Tiefenpflügen

Moderator: kraut_ruebe

Fred
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Re: Tiefenpflügen

#31

Beitrag von Fred » Fr 19. Apr 2019, 22:51

ina maka hat geschrieben: Das Kakforum existiert irgendwie nicht -??

Man sieht das KAK-Forum nur als angemeldeter Nutzer. Versuche mal diesen Link zum Portal:
https://kakforum.iphpbb3.com/

ina maka
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Re: Tiefenpflügen

#32

Beitrag von ina maka » Sa 20. Apr 2019, 08:02

danke, Fred!
Fred hat geschrieben:Am Anfang steht jedoch immer ein Bodentest, der über hiesigen Standart (VDA/Lufa) hinausgeht.
Wie meinst du das genau?
Welchen Test sollte ich machen??
Allzuviel darf es halt nicht kosten, leider :rot:

Ich rätsele jetzt ohnehin schon herum ...
Zeigerpflanzen und Gemüse deuten bei uns eher auf Kalkreichtum hin.

Welche Pflanzen zeigen Magnesium?
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Teetrinkerin
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Re: Tiefenpflügen

#33

Beitrag von Teetrinkerin » Fr 26. Apr 2019, 11:06

Mich lässt dieses Thema nicht mehr los - also die Umsetzung, wie kann ich mehr Dauerhumus aufbauen, wie kann ich Bodenleben fördern. Im Moment liegen meine Beete noch zur Hälfte brach und nackig da, was alles andere als optimal ist. Allerdings fehlt mir derzeit das Mulchmaterial. Rasenschnitt fällt gerade weg, weil viele samentragende Pflanzen dabei sind (ich sag nur Löwenzahn!! - hab heuer wieder Unmengen ausgestochen). Heu habe ich leider nicht, Stroh fällt eher weg, weil das bei der Verrottung viele Nährstoffe erstmal dem Boden entzieht. Allerdings habe ich mein kleines überdachtes Tomatenbeet (habe noch ein GWH) probehalber mit einer guten Schicht Pferdemist versehen und dann mit einer dicken Schicht Stroh gemulcht. Bin gespannt, wie sich die Pflanzen darin entwickeln und der Boden davon profitiert.

Im diesjährigen Zucchini-Beet habe ich auch Pferdemist ausgebracht und dann mit Alexandrinerklee eingesät. Diese will ich als Untersaat dort belassen und Mitte Mai, wenn ich die Zucchinipflanzen auspflanze, einfach etwas Klee ausreißen und dann die Zucchini da rein pflanzen. Je nach Bedarf werde ich dann Stück für Stück den Klee schneiden, je größer die Zucchini werden und auch je nachdem, wie hoch der Klee wird. Das ist jetzt erst mal ein Test, denn sowas habe ich bisher noch nie gemacht. Bin schon sehr gespannt, wie es laufen wird.

Ansonsten liegen noch einige Beete deswegen auch nackig da, da die Aussaaten bisher noch nicht aufgelaufen sind. Zwischen den Spargelreihen, die ich mittlerweile auch von Erdbeerpflanzen bewachsen lasse (sonst komme ich sowieso wieder nicht mit dem jäten nach, weil da so viel Unkräuter auflaufen), habe ich dick mit Stroh gemulcht, zwischendrin wachsen die Erdbeerpflanzen. Im Juni, wenn ich mit dem Beernten aufhöre, werde ich dann die Spargelreihen mit Rinderdungpellets düngen und mit Stroh mulchen, damit wenig Unkraut auflaufen kann (da kommt man sowieso irgendwann nicht mehr durch den Spargelwald) und damit sie vor allem auch mehr Schutz im Winter bekommen.

