Neuer alter Garten, wie auflockern statt umgraben?

Moderator: kraut_ruebe

Benutzer 7870 gelöscht

Re: Neuer alter Garten, wie auflockern statt umgraben?

#31

Beitrag von Benutzer 7870 gelöscht » Sa 15. Feb 2020, 18:02

ina maka hat geschrieben:
Mi 12. Feb 2020, 23:50
Wir geben Kompost und "organisches Material" auf den Boden, hacken es locker durch, damit es guten Bodenkontakt bekommt .....
Damit hab ich auch gute Erfahrungen gemacht, nur hab ich ein Jahr Vorlauf gehabt und mit Senf grüngedüngt.
Im Sommer Kompost ausgebracht und den Senf gesäht.
Der ist richtiggehend explodiert. Der Rasen drunter ist nicht mehr durchgekommen. Im Winter ist der Senf abgefroren. Ich hab aber die toten Stängel nicht eingearbeitet sondern gehächselt und kompostiert. Die Wurzeln sollen verotten und damit tiefe "Kanäle" ins Erdreich ergeben. Also bei mir hats gut funktioniert! Hab dann da Chilis und Tomaten reingesetzt, sind gut gewachsen.
Einziger Nachteil ist dass die Senfsaat relativ teuer ist. Umgraben wär billiger gewesen, hab ich an bestimmten Flächen auch gemacht. Vorteil dabei:
Die ganzen Vögel haben schon gewartet und die Insekten (Engerlinge etc.) weggefuttert sobald ich weggegangen bin.
20190830_150820.jpg
20190830_150820.jpg (133.62 KiB) 1140 mal betrachtet
Zum Thema Humus:
Fürs Angeln hatte ich mal ein "Wurmzuchtbeet"
War eigentlich ein Komposthaufen den ich immer wiedrr tief umgegraben hatte um an die Tauwürmer ranzukommen. Ich konnte regelmäßig Würmer dick wie Blindschleichen ernten und der Humus war ein Traum. Nach ein paar Jahren musste ich die Erde im restlichen Garten verteilen weils soviel wurde dass sie nicht mehr Platz hatte.

Rati
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Re: Neuer alter Garten, wie auflockern statt umgraben?

#32

Beitrag von Rati » So 16. Feb 2020, 10:15

mensch Leute, weitet euren Blick. :holy:
anonymisiert zur Vermeidung von Gefühlen persönliches angegriffen werdens hat geschrieben: .... Warum wohl ist unter langjährigen Grasflächen viel weniger Humus zu finden als in lanjährig intensiv genutzen Kleingärten, wo jedes Jahr umgegraben aber auch Kompost und Mist eingebracht wird? Das Gartenland ist viel luftiger als verdichteter Rasen. Nach deiner Theorie dürfte ja dort kaum noch Humus mehr zu finden sein. ...
Als Antwort hab ich mal den entscheidenden Teil unterstrichen.
Und das Geheime Wort zur Findung einer Erklärung warum umgraben theoretisch Humusabbau fördern kann lautet Umsatz.

Grüße Rati
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Re: Neuer alter Garten, wie auflockern statt umgraben?

#33

Beitrag von Rati » So 16. Feb 2020, 11:02

Aus nem anderen Faden.:
Teetrinkerin hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 10:46
Wo sind denn deine Beweise? Was hast du denn bisher gemacht? Außerdem habe ich auch - entgegen dem was du behauptest - auch meine praktischen Erfahrungen hier einfliesen lassen. Was ja bei dir vollkommen fehlt.

Und nein, ich finde, wenn man keine praktische Erfahrung hat, dann kann man eben nicht mit theoretischem Wissen bei praktischen Dingen mitmischen. Dann fang doch mal an zu gärteln. Mach einfach mal und sammle Erfahrungen.

