Brennnessel wird die Herrschaft übernehmen

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Manfred
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Re: Brennnessel wird die Herrschaft übernehmen

#11

Beitrag von Manfred » So 10. Okt 2021, 22:37

Gaby 87 hat geschrieben:
Sa 10. Jul 2021, 15:45
Hallo,und ich hoffe ihr habt ein schönes WE.
leider finde ich keine Antwort auf meine Frage. Löscht mich notfalls.
ich weiß meine Überschrift ist gemein. :D aber es stimmt.
Wir habe mal halbherzig mit Permakultur angefangen. Jetzt, aber sind wir bereit komplett alles zu ändern. Auch wegen dieses Krautes. Ja ich weiß, ich kann damit Sachen kochen (schon gemacht aber so viel können wir gar nicht essen) kann es für Medizin nehmen alles schon gemacht und trotzdem übernehmen diese Kräuter meine Beete.
Jetzt hör ich auf zu quatschen.
Also wir wollen jetzt alles umändern und stehen jetzt vor der Frage. Lassen wir so wie es ist. Schön mit Gras, Erdbeerpflanzen, Estragon und viel viel Brennnessel, toten Rosmarin und der Lavendel lungert auch noch irgendwo herum. Also grün ist es ja. keine frage. Lasse ich das so, übernimmt die Brennnessel und alles andere wird zurückgedrängt und stirbt ab , das hat sie schon an anderen Orten gemacht. Mein Plan ist Karton auf dem Borden. Heu drauf und bis nächstes Jahr warten. Irgendwelche ideen? Alles lassen und die Brennnessel immer wieder entfernen. Die Brennnessel haben schon meine Minze niedergetrampelt und der ist futsch :ohoh: Dabei mochte ich die Minzen. Es war ein gsnzes Beet voll und dieses Jahr. Siehe oben.
LG Gaby
Solche empfindlichen Gemüsepflanzen und Kräuter bedürfen halt Schutz. Wir haben ihnen ihre Schutzfunktionen weggezüchtet, damit sie für uns besser verdaulich wurden. Und als Gegenleistung müssen wir sie halt päppeln, sprich ihnen die Brennnesseln vom Hals halten.

Ansonsten kommt die Brennnessel, macht ihren Job, und geht nach ein paar Jahren wieder.
Auf meinen Flächen habe ich ständig irgendwo Brennnesselnester. Die älteren sind inzwischen alle wieder verschwunden.
Frei nach Mollison ("Wenn du Zitronen kriegst, mach Limonade daraus.") gilt es dann halt, die Brennnesseln einer sinnvollen Nutzung zuzuführen oder sie durch andere Pflanzen mit ähnlichen Standort- und Nährstoffansprüchen zu ersetzen.
Puten z.B. fressen gerne Brennnesseln. Evtl. hat ihr keine Brennnesselplage, sondern einen Putenmangel.

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Re: Brennnessel wird die Herrschaft übernehmen

#12

Beitrag von emil17 » Mo 11. Okt 2021, 08:56

Manfred hat geschrieben:
So 10. Okt 2021, 22:37
Solche empfindlichen Gemüsepflanzen und Kräuter bedürfen halt Schutz. Wir haben ihnen ihre Schutzfunktionen weggezüchtet, damit sie für uns besser verdaulich wurden. Und als Gegenleistung müssen wir sie halt päppeln, sprich ihnen die Brennnesseln vom Hals halten.
Das stimmt sicher, nur sind sehr viele unserer Kulturpflanzen auch in der Wildform nicht an die Klimabedingungen und Böden angepasst, wo wir sie anbauen. Beispielsweise kommen sehr viele Gewürzkräuter mit trockenen steinigen mageren Böden bestens zurecht, aber auf Gartenboden haben sie gegen Gewächse wie Nessel, Klettenlabkraut oder Quecke keine Chance.

In Dauerkulturen muss man dauernd danach schauen und die Nesseln gnadenlos rausnehmen, sobald man sie sieht. Anfänglich sind die klein und unauffällig, lassen sich aber leicht zupfen. Auf Grabeland wo viel Nessel war, laufen in den Folgejahren immer wieder welche auf, auch wenn man die gelben und gut zu erkennenden Wurzeln entfernt hat.
Hat sich die Nessel in Dauerkulturen oder Staudenbeeten etabliert, muss man alles rausnehmen, den Boden von Wurzeln freimachen, alle Nesselwurzeln aus den Staudenwurzelstöcken entfernen und diese wieder einpflanzen.
Es wird viel darüber geschrieben, wie gut Nesseln für den Kompost sind. Ja, nur sollte man eben nicht Nesseln mit reifen Samen kompostieren.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Brennnessel wird die Herrschaft übernehmen

#13

Beitrag von osterheidi » Mo 11. Okt 2021, 13:36

das sehe ich auch so. permakultur gut und schön, aber für otto normalo garten braucht man ohne bodenbearbeitung ewig geduld.
unsere kulturpflanzen brauchen eben etwas gartenkultur, sprich ein zunächst angelegtes beet. ist ja mit der quecke ähnlich. mit der erde und dem kompost umgehen gehört auch dazu. ich trenne da relativ streng was auf welchen kompost darf. und nach zwei drei jahren sieht man dann dass es sich lohnt.

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