Urlaubsbetreuung HUND - Wie viel verlangen?

(wir werden nicht gebraten)
Veri
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Urlaubsbetreuung HUND - Wie viel verlangen?

#1

Beitrag von Veri » Mi 21. Jun 2017, 19:05

Hallo an alle!
Mein Partner und ich werden heuer wahrscheinlich die Urlaubsbetreuung von einem Hund (Labrador-Hündin, 5 Jahre) für 14 Tage übernehmen. Die Hundehalter kennen wir nicht wirklich, Vermittlungsperson war jemand aus der Verwandtschaft. Wenn das gut klappt, dann möchten wir das in Zukunft vielleicht öfter machen.
Die große Frage: Wie viel sollen wir verlangen? :hmm: (Futter wird extra mitgebracht)

Kurz zu uns und den Umständen:
Wir haben beide Hundeerfahrung und machen es auch gerne, wollen aber auch etwas "Entschädigung" dafür, schließlich sind wir dann auch zeitlich gebunden (wir können die Hündin nicht zu lange alleine lassen, 3x täglich Gassi gehen, können nicht übers Wochenende weg etc.).
So Hundepensionen sind ja auch relativ teuer... und bei uns hätte sie es sicherlich noch schöner, da sie viel Zeit mit uns verbringen würde: gemeinsame Fernsehabende auf der Couch, Grillen im Garten, Bergtouren...

Eine Überlegung: Man müsste sicher einen Unterschied machen je nach dem ob man einen Hund nur für 3 Tage oder 2 Wochen hat...oder?

Habt ihr schon Erfahrungen? Eure Vorschläge bitte =)

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Thomas/V.
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Re: Urlaubsbetreuung HUND - Wie viel verlangen?

#2

Beitrag von Thomas/V. » Mi 21. Jun 2017, 19:56

Ich würde mich an den Preisen der örtlichen Tierpensionen orientieren und in etwa das Gleiche verlangen, evtl. auch etwas weniger oder mehr, je nach dem, wie man es dem Kunden schmackhaft machen kann.
Vermutlich würde ich 10€/Tag als Minimum ansehen, wäre bei einer Stunde Arbeit pro Tag und 10€ Stundenlohn wohl die Untergrenze.
Wenn Du glaubhaft machen kannst, das Du Dich tatsächlich mehr als eine Stunde pro Tag mit dem Hund intensiv befaßt, dann wären wohl auch 20€/Tag angemessen.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

Benutzer 3991 gelöscht

Re: Urlaubsbetreuung HUND - Wie viel verlangen?

#3

Beitrag von Benutzer 3991 gelöscht » Mi 21. Jun 2017, 20:11

Und wenn du es ihnen überläßt, bzw. sie zuerst vorschlagen läßt, was ihnen die gute Betreuung ihres Lieblings wert ist? Wenns dir zu wenig ist, kannst du das immer noch sagen. Frag sie nach den Gewohnheiten des Hundes, wie oft Gassi, und was sonst alles. Wenn da eine gehörige to - do Liste zusammenkommt, werden sie schwer knausern können.

Nachdem du die Leute nicht kennst, wäre auch abzuklären, dass der Hund versichert ist, dass möglicherweise erforderliche Tierarztkosten übernommen werden, und eine Enthaftungserklärung für was auch immer. Irgend sowas würde ich sie schon unterschreiben lassen.

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65375
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Re: Urlaubsbetreuung HUND - Wie viel verlangen?

#4

Beitrag von 65375 » Do 22. Jun 2017, 04:49

Hier ist eine Seite mit Infos, die ich ganz gut finde:
https://www.wunsch-hund.de/urlaub-mit-h ... ung-kosten

Veri
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Re: Urlaubsbetreuung HUND - Wie viel verlangen?

#5

Beitrag von Veri » Do 22. Jun 2017, 20:45

Danke für eure Vorschläge!!
Wir haben nochmal überlegt und nachgeschaut... werden so um die 20€ verlangen, denke das ist angemessen.
Ich werde die Besitzer aber vorher fragen was es ihnen wert ist... und darauf hinweisen wie viel Tierpensionen verlange - guter Tipp!
Das mit der Enthaftungserklärung werden wir auch machen.

Danke euch! Habt mir weitergeholfen.

Lena
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Re: Urlaubsbetreuung HUND - Wie viel verlangen?

#6

Beitrag von Lena » Do 22. Jun 2017, 21:32

20 Euro finde ich zu viel, ich würde 10 Euro pro Tag verlangen.
Hier zahlt man in einer Tierpension 15 Euro und der Betreiber hat noch die normalen Unkosten wie Steuer, Versicherung usw.
nette Grüße, Lena

zaches
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Re: Urlaubsbetreuung HUND - Wie viel verlangen?