Ich versuche so bodenschonend zu arbeiten, mir ist Humusaufbau wichtig. Aber ich komme nicht umhin, meinen Boden zu lockern und dadurch zu belüften.
Das du das machst, und dein Garten gut funktioniert, ist ein Beweis das du das Thema Umsatz gut im Griff hast, für eine Beweislage des Zusammenhang Sauerstoff und Humus und Humusabbausteigerung durch Sauerstoffanreichernder Bodenbearbeitung reicht es leider nicht.
Praktische Erfahrung setzt sich mit dem agieren und reagieren auseinander, nicht mit den Grundlagen des Geschehens.:aeh:

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Re: Neuer alter Garten, wie auflockern statt umgraben?

#34

Beitrag von Rati » So 16. Feb 2020, 11:29

Ursus Austriacum hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 18:02
Die Wurzeln sollen verotten und damit tiefe "Kanäle" ins Erdreich ergeben. Also bei mir hats gut funktioniert!
:daumen: der Bernhard Heuvel - Urvater dieses Forums - hat da richtig gute Sachen zu geschrieben.
Diese Bodenstrukturen und die Zerstörung der selbigen beim bearbeiten des Bodens sind ein ganz schwerwiegender Punkt wenn mensch sich über Humusbildung bzw Humusabbau unterhalten möchte.

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Re: Neuer alter Garten, wie auflockern statt umgraben?

#35

Beitrag von Teetrinkerin » So 16. Feb 2020, 11:43

Rati, es ging um den Vorwurf, dass ich nicht meine praktische Erfahrungen einbringe, sondern nur andere zitiere. Darauf bin ich eingegangen. Warum muss das nun hier in dem Faden noch reingeholt werden, wo er gar nichts zu suchen hat?

Und ja, auch ich mulche meinen Boden, bringe Gründüngung und Kompost aus, arbeite Kompost allerdings leicht unter, lockere meinen Boden und ggfs. grabe ich ihn um. Mir ist es wichtig, Humus aufzubauen und meinen Boden gesund zu erhalten. Und dazu gibt es einfach nicht nur den einen Weg. Und um ein Beet neu anzulegen, gibt es auch mehrere Wege - je nachdem, welche Grundvoraussetzungen man hat.

Ich stehe nicht so auf Pseudo-Ersatz-Religionen. Außerdem gibt es mittlerweile wissenschaftliche Hinweise, dass eine pfluglose Wirtschaft (wo ja viel tiefgründiger der Boden umgepflügt wird) nicht den Humuasaufbauenden Effekt hat, wie bisher angenommen. Dazu habe ich zu dem Artikel über Hortisol verlinkt, wo Böden, die über lange Zeit gepflegt, mit Kompost und Mist versorgt und umgegraben werden, mächtige Humusschichten haben.

Ein Umgraben an sich führt zu mehr Sauerstoff im Boden, was bewirkt, dass mehr Humus von den Lebewesen umgesetzt werden kann, was zu einer vermehrten Nährstoffabgabe an die Pflanzen führt, was ja im Gemüseanbau gebraucht wird. Deswegen bringen wir ja regelmäßig Kompost aus, bauen Gründüngung an usw. was dann wieder zu Humus umgewandelt wird. Ein Kreislauf des Lebens.

Hier wird man hingestellt wie einen Humusvernichter, wenn man seinen Boden umgräbt. Aber es kommt auf das Ganze an, was ich mache und nicht nur auf das einzelne Umgraben oder lockern. Das ist halt nun mal nötig, wenn man gewisse Kulturen anbauen möchte. Aber gut, das weiß halt nur jemand, der schweren Boden hat und auch schon mal entsprechende Kulturen angebaut hat.

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Re: Neuer alter Garten, wie auflockern statt umgraben?

