Gemüse unter Weinreben

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kraut_ruebe
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Re: Gemüse unter Weinreben

#11

Beitrag von kraut_ruebe » Mi 9. Sep 2020, 00:39

Weinrebenwurzeln gehen - mit der Zeit - bis 20 M in die Tiefe, deswegen ist das Umpflanzen eines bereits erwachsenen Weinstockes extrem schwierig (und Gemüse, wenn nicht unmittelbar an die Rebe anschliessend, tatsächlich kein Problem).

Mehltau wird (aus Südburgenländischer Sicht durchaus zurecht!) auch 'Schönwetterpilz' genannt - warm und trocken fördert Mehltau. Schatten, von Reben oder von anderswoher, hilft gegen Mehltau sehr gut.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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emil17
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Re: Gemüse unter Weinreben

#12

Beitrag von emil17 » Mi 9. Sep 2020, 04:57

Man sollte nur pilzresistente Rebsorten anbauen. Der Aufwand ist sonst viel zu hoch und Sorten gibt es inzwischen viele.
Es gibt ja noch den falschen Mehltau (Peronospora), der geht über nasse Blätter (Ist eine ähnliche Plage wie Krautfäule der Kartoffel).
Bei feuchtwarmem Wetter muss man alle zwei Wochen etwas machen. Wir hatten bei Hausübernahme einen Stock Chasselas (Gutedel), ein eder Hauptsorten hier. Der war ohne Behandlung irgendwann Ende Juni innert Wochen kaputt.
Über Gemüse will sowieso keiner spritzen müssen.
Bei den modernen pilzresistenten Sorten beschränkt sich die Pflege auf Schneiden, anbinden, und Schutz gegen Vögel. Lästig wird vor allem die Kirschessigfliege, wobei der Befall sehr sortenabhängig ist.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Gemüse unter Weinreben

#13

Beitrag von Dyrsian » Do 17. Sep 2020, 08:36

Hildegard hat geschrieben:
Di 8. Sep 2020, 22:52
daher wird es wahrscheinlich mit Gemüse diesbezüglich keine Konkurrenz geben, aber vielleicht "züchtet" man sich den Mehltau damit? Gemüse wird ja öfter gegossen.
Naja, der echte Mehltau braucht zum "Keimen" keine Feuchtigkeit, er infiziert grade bei trockenem Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit. Außerdem sollte man ja tunlichst immer nur auf die Wurzeln gießen und die Blätter möglichst nicht befeuchten. Auch Erde soll nicht hochspritzen, denn da sind oft auch Schadereger enthalten. Es bietet sich - grade wenn es bei euch so warm ist - eine Tröpfchenbewässserung an.
Es ist schon erstaunlich, was ein paar hundert Kilometer so im Klima ausmachen. Bei uns war es dieses Jahr für viele Kulturen im Mittel zu kalt, besonders im August: Die Tomaten und Physalis hängen voll mit grünen Früchten, auch beim Muskatkürbis mache ich mir Sorgen, ob er es noch schafft. Insbesondere diese Extreme haben dieses Jahr zu schaffen gemacht: Erst 15°C, dann 35°C - bei zu großer Hitze machen die Pflanzen auch einen Wachstumsstop. Es ist nicht einfach, irgendwas ist immer ... :)

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