Ein Vortrag von Michael Horsch

Moderator: kraut_ruebe

Re: Ein Vortrag von Michael Horsch

Beitragvon Oelkanne am Mo 22. Jan 2018, 21:03

RichardBurgenlandler hat geschrieben:
Rohana hat geschrieben:Wenn das Wetter nicht passt, hat man keine Chance


Da hat der Svler wohl einen nicht unerheblichen Vorteil, es gibt kein Wetter das nicht passt, vorausgesetzt die Pflanzenzucht ist breit aufgestellt.
Es gibt Pflanzen, die mögen das nasse Wetter nicht und andere die mit Trockenheit nicht zurechtkommen.
Was ja wiederum für eine kleinteilige biodiverse Landwirtschaft spricht, ganz unter dem Motto "Natur braucht Vielfalt" und kein Glyphosat. :haha:


Wenn es zu nass ist zum Säen ist es vollkommen egal ob der Acker 0,5ha oder 100ha Groß ist.
Wenn es die Ernte verhagelt ist es vollkommen egal ob der Acker 0,5ha oder 100ha groß ist.

Je größer ein Betrieb und damit die Felder sind, desto eher kann trotz widrigen Bedingungen noch etwas gesät werden.

Denn ein Kleinbetrieb besitzt beispielsweise eine 3m Sämaschine mit der er 6km/h Fahren kann. mit Umdrehen etc kommt man auf 1,3ha/h. Mit dieser Leistung kann der Landwirt im normalen Jahr seine Fläche von 70ha problemlos einsäen.
Der große Nachbar hat eine 9m breite Sämaschine mit der er 15km/h fahren kann, damit kommt er auf 13ha/h. Mit dieser Leistung kann er im normalen Jahr seine Fläche von 700ha problemlos einsäen.
Jetzt regnet es und reget es... Plötzlich tut sich ein trockenes Säefenster von 8ha auf.
Der 70ha Landwirt kann durch den Nassen Boden nur noch 4,5km/h fahren und schaft in den 8h 6,8ha Fläche zu säen. 9,71% seiner Ackerfläche.
Der 700ha Landwirt muss auch 1,5km/h langsamer fahren und schaft dadurch 11,65ha/ha, in den trockenen 8h schaft er 93,2ha, 13,31% seiner Ackerfläche.
Oder mit anderen Worten, der 700ha Landwirt schaft unter den widrigen Bedienungen 37% mehr.
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Re: Ein Vortrag von Michael Horsch

Beitragvon Oelkanne am Mo 22. Jan 2018, 21:10

Oelkanne hat geschrieben:
RichardBurgenlandler hat geschrieben:
Rohana hat geschrieben:Wenn das Wetter nicht passt, hat man keine Chance


Da hat der Svler wohl einen nicht unerheblichen Vorteil, es gibt kein Wetter das nicht passt, vorausgesetzt die Pflanzenzucht ist breit aufgestellt.
Es gibt Pflanzen, die mögen das nasse Wetter nicht und andere die mit Trockenheit nicht zurechtkommen.
Was ja wiederum für eine kleinteilige biodiverse Landwirtschaft spricht, ganz unter dem Motto "Natur braucht Vielfalt" und kein Glyphosat. :haha:


Wenn es zu nass ist zum Säen ist es vollkommen egal ob der Acker 0,5ha oder 100ha Groß ist.
Wenn es die Ernte verhagelt ist es vollkommen egal ob der Acker 0,5ha oder 100ha groß ist.

Je größer ein Betrieb und damit die Felder sind, desto eher kann trotz widrigen Bedingungen noch etwas gesät werden.

Denn ein Kleinbetrieb besitzt beispielsweise eine 3m Sämaschine mit der er 6km/h Fahren kann. mit Umdrehen etc kommt man auf 1,3ha/h. Mit dieser Leistung kann der Landwirt im normalen Jahr seine Fläche von 70ha problemlos einsäen.
Der große Nachbar hat eine 9m breite Sämaschine mit der er 15km/h fahren kann, damit kommt er auf 13ha/h. Mit dieser Leistung kann er im normalen Jahr seine Fläche von 700ha problemlos einsäen.
Jetzt regnet es und reget es... Plötzlich tut sich ein trockenes Säefenster von 8ha auf.
Der 70ha Landwirt kann durch den Nassen Boden nur noch 4,5km/h fahren und schaft in den 8h 6,8ha Fläche zu säen. 9,71% seiner Ackerfläche.
Der 700ha Landwirt muss auch 1,5km/h langsamer fahren und schaft dadurch 11,65ha/ha, in den trockenen 8h schaft er 93,2ha, 13,31% seiner Ackerfläche.
Oder mit anderen Worten, der 700ha Landwirt schaft unter den widrigen Bedienungen 37% mehr.


Aber solche Tatsachen interessieren hier ja die wenigsten.
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Re: Ein Vortrag von Michael Horsch

Beitragvon centauri am Mo 22. Jan 2018, 21:18

Ja stimmt, ich geh dann in den Tunnel. :)
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Re: Ein Vortrag von Michael Horsch

Beitragvon RichardBurgenlandler am Mo 22. Jan 2018, 21:38

Oelkanne hat geschrieben:Aber solche Tatsachen interessieren hier ja die wenigsten.

Stimmt, denn wenn es regnet und der Boden nass ist
Oelkanne hat geschrieben:Der 70ha Landwirt kann durch den Nassen Boden nur noch 4,5km/h fahren


kann der SVler mit Gummistiefeln immer noch gehen.

Denn sein Boden ist nicht durch Regen zu einer Schlammwüste geworden, weil er durch jahrelange Arbeit einen sehr hohen Humusanteil im Boden aufgebaut hat, der eine große Wasseraufnahmekapazität besitzt.
Aber solche Tatsachen interessieren hier ja die wenigsten 70(0) ha Großbauern.
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
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Re: Ein Vortrag von Michael Horsch

Beitragvon Rohana am Mo 22. Jan 2018, 21:40

Ja, genau, weil Landwirte das ja weder wollen noch können, aber SVler qua Dekret Profis im Humusaufbau sind ... :michel:
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Re: Ein Vortrag von Michael Horsch

Beitragvon RichardBurgenlandler am Mo 22. Jan 2018, 21:51

Rohana hat geschrieben: SVler qua Dekret Profis im Humusaufbau sind


Klar doch, was hast du gedacht ? SVler leben auch direkt von den Produkten ihres Bodens, da ist ein gesunder Boden schon ziemlich wichtig. Wozu macht man sich sonst die Arbeit eigene Lebensmittel anzubauen, wenn sie nicht besser wären?
Dreck kann man billiger beim Diskonter kaufen und hat damit keine Arbeit.
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