#36

Beitrag von Rati » So 16. Feb 2020, 11:57

Warum muss das nun hier in dem Faden noch reingeholt werden, wo er gar nichts zu suchen hat?
is voll schwierig die Zitate so auseinanderzunehmen das nur das betreffende Thema übrigbleibt ohne Missverständnisse bei ziterten auszulösenTeetrinkerin. :)

Mir ging es um die Sache mit dem praktischen agieren und dem Grundlagenuntersuchungen.
Ein Umgraben an sich führt zu mehr Sauerstoff im Boden, was bewirkt, dass mehr Humus von den Lebewesen umgesetzt werden kann, was zu einer vermehrten Nährstoffabgabe an die Pflanzen führt, was ja im Gemüseanbau gebraucht wird. Deswegen bringen wir ja regelmäßig Kompost aus, bauen Gründüngung an usw. was dann wieder zu Humus umgewandelt wird. Ein Kreislauf des Lebens.
genau, EIN Kreislauf des Lebens, der funzt, bedarf aber größern Energieeinsatzes als zB der den urus weiter oben beschrieben hat.
Teetrinkerin hat geschrieben:Außerdem gibt es mittlerweile wissenschaftliche Hinweise, dass eine pfluglose Wirtschaft (wo ja viel tiefgründiger der Boden umgepflügt wird) nicht den Humuasaufbauenden Effekt hat, wie bisher angenommen.
ja, das ist eine Frage der Geschwindigkeit. Der Aufbau braucht viel Zeit, der Abbau - um den es hier ja ging- aber auch.
dass eine pfluglose Wirtschaft (wo ja viel tiefgründiger der Boden umgepflügt wird)
ich gehe davon aus das du dich da vertippt hast? :)

Wenn also viktualia schreibt :
viktualia hat geschrieben:Punkt ist trotzdem, dass Sauerstoff nicht nur Pflanzenwachstum fördert, sondern auch Humusabbau, so funktioniert die Natur nun mal.
dann hat se recht.
und wenn emil schreibt:
emil17 hat geschrieben:von der Geschichte, dass Umgraben Humusverluste verursacht, halte ich nicht viel: Alte Gemüsegärten haben gewöhnlich tiefgründig gute Böden. Das wäre nicht so, wenn jedes Umgraben den Humus entscheidend verringerte. Vor dem Aufkommen der neuen Gartenbaumethoden wurde der Gemüsegarten traditionell jedes Jahr Ende Herbst umgegraben.
dann hat er auch recht.

Grüße Rati
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Re: Neuer alter Garten, wie auflockern statt umgraben?

#37

Beitrag von Teetrinkerin » So 16. Feb 2020, 12:13

Hab ich nicht schon vor einiger Zeit geschrieben, dass es nicht nur ein Schwarz und Weiß gibt? Und habe ich meine Ausführungen nicht schon einige Beiträge zuvor geschrieben bzgl. des Kreislaufs? Aber man wird hier als Humusvernichter hingestellt, sobald man eine Grabegabel in die Hand nimmt und bei Neu-Foris Kolleratalschaden verursachen würde. Und das trifft einfach nicht zu.

viktualia

Re: Neuer alter Garten, wie auflockern statt umgraben?

#38

Beitrag von viktualia » So 16. Feb 2020, 13:09

Grabegabel ist in Ordnung - aber da hab ich erst explizit drauf hinweisen müsssen, was dann leider nicht in Ordnung ist.

Mit dem Spaten wird der Boden gewendet, tiefere Schichten nach oben geholt,
das passiert mit der Grabegabel, so sie richtig eingesetzt wird, nicht.
(Man beachte die praktische Erfahrung bezüglich des potentiellen Einsatzes einer Gg. als Spaten!)
(Und das angelesene Wissen über die unterschiedlichen Lebewesen in den verschiedenen Tiefen - darf ich bitte darüber schreiben,
obwohl ich kein Mikroskop habe? Hat hier irgendwer eins und schonmal Mikroben beobachtet???
Der Rati - aber auch im Boden?)

Teetrinkerin, lass es doch endlich mal gut sein.
Oder beschränke dich auf´s argumentieren (lockern des Themas...)
anstatt ständig abzuwerten und die Wallungen hoch zu holen (oder zu erweitern, Spaten halt.)

Und natürlich ergibt isoliertes "Wissen" (Tradition fänd ich da zutreffender) potentielle Kollateralschäden,
fängst du jetzt an, das ganze Forum in Frage zu stellen?
Warum tauschen sich die Leute denn hier aus? Warum gibt es hier den Bezug zur PK?
Um Sachen in einen Zusammenhabg zu stellen, um Wissen auf seine Anwendbarkeit zu prüfen.
Und festzustellen warum man mit dem Graben zurückhaltend sein solle, ist doch ein absolut praxisnaher Anfang.
Jedenfalls in meiner Theorie.

