Permakultur-Akademie (Deutschland). Eure Meinung!

Moderator: kraut_ruebe

Re: Permakultur-Akademie (Deutschland). Eure Meinung!

Beitragvon Dennis_MSiW am So 8. Apr 2018, 20:16

Bist du da ab und zu vor Ort und machst was? Oder ist das eher Investment?
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Re: Permakultur-Akademie (Deutschland). Eure Meinung!

Beitragvon kraut_ruebe am Mo 9. Apr 2018, 11:35

nein, im wald mach ich nix, solang es keinen windbruch gibt.
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Re: Permakultur-Akademie (Deutschland). Eure Meinung!

Beitragvon Pitu am Mo 9. Apr 2018, 22:11

Hallo Dennis,
gleich voraus: Ich habe weder einen Kurs in Permakultur belegt noch irgendein Zertifikat. Sondern bisher auch nur Bücher zu dem Thema gelesen.

Ich kenne einige Leute mit Zertifikat. Aber leben kann da von meinen Bekannten niemand davon. Mein Eindruck ist, daß nur die Leute, die Kurse abhalten und
Bücher schreiben mit der Permakultur Geld verdienen können. Also eher solche Größen wie Sepp Holzer u.a.. Oder Leute, die das z.B. mit einem Landschaftsgartenbaubetrieb
oder Gemüseanbau kombinieren.
Als Grundlage für den Lebensunterhalt würde ich mich nicht darauf verlassen. Und ehe Du da viel Geld ausgibst, würde ich mich erstmal erkundigen, ob es überhaupt
Leute gibt, die in Deutschland oder Österreich davon leben können?
Ich weiß nicht, ob es hier Foristen gibt, die das schaffen? Vielleicht einfach mal fragen?
Prinzipiell bist Du in diesem Forum auf jeden Fall schon mal sehr gut aufgehoben!
Herzlich willkommen auch noch von mir. :hallo:
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Re: Permakultur-Akademie (Deutschland). Eure Meinung!

Beitragvon Dennis_MSiW am Di 10. Apr 2018, 22:11

Hi Pitu

Danke für die Einschätzung und die freundlichen Worte. Mich würde auch mal interessieren, wer einen Permakultur-Designer beauftragt. Bei Firmen, öffentlichen Einrichtungen oder sehr reichen Grundbesitzern, deren Land sowieso regelmäßig von Gärtnern gepflegt wird, kann ich mir das noch vorstellen. Also genau bei denen, die auch ein GaLa-Bauunternehmen beauftragen würden.
Ich glaube aber jede Privatperson, die den neu angelegten PK-Garten nachher auch selbst bewirtschaften müsste, kommt billiger und besser davon, wenn sie sich das Wissen selbst anliest. Denn für die Pflege des Gartens braucht sie es nachher sowieso.
Ein Freund von mir ist gelernter GaLa-Bauer und studiert das aktuell auch und er sagt von Permakultur hat er noch nie was gehört. Kann sein, dass es in Österreich, Australien und den USA schon anders ist.
Ich hatte mir ja vorgestellt, das ganze mit Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen im Rahmen von gemeinnützigen Projekten zu machen. Also in einer Situation, wo der spätere Bebauer des Gartens sowieso schon Bauer/Gärtner ist oder werden will und der PK-Designer nicht von ihm, sondern von einer Organisation bezahlt wird, die nebenbei auch dem Bebauer des Gartens beibringt, wie das ganze funktionieren soll.
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Re: Permakultur-Akademie (Deutschland). Eure Meinung!

Beitragvon Pitu am Di 10. Apr 2018, 22:34

Hallo Dennis,
naja, sehr reiche Grundbesitzer werden vermutlich eher etwas Parkähnliches, Repräsentatives anlegen als einen Permakulturgarten. ;) Das wäre so meine Vermutung.

Deine Idee, das mit Entwicklungshilfeprojekten zu kombinieren, würde ja ganz gut zu Deinem Studiengang passen, was ich so gelesen habe.
Könnte ich mir gut vorstellen. Aber auch da würde ich mal versuchen, nachzufragen, ob da Bedarf dafür da sein könnte?

Ich habe schon mal was von einer Kaffeefarm im Fernsehen gesehen, wo auf mehreren Höhenebenen diverse Nutzpflanzen angebaut wurden. Aber ob die
Plantagenbesitzer dann einen PK-Designer engagieren würden? Oder nicht doch gleich Agrarfachleute?