Ich bin noch am Überlegen, was ich bei den Stangenbohnen machen kann - ob ich da, sobald die Bohnen aufgelaufen sind, auch eine Untersaat ausbringe? Habt ihr damit Erfahrungen? Und wenn ja, welche Untersaat könnt ihr empfehlen? Klee und Zottelwicke fallen ja weg. Dann hätte ich noch Phazelia da, aber die wird vermutlich in Blüte gehen und sich stark aussamen bis zum Herbst, oder?

ina maka
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Re: Tiefenpflügen

#34

Beitrag von ina maka » Fr 26. Apr 2019, 13:03

Teetrinkerin hat geschrieben:Und wenn ja, welche Untersaat könnt ihr empfehlen?
Ich hab eh im ganzen Garten immer ein bisschen "Unkraut" :rot:
Direkt ansäen tät ich niedrige Kulturen, also ich mein Wurzelgemüse oder Pflücksalat, Spinat. Kohlgewächse?
Das klassische ist ja Kürbis; Zuchini oder Gurken gehen sicher auch.
Hast du denn ein Bohnenzelt oder einzelstehnde Stangen?
Letzteres habe ich, da gibt es das Problem mit so arg viel nackter Erde eigentlich nicht.

Du kannst Phacelia auch vor der Blüte niederschlegeln, wär halt schade für die Insekten, aber dann samt sie sich nicht aus. Und wenn: Phaceliakeimlinge sind recht einfach zu entfernen, wo sie Platz haben, kannst du sie stehen lassen (Phacelia hat bei mir noch nie zum Aussamen geneigt).
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RichardBurgenlandler
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Re: Tiefenpflügen

#35

Beitrag von RichardBurgenlandler » Fr 26. Apr 2019, 18:19

ina maka hat geschrieben: Er ist nass, wird nur im Hochsommer wirklich warm, hart (verdichtet) ist er nicht, aber kaum zu bearbeiten, weil die Erdpatzen auf der Hacke kleben bleiben und ich denke mal (gefühlt), dass Zuwenig Bodenluft
Wie lange bearbeitest du den Boden (/in Jahren) und was hast du gemacht?

Mein Boden scheint ähnlich zu seinem, schweren Lehmboden, teilweise mit grauem Ton Flözen.

Ich bearbeite meinen Boden seit 10 Jahren, seit 3 Jahren gelingt uns Zwiebel und Knoblauch für einen Jahresbedarf. (Zwiebel und Knoblauch mögen keine Staunässe, sandige nicht schwere Böden usw.) auch Möhren gehen seit 3-4 Jahren gut.

Allerdings hab ich auch einiges gemacht um den Boden zu beleben. Da geht es nicht um ein bisschen Mulch oder Biomasse, das sind m³ und to gewesen, die ich in 10 Jahren eingearbeitet habe. Der Mist von 3 Eseln seit 3 Jahren beschleunigt das Ganze.
Ich für meinen Teil halte Bodenanalyse für ein gutes Geschäft für die Firma die das macht, letztendlich zählt das was du machst und beobachten kannst.

Der Wald baut im Jahr etwa 2 mm Humus auf, da gibts aber ordentlich Biomasse, ... und da soll eine Bodenanalyse und ein wenig Mulch helfen :haha: Ist so ähnlich wie der Landwird mir erklärte, dass das Stroh, das er nach dem Dreschen gehäckselt liegen leiß der HUMUS für den Boden sei. :haha:

Ja, Keine Ahnung ist halt auch eine Ahnung
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
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Re: Tiefenpflügen

#36

Beitrag von Oelkanne » Fr 26. Apr 2019, 19:23

ich Frage mich was die letzen drei Seiten mit dem Tiefpflügen zu tun haben :lol:

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Re: Tiefenpflügen

#37

Beitrag von RichardBurgenlandler » Fr 26. Apr 2019, 19:34

Oelkanne hat geschrieben:ich Frage mich
Vielleicht hilft dir da der Begriff der "dynamischen Urteilsbildung" weiter, wobei der Prozess hier natürlich nicht systemisch angewandt wurde. Dennoch könnte sich aus der gestellten Frage und der Wandlung der spezifischen Informationen für den einen oder anderen durchaus ein schlüssiges Bild ergeben. das in die Praxis umgesetzt oder zumindest adaptiert werden könnte.
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Re: Tiefenpflügen

#38

Beitrag von Sonne » Fr 26. Apr 2019, 19:42

Wenn man aber nur 1...höchstens 1 1/2 m* (woistaufderTastaturdashoch3) eigenen Kompost hat...
...dann gibt das auf zehn Jahre gesehen wohl nur sehr, sehr wenige mm. :hmm:
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31

