Grünland als Niederwald - ist das verboten

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Renysol
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Grünland als Niederwald - ist das verboten

#1

Beitrag von Renysol » Di 2. Aug 2022, 21:26

Hier gibt es einen halben Hektar, auf dem jedes Jahr Heu gemacht wird. Irgendwer muss mal Weiden angepflanzt werden, sogar in Reihen. Aber die wachsen immer mit dem Gras und werden beim Mähen mit abgeschnitten. Dann wächst wieder Gras und auch die Weiden.

Wenn er das Grundstück verkauft, könnte ich dann die Weiden ein paar Jahre wachsen lassen, damit ein Niederwald gemäß Seymour entsteht?

Oder würde der Ozdemir bzw. das Amt mir einen Strich durch die Rechnung machen?

penelope
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Re: Grünland als Niederwald - ist das verboten

#2

Beitrag von penelope » Mi 3. Aug 2022, 08:23

Özdemir bzw seine Kolleg/innen in der EU interessieren sich dafür nur, wenn man Prämien für die Fläche beantragt.

Auf lokaler Ebene kann es Auflagen geben und teilweise ist eine Aufforstung (dazu gehört auch Naturverjüngung) genehmigungspflichtig. Das hat allerdings in erster Linie den Hintergrund, dass Weihnachtsbaumplantagen eingegrenzt werden sollen. Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit interessiert es niemanden, wenn jemand privat eine kleine Fläche verbuschen lässt. Aber um sicher zu gehen würde ich an deiner Stelle einfach mal kurz beim Landkreis anfragen.

Vielleicht gibt es in deiner Gegend auch ein Bedarf an Ausgleichsflächen. Dann kann es unter Umständen sogar Geld für eine Aufwertung der Fläche geben. Allerdings: wenn man Gelder abgreift, gibts auch immer Regelungen, was man auf der Fläche darf und was nicht. Da muss man sich halt überlegen, ob es einen das wert ist.

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Re: Grünland als Niederwald - ist das verboten

#3

Beitrag von SunOdyssey » Mi 3. Aug 2022, 08:40

Renysol, was schlägt Seymour denn vor für diesen "Wald", willst du das nutzen?
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Re: Grünland als Niederwald - ist das verboten

#4

Beitrag von Rohana » Mi 3. Aug 2022, 08:50

Renysol hat geschrieben:
Di 2. Aug 2022, 21:26
Oder würde der Ozdemir bzw. das Amt mir einen Strich durch die Rechnung machen?
Wenn du eine sichere Antwort haben willst, frag dein zuständiges Amt :flag:
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Renysol
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Re: Grünland als Niederwald - ist das verboten

#5

Beitrag von Renysol » Mi 3. Aug 2022, 10:22

Danke, Seymour redet konkret von Eschen. Aber als Niederwald, wie das früher üblich war, wo immer die Bäume auf Armdicke geerntet wurden und wuchsen dann nach. Weiden ist auch ok. Paulownia wäre noch besser.

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Re: Grünland als Niederwald - ist das verboten

#6

Beitrag von Sven2 » Mi 3. Aug 2022, 11:20

Zumindest bei uns ist es Vorgabe, das Wissen und ähnliche Grundstücke 2x/Jahr gemäht werden müssen. Wald anpflanzen nach Genehmigung

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Re: Grünland als Niederwald - ist das verboten

#7

Beitrag von woidler » Mi 3. Aug 2022, 12:38

Acker darf man in D in sog. " Kurzumtriebsplantage", Energiewald usw. umwandeln . Müsste man dann nach ca.15 Jahren wieder beseitigen,
also letztmalige Ernte und Roden der Wurzelstöcke . Möglicherweise brauchts bei Grünland eine Genehmigung.

Um Ämter sollte man grundsätzlich mit solchen Nachfragen einen großen Bogen machen. Sonst könnte da jemand auf dumme Gedanken kommen....

Die Frage ist, ob es eine Vepflichtung des Eigentümers gibt, eine Wiese regelmäßig zu mähen . Soweit es sich um kein spezielles Biotop handelt, zb Magerrasengebiet, sehe ich keine Pflegeverpflichtung.
Wenn dann Bäume wachsen ist das natürlicher AUfwuchs , Eventuell werden ja durch Vögel, Wind usw noch andere
Baumsamen eingetragen . posting.php?mode=reply&f=143&t=20324# Wo Weiden sind, gibts häufig auch Erlen, die sich gerne schnell verbreiten und Pappeln .

Wenn das ganze etwas dichter ist, findet sich in manchen Karten für solche Flächen nicht die Bezeichnung Wald, sondern "Gehölz" -

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Re: Grünland als Niederwald - ist das verboten

#8

Beitrag von Rohana » Mi 3. Aug 2022, 13:29

woidler hat geschrieben:
Mi 3. Aug 2022, 12:38
Um Ämter sollte man grundsätzlich mit solchen Nachfragen einen großen Bogen machen. Sonst könnte da jemand auf dumme Gedanken kommen....
Ämter sind aber diejenigen die diese Frage letzten Endes verbindlich beantworten können!

Man kann ja mal ganz unbedarft bei der Gemeinde anfangen, die können sicherlich schon Auskunft geben oder an die zuständigen Stellen verweisen. Sollte das betreffende Grundstück im Natur-, Wasser- oder Landschaftsschutzgebiet liegen, kann ich mir vorstellen dass da wer mitreden möchte. Ansonsten glaube ich nicht dass es Auflagen geben könnte, ist ja kein landwirtschaftlich genutztes Grundstück unter Prämienbeantragung.
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Re: Grünland als Niederwald - ist das verboten

#9

Beitrag von SunOdyssey » Do 4. Aug 2022, 09:03

Ich würde ja nicht eine ganze Weide bepflanzen, sondern einen Streifen am Rand, etwa drei bis fünf Meter breit. Das kann man immer als Hecke oder Knick bezeichnen und die Weide wäre immer noch für eine Mahd nutzbar. Wenn der Streifen 50m lang ist und dreireihig bepflanzt, sind das immer noch ganz schön viele Bäume. Die erste Ernte geht übrigens schon nach sechs, sieben Jahren, so flott wächst Weide, Pappel und Co, sehe ich ja hier bei mir. Vor sechs Jahren gepflanzt, Höhe ca. 6m, Stammdurchmesser schon 25cm
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