Du klingst danach, als solle ich gelesenes hintanstellen und mich deiner "praktischen Erfahrung" unterordnen.
Ein ambitionierter Anspruch, den ich als grenzüberschreitend empfinde.
Vor allem, da statt Begründungen nur themenferne links und Selbstbeweihräucherung kommt.

Lass es gut sein, ich hab mich so gefreut, als von Ursus endlich wieder was neutrales zum Thema kam.
Oder berichtige meinetwegen das, was ich zu den verschiedenen Methoden der Urbarmachung geschrieben hab,
anstatt Andeutungen in den Raum zu stellen. (Im andern Faden, glaub ich - lass wenigstens den Teil durcheinander mal sein.)

Von dir kommen die ganze Zeit Theorien darüber, wie ich zu schreiben hätte.
Butter bei die Fische:
Kümmer dich nicht um mich, sondern den verdichteten Boden in Aeros Garten.
Schreib pn´s mit Emil oder sonst wem oder geh in deinen Garten.
Solange ich von dir so lustige Vorlagen bekomme, werde ich sagen, was ich, ganz praktisch, davon halte.

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Re: Neuer alter Garten, wie auflockern statt umgraben?

#39

Beitrag von Teetrinkerin » So 16. Feb 2020, 14:07

Es geht nicht darum, Praxis über die Theorie zu stellen, sondern angelesenes Wissen in die Praxis umzusetzen. Punkt.
viktualia hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 13:09
Teetrinkerin, lass es doch endlich mal gut sein.
viktualia hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 13:09
Solange ich von dir so lustige Vorlagen bekomme, werde ich sagen, was ich, ganz praktisch, davon halte.
Während du deine Thesen breit treten darfst, dürfen die andere nicht von ihren praktischen Erfahrungen berichten? Alles klar. Es sind deine Post, die nur so von Herabwürdigungen strotzen. Es gab hier mehrere Wortmeldungen von Foris, die mangelnde Erfahrung bei dir feststellten. Dennoch sind wir es, die Kollerateralschäden herbei führen...
viktualia hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 13:09
Und natürlich ergibt isoliertes "Wissen" (Tradition fänd ich da zutreffender) potentielle Kollateralschäden,
fängst du jetzt an, das ganze Forum in Frage zu stellen?
Dass ein Umgraben an sich zu keinem Kollertalschaden führt, zeigen viele alte Hausgärten - wozu ich einen Artikel verlinkt habe. Der übrigens nicht themenremd ist. Ein Umgraben ist ein Infrage stellen des Forums? Interessant...

Es ist übrigens die Frage, wer hier denn unbedingt sein Ding durchziehen möchte und Themen hochkochen lässt. Diesen Vorwurf solltest du schon auch dir selbst gefallen lassen und die Vergangenheit zeigt auch eine gewisse Tendenz.

Ich wünsche dir auch noch einen schönen Sonntag!

So, und damit bin auch in diesem Thread hier raus.

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Re: Neuer alter Garten, wie auflockern statt umgraben?

#40

Beitrag von kraut_ruebe » So 16. Feb 2020, 14:20

Schade, daß der Thread so verlaufen ist, daß der Fragesteller aus der Diskussion ausgestiegen ist.

Ich find das nicht verwunderlich. Wenn ich ab und zu mal im Netz nach irgendwas suche und sich das Stichwort in einem Thread befindet, ist es zumeist so, daß nach wenigen Posts das Thema in für nicht involvierte völlig unverständliche Zickereien abrutscht und einem das Thema verleidet. Ich geh davon aus, daß fast Jeder, der schonmal was nicht 08/15-mäßiges gesucht hat, das Gleiche erlebt hat.

Möchten wir hier wirklich so sein?

/Mod: kraut_ruebe
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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