#7

Beitrag von zaches » Fr 23. Jun 2017, 12:52

hier in der gegend kosten Tierpensionen zwischen 20 und 30 € pro Tag inkl Trockenfutter.
Allerdings: KEIN Gassigehen, das kostet extra, sondern nur Zugang zu einem Außengehege und ner Spielwiese. Die Hunde Leben in einem Zinger oder Raum - also wie Paddockboxen bei PFerden.

es gibt n och eine Pension, da leben die Hunde echt mit im Haus, die kostet ca 30 OHNE Futter. Pro Tag. Pro Hund.

3x Gassigehen sind doch 2 Stunden, dann n och füttern, kämmen, knuddeln - macht ca 2,5 Stunden arbeit pro Tag - sind also mind 22€/Tag

es stellt sich also die Frage, was bietes Du an? Was lässt Du dir bezahlen. Also Mindestlohn sollte schon drin sein. äh - denk an die Steuern.
"Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben." Paul von Heyse

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Re: Urlaubsbetreuung HUND - Wie viel verlangen?

#8

Beitrag von Veri » So 25. Jun 2017, 09:09

Wir haben uns auf 20€ pro Tag für die 1. Woche und 15€ pro Tag für die 2. Woche (so zu sagen als "Dauer-Rabatt ;-) ) geeinigt, also umgerechnet auf 2 Wochen durchschnittlich 17,50€ pro Tag. Damit sind beide Parteien mehr als zufrieden.
Danke für eure Meinungen, die haben meine Vorstellung größtenteils bestätigt.

10€ finde ich viel zu wenig!
Wie hier schon erwähnt wurde kosten Pensionen zw. 20-30€ pro Tag, OHNE Gassigehen, nur Auslauf und die Hunde haben ein extra Hundezimmer...
Bei uns ist sie nie wirklich richtig allein, außer für ein paar Stunden vormittags, wenn ich in der Arbeit bin. In der Nacht schläft sie bei uns im Zimmer im Körbchen, untertags nehme ich sie so gut es geht überall mit. Sie hat Haus und Garten... da ist der Preis völlig OK find ich!

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marceb
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Re: Urlaubsbetreuung HUND - Wie viel verlangen?

#9

Beitrag von marceb » So 25. Jun 2017, 09:28

Da du das Privat machst, kann es Probleme geben, wenn etwas passiert, der Hund wegläuft, einen Unfall verursacht usw.
Da du Geld für die Betreuung nimmst, bist du in der Pflicht, dafür aufzukommen.
Eine Gewerbliche Pension hat dafür eine Versicherung.
Wenn man für eine "Dienstleistung" Geld nimmt, muss man es auch versteuern, sonst ist es "Schwarzarbeit".
Eine private Hundebetreuung sollte immer, entweder auf Gegenseitigkeit oder aus Freude an dem Tier erfolgen.
Und das ohne finanziellen Hintergrund.

Gruß
Martina

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Re: Urlaubsbetreuung HUND - Wie viel verlangen?

#10

Beitrag von Veri » So 25. Jun 2017, 09:45

mhm... verstehe. Das mit der "Schwarzarbeit" find ich nicht soo schlimm, sicher nicht ganz OK, aber wenn ich mir anschau wie viele privat Nachhilfe Unterricht geben... das wird sogar noch in den Zeitungen und auf Internetportalen öffentlich ausgeschrieben... kein Mensch unternimmt was dagegen. Und wir betreiben ja keine Pension, wo wir ständig Hunde bei uns haben. Dann fänd ich's nicht OK.
Auf Gegenseitigkeit können wir es leider nicht machen, wir haben keinen Hund den wir ihnen mal geben könnten oder Dinge dieser Art. Wir rennovieren allerdings demnächst unser Wohnzimmer :D ... dann freuen wir uns eben über ein Geschenk in der Höhe von diesem Betrag.

Was Versicherung usw. betrifft, das gibt mir eher zu denken. Das ist immer so eine Grauzone. Wer haftet wann.
Ich denke bin bisschen muss man sich gegenseitig vertrauen und alles hat man nicht in der Hand, aber man sollte auch nicht blauäugig in die Sache rein gehen und sich schon erkundigen und schriftlich was festhalten.
Ich werd den Besitzern sagen sie sollen nochmal ihre Hundeversicherung durchgehen und ich werd auch nochmal mit unserem Berater sprechen.
Die Hündin ist zum Glück sehr lieb und gut erzogen. Frei laufen lassen würden wir sie sowieso nur auf Feldwegen und beim Wandern. Im Dorf an der Straße nur mit Leine.

Mfg Veri

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