Hecke anlegen

spellon
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Re: Hecke anlegen

#71

Beitrag von spellon » Mo 10. Jun 2013, 09:09

Der Grund dafür, das mir das Grundstück nicht rechtzeitig überschrieben wurde, und in der Einflussnahme von A auf die Eltern lag darin dass ich als Erwerbsunfähiger die GruSi erhalte. Man sagte soviel Besitz stehe einem GruSi-Empfänger nicht zu und ich könne diesen nicht halten, weil das Sozialamt dann den Verkauf fordern würde. Darin liegt eine Diskriminierung. (es wurde mir nur ein Hausgrundstück mit selbstbewohntem Bauernhaus übertragen. Doch nun fordert das Sozialamt dass ich auch hiervon noch die Hälfte verkaufen soll - nur 700qm dürfe man behalten..also das was man verhindern wollte, tritt nun doch ein !)
Gegenargumente gegen die Enterbung:
Erstens habe ich ja durch Arbeit zur Vermehrung des Besitzes beigetragen, zweitens sah ich hierin auch eine Möglichkeit durch Selbstversorgung zunehmend unabhängig von der Grundsicherung zu werden.
Drittens bin ich für eine bedingungslose Grundsicherung als Grundrecht, sodass man aufgrund dieser Tatsache nicht mehr
diskriminiert werden kann und auch nicht seinen Grundbesitz verkaufen muss !
Die Erbin A glaubt bis heute , ich sei ein Schmarotzer dem nichts zusteht.
Infolgedessen ist mir tatsächlich die Motivation zum Arbeiten vergangen, auch dort wo´s noch erlaubt ist. Es wird mir alle Energie genommen und die fehlt auch um die Situation positiv neu zu gestalten.
(Nebenbei; ich suche einen Vermittler der evtl helfen kann, den verbleibenden Resthof mit Nutzungsrechten an interssierte Selbstversorger zu vermitteln ).

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kraut_ruebe
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Re: Hecke anlegen

#72

Beitrag von kraut_ruebe » Mo 10. Jun 2013, 11:31

spellon hat geschrieben: (Nebenbei; ich suche einen Vermittler der evtl helfen kann, den verbleibenden Resthof mit Nutzungsrechten an interssierte Selbstversorger zu vermitteln ).
es gibt nicht was es nicht gibt, und es wird auch den passenden käufer für nen hof mit nutzungsrechten geben.

ich würd dir aber empfehlen, da (auch) selber nach nem käufer zu suchen, denn das ist zum einen nicht der 'klassische' kunde des vermittlers (im sinne dass die maklerkunden fast ausschliesslich etwas anderes vom makler/verkäufer erwarten) und zum anderen ist es einfach wesentlich angenehmer sich den käufer mit dem dann schlussendlich durch die nutzungsrechte langfristig eine verbindung entsteht selber nach geschmack/sympathie auszusuchen.

ich würd mir da aber auch überlegen (ev mithilfe eines spezialisten) ob man den anteil welcher verkauft werden muss nicht an einen verein bzw. ne ähnliche institution verkauft, die u.u. noch schnell gegründet wird und sich mit dem erhalt von dem was draufsteht beschäftigen mag.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

spellon
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Re: Hecke anlegen

#73

Beitrag von spellon » Mo 10. Jun 2013, 14:22

Stimmt, selber aussuchen wäre besser. Bisher muss nichts verkauft werden, nur aus psychischen Gründen wäre es für mich besser wegzuziehen. Mir wäre dann auch eine Verpachtung an Gleichgesinnte lieber.
Schon als noch ein Elternteil lebte dachte man an die Gründung einer Stiftung, der dann aber der gesamte Hof übertragen werden sollte, mit mir als Verwalter. Doch ich konnte keine rechtl. Beratung finden die mal schnell und effizient eine Lösung anbot...