Starte doch hier wirklich mal eine Anfrage, ob Jemand im Forum tatsächlich mit PK Geld verdient oder sogar davon lebt?
Ich bin leider nicht die richtige Ansprechpartnerin. Aber Einige hier haben wirklich Ahnung von der Materie.
Was immer Du tust: Ich wünsch Dir viel Spaß und Erfolg dabei! :)
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Re: Permakultur-Akademie (Deutschland). Eure Meinung!

Beitragvon eugenius am Do 12. Apr 2018, 16:09

Hey Dennis,

ich bin gerade in eine Ähniche Richtung unterwegs. Zumindest stelle ich mir die gleiche Frage. Ich habe mir die Permakulturszene ende letzten Jahres mal etwas genauer angeschaut und mich im Vertrauen auch mit Leuten hier im Forum dazu ausgetauscht. Ich wollte zu anfangs auch den Kurs bei der Permakulturakademie belegen. Beim zweiten hinsehen, habe ich mich jedoch dagegen entschieden. Mein Fazit ist, das es in Deutschland aktuell noch keinen brauchbaren PDC und weiterführenden Bildungsgang gibt. Ich habe die starke Befürchtung das es wirklich nur den Leuten hilft, die hier Kurse an bieten. Aus diesem Grund werde ich meinen PDC dieses Jahr im Ausland machen.
Kannst mich gerne zu dem Thema anschreiben. Bin froh über jeden Austausch hierzu.

Grüße
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Re: Permakultur-Akademie (Deutschland). Eure Meinung!

Beitragvon Fred am So 22. Apr 2018, 14:33

kraut_ruebe hat geschrieben:nein, im wald mach ich nix, solang es keinen windbruch gibt.


Oh, wie? Zone 5 und keinen Naturbeobachtungs-Posten?
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Re: Permakultur-Akademie (Deutschland). Eure Meinung!

Beitragvon kraut_ruebe am Mo 23. Apr 2018, 21:16

ja.

mag sein, dass in nicht trockenen regionen irgendwas spannendes im wald passiert. für meine situation hier mutet der wunsch, an so nem eintönigen millionstelanteil am regionalen wald rumsitzen zu wollen, während auf der handgeschaffenen biodiversität am hausgrundstück das leben tobt, seltsam an.
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Re: Permakultur-Akademie (Deutschland). Eure Meinung!

Beitragvon Sandra_Vogtland am Fr 28. Sep 2018, 12:35

Hallo,

Ich mache gerade ein Basisjahr bei der Akademie und bin sehr begeistert.

Meinen Einstiegskurs, den sogenannten "PDK", also PermakulturDesignKurs, habe ich in Wales gemacht, da auch ich die Akademie in Deutschland nicht kannte, aber mit meinem Tutor in Wales bei einem gemeinsamen Projekt in Uganda zusammengearbeitet hatte. Ich kann den PDK in Deutschland bei der Akademie guten Gewissens empfehlen, da sowohl ein Freund von mir ihn total begeistert absolviert hat, als auch die 20 Leute in meiner Basisjahrgruppe alle zufrieden, wenn nicht begeistert waren. Besonders positiv, so viel mir auf, wurde der Kurs in der Nähe von Berlin bei Johanna Häger und Robert Strauch (Agroforst Kampagne) bewertet.

Ich empfinde die Ausbildung als sehr solide, ganzheitlich orientiert und sehr darauf konzentriert, dass man ganz viel Hilfe beim selbständigen Arbeiten bekommt. Einzig wenn man bereits Gartenprofi ist, sind vielleicht die Erklärungen zu Pflanzungen, Baumschnitt etc. dann irgendwann etwas langweilig. Allerdings habe ich im Kurs eine Frau, die seit Jahrzehnten als GaLaBau-Unternehmerin erfolgreich tätig ist und sie genießt den Kurs spürbar, ja freut sich sogar, wenn sie ihr altbewährtes Wissen bestätigt bekommt.

Ansonsten bin ich gerade dabei mich intern in der Permakultur-Akademie zu orientieren und habe für mich das Gefühl, dass es sich absolut lohnt auch und gerade in Sachen Selbstversorgung dorthin Kontakte zu knüpfen. Denn gerade solche Themen wie z.B. Mulchen und Pflanzenvergesellschaftung sind doch eher generell noch unterbelichtet und praktisch oft vernachlässigt. Außerdem, und das finde ich schon ziemlich einzigartig, sind alle dort Beteiligten Praktiker und Theoretiker gleichzeitig.

Wir haben auch bei unserem 2. Ugandaprojekt sofort Unterstützung von der Akademie unterhalten. Also ich bin bisher von den Menschen und den Strukturen wirklich begeistert und kann nur jedem empfehlen sein Netzwerk dahingehend zu erweitern.

Liebe Grüße,
Sandra
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