibt ja auch Anlagen, die so hoch sind, dass Traktoren darunter fahren können und die Ackerfläche bestellen. Angeblich sollen bestimmte Kulturen unter den Solarpaneelen sogar besser gedeihen. Damit hätte man dann ja 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

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