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Re: Tiefenpflügen

#39

Beitrag von RichardBurgenlandler » Fr 26. Apr 2019, 19:58

Sonne hat geschrieben:...dann gibt das auf zehn Jahre gesehen wohl nur sehr, sehr wenige mm. :hmm:
Kommt darauf an was du willst.
In meinem Lehmboden würden die Pflanzen auch so wachsen , ohne Kompost. Ist halt leichter den Boden zu bearbeiten wenn er locker ist. Bei mir ist die Humusbildung in erster Linie für die Wasseraufnahmefähigkeit und die Lockerheit des Bodens.
Manche Pflanzen (Zwiebel, Koblauch)brauchen leichteren Boden.
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
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Re: Tiefenpflügen

#40

Beitrag von ina maka » Fr 26. Apr 2019, 23:27

RichardBurgenlandler hat geschrieben:
ina maka hat geschrieben: Er ist nass, wird nur im Hochsommer wirklich warm, hart (verdichtet) ist er nicht, aber kaum zu bearbeiten, weil die Erdpatzen auf der Hacke kleben bleiben und ich denke mal (gefühlt), dass Zuwenig Bodenluft
Wie lange bearbeitest du den Boden (/in Jahren) und was hast du gemacht?
Das war dort, wo ich den Garten vergrößert habe. ist bis jetzt nicht viel besser - obwohl: doch!
Ganz besonders toll ist die neue Erde, die aus Algenresten und dem ganzen "Dreck", den wir aus dem Teich fischten, entstanden ist - da hab ich eine Saison Mulchkompost gemacht :mrgreen:
muss aber wohl noch länger "arbeiten".
Im alten Garten, der schon bei den Vorbesitzern Garten war, ist die Erde viel besser. Aber trotzdem noch nicht perfekt. Da haben wir seit 10 Jahren Garten mit zwei mal ein Jahr Pause dazwischen.
Obwohl es allem widerspricht, woran ich glaube, hat sich der Boden in diesen Pause-Jahren nicht verbessert. Der Garten war dann zugewuchert mit Brennessel, Brombeeren und Quecke, darunter ganz arg nass. Da hab ich dann ganz viel angekescherte Brunnenkresse draufgetan, die ist angewachsen und hat dann einen wieder recht gut bearbeitbaren Boden hinterlassen.
Ja, die Pflanzen wachsen eigentlich gut - bis auf Karotten. Der Knoblauch wird schon was, der hat sich angepasst :pft:
(ich habe immer wieder gesteckt, in der Hoffnung, dass er mir die Wühlmäuse fernhält).

Ich stech nie um, ich hacke nur.
RichardBurgenlandler hat geschrieben:Ich bearbeite meinen Boden seit 10 Jahren, seit 3 Jahren gelingt uns Zwiebel und Knoblauch für einen Jahresbedarf. (Zwiebel und Knoblauch mögen keine Staunässe, sandige nicht schwere Böden usw.) auch Möhren gehen seit 3-4 Jahren gut.
Das macht echt Hoffnung!!

Was mich so wundert ist, der Unterschied zwischen "altem" Gartenboden und Wiesenumbruch ....
Was ist das?
Sonne hat geschrieben:Wenn man aber nur 1...höchstens 1 1/2 m* (woistaufderTastaturdashoch3) eigenen Kompost hat...
...dann gibt das auf zehn Jahre gesehen wohl nur sehr, sehr wenige mm.
m³ - bei mir ist das links oben neben der 3 und ich muss zuglech Strg und Alt dazu drücken ;)

Wie ich das verstanden hab, "wächst" der gute Boden nicht nur nach oben, sondern vor allem (sogar mehr?) "nach unten", im Wurzelbereich, durch die Celate (ich weiß jetzt nicht sicher, ob ich das Wort richtig in Erinnerung habe!) - Wurzelausscheidungen lebender Pflanzen.
Sind da alle Pflanzen gleich gut für den Boden?
Wir leben in einem Gefängnis mit offenen Türen und Fenstern und die Frage ist, wer sind die ersten, die sich raustrauen? Wagenhofer www.youtube.com/watch?v=q2WEVdNQAxE

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