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Re: Hecke anlegen

#74

Beitrag von emil17 » Mo 10. Jun 2013, 17:42

Sowas macht man zum Beispiel so: ein lebenslanges Nutzungsrecht zugunsten des erwerbsunfähigen Sozialhilfeempfängers eintragen, dabei derartige Nutzungsauflagen dass das Land praktisch ertragslos wird. Das kann man auch über Servitute oder letzte Verfügungen erledigen; der Notar der das aufsetzt bestätigt dass die Person die solches anordnet uneingeschränkt handlungsfähig ist. Dann kann auch ein Erbe später diesen Vertrag nicht mehr anfechten

Wobei ich da auch etwas Mühe habe, jemand ist erwerbsunfähig und möchte bedingungsloses Grundeinkommen, hat aber ein schönes Stück Land das er behalten möchte und das er offenbar auch bearbeiten kann (Bäume pflanzen, Bäume schneiden, Hecke pflanzen, Hecke schneiden, Gras mähen usw.), ohne dass sich an seiner Sozialrente etwas ändern soll und ohne dass er sich den Ertrag des Grundes als Einkommen anrechnen lassen will.
Das wäre doch ungerecht denen gegenüber, die mit ihrer Lohnsteuer solche Sozialhilfe erst ermöglichen.
Da biste nicht mehr allzuweit weg vom Minister, der den Lohn für die private Putze über die Staatskasse laufen lässt.
Ich mach doch in der Bude auch nicht was anderes als was der Chef mir sagt, was ich sinnvoller finde, was aber ihm nix bringt und er soll mir bitte den Lohn trotzdem bezahlen.

Aber das alles hat mit dem Wert einer Hecke schon lange gar nichts mehr zu tun.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Hecke anlegen

#75

Beitrag von spellon » Mo 10. Jun 2013, 18:52

Deine Empfehlung zur rechtlichen Regelung hätte ich schon 2008 erhalten müssen...ein damals aufgesuchter Anwalt sagte mir das nicht...und jetzt sind die Folgen da...
Die Diskussion zum Grundeinkommen war schon in einem anderen thread. Das ist genau der Punkt, du vertrittst da eher den Standpunkt der Gegenseite. Denn Arbeit darf keinen Spaß machen...
Wie ich schon in dem anderen Beitrag gesagt habe sollte man biologische Landwirtschaft als gemeinnützige Arbeit ansehen. Das ist auf jeden Fall besser als Nichtstun, was man den Soz.leistungsempfängern immer vorwirft.
Der Staat zahlt ja auch immer mehr Prämien für Umweltschutzmaßnahmen der Landwirte. Ob das Geld nun als Prämie oder GruSi gezahlt wird, ist doch Nebensache. Die Behörden sollten lernen ergebnisorientiert zu entscheiden.
Außerdem würde ich jedem auch ohne was zu tun ein Grundeinkommen zugestehen.

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Re: Hecke anlegen

#76

Beitrag von 65375 » Mo 10. Jun 2013, 20:30

spellon hat geschrieben:Außerdem würde ich jedem auch ohne was zu tun ein Grundeinkommen zugestehen.
Das ist sehr nett von Dir! Vielen Dank! Und wo kommt das dann her?

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Re: Hecke anlegen

#77

Beitrag von spellon » Mo 10. Jun 2013, 21:42

Zum Thema Finanzierung eines Grundeinkommens gibst ja nun schon lange genug viele Informationen .
Und wo kommen übrigens alle andern Sozialausgaben, Beamtengehälter und -pensionen, Bildungsausgaben, Kindergeld, Militärausgaben , Arbeitsförderungsmittel, Subventionen u.v.m her ? ....Aber das lenkt jetzt wirklich vom Thema ab.
Um zum Thema zurückzukommen: die Anlage von Hecken und Streuobstwiesen wird ja teilweise auch staatl. gefördert. Darum sollten sie auch überall dauerhaft unter Schutz stehen !

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Re: Hecke anlegen

#78

Beitrag von Manfred » Di 21. Jul 2020, 16:42

Infos zur Pflege von Zaunhecken auf die britische Art (Hedgelaying).
Dürfte weitgehend der ehemaligen Pflege von Knicks/Wallhecken in Norddeutschland entsprechen.


https://www.regenerative-landwirtschaft ... 2611#p2611

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