Sikkim: Das "100 Prozent Bio" - Märchen

Moderator: kraut_ruebe

Re: Sikkim: Das "100 Prozent Bio" - Märchen

Beitragvon ina maka am Fr 2. Nov 2018, 21:02

Nee, nee, sorry - gegen Psiram hab ich eine Allergie.
Was die alles verunglimpfen geht auf keine Kuhhaut. Ich wollte eigentlich schon angreifen :grr: So ganz im Sinne derer, die hier noch mitlesen. Also ok: angreifen wollte ich nicht, nur aufklären.

Übrigens hab ich auch nach dem "zero budget natural farming sikkim" gesucht
- im Netz, hinfahren tät ich sehr gerne! Wer sponsert mich? Psiram? :grr: :holy:

Ich hab nichts gefunden, was Weß These stützt.

Und jetzt?

p.s.: oh, Richard, sorry, du hast Recht: ich wollte ja tatsächlich eine Frage stellen!!
Leider keine Antwort gekommen.....

Manfred, was soll dieser link bringen?
Wir leben in einem Gefängnis mit offenen Türen und Fenstern und die Frage ist, wer sind die ersten, die sich raustrauen? Wagenhofer www.youtube.com/watch?v=q2WEVdNQAxE
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Re: Sikkim: Das "100 Prozent Bio" - Märchen

Beitragvon Manfred am Fr 2. Nov 2018, 23:04

RichardBurgenlandler hat geschrieben:Wie wäre es wenn man zB das liest als Analogie dazu
°2007 mussten im Bundesstaat Georgia im Südosten der USA rund 4000 Hektar Ackerland aufgegeben werden, weil sie von Unkräutern überwuchert waren, die eine Toleranz gegen das Breitbandherbizid Glyphosat entwickelt hatten." https://www.transgen.de/anbau/1429.resi ... chnik.html

Wenn hier zB geschrieben würde, das der Text von einer grünen NGO kommt , wäre das in Ordnung ?


Richard, du weißt doch genau, dass ich dir nichts Böses will.
Was ich möchte, ist eine auf Fakten beruhende Diskussion.
Wer der Autor eines Artikels ist, ist mir egal, solange die Informationen sachlich korrekt sind.
Natürlich macht es Sinn, sich den Autor anzusehen. Wenn man einen Autor schon länger kennt, und er idR sehr gut recherchiert, Quellen angibt und eine geringe Fehlerquote hat, dann übernimmt man seine Informationen natürlich leichter als bei einer Quelle ohne Quellen und evtl. sogar ohne Nennung des Autors und mit einer ganzen Historie von Falschaussagen.

Kannst du eine Quelle für die Info in dem Transgen-Artikel finden, dass 4000 ha Fläche aus der Produktion genommen werden mussten? Ich konnte auf die Schnelle keine finden und ich sehe auch keinen logischen Grund dafür. Erstens gibt es diverse Herbizide mit anderen Wirkmechanismen und zweitens könnte man die Flächen ja auch für den Futterbau oder als Grünland nutzen, selbst wenn kein Marktfruchtbau mehr möglich wäre. Außerdem schreitet die Entwicklung von Anbauverfahren, die einen weitgehenden Herbizidverzicht ermöglichen, zügig voran. Denkbar wäre für mich allenfalls, dass die Flächen evtl. einige Zeit nicht genutzt wurden, bis sich ein neuer Bewirtschafter gefunden hat.
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Re: Sikkim: Das "100 Prozent Bio" - Märchen

Beitragvon Rohana am Sa 3. Nov 2018, 08:35

Das Unkraut kann so glyphosatresistent sein wie es will, mechanische Verfahren werden immernoch wirken. Also da frag ich mich schon warum nicht einfach konsequent gepflügt, gehackt und gestriegelt wird, statt 4000ha aufzugeben. In dem Artikel wird ja gradezu so getan als könnte man Unkraut nur chemisch bekämpfen :hmm:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Sikkim: Das "100 Prozent Bio" - Märchen

Beitragvon Manfred am Sa 3. Nov 2018, 09:14

Naja. Erstmal wäre zu klären, ob die 4000 ha überhaupt aufgegeben wurden.
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Re: Sikkim: Das "100 Prozent Bio" - Märchen

Beitragvon Rati am Sa 3. Nov 2018, 10:38

Nachhaltigkeit und kurzfristiger Wandel sind halt zwei Dinge die einfach nicht zusammen gehen.
Leute ins kalte Wasser zu schmeißen macht es nicht besser.
Ich finde diesen Abschnitt des Artikels sehr aussagekräftig:
salonkolumnisten hat geschrieben:Sikkims Bauern setzten 5,8 kg/ha Mineraldünger ein; in Deutschland sind es 100kg/ha. Von einer solchen kleinteiligen, unproduktiven und arbeitsintensiven Landwirtschaft (64% der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft) auf Bio umzusteigen, ist leichter als der Umstieg von einer Hightech-Landwirtschaft, bei der ein Landwirt 155 Menschen ernährt...
Positiv an dem staatlichen Programm ist die Unterweisung der Bauern in Sachen Dünger und Schädlingsbekämpfung, sagen Agrarexperten. Dies könne langfristig durchaus einen positiven Effekt auf die Produktivität haben. Zahlreichen Bauern in Sikkim werden nämlich jetzt zum ersten Mal elementare Kenntnisse wie Biologie der Schädlinge, Nährstoffbedarf von Pflanzen und Bodenökologie vermittelt...

Und ich hätte als Überschrift für diesen Faden nicht direkt den des Artikels gewählt, sondern dahinter noch geschrieben "ein Beispiel wie es nicht funktioniert" Dann wirkt es nicht so polarisierend. :kaffee:

Grüße